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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

CC-Zwei ueber Amateurfunk

3. Januar 2008 Kommentare ausgeschaltet

Die beiden Wolfgangs vom "Computerclub Zwei" haben die Silvesterausgabe (=Nr.83) ihrer Internetradiosendung dem Thema "Amateurfunk" gewidmet. Zusammen mit einem Funkamateur (Ulfried, DJ6AN) als Studiogast unterhalten sie sich locker ueber diverse Facetten des Hobbys und das machen sie, ohne dabei zu theoretisch-spezifisch zu werden. Das Ganze wirkt eher wie eine lockere, aber durchaus unterhaltsame Plauderei, der selbst Laien sicherlich meistenteils folgen koennen duerften. Da es generell eigentlich nur recht wenige Sendungen zum Thema gibt, ist die Tatsache, dass der CC-Zwei sich dem Thema mal im Rahmen einer ganzen Sonderfolge widmet, aeusserst positiv zu vermerken.

Links:
Ausfuehrliche Shownotes auf CC-Zwei.de / Direkt-Download der MP3-Datei

KategorienAmateurfunk, Medien

Minus 20 Prozent…

2. Januar 2008 Kommentare ausgeschaltet

…ausser Tiernahrung :) In den USA sind die Umsaetze mit CD-Musikalben im vergangenen Weihnachtsgeschaeft um zwanzig Prozent geschrumpft, meldet Heise. Im zugehoerigen Forum stellte jemand daraufhin die Frage: "Was mache ich mit einer neuen CD?" und beantwortete sie gleich damit: "Rippen, in den Schrank stellen. Evtl. mal wenn Zeit da ist die Bonus Begleit DVD schauen. Von mir aus könnte man auch alles als Downloadlink anbieten. Spart das Rippen." Erschreckenderweise ist da was Wahres dran.

Waehrend das Sammeln und Abspielen von Vinylschallplatten nach wie vor einen gewissen Reiz ausuebt, ist das Ansehen der CD als Sammelobjekt im Zuge der Digitalisierung 2.0 rapide gesunken. Es ist tatsaechlich so, dass CD-Alben, die von Interesse sind, zwar nach wie vor ab und zu gekauft werden, aber eigentlich nur, um sie gleich einzulesen und in die heimische MP3-Musikbox und/oder den portablen MP3-Player zu integrieren. Der Tontraeger selbst wandert daraufhin ins wohlgeordnete Regal und bleibt dort meistens lange unbenutzt stehen. Zudem werden CDs meistens gar nicht mehr dann gekauft, wenn sie brandneu und teurer sind. Die begehrten Titel wandern auf eine Liste und werden erst dann gekauft, wenn sie im "Nice Price" oder sonstwie verguenstigt erscheinen, von Ausnahmen (z.B. der Lieblingsband) natuerlich abgesehen.

Bezeichnenderweise gibt es reine "nur-Audio-CD-Player" auch so gut wie gar nicht mehr zu kaufen. Wozu auch, wenn ein allesfressender DVD-Spieler, der auch gutes HiFi-Audio produziert, schon weit unter dem Preis zu haben ist, der frueher fuer einen CD-Player faellig war…

Bietet eine Band ihr Album -wie z.B. im Podsafe Music Bereich oftmals der Fall- von vornherein zu einem ordentlichen Preis an (normalerweise um die 10 Euro), dann muss man nicht lange mit dem Kauf zoegern. Preise von 13-18 Euro fuer eine Einzel-CD sind im DVD-Zeitalter schon happig. Manchmal liegt eine Extra-DVD als Zusatz einer Audio-CD bei, was die Sache wiederum interessanter macht.

Die Musikindustrie verteufelt bei Meldungen wie dieser natuerlich gleich wieder die Raubkopierer und Online-Sauger, verdraengt dabei aber gerne mal, dass die Leute sich natuerlich ueberlegen, ob sie eine reine Audio-CD fuer 15 Euro kaufen oder fuer 20 Euro gleich die Hybrid-DVD mit allem Drum und Dran. Somit schafft man sich natuerlich Konkurrenz im eigenen Haus und eine Partei muss logischerweise darunter leiden…

Drehende Silberscheiben werden generell in Zukunft wieder verschwinden, denn in dieser wird es vermehrt statische Speicher geben. Die Freunde von CoverArt werden wohl mit hochaufloesenden Bildern auf einem MemoryStick vertroestet werden, auf dem sich dann zusaetzlich das jeweilige Album der Band im Dateiformat befindet. Und irgendwann geht sowieso nur noch alles online, aber das Thema hatten wir schon…

In diesem Zusammenhang sei noch ein weiterer Beitrag aus dem Forum zitiert: …inklusive Schreibfehler :)

"Mein Kollege hatte so etwa 400 CDs (meist aus Second Hand Läden) in zwei runden 200er Aufbewahrungsboxen. Seine "Lieblinge". Dann baute er sich aus Spass mit ein wenig Bastel-Technik eine Rotorsteuerung und einen sehr doofen "Greifarm" – und Verband das mit einem externen Slotin-Brenner. Das Resultat war nach einer 10 Tagen laaaangsamen rumrödelns und Sumsen, das 400 CDs als Flac auf einer SEHR dicken USB-Festplatte landeten. Davon gibt es eine Kopie im Ferienhaus, eine mp3-Version im Auto, und eine bei Muttern. Die "Lieblinge" hat er seit zwei Jahren nicht mehr angefasst. Bei seinen Lieblings-Platten war er konsequenter: da hat er perfekt nachbearbeitete FLACs "im Netz" gefunden. Die stehen jetzt im Keller in einer schützenden Metallkiste.

Der Witz dieser ganzen Story: vor 5 Jahren sass der Kerl noch in seinem kleinen Musikreich mit mehreren Schränken voller Platten und CDs. Dann kamen die Wechsler und Umzugskartons. Und jetzt ist er der totale USB-Festplatten-Guru mit einem 20″ Display, das die Plattencover auf Bedarf als HQ-Scans anzeigt. "Aus nostalgischen Gründen".

Der Wandel in diesem Bereich geht tief und ist Grundsätzlich. Ich ertappe die totale Musikfans im Bekanntenkreis beim Dauersurfen auf myspace und co. Nicht selten auch auf halbschattigen Seiten. Früher hangen sie in in den kleinen Plattenläden in der Innenstadt ab. Heute steht da ein Call Shop, ein Mitnahme-Inder und eine bekannte Kaffehauskette. Die hat die kleine Boutique und die Konditorei gleich mit eingesaugt…"

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Tschuess, Podcastclub?

21. Dezember 2007 Kommentare ausgeschaltet

Jaja… schon wieder das Thema Podcast, aber gerade eben stolperte ich ueber diese Zeilen auf der Webseite des Podcastclubs:


Podcastclub sagt "Auf Wiedersehen"

Die Dispute um den Deutschen Podcast Award 2008 – teilweise sicher selbst verschuldet – und die Reaktionen im Netz darauf haben uns bewogen, das Projekt „podcastclub“ zu überdenken. Das ursprüngliche Ziel, die Podcast-Kultur zu fördern und den Podcast als neues Medium bekannt zu machen, scheint auf der einen Seite erreicht. Auf der anderen Seite spüren wir zu wenig Rückhalt aus den eigenen Reihen, um weiter eine sinnvolle Vertretung der Szene zu sein.

Wir haben uns daher entschlossen, die Tätigkeit des Vereins mit sofortiger Wirkung einzustellen und keine Awards mehr zu verleihen. Nähere Erklärungen werden wir an dieser Stelle nicht abgeben, das Podcastjournal haben wir ausführlich informiert und es wird dazu eine Sondersendung veröffentlichen.

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei den Mitgliedern bedanken, die uns tatkräftig unterstützt haben und Erfolge wie unter anderem zwei Podcast-Kongresse mit Award-Verleihungen, GEMA-Gespräche, zwei Webseiten-Relaunches und einen eigenen Podcast möglich gemacht haben.

Der Podcast-Szene wünschen wir für die Zukunft alles Gute!

gez. Georg Schneider
Vorstandsvorsitzender podcastclub e.V.

… DAS ist der Hammer… …mir fehlen (noch) die Worte, sorry…

UPDATE:
Als eine erste, bemerkenswerte Reaktion hierauf sehe ich den Beitrag von Wolfgang Back: Link | Was war urspruenglich geschehen? Siehe hier.

UPDATE 2:
Georg Schneider hat sich mittlerweile ausfuehrlicher zur Sache geaeussert.
Die 6-minuetige Audiodatei laesst sich hier herunterladen: http://www.podcastjournal.de/2007/12/22/podcastjournal-sonderausgabe/

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Nina goes MTV

20. Dezember 2007 Kommentare ausgeschaltet

Im Mai 2007 kam die erste Folge der unter Mitarbeit vom "PodPimp" Alex Wunschel entstandenen "toptrnd-Show", einem Videopodcast, in dem z.B. interessante Gegenstaende und Webseiten vorgestellt werden. Moderiert wird das Ganze von Nina Eichinger (Namensgleichheit mit bekannten Filmleuten nicht zufaellig) und es wurde ziemlich schnell ein "Hit" im Internet. Musste sich die Sendung zunaechst noch an der aelteren und weitaus bekannteren Sendung "Ehrensenf" messen, hat sie sich in der Zwischenzeit doch aus deren Schatten herauskatalputiert…

Doch auch jetzt gibt es wieder Parallelen. Die ehemalige Ehrensenf-Moderatorin Katrin Bauerfeind bestreitet mittlerweile die Fernsehsendung "Polylux" in der ARD. Und das mit berechtigtem Erfolg, es wirkt alles sehr souveraen. Nina ist mittlerweile immerhin bei "MTV" gelandet und moderiert dort den "MTV Newsflash" sowie die Sendung "Brandneu". Herzlichen Glueckwunsch!

Das Web 2.0 als Sprungbrett zu den "etablierten" Medien, dieses ist ein Beispiel dafuer. Sendet MTV mittlerweile eigentlich auch mal wieder Musikvideos? :-)

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Der Preis der Wahl

19. Dezember 2007 Kommentare ausgeschaltet

Die letzte Podparade fuer 2007 ist durch, der Jubi-NormCast `raus, die vorerst letzte Radiosendung bereits ausgestrahlt, die Jahrescollage liegt fertig auf Halde. Das Mikrophon steht in der Ecke und hat Winterferien. Eigentlich ein Grund, sich mal wieder anderen Themen zu widmen und insbesondere hier mal wieder ueber solche zu schreiben. Doch dann passiert DAS…

Der Podcast-Award, erschaffen und ausgegeben vom deutschen Podcastclub e.V., soll im naechsten Jahr zum dritten Mal vergeben werden. Wie immer gibt es verschiedene vordefinierte Kategorien, in denen durch eine Jury Preise vergeben werden. Zusaetzlich sollte es auch wieder den "Publikumspreis" geben. Und genau dieser ist jetzt massiv in die Tastaturen geraten, auf mehreren Seiten tippen sich die Leute in den Foren und Kommentarbereichen die Finger wund und bringen sich in die Diskussionen ein.

Was war passiert? Am Anfang war ein Rundschreiben vom Podcastclub, welches unter anderem folgenden Text beinhaltete:
(…) Beim Publikumspreis bestimmt allein Ihr die Gewinner – egal, ob diese von privaten oder kommerziellen Anbietern stammen. So tritt Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen den SWR3-Podcast „Wie war dein Tag, Liebling?“ mit Anke Engelke, den privaten Podcast NormCast und die Vorjahresgewinner von Computerclub zwei an."
Und obwohl ich es in gewisser Hinsicht sogar als schmeichelhaft empfunden habe, in diesem Kontext erwaehnt worden zu sein, kam mir schnell die Erkenntnis, dass Anke Engelke, die Bundekanzlerin Merkel und auch der "Computerclub Zwei" wahrscheinlich eine ganz andere, viel groessere Lobby haben als alle Anniks, Wunschels, Hoppes und NormCasts zusammen. Die oeffentliche Wahl begann und ziemlich schnell wurde klar, dass dieses Wahlverfahren einfach und schnell manipuliert werden konnte, zum Beispiel durch Neu-Generierung der eigenen IP-Adresse und/oder durch das Loeschen der Cookies auf dem eigenen Computersystem.

Wolfgang Back illustrierte diesen Sachverhalt ziemlich zeitnah auf der Webseite des "CC-Zwei" und weckte damit die Neugier von vielen Lesern seines Beitrages. Ein Resultat: Der Stimmenanteil des CC-2 stieg innerhalb von kuerzester Zeit in den vierstelligen Bereich waehrend die allermeisten, anderen gelisteten Podcasts auf "normalem" Niveau verblieben. Aber auch der "Werder Podcast" und "Happy Shooting" konnten massive Stimmenzuwachsraten verbuchen und dann ging es ploetzlich irgendwie los. In den Foren und Kommentarbereichen wurden Beschuldigungen ausgesprochen und die Art der Formulierungen liess oftmals jegliche Sachlichkeit (und Freundlichkeit) vermissen. Dem CC-Zwei wurde angekreidet, dass er vor der Veroeffentlichung den Podcastclub nicht informiert haette und der Podcast-Award des Clubs wurde generell oftmals in Frage gestellt, gespickt mit einigen, ebenfalls nicht immer freundlichen Seitenhieben in Richtung Georg Schneider und Co…

Ich zitiere aus einem Kommentar, den ich auf der Webseite des Podcastclubs zum Thema hinterlassen habe:
"(…) Natuerlich haetten ein paar Leute den Podcastclub vorab informieren koennen, aber haette Wolfgang Back auf der CC-Zwei-Webseite generell nichts ueber das Verfahren der moeglichen Wahlmanipulation geschrieben, waeren sicherlich trotzdem genuegend Leute, die sich zumindest ein bisschen mehr als der Ottonormalklicker mit der Materie befassen, auf den Trichter gekommen und haetten es zumindest versucht. Herr Back hat kein “Hexenwerk” verraten und im Grunde genommen war es vielleicht sogar gut so, dass diese Sache schnell transparent wurde und somit schnell gestoppt werden konnte.
Das bisherige Wahlverfahren haette doch im Grunde genommen nur eines zur Folge gehabt: Der Podcast, dessen Macher die meisten Fans zum schnellen 1-2-3-Mausklick-Waehlen haette motivieren koennen, haette gewonnen. Wahrscheinlich mit Abstand. Das haette aber nicht viel darueber ausgesagt, wie “beliebt” er bei der (waehlenden?) Allgemein(!)heit eigentlich wirklich ist. (…) Haette-waere-wenn. Sich jetzt gegenseitig via Kommentarfunktionen und Internetforen mit virtuellem Dreck zu bewerfen und massive, gegenseitige Schuldzuweisungen zu veroeffentlichen, bringt die ganze Sache nicht weiter. Und es schadet der Sache an sich… (…)
"

Der Podcastclub hat konsequent und richtig reagiert, indem er die Wahlfunktion relativ zeitnah abschaltete. Der CC-2 hat insofern richtig reagiert, als dass er sich im Sinne des Inhalts seiner "Internetradiosendung" (die aber erst aufgrund ihrer Eingliederung in die "Podcast"-Welt richtig bekannt und beliebt wurde und zudem beim letzten Mal dafuer mit einem dieser Podcastawards ausgezeichnet worden ist) mit der in diesem Falle loechrigen Technik des offenen, softwarebasierten Wahlverfahrens an sich befasst und diese Erkenntnisse auch publiziert hat.

Vielleicht ist in dem ein- oder anderen Fall die Diplomatie auf mehreren Seiten etwas auf der Strecke geblieben, aber generell ist doch eines Fakt: Der Fehler wurde erkannt und bewiesen, die notwendigen Konsequenzen wurden gezogen…

Deswegen gleich alles in Frage zu stellen und gleich den virtuell-verbalen Vorschlaghammer generell gegen den Podcastclub und dessen Ambitionen zu schwingen, halte ich grundsaetzlich fuer bedenklich. Ebensowenig ist es in Ordnung, einzelne Podcasts und/oder deren Hoererschaft zur Verantwortung zu ziehen. Der Podcastclub bemueht sich als Verein darum, die Sache an sich voranzubringen und zu unterstuetzen, auf seine Art. Niemand wird gezwungen, bei dem, was viele als "Vereinsmeierei" bezeichnen, mitzumachen… Peace :)

Weiterlesen: hier und hier und hier und hier und hier.

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