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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Fussballsongs: IE only

23. April 2008 Kommentare ausgeschaltet

Die Geschichte der Fussballsongs ist gepraegt von einem stetigen Auf und Ab. Theo Lingen`s "Theodor im Fussballtor" duerfte wohl eines der aeltesten, bekannten Fussballlieder sein und 1974 begab sich gleich die ganze damalige Nationalmannschaft mit "Fussball ist unser Leben" auf`s zeitgenoessische Schlager-Terrain. Ein weiterer Millionenseller wurde 1978 "Buenos Dias Argentina" unter Mitwirkung von Udo Juergens. Spaeter muehten sich Peter Alexander ("Mexico Mi Amor") und Michael Schanze ("Olé Espana") ebenfalls, aber nicht ganz so erfolgreich um den Fussball-Kassenhit. Danach kam erstmal fuer lange Zeit nichts mehr. "Wir sind schon auf dem Brenner", erneut mit Udo Juergens produziert, markierte 1989/1990 ein kleines Lebenszeichen, konnte aber beiweitem nicht an die Argentinien-Hymne von 1978 anknuepfen. Erst 2006 ging`s wieder richtig los. Die "Sportfreunde Stiller" schafften mit "`54 `74 `90 `2006/2010" den deutschen Hit der WM, waehrend Herbert Groenemeyer mit seinem sehr individuellen "Zeit, dass sich was dreht" nicht so ganz den Nerv der feiernden PublicViewer traf. Lediglich Oliver Pocher`s "Schwarz und Weiss" wurde sehr haeufig direkt nach den Sportfreunden gespielt.

Nun ist es wieder soweit. Die Fussball-EM naht und es verspricht, wieder ein interessanter und geselliger Sommer zu werden. Denn, eines muessen selbst "Nicht-Fussballer" zugeben: Der WM-Sommer 2006 war etwas ganz angenehm-besonderes und nicht wenige setzen aehnliche Erwartungen in die kommende Europameisterschaft. Musikalisch werden die Eckfahnen schon gesetzt: DJ Bobo, Oliver Pocher und Rainhard Fendrich gehen unter anderem ins Rennen.

Auf der Webseite der "Bild"-Zeitung (komisch… wie bin ich nur dahin geraten :)) gibt es derzeit die Moeglichkeit, in die Songs hineinzuhoeren – fuer Leute mit Internet Explodierer only (Link). Was soll denn sowas? Damit sperren die geBILDeten Gestalter der Boulevard-Webseite doch sehr viele User aus, vor allen Dingen diejenigen, die MAC- oder Linuxsysteme betreiben oder auch die Windows-Anwender, die mit Inbrunst den Internet Explorer konsequent meiden und alternative Browser wie "Opera" oder den "Firefox" nutzen.

Aber, liebe BILD-Zeitung: Hauptsache, das Video mit dem Seite-3-Maedchen auf der Titelseite funktioniert ueberall, gell? :-)

Empfehlung: Ein Besuch auf dem BILDBLOG.

KategorienMedien, Musik

Adios, Sonopress!

18. April 2008 Kommentare ausgeschaltet

Die bekannte Bertelsmann-Tocher "Sonopress", die in ihrer Geschichte ueber eine Milliarde Vinyl-Schallplatten gepresst hat, sieht in der "Blu-Ray-Disc" ihre vorlaeufige, blaue Zukunft und erweitert dementsprechend ihre Kapazitaeten.

Nachdem dort schon lange kein Vinyl mehr geplaettet wird, Audio-CDs dort nur noch einen Anteil von zwanzig Prozent oder weniger ausmachen und nachdem sich die "normale" DVD mittlerweile auf einem bestimmten Level etabliert hat, benennt sich die Firma in "Arvato Digital Services" um (jaaa…. auch hier braucht`s einen trendigen, englischen Namen fuer`s "Business" :)) und setzt nach dem wahrscheinlichen Tod der HD-DVD nun auf die neue, blaue Scheibe.

Doch ist die "BluRay" nicht eigentlich auch nur eine Durchgangsstation? Die Langlebigkeit und Relevanz der Schallplatte wird wohl kein weiteres, auf`s Rotieren angewiesenes Medium mehr erreichen koennen, denn die Fortschritte in Richtung Speicherkarten und aehnlicher Medien, die ohne anfaellige Mechanik auskommen, sind mittlerweile doch immens. Somit ist es doch nur eine Frage von vielleicht zwei, hoechstens drei Jahren (wenn ueberhaupt), bis dass diese Scheibe technisch auch wieder "ueberholt" sein wird (was sie eigentlich schon jetzt ist)…

Sollten die Konsumenten bis dahin allerdings ihre Lieblingsfilme und Serien (nachdem sie sie zunaechst als VHS-Cassetten hatten und vielleicht gerade zum jetzigen Zeitpunkt erst auf DVD ueberspielt oder neu gekauft haben) nochmal auf Blu-Ray kaufen, dann koennten sich die Investitionen in erweiterte Produktionskapazitaeten unter Umstaenden auszahlen. Vorsicht ist trotzdem geboten, denn irgendwann ist das Mass voll und so mancher "Director`s Cut" oder so manche "Special Edition" sind nur etwas fuer hartgesottene und investitionsbereite Fans eines Films oder einer Serie.

Schon jetzt gibt es leider viele Projekte, die testweise veroeffentlicht und dann wieder eingestellt werden, weil die Verkaufszahlen nicht den Erwartungen entsprachen. Da werden beispielsweise viele erste Staffeln diverser TV-Serien veroeffentlicht. Auf die Folgestaffeln muessen die Leute dann entweder ewig warten oder sie erscheinen gar nicht erst. Die Hersteller reden sich dann oft mit dem Schlagwort "Lizenzprobleme" heraus. Hier gilt also: "Ganz oder gar nicht". Alles andere fuehrt zu Verdruss beim Kunden…

Vom derzeitigen Boom bei hochaufloesenden Flachgrossbildschirmen koennte die BluRay trotzdem kurz- bis mittelfristig profitieren, denn eine normale DVD mit ihren 720*576 Pixeln kommt da trotz HDMI und diverser, neuartiger Skalierungsfunktionen, die bessere DVD-Player heutzutage bieten, schnell an ihre Grenzen.

Die Zukunft ist online: Video on demand per Breitbandanbindung. Bis dahin gibt`s wahrscheinlich demnaechst die x-te Auflage von "Star Wars". Nach der normalen Video-Edition, der THX-Video-Version, der Laser-/Videodisc und natuerlich den DVD-Ausgaben. Moege der Saft mit euch sein :)

KategorienMedien

Hallo, Mike! :)

10. April 2008 Kommentare ausgeschaltet

Mike von der Podparade macht Urlaub in Daenemark und laesst bildlich gruessen!

Gruss zurueck :-)

KategorienMedien

Ausgeblubbt…

10. April 2008 Kommentare ausgeschaltet

RTL II hat die Zusammenarbeit mit Verona Pooth beendet. Durch die Insolvenz-Affäre ihres Mannes Franjo habe die Moderatorin der Serie «Engel im Einsatz» an Glaubwürdigkeit verloren. (Quelle: Netzeitung)

Was soll denn sowas? Prinzipiell sollte es dem ach so glaubwuerdigen Big-Brother-Sender RTL2 doch schnurzpiepegal sein, was die Familie seiner "Angestellten" macht. Wenn wir alle fuer das zur Verantwortung gezogen werden wuerden, was unsere Verwandtschaft oftmals ausserhalb unserer Reichweite gemacht hat, dann waeren wir entweder schon im klingonischen Reich oder nur noch Opfer der Vergangenheitsbewaeltigung, sei es im positiven oder negativen Sinne… RTL 2 gibt uns den Moralapostel? Zweifelhaft…

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Wetten,dass…? (es Kult war?)

6. April 2008 Kommentare ausgeschaltet

Warum ist "Wetten, dass…?" nicht mehr so interessant wie frueher? Warum reicht mittlerweile der kleinste alternative Anlass aus, um der Glotze trotz Gottschalk fernzubleiben? Und wenn es dann doch mal laeuft, warum dann nur "so nebenbei"? Fragen, die hier immer dann aufkommen, wenn unsereins vielleicht zweimal im Jahr quasi zufaellig ueber das ehemalige Samstagabendflimmerflagschiff stolpert…

Die "SZ" bringt es in einer Kritik zur Maerz-2008-Sendung in ueberraschend-nachvollziehbarer Weise auf den Punkt:

"(…) Nicht erst mit dieser 175. Ausgabe ist "Wetten, dass…?" zur Lachnummer geworden. Früher war das anders: Für den, der in den 1980ern groß geworden ist, ist der Ereignischarakter des Samstagabends eng mit "Wetten, dass…?" verknüpft: Auch wenn man noch nicht zu Partys eingeladen wurde, gab das "Wetten, dass…?"-Fernseherlebnis, wenn etwa der berühmte Lkw auf vier Biergläsern stand, dem Samstag eine spektakuläre Note, mit der sich kein anderer Wochentag messen konnte. "Wetten, dass…?"-Erfinder Frank Elstner ging, Thomas Gottschalk kam. Mit jeder Folge wurde man älter und bekam bald eine Menge Party-Einladungen. Doch der Impuls, an den Samstagen, die man zu Hause verbringt, "Wetten, dass…?" einzuschalten, blieb bis heute bestehen. Nur hat sich die Sehtechnik verändert: Man kauert nicht mehr 150 Minuten vorm Fernseher, denn Höhepunkte sind in der Show rar geworden. (…) Währenddessen lassen sich andere Dinge erledigen: Man kann kochen, spülen, aufräumen oder bügeln, und die Vorstellung der stets besonders langweiligen Stadtwette ist ein idealer Zeitpunkt für den Gang zur Biotonne. (…)" Quelle: Artikel bei Sueddeutsche.de

Bingo! Da hat ein mutiger Schreiberling eine gehoerige Portion Subjektivitaet erschreckend-treffend in Worte gefasst. Das ist mit Sicherheit keine platte Kritik an einer kritikwuerdigen Fernsehsendung, da steckt doch etwas mehr dahinter. Die Tatsache, dass dieser Blogbeitrag entstand, ist Beweis genug dafuer…

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