Es geistert schon seit Wochen durch die Funk- und Fernsehwerbung, das "neue", akustische Logo von Mercedes-Benz. Als ich es zum ersten Mal hoerte, kam es mir gleich bekannt vor, vermutete aber wahrscheinlich faelschlicherweise eine Filmpassage dahinter.
Nun hat Alex Wunschel einen Blogbeitrag mit Video dazu veroeffentlicht.
Dieses Video verdeutlicht eindrucksvoll, was ein Leser auf eben diesem Blog schon im Maerz dieses Jahres vermerkte: "Das Logo wurde nicht extra kreiert. Es ist ein Sample aus der Library "Symphony of Voices" von Peter Siedlaczek. Diese Library gibt es seit ca. 15 Jahren. Interessant wäre, wie viel Geld dafür genommen wurde. Das Sample / Sound-Logo ist also auch nicht exklusiv."
(Quelle: PMB-Kommentarbereich)
"Wir haben mit unserem Sound-Logo einen zusätzlichen Wiedererkennungseffekt für die Marke Mercedes-Benz geschaffen", sagt Olaf Göttgens, Vice President Brand Communications bei Mercedes. Mit dem hohen Ton differenziert sich das Unternehmen zudem deutlich von Wettbewerbern wie Audi und BMW, die an dieser Stelle dunkle, metallische Töne einsetzen."
(Quelle: Horizont Online / Alex` Blogbeitrag)
Die Gedanken sind frei. Wenn dieses "Lu-Lu-Lu" aber tasaechlich eine sechsstellige Summe (wie zu Beginn des Videos eingeblendet) oder mehr wert sein soll, dann stellt sich die Frage, wieviel mit "La-Le-Lu" schon verdient worden ist :)
…oder: "Wie der Ton in die Rille kommt".
Juergen schickte mir den Hinweis auf eine interessante Bilderserie bei ZEIT Online. Wer sich diese ansieht, wird hinterher auch wissen, was sich hinter dem Begriff "Mutterstecher" verbirgt :) Hier der Link zur Bildstrecke
Das hiesige E-Mail-Programm meldet: "Es ist vollbracht! Nach vielen Wochen nervenaufreibender Arbeit ist das BR-Dossier über Podcasting nun online. Falls Ihr also Menschen kennt, die nicht wissen, was Podcasts sind und wie man die Dinger hören oder sehen kann: Hier wird es endlich mal so richtig erklärt, mit Video, Diashow, Texten und so weiter und so fort."
Absenderin war Annik Rubens vom "Schlaflos in Muenchen"-Podcast, auch als "SIM" bekannt. Und tatsaechlich hat sie sich auf den drei mit Multimedia-Inhalten gespickten Seiten sehr viel Muehe gemacht, die Technik, die Geschichte und sonstige wissenswerte Dinge rund um das Thema aufzuarbeiten. Da gibt es kleine Videofilmchen, illustrative Bildreihen mit erklaerender Audiountermalung und Slideshows, die unter anderem auch die "schraegen" Seiten der "Szene" aufzeigen.
"Beinahe jede Minute kommt irgendwo ein Podcast zur Welt. (…) Mittlerweile gibt es hunderttausende solcher Podcasts weltweit. Ein Fünftel davon sind schätzungsweise Videopodcasts (manchmal auch "Vodcast" genannt), der Rest ist nur hörbar. (…) Mittlerweile gibt es über 125.000 Podcasts weltweit, Tendenz steigend. "
Diese und weitere interessante Erkenntnisse sind dort vorzufinden, Annik gewaehrt auch Einblicke in die Entstehung ihrer eigenen Produktionen, mittlerweile ist sie auch beim SWR und beim BR aktiv. Auch die "Podcastumfrage" wird themenbezogen zitiert, demnach weist der typische Podcasthoerer unter anderem folgende Eigenschaften auf: "Er ist männlich (82%), 29,4 Jahre alt, gebildet und berufstätig (55%). Er verfügt über 1474 Euro netto im Monat und hört rund 4,5 Stunden pro Woche Podcasts. Meistens auf dem Heimweg von der Arbeit und Ausbildung oder am Abend."
Dieses und mehr findet sich beim BR: Hier geht`s weiter…
Sogenannte "Fachidioten" sind das eine Extrem. Sie wissen fast alles, aber nur in ihrem speziellen Genre. Ein ultimatives Allgemeinwissen hat kaum jemand und daher leben viele Menschen mit dem sprichwoertlichen "Mut zur Luecke". Sie wissen vieles, aber nichts richtig. Fuer die anscheinend-normale Partykonversation reicht das aber wiederum oftmals zum Eindruck schinden voellig aus. Wer sein diesbezuegliches "Wissen" mal etwas verbessern moechte, hat bei "Welt.de" die Gelegenheit dazu. Die Rubrik "Guertler`s Gesammelte Gruetze" bietet Wissenswertes und Erstaunliches, manchmal aber auch erstaunlich-nutzloses… Link zur Rubrik
Beispiel: Wenn die Geburtenziffern in Deutschland noch 400 Jahre weiter so bleiben wie in den vergangenen 35 Jahren, gibt es keine Deutschen mehr. Und wenn das Gebäralter in Deutschland noch 400 Jahre so ansteigt wie in den vergangenen 35 Jahren, bringt eine Frau ihr erstes Kind im Schnitt mit 85 Jahren zur Welt.
Derzeit gibt es dort 542 weitere Eintraege zum Durchklicken…
Beim Rhinozeros-Sex steigt die Körpertemperatur des Männchens von 28 auf 35 Grad – und das immerhin eineinhalb Stunden lang. Das Nashorn-Weibchen hingegen bleibt cool: Seine Körpertemperatur beträgt auch während des Geschlechtsakts konstante 28 Grad. Ist ja tierisch…
Deef Pirmasens, seines Zeichens erfolgreicher Macher der "Gefuehlskonserve", hat sich in ein neues Projekt gestuerzt und den Klassiker "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" von Robert Louis Stevenson neu vertont.
Das Ganze kommt in bester Hoerbuch-Manier daher und Deef beweist hier, dass seine Stimme sich sehr gut fuer so etwas eignet. Die zugehoerige Musik wurde von Markus Kaes alias "Chillerstadt" komponiert und produziert. Viele Leute meinen ja, dass Effekte und Musik nicht unbedingt in ein Hoerbuch passen. In diesem Fall ertrinkt das Werk aber gluecklicherweise nicht in einem musikalischen Dauersumpf, denn die entsprechenden Sequenzen wurden dramaturgisch an- bzw. eingepasst und haben somit doch eine unterstuetzende Wirkung.
Was bleibt, ist der Beweis, dass eine gute Produktion nicht unbedingt einen kommerziellen Hintergrund haben muss und auch mit "normalen" Mitteln und einer gehoerigen Portion guten Willens realisiert werden kann. Lediglich der gesprochene Teil des Intros und auch der des Outros mit der Stimme von George Nussbaumer erinnert ein wenig an diese typischen Trailerstimmen, wie man sie auch oft im Mainstreamradio hoert. Dieser Spass sei Deef, der selbst mit ziemlich ruhiger, klarer Stimme in recht langsamer, aber dadurch sehr deutlicher Art und Weise vorliest, hiermit gegoennt…
Die erste Folge dieses mehrteiligen Podcast-Projekts ist jetzt erschienen und kann hier kostenlos als MP3-Datei heruntergeladen werden.