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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Kabel, Antenne oder Satellit ?

29. November 2012 Kommentare ausgeschaltet

Die Weihnachtszeit kommt und nun schneien sie wieder zuhauf in die Haushalte: Die Weihnachtswerbeprospekte der einschlaegigen Jubelelektronikmaerkte. So weit, so gut. Man orientiert sich ja gern…

Doch, was ist (zumindest fuer den Schreiber dieser Zeilen) das mit Abstand wichtigste Kriterium fuer den etwaigen Kauf eines neuen Flachbildboliden? Der eingebaute Tuner! Mit einem Kabeltuner ist hier nichts anzufangen und DVB-T u.a. aufgrund mangelnder Programmauswahl in Ostwestfalen-Lippe keine Alternative. Ein eingebauter Satellitentuner (oder besser: Triple-Tuner, fuer alle Faelle) ist also zwingend notwendig, denn eine separate Blechbuechse muss dafuer auch nicht unbedingt daneben gestellt werden.

Doch genau DIESE Information, die den Empfangsbereich des Fernsehers genauer definiert, wird sehr haeufig ausgelassen. In Kaufhaeusern erscheint die Tunerdefinition oftmals auch nur als kleingedruckte Fussnote auf den Beistellschildchen der Geraete…

Selbst dann, wenn huckepack ein 3-D-Brillenset fuer eine ganze Fussballmannschaft dazugegeben wird oder nur die neueste Blu-Ray beiliegt, interessiert das trotzdem nicht.
Also, liebe Prospektgestalter: Tuner ist Trumpf! Merkt euch das!

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Die CD wird 30 – und stirbt?

10. Oktober 2012 Kommentare ausgeschaltet

Aus aktuellem Anlass sei der folgende Abschnitt aus einem hiesigen Artikel des Jahres 2010 wiederholt:

"Im Jahr 1986 kaufte ich eine meiner ersten Original-CDs, “Kleine Helden” von Wolf Maahn. Eine Originalpressung aus dem Hause EMI. Diese CD wurde immer “artgerecht gehalten”, bekam so gut wie nie Sonne ab und war auch nie groesseren Temperaturschwankungen ausgesetzt, natuerlich wurde sie immer in ihrer Huelle verwahrt. Sie spielt nach wie vor, hat aber im aeusseren Randbereich Ausfransungen und Verfaerbungen. Da das Album mit ungefaehr 45 Minuten Spielzeit nicht die ganze Scheibe ausfuellt, blieb die Musik bisher erhalten und diese wurde mittlerweile ohnehin in die MP3-Jukebox uebertragen."

Die "Welt" schreibt am 10.10.2012:

Sie wurden als "unzerstörbar" beworben und sollten ein "lebenslanges Hörvergnügen" garantieren. Doch mittlerweile ist klar: Auch an Compact Discs und den darauf gespeicherten Daten nagt der Zahn der Zeit.

Die ersten Exemplare dieses optischen Speichermediums, das vor 30 Jahren die Technikgiganten Philips und Sony eingeführt haben, dürften schon bald die Wiedergabe verweigern.

Der Grund: Die anfangs verwendeten Lacke greifen die Aluminiumbeschichtung der Disc an. Der Laser, der auf einer sechs Kilometer langen, von innen nach außen führenden Spiralbahn Milliarden kleiner Vertiefungen und die dazwischenliegenden Flächen abtastet, wird nicht mehr sauber reflektiert.

(…)

Dennoch erweist sich die 1,2 Millimeter dünne CD als überaus robust, für die Musikindustrie ist der Silberling noch immer Gold wert: Knapp Dreiviertel ihres Umsatzes erwirtschaftete die Branche 2011 mit CD-Verkäufen.

(…)

Also, tot ist sie noch lange nicht, die Scheibe, deren Innenloch dem Durchmesser eines niederlaendischen 10-Cent-Stuecks nachempfunden wurde. Doch Vorsicht ist geboten, vor allen Dingen bei der Lagerung und der Nutzung im Auto…

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25 Jahre Captain Picard & Co.

28. September 2012 Kommentare ausgeschaltet

Heuter vor 25 Jahren startete das Raumschiff Enterprise mit der Bezeichnung "NCC-1701-D" in die unendlichen Weiten des Weltalls. Noch unter der Fittiche von Star-Trek-Erfinder Gene Roddenberry traten Captain Picard, Commander Riker, der Androide Data und weitere als
"Star Trek – The Next Generation" in die Fusstapfen von Kirk, Spock, Scotty und "Pille"…

Damals, im Jahr 1987, wurde die Serie erstmalig im ZDF gezeigt und ich erinnere mich noch gut an die Erstausstrahlung der Pilotfolge, die mit unheimlicher Spannung erwartet wurde. Hinterher wurde via CB-Funk darueber diskutiert und es gab ein Fazit: Es war gut, aber es muss sich erst noch entwickeln…

Und genauso war es. Wie fast alle Pilotfolgen der verschiedenen Star-Trek-Serien war auch "Der Maechtige / Mission Farpoint" eher schwer verdaulich, weil verkopft und auf Biegen und Brechen mit anspruchsvoller Aussage ausgestattet. Insbesondere bei "TNG" agierten die neuen Crewmitglieder anfaenglich sehr hoelzern. Ein Eindruck, der durch die zunaechst ebenfalls behaebige, deutsche Synchronisation noch unterstrichen wurde.
Es geht nichts ueber Picard & Data im O-Ton… :-)

Doch die Serie entwickelte sich rasant und fand spaetestens ab der zweiten / dritten Staffel zu ihrem Stil, der auch den Grundstein fuer die Folgeserien "Deep Space Nine" und "Voyager" legte. Die Geschichten waren intelligent, durchdacht, meistenteils logisch und unter anderem aufgrund der Tatsache, dass man oftmals bei der NASA Rat suchte, innerhalb gewisser Grenzen auch wissenschaftlich fundiert. TNG vereinte somit diejenigen, die anspruchsvollere Unterhaltung suchten, ebenso vor den TV-Geraeten wie diejenigen, die einfach nur Weltraumabenteuer im Stil der Urserie sehen wollten. Das Vermaechtnis der Urserie lebte teilweise in TNG weiter, was sich beispielsweise in so hervorragenden Episoden wie "Relics" zeigt, in der James Doohan aka "Scotty" wieder auftaucht und in den Kulissen der alten Enterprise einen Drink mit Picard nimmt. "Die naechste Generation" vereinte somit auch die Star-Trek-Veteranen und die damaligen Neuentdecker…

Fuer damalige Verhaeltnisse waren die Spezialeffekte schon sehr gut, doch waren zumindest in diesem Punkt die Nachfolgeserien der "Next Generation" ueberlegen. Das macht aber nichts, denn innerhalb ihrer tricktechnischen Grenzen funktioniert die "Next Generation" auch heute noch vergleichbar gut wie die Originalserie, die wiederum mittlerweile recht eindrucksvoll digital aufbereitet wurde.

Aber auch die Besatzung der NCC-1701-D wurde mittlerweile mit der Ehre bedacht, in Hochaufloesend auf grosse Fahrt gehen zu duerfen, denn das originale Filmmaterial wird aktuell fuer eine Veroeffentlichung auf Blu-Ray neu aufgearbeitet. Somit duerften die bidqualitativ oftmals verwaschen wirkendenden Episoden, wie sie derzeit z.B. auf Tele5 in einer Art Dauerschleife zu sehen sind, demnaechst der Vergangenheit angehoeren. Zurecht, denn vor allen Dingen die fuer das in weiten Teilen Europas und Australiens gueltige Fernsehsystem "PAL" gewandelten DVD-Veroeffentlichungen sind nochmal qualitativ schlechter als ihre US-amerikanischen Vorlagen im dort ueblichen "NTSC"-Format.

Das merkte man spaeter uebrigens ganz extrem bei den "Star Trek:Voyager"-PAL-DVDs, die im Grunde genommen eine bildqualitative Zumutung darstellen. Es zuckt und ruckelt betraechtlich und horizontale Kameraschwenks lassen saemtliche Hintergrunde wie eine verwaschene Nebelkulisse erscheinen. Auch hier waere eine Nachbesserung wuenschenswert, doch Captain Janeway und ihre im Delta-Quadranten gestrandete Crew werden wohl nie den Kultstatus erreichen, den Captain Kirk und sein glatzkoepfiger Nachfolger Picard hatten und haben…

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Die Kyrillschuessel

26. September 2012 Kommentare ausgeschaltet

Vor ca. neun Jahren ergab sich hier die Ambition, das althergebrachte (analoge) Kabelfernsehen durch Satellitenfernsehen zu ersetzen. Nur, was tun, wenn das Dach selbst bereits mit Amateurfunkantennen "besetzt" ist und die Genehmigung zum Befestigen einer Winkelhalterung an der damals frisch verputzten Hauswand verweigert wird? Man nehme einen herkoemmlichen Gartenschirmstaender (in diesem Fall mit schwerem Betonfuss) und stelle ihn auf das ueber dem Fenster befindliche, kleine Vordach (sofern vorhanden)…

An diesem Fuss wurde eine normale 60cm-Satellitenschuessel aus dem Grossmarkt mit 2-fach-LNB montiert und partiell mit Schutzlack eingesprueht. Fuer den besonderen Halt sorgt Bauschaum, mit dem der Betonfuss unterspuelt wurde. Und… was soll ich schreiben… es haelt seitdem bombig. Da das Vordach nicht einfach zu erreichen ist, entstand dieses Foto auf recht abenteuerliche Art und Weise :)

Mittlerweile wurde die Konstruktion im Rahmen von durchgefuehrten Dacharbeiten "richtig" in Augenschein genommen (wobei die Kamera natuerlich vergessen wurde…) und festgestellt, dass alles nach wie vor eigentlich in einem sehr guten Zustand befindlich ist, auch wenn es etwas verdreckt war. Das Foto truegt etwas, denn der Fuss ist nicht "angefressen", das ist nur davor befindlicher, verdreckter Bauschaum. Jetzt, in gereinigtem Zustand, sieht alles so aus, als ob die neun Jahre an der frischen Luft nicht gewesen waeren.

Die Schuessel, fest ausgerichtet auf Astra 19,2 Grad Ost, lieferte bisher konstante Signale, immer bei ca. 70-80% Signalstaerke, was fuer eine 60cm-Schuessel in hiesigen Breitengraden absolut normal ist. Zudem hat sie ausreichend Regenreserve, Ausfaelle gibt es wirklich nur bei "Weltuntergangsregen", gefuehlt nur ein- bis zweimal im Jahr. Besonders erwaehnenswert ist aber die Tatsache, dass diese Konstruktion selbst den Orkan "Kyrill" im Jahr 2007 schadlos ueberstanden hat und noch immer bombenfest ist…

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DVB-T, die Zweite

14. September 2012 Kommentare ausgeschaltet

Das sogenannte "Ueberall-Fernsehen", DVB-T, ist, wie in einem aelteren Beitrag dieser Seite schonmal erwaehnt wurde, nicht der Weisheit letzter Schluss. Hier in Ostwestfalen ist es besonders uninteressant, weil es nur 13 empfangbare, durchgehend oeffentlich-rechtliche Fernsehsender gibt, deren Bildqualitaet dem Ganzen den Spitznamen "Pixelfernsehen" verliehen hat…

Nun soll also eventuell DVB-T2 kommen, wie z.B. Heise.de berichtet. Es ist sozusagen die naechste Generation des digitalen, terrestrischen Fernsehens. Es ermoeglicht z.B. restriktives TV à la HD+, zeichnet sich aber durch eine hoere Effizienz bei der Frequenznutzung aus.

Abwaertskompatibel soll es nur insofern sein, als dass DVB-T2-Empfaenger auch das herkoemmliche DVB-T empfangen koennen, aber umgekehrt wird das natuerlich nicht funktionieren. Vermutliche Folge: Wieder etliche Millionen Tonnen Elektroschrott, der groesstenteils nur ziemlich kurzzeitig in Betrieb gewesen sein koennte.

An dieser Stelle sei als Fazit eine Passage aus dem eben erwaehnten, alten Artikel wiederholt:

"Die Zukunft liegt nicht in der terrestrischen Verbreitung diverser Fernseh- und/oder Radiostandards. Sie liegt in der Schaffung von drahtlosen Internetzugaengen. Somit kaeme technisch gesehen “alles aus einer Hand” und jeder koennte im Auto, in der Bahn, im Garten oder sonstwo jederzeit auf Texte, Bilder, Musik bzw. Radio und Videos bzw. TV aus aller Welt zugreifen. Mit einem Geraet und einem Uebertragungsstandard. Wie das “TV”-Bild auf den Schirm kommt, duerfte den allermeisten Anwendern voellig egal sein. Hauptsache ist, dass es bedienerfreundlich-einfach verfuegbar sein wird."

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