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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Neues vom Önkelstieg

8. Oktober 2008 Kommentare ausgeschaltet

Vor acht Jahren veroeffentlichten Detlev Groening und Harald Wehmeier eine CD mit einem gerade in der derzeitigen (Finanz-) Situation bezeichnenden Namen: "Rauhe Zeiten". Zu dem Zeitpunkt war das Hoerspielprojekt um eine fiktive Gemeinde in Norddeutschland namens "Stenkelfeld" schon laengst durch vorherige CDs und durch Ausstrahlungen im Radioprogramm von NDR2 bekannt und beliebt.

Mit vielseitig verstellten Stimmen zeichnen die Sprecher ein liebenswertes und meistenteils auch lustiges Bild einer doerflichen Idylle, die nicht immer eine ist, mit "Menschen wie Du und ich". Der Komponist Ralf Sögel, der Hausmeister Gustav Gnöttgen, Wilhelm Ölgemöller (SPD) und Heinrich Oertel (CDU) leben und wirken in einem Ort, der eine Wim-Thoelke-Universitaet, ein Claudia-Schiffer-Gymnasium und auch eine Martin-Luther-Kaserne aufweist. Ab und zu verirrt sich mal ein "Medienlümmel" (Reporter) dorthin, der den fiktiven Einwohnern Fragen stellt und meistenteils zu erstaunlichen Ergebnissen bzw. Erkenntnissen kommt.

Das Ganze ist nett und amuesant. Natuerlich gab und gibt es auch hier maessige Folgen, groesstenteils war und ist "Stenkelfeld" aber doch aeusserst hoerenswert. NDR 2 hat das erkannt: "Wer kennt es nicht, das durchdringende "Schuhe abtreten!" von DEM Hausmeister Gustav Gnöttgen, die schmierigen Spielshows von Moderator Jean-Jacques Gelee, langatmige Ansprachen von Bürgermeister Ölgemöller oder Sänger Ralf Sögel ("Verliebte Fischer") mit seinen Hu-Summerinnen? Jetzt ist Stenkelfeld wieder da" (Quelle: NDR2.de)

Das ca. 250 Folgen umfassende Archiv des Senders wird nun aufgearbeitet und unter anderem auch als Podcast veroeffentlicht.
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KategorienMedien

Audiotische Gleichschalterei

7. Oktober 2008 Kommentare ausgeschaltet

Die Technologie ist alt, ihr Anwendungsgebiet gross. Die Rede ist von Limitern und anderem elektronischem Schnickschnack, der zwar nuetzlich sein kann, ein Audiosignal aber gerne auch mal verunstaltet. Man nehme das Beispiel Radio. Mittlerweile werden fast auf jedem Sender Techniken eingesetzt, die den Gesamtpegel durchweg anheben und auch die Klangfarbe veraendern.

Im Buergerfunk von Radio Guetersloh, wo unsereins immerhin schon 65 Sendungen gemacht hat, trat es besonders ausgepraegt zum Vorschein: An Stellen, die eigentlich leiser werden sollten, blieb es laut und man hatte den Eindruck, der Sprecher wuerde wirklich mitten in die Songs hineinsprechen. Des Raetsels Loesung: Ein Echtzeit-Filter in der Sendetechnik, der Lautstaerkeschwankungen ausgleichen soll und saemtliche Pegel auf ein glattgebuegeltes Niveau einstellt. Der Zweck ist es natuerlich, eine einheitliche Lautstaerke zu erreichen, die das Radio als "Nebenbeiberieselung" unauffaellig und den Zuhoerer bei der Stange haelt. Hatte man nun eine Sendung produziert, die laute und leise Passagen enthielt, dann waren die Ein- und Ausblendungen durch diesen zwischengeschalteten Filter leider unangenehm hoerbar. Also wurden hier fuer das Radio spaeter Sendungen produziert, deren Huellkurven schon eine Balkenform angenommen hatten, damit nicht mehr soviel nachgeregelt werden konnte und die Sendung zumindest auf einem durchgehenden Lautstaerkeniveau verblieb. Fuer Freunde der echten Dynamik war das natuerlich ein Schlag ins Gesicht, aber es war (leider) notwendig und hat auch gut funktioniert.

Beispiel Audio-CDs: Die Erstauflage der "Brothers In Arms" – CD von den "Dire Straits" strotzte nur so vor Dynamik. Leise Passagen waren leise, laute waren laut. Die Pegel verhielten sich entsprechend unterschiedlich, wobei das Gesamtvolumen den mittlereren Bereich nicht ueberstieg, was unter anderem Verzerrungen bei der Wiedergabe vermieden hat. Da eine CD so gut wie kein Eigenrauschen produziert, war so etwas in der Anfangsphase der fuer CDs bestimmten Aufnahmen auch absolut gewollt. Heutige Alben-CDs sind klanglich mittlerweile oftmals so stark angehoben, dass auch hier wieder saemtliche Pegel am oberen Limit sind und sich gerade bei dichter Instrumentierung nach einem ziemlichen "Soundbrei" anhoeren. Ein absolutes Negativ-Beispiel hierfuer ist das Album "Ode To Ochrasy" von "Mando Diao".

Bild oben links: Huellkurve des Dire Straits – Songs "Walk Of Life", als Beispiel fuer ein durchgehend ziemlich gleichlautes Lied, direkt von der Erstauflagen-CD (1985) digital eingelesen.
Bild oben rechts: Huellkurve des Dire Straits – Songs "The Man`s Too Strong", als Beispiel fuer ein in punkto Lautstaerke wechselhaftes Lied, ebenfalls von der 1985er-Ur-CD digital eingelesen.
Bild unten links: Kontrastvergleich: Coldplay`s "Talk" von der CD "X&Y" (2005), unter gleichen Bedingungen digital eingelesen.
Bild unten rechts: Huellkurve der NormCast-Radiosendung Nr.56 im extra angepassten Format :)

Im Fernsehen wird wiederum anders gedacht, natuerlich zugunsten des Werbegeldbeutels. Der Film oder die Serie befindet sich auf entweder normalem oder zu leisem Lautstaerkeniveau, waehrend die zwischenzeitliche Werbung deutlichst darueber geschaltet wird. Es ist oftmals viel zu laut und der Griff zur Fernbedienung schnell notwendig, da es manchmal wirklich eklatante und daher unangenehme Pegelunterschiede sind. An dieser Stelle kann eine verfeinerte Form der oben beschriebenen Filter- und Limitertechnik auch mal positiv eingesetzt werden und das hat sich die traditionsreiche "Dolby"-Gruppe (Jawoll, die mit den Logos auf den alten Tapedecks :)) auf die Fahnen geschrieben.

"Dolby Volume arbeitet auf zwei Ebenen. Der „Volume Leveler“ vergleicht das laufende Tonspektrum mit vorhergehenden. Dabei nutzt Dolby Techniken aus dem Profibereich, etwa eine „auditorische Szenenanalyse“. Diese Technik erkennt, welche Töne angehoben werden müssen und welche nicht. Einen abschwellenden Klavierakkord zum Beispiel dreht Dolby Volume nicht lauter. Der zweite Schritt ist der „Volume Modeler“. Er reagiert darauf, dass das menschliche Gehör bei geringer Lautstärke Höhen und Tiefen weniger gut wahrnimmt. Bei alten Stereoverstärkern gab es hierfür die Loudness-Taste. Sie ignorierte aber die tatsächliche Lautstärke und verfremdete das ursprüngliche Signal oft zu einem Tonbrei. Der Volume Modeler nutzt die Erkenntnisse der Datenkompression von MP3 oder Dolby Digital: Tondaten, die unterhalb der Hörschwelle liegen, entfallen dort einfach. Der Volume Modeler macht das genaue Gegenteil: Er hebt die Lautstärke von Klangbestandteilen, deren Lautstärke unterhalb der Hörschwelle liegt, will damit den Klang auch bei geringer Lautstärke voll und detailreich gestalten."
(Quelle: Bild Digital) => Gut so! Und schlecht fuer RTL 2 :-)

KategorienMedien, Musik

Urheberrecht und Unterricht

17. September 2008 Kommentare ausgeschaltet

Frueher, da… :-)

…so fangen ja viele Ueberlegungen zu aktuellen Dingen an. So auch hier. Also, frueher, zum Beispiel im Englischunterricht, da gab es Pflicht-Themen, wie Shakespeare`s "Macbeth" (Horrible. I always hated it. When shall we three meet again…) oder -was schon interessanter war- "Death Of A Salesman" ("Tod eines Handlungsreisenden"). Als Belohnung winkte dann am Ende der Lektuere die Vorfuehrung des gleichnamigen Spielfilms.

Nach den "Freuden der Pflicht" kam die Kuer, zum Beispiel der "Logical Song" von "Supertramp" in einer Textanalyse. Kopien des Songtextes wurden schnell durch den Lehrer erstellt und an die Schueler verteilt. In diesen prä-Google-Zeiten setzten sich die Lehrer zu solchen Anlaessen noch vor ihren Plattenspieler und schrieben die gesungenen Worte haendisch mit. Im Franzoesischunterricht beschlagnahmte der Lehrer das Sprachlabor und liess selbstaufgenommene Tonbandspulen (!) mit franzoesischen Schlagern und Chansons laufen, deren Texte dann ebenfalls in die Sprachbildung integriert wurden. "On a tous les mêmes souvenirs…"
Als dann eine Schuelerin fuer die letzte Stunde vor den Sommerferien die Durchnahme des damaligen, franzoesischen Sommerhits "Voyage Voyage" von "Desireless" vorschlug, wurde nicht lange gefackelt. Einer brachte die Platte mit …wer wohl?… :), die Schuelerin bekam als Bedingung den Auftrag, den Text fuer den Lehrer aufzuschreiben, dieser korrigierte etwaige Fehler und kopierte das Werk auf Schulkosten. Mit 30 Zetteln und einem tragbaren Dual P50 bewaffnet kam der Lehrer am letzten Schultag in die Klasse und alle freuten sich, dass mal etwas aus der Musikwelt der Schueler im Unterricht beruecksichtigt wurde. Der Lehrer meinte letztendlich allerdings, dass der Text dieses Songs absolut unterdurchschnittlich sei :-)

Aus heutiger Sicht waere der erste Fall eine (unerlaubte?) Vervielfaeltigung (Songtext-Kopien) und das zweite eine (unerlaubte?) "oeffentliche" Auffuehrung. Damals war das aber ueberhaupt kein Problem, nein, es wurde zumindest toleriert und meistenteils sogar ausdruecklich erwuenscht. Natuerlich gab es auch damals schon allgemeingueltige Verguetungskriterien fuer solche Faelle, aber heutzutage sieht das Phaenomen "Urheberrecht in Schulen 2.0" dann so aus, dass die jeweiligen Lehrkraefte im Grunde genommen jederzeit mit einem Bein im Knast stehen koennten:

Der Paragraph 52 a im Urheberrechtsgesetz erhitzt einmal mehr die Gemüter. Laut der bis Ende des Jahres befristeten Klausel dürfen Lehrer und Wissenschaftler "kleine Teile" von Werken ausschließlich einem "bestimmt abgegrenzten Bereich von Unterrichtsteilnehmern" in einem Intranet "öffentlich zugänglich" machen. Sie gilt auch für Personen im Rahmen ihrer "eigenen wissenschaftlichen Forschung". (…) Denn aufgrund praktischer Notwendigkeiten würde so gut wie jeder Forscher und Lehrende weiter solche Materialien anderen Kollegen oder Auszubildenden bereitstellen. Auf diese zu verzichten, könne erst recht kein wissenschafts- oder bildungspolitisches Ziel sein. Verbesserungsfähig sei aber die Vergütung für die genehmigungsfreie Nutzung geschützten Materials für die Rechteinhaber.
Quelle: Heise Online

Auch wenn man dieses Beispiel vielleicht nicht 1:1 auf Songtexte und Musik uebertragen kann, ist die daraus zu erkennende Tendenz doch bedenklich. Natuerlich darf und soll man unter dem Deckmantel des Bildungsauftrags nicht einen unter Umstaenden sogar persoenlichen Freifahrtschein fuer solche Dinge im grossen Stil erwerben koennen duerfen, aber generell bedarf dieser Zustand wohl doch einer gehoerigen Lockerung.
Frei nach Westernhagen: "Ich bin froh, dass ich kein Lehrer bin…"

KategorienMedien

Kampfstern Galactica

31. August 2008 Kommentare ausgeschaltet

Im Jahr 1978 ging`s los. Der Kampfstern Galactica machte sich unter der Fuehrung von Commander Adama (gespielt von Lorne Greene, der auch schon in "Bonanza" das Familienoberhaupt Ben Cartwright spielte) auf den Weg zur Erde, nachdem die Heimatwelt von den Zylonen, einer letztendlich androiden Spezies, zerstoert worden war.

Auf ihrer Reise wurde die "Galactica" immer wieder von den Zylonen angegriffen, spektakulaer-anmutende Raumschlachten waren das Resultat. Eigentlich gab es nur eine Handvoll Raumschlachtszenen, die innerhalb der ersten 24 Folgen der ersten Staffel (also der Ur-Serie) immer wieder mal wiederholt wurden: Mal seitenverkehrt, mal rueckwaerts, mal "beschnitten" – aber immer wiedererkennbar.

Ich habe es geliebt – als Zehnjaehriger. Es war spannend und die Charaktere besassen einen hohen Sympathiefaktor. Dirk Benedict alias "Starbuck" (der spaeter als "Face" im "A-Team" noch bekannter werden sollte) und natuerlich Commander Adama, der in der ersten Staffel auch noch ein wirklicher Charakterkopf war. In der Folgeserie wurde er leider zum Statisten degradiert…

Viele bekannte Gaststars zierten die Urserie, unter anderem Audrey Landers (aus "Dallas" bekannt), Rick Springfield ("Celebrate Youth"), Lloyd Bridges ("Hot Shots"), Patrick MacNee ("Mit Schirm, Charme und Melone") und auch Ana Alicia alias "Melissa Agretti" aus der kultigen "Falcon Crest"-Serie sowie der 1997 verstorbene Edward Mulhare, bekannt als "Devon Miles" aus "Knight Rider".

Trotz akzeptabler Einschaltquoten und einer schnell wachsenden Fangemeinde (Science Fiction war schwer angesagt zu der Zeit, denn der "Krieg der Sterne" begann ein Jahr zuvor und das "Raumschiff Enterprise" war ein Jahr spaeter erstmalig im Kino zu sehen) wurde die Serie wahrscheinlich wegen zu hoher Produktionskosten nach einer Saison abgesetzt. Immerhin hatte sie ein akzeptables Ende – wenn auch ein zumindest halb-offenes.

Es gab einige Folgen, die waren "nicht so dolle", wie man so schoen sagt, manch andere hatten aber einen hohen Spannungsgrad und daraus resultierenden Unterhaltungsfaktor. Letztendlich wurden aus der ersten Serie auch zwei komplette Filme zusammengeschnitten. Aus heutiger Sicht wirkt das alles zwar ziemlich altbacken und einige Elemente (wie z.B. der kuenstliche Hund "Muffet") regen eher zum schmunzeln an als das man sie ernst nehmen koennte. Doch laesst man sich sozusagen in die Atmosphaere fallen, dann funktioniert es auch heute noch – bis zu einem gewissen Punkt.

1980 gab es noch einmal eine zehnteilige Wiedebelebung der Serie, die in punkto Handlung davon ausging, dass die Galactica letztendlich die Erde findet. Diese "zweite" Serie waere besser nie gedreht worden, denn zum einen bediente sie sich in punkto Special Effects meistens an der Vorgaengerserie (deren entsprechende Sequenzen einfach wiederverwendet wurden) und zum anderen war sie so schlecht gemacht, dass der Abschaltknopf oftmals in greifbare Naehe rueckte. Die Serie lief im Kinderprogramm, also wurde ein auch im Verhalten unsaegliches "Sternenkind" ("Doctor Zee") dem Commander Adama vor die Nase gesetzt, dem er sich anscheinend unterordnen musste. Desweiteren hatten die beiden (neuen) Hauptakteure, die "Starbuck und Apollo" aus der Vorserie ersetzten, ueber weite Strecken der zweiten Serie nichts weiter zu tun, als auf eine Horde Pfadfinderkinder ("The Super Scouts") mit besonderen Faehigkeiten aufzupassen und Probleme in der damals normalen Erdenwelt zu loesen – mit bei Bedarf fliegenden Motorraedern. Welch ein Humbug! Die Serie hat ausserdem ein unbefriedigendes Ende und sollte demzufolge aus der Galactica-Geschichte gestrichen werden.
Was heisst hier "sollte"? Sie wurde. Zumindest von vielen Fans und Fanseiten.

Mit der ab 2003 gestarteten "Battlestar Galactica"-Serie sollte das Thema in die filmtechnische Gegenwart gefuehrt werden und tatsaechlich war und ist das -bis auf wenige Referenzen- nicht mehr mit der Urserie vergleichbar. Allerdings habe ich nur einen Teil der ersten Staffel dieser neuen Serie gesehen und dabei schnell das Interesse daran verloren. Nach einem einigermassen gelungenen Pilotfilm flachte das Ganze ziemlich schnell ab. Vielleicht sind die aktuelleren Folgen besser, aber heutzutage schaut man, wenn ueberhaupt Zeit und Interesse zum DVD-Schauen da ist, doch lieber "24" & Co.

Viele Leute haben bei "Star Trek" zunaechst gesagt, dass sie nie eine Serie ausser der Urserie mit Kirk und Spock akzeptieren wuerden. Captain Picard hat viele bekehrt und fuer nicht wenige ist "Deep Space Nine" der interessanteste Star-Trek-Ableger. Ich konnte jeder der Star-Trek-Varianten etwas abgewinnen, beim "Kampfstern Galactica" wird es aber wohl lediglich bei der Ur-Serie bleiben…

Weiterlesen: Treffende Kritik an "Galactica 1980" (englisch)

KategorienMedien

ASTRA-Empfang in Brasilien

20. Juli 2008 Kommentare ausgeschaltet

Kein Witz! Klaus Schumacher lebt in Brasilien und ist ein richtiger Satelliten-Freak. Mit seiner selbstproduzierten 8m-Satellitenschuessel ist es ihm tatsaechlich gelungen, das analoge TV-Signal vom europaeischen Astrasatelliten in Brasilien zu empfangen. Das ist schon erstaunlich, zumal sich die zentrale Ausleuchtzone dieser Astra-Satellitengruppe wirklich nur auf Europa beschraenkt und anschliessende Gebiete nur am Rand streift. Allerdings blieben dem 82-jaehrigen Herrn Schumacher die digitalen Fernsehsatellitensignale aus der Heimat bisher (bis auf Ausnahmen) verwehrt. Man raetselt noch, ob sie vielleicht durch etwaige Phasenverschiebungen dort undecodierbar werden. Da spaetestens ab dem Jahr 2010 die analoge TV-Verbreitung auch auf dem Astra abgeschaltet wird, muss fuer Schumacher bis dahin eine Loesung gefunden werden. Ihm wurden auch schon hochwertige LNBs und aehnliche, vielleicht hilfreiche Dinge geschickt, die noch getestet werden muessen.

Jetzt mag der ein- oder andere sicherlich (und zurecht!) sagen: "Soll er doch warten, bis alles via internettem IP-TV verfuegbar ist", aber denen sei gesagt: Darum geht es gar nicht ;) Es ist die Faszination des Fernempfangs mit eigenen Mitteln, die auch hier die Motivation ausmachen duerfte. Es ist wie mit einer Funkverbindung und einem Skype-Gespraech. "Skypen" kann fast jeder und es ist auch praktisch, aber einen wesentlich hoeheren Spassfaktor werden fuer Technikinteressierte immer die manchmal knisternden Kurzwellen-Weitverbindungen haben…

Nebenbei erwaehnt ist "Dr. Dish TV" (ebenfalls ueber Astra Digital empfangbar) ein hochinteressanter Fernsehsender, der sich komplett dieser Materie verschrieben hat und der auch einen Bericht ueber diese Sache zeigte. Leider wird nur tagsueber gesendet und ab 17 Uhr ist der Bildschirm auf der Frequenz leider schwarz, aber viele der Beitraege koennen auch im Internet angeschaut werden…

Links:
Dr. Dish TV
PDF-Datei ueber Schumacher`s Empfangsanlage in Brasilien
Astra-Programmbelegung

Update (Februar 2011):
Auf diesen Beitrag wird haeufiger von externen Seiten ausgehend verwiesen, daher wird es wohl mal Zeit, ein paar Kleinigkeiten zu korrigieren. Zum einen wurde die Abschaltung der analogen TV-Satellitenprogramme auf das Jahr 2012 verschoben und zum anderen sendet Dr. Dish TV mittlerweile ganztaegig digital auf dem Astra-Satelliten.

KategorienAmateurfunk, Medien