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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Der Preis der Wahl

19. Dezember 2007 Kommentare ausgeschaltet

Die letzte Podparade fuer 2007 ist durch, der Jubi-NormCast `raus, die vorerst letzte Radiosendung bereits ausgestrahlt, die Jahrescollage liegt fertig auf Halde. Das Mikrophon steht in der Ecke und hat Winterferien. Eigentlich ein Grund, sich mal wieder anderen Themen zu widmen und insbesondere hier mal wieder ueber solche zu schreiben. Doch dann passiert DAS…

Der Podcast-Award, erschaffen und ausgegeben vom deutschen Podcastclub e.V., soll im naechsten Jahr zum dritten Mal vergeben werden. Wie immer gibt es verschiedene vordefinierte Kategorien, in denen durch eine Jury Preise vergeben werden. Zusaetzlich sollte es auch wieder den "Publikumspreis" geben. Und genau dieser ist jetzt massiv in die Tastaturen geraten, auf mehreren Seiten tippen sich die Leute in den Foren und Kommentarbereichen die Finger wund und bringen sich in die Diskussionen ein.

Was war passiert? Am Anfang war ein Rundschreiben vom Podcastclub, welches unter anderem folgenden Text beinhaltete:
(…) Beim Publikumspreis bestimmt allein Ihr die Gewinner – egal, ob diese von privaten oder kommerziellen Anbietern stammen. So tritt Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen den SWR3-Podcast „Wie war dein Tag, Liebling?“ mit Anke Engelke, den privaten Podcast NormCast und die Vorjahresgewinner von Computerclub zwei an."
Und obwohl ich es in gewisser Hinsicht sogar als schmeichelhaft empfunden habe, in diesem Kontext erwaehnt worden zu sein, kam mir schnell die Erkenntnis, dass Anke Engelke, die Bundekanzlerin Merkel und auch der "Computerclub Zwei" wahrscheinlich eine ganz andere, viel groessere Lobby haben als alle Anniks, Wunschels, Hoppes und NormCasts zusammen. Die oeffentliche Wahl begann und ziemlich schnell wurde klar, dass dieses Wahlverfahren einfach und schnell manipuliert werden konnte, zum Beispiel durch Neu-Generierung der eigenen IP-Adresse und/oder durch das Loeschen der Cookies auf dem eigenen Computersystem.

Wolfgang Back illustrierte diesen Sachverhalt ziemlich zeitnah auf der Webseite des "CC-Zwei" und weckte damit die Neugier von vielen Lesern seines Beitrages. Ein Resultat: Der Stimmenanteil des CC-2 stieg innerhalb von kuerzester Zeit in den vierstelligen Bereich waehrend die allermeisten, anderen gelisteten Podcasts auf "normalem" Niveau verblieben. Aber auch der "Werder Podcast" und "Happy Shooting" konnten massive Stimmenzuwachsraten verbuchen und dann ging es ploetzlich irgendwie los. In den Foren und Kommentarbereichen wurden Beschuldigungen ausgesprochen und die Art der Formulierungen liess oftmals jegliche Sachlichkeit (und Freundlichkeit) vermissen. Dem CC-Zwei wurde angekreidet, dass er vor der Veroeffentlichung den Podcastclub nicht informiert haette und der Podcast-Award des Clubs wurde generell oftmals in Frage gestellt, gespickt mit einigen, ebenfalls nicht immer freundlichen Seitenhieben in Richtung Georg Schneider und Co…

Ich zitiere aus einem Kommentar, den ich auf der Webseite des Podcastclubs zum Thema hinterlassen habe:
"(…) Natuerlich haetten ein paar Leute den Podcastclub vorab informieren koennen, aber haette Wolfgang Back auf der CC-Zwei-Webseite generell nichts ueber das Verfahren der moeglichen Wahlmanipulation geschrieben, waeren sicherlich trotzdem genuegend Leute, die sich zumindest ein bisschen mehr als der Ottonormalklicker mit der Materie befassen, auf den Trichter gekommen und haetten es zumindest versucht. Herr Back hat kein “Hexenwerk” verraten und im Grunde genommen war es vielleicht sogar gut so, dass diese Sache schnell transparent wurde und somit schnell gestoppt werden konnte.
Das bisherige Wahlverfahren haette doch im Grunde genommen nur eines zur Folge gehabt: Der Podcast, dessen Macher die meisten Fans zum schnellen 1-2-3-Mausklick-Waehlen haette motivieren koennen, haette gewonnen. Wahrscheinlich mit Abstand. Das haette aber nicht viel darueber ausgesagt, wie “beliebt” er bei der (waehlenden?) Allgemein(!)heit eigentlich wirklich ist. (…) Haette-waere-wenn. Sich jetzt gegenseitig via Kommentarfunktionen und Internetforen mit virtuellem Dreck zu bewerfen und massive, gegenseitige Schuldzuweisungen zu veroeffentlichen, bringt die ganze Sache nicht weiter. Und es schadet der Sache an sich… (…)
"

Der Podcastclub hat konsequent und richtig reagiert, indem er die Wahlfunktion relativ zeitnah abschaltete. Der CC-2 hat insofern richtig reagiert, als dass er sich im Sinne des Inhalts seiner "Internetradiosendung" (die aber erst aufgrund ihrer Eingliederung in die "Podcast"-Welt richtig bekannt und beliebt wurde und zudem beim letzten Mal dafuer mit einem dieser Podcastawards ausgezeichnet worden ist) mit der in diesem Falle loechrigen Technik des offenen, softwarebasierten Wahlverfahrens an sich befasst und diese Erkenntnisse auch publiziert hat.

Vielleicht ist in dem ein- oder anderen Fall die Diplomatie auf mehreren Seiten etwas auf der Strecke geblieben, aber generell ist doch eines Fakt: Der Fehler wurde erkannt und bewiesen, die notwendigen Konsequenzen wurden gezogen…

Deswegen gleich alles in Frage zu stellen und gleich den virtuell-verbalen Vorschlaghammer generell gegen den Podcastclub und dessen Ambitionen zu schwingen, halte ich grundsaetzlich fuer bedenklich. Ebensowenig ist es in Ordnung, einzelne Podcasts und/oder deren Hoererschaft zur Verantwortung zu ziehen. Der Podcastclub bemueht sich als Verein darum, die Sache an sich voranzubringen und zu unterstuetzen, auf seine Art. Niemand wird gezwungen, bei dem, was viele als "Vereinsmeierei" bezeichnen, mitzumachen… Peace :)

Weiterlesen: hier und hier und hier und hier und hier.

KategorienMedien

Der NormCast im Blogspiel

15. Dezember 2007 Kommentare ausgeschaltet

Ich habe am "Blogspiel" teilgenommen und mein Beitrag "Wir waren Helden" aus dem "NormCast" (Folge 91) wurde ausgewaehlt. Am heutigen Samstagnachmittag wurde das Werk in der Sendung "Breitband" auf den Frequenzen vom "Deutschlandradio Kultur" gespielt. Zwar in gekuerzter Form, aber immerhin mit einem kleinen telefonischen Gespraech, welches die Redaktion bereits gestern mit mir aufgezeichnet hatte.

Zitat von der Webseite:
Mit "blogspiel", einem interaktiven Projekt rund um das Thema Radio und Audioblogs, öffnet sich das Radio nun der Blogosphäre. "blogspiel" wird in Zusammenarbeit mit der Berliner Firma trigger23 produziert und besteht aus zwei Elementen: einem Internetportal und einem wöchentlichen Magazin. (…) Neben dem Gewinner-Blog der Woche werden auch andere künstlerisch und/oder formal interessante Audioblogs vorgestellt. (…) Das "blogspiel" gibt den Hörern von Deutschlandradio Kultur die Möglichkeit, Audioblogs zu hören – Hörbeiträge also, die zunächst in einem anderen Medium veröffentlicht wurden und die sowohl die Weltsicht als auch die ästhetischen Kriterien von Machern zeigen, die unabhängig vom Radio agieren. Das "blogspiel" gibt Audiobloggern ein Forum und einen Wettbewerb mit der Möglichkeit, im Radio gesendet (und dafür auch bezahlt) zu werden. "blogspiel" ist gedacht als eine Membran zwischen der Blogosphäre und dem Radio – durchlässig in beide Richtungen." Quelle: Deutschlandradio Kultur.

Ich freue mich darueber, vielen Dank! :-)

Links:
Blogspiel.de
Breitband Online
NormCast Nr.91 mit der vollstaendigen Version des Beitrags
"Wir waren Helden" im Blogspiel
Die verwendete Textvorlage
Deutschlandradio / Deutschlandfunk

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Die Mal-Sondock-Show

4. Dezember 2007 Kommentare ausgeschaltet

Die Legende lebt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und sie moechte zurueck ins Radio! "Die Mal Sondock Show", so soll das Projekt heissen.

Allerdings gibt es da ein paar Huerden, die es zu ueberwinden gilt und die natuerlich auch (wie fast immer) mit dem lieben Geld zu tun haben. Es werden beispielsweise Sponsoren gesucht. Auch aus diesem Grund hat Michael Kretschmann, seines Zeichens ein Riesenfan von Mal und Betreuer der News-Sektion auf der Mal-Sondock-Fanpage, eine neue Webseite ins Leben gerufen. Hier der Link dorthin.

Im Kasten "Besonderes" rechts auf dieser Seite finden sich die Links zu zwei Podcastepisoden, die ein Interview von mir mit Mal Sondock beinhalten. Sie zeigen in sehr beeindruckender Weise, dass diese Stimme nach wie vor einen verdammt hohen Wiedererkennungswert aufweist und nichts von ihrer Radiotauglichkeit verloren hat. Mal hat mir weit ueber das, was im Podcast zu hoeren ist hinausgehend, viele interessante Dinge erzaehlt und mir die Entwuerfe fuer zukuenftige Projekte vorgefuehrt. Ich merkte ihm richtig an, dass er nach wie vor am Radio haengt und voller Tatendrang ist. Hoffentlich ergibt sich fuer ihn bald die Gelegenheit, diese Energie auch umzusetzen!

http://www.mal-sondock-show.de

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Music and Lyrics

25. November 2007 Kommentare ausgeschaltet

Das ist der Originaltitel des Films "Mitten ins Herz – Ein Song fuer Dich" mit Hugh Grant und Drew Barrymore. "Oh mein Gott" hoere ich jetzt schon welche sagen "der nervt doch voellig"… Und in der Tat ist Hugh Grant nicht unumstritten. Die einen lieben ihn, andere moegen seine Grimassen, sein Gehabe und seinen Akzent nicht. Trotzdem: "Notting Hill" war beispielsweise ein liebenswerter Film, genauso wie "Vier Hochzeiten und ein Todesfall". Eigentlich belanglose Komoedien, aber mit Stil und Witz gemacht.

"Music and Lyrics" reiht sich da ganz gut ein und besticht gleich am Anfang durch ein geniales Musikvideo der fiktiven Band "Pop", welches bewusst und fantastisch gelungen im 80er-Jahre-Stil gehalten ist. Das Lied "Pop goes my heart" passt gnadenlos-gut dazu. Der Film erzaehlt die Geschichte eines ehemaligen Popstars, der in den Achtzigern eine Reihe von Hits gehabt hat und dessen Karriere nach der Trennung dieser Synthie-Pop-Band bergab fuehrte. In der Gegenwart angekommen, erhaelt er vom jetzt angesagten (fiktiven) Star (einer konstruierten Mischung aus Britney Spears, Madonna und Christina Aguilera) den Auftrag, einen Song fuer sie zu schreiben. Durch Zufall trifft er Drew Barrymore, die sich als gute Lyrikerin erweist und den entsprechenden Text beisteuert. Bis zum grossen Finale des Films gilt es einige Huerden zu ueberwinden und letztendlich finden sie sich doch. So weit – so trivial.

Was den Film ausmacht sind die vielen Anspielungen auf die 80er Jahre, auf den Lebensstil, den die "Ueberlebenden" dieser Zeit heute so pflegen, auf viele Dinge, die man sofort auf andere (vergangene und aktuelle) Stars und Vorkommnisse uebertragen kann. Die Dialoge sind alles andere als "platt" und die Musik wirklich gelungen. Vom George-Michael-Verschnittsong bis zum "Slam" ist alles dabei. Ausser richtigem Gitarrenrock. Aber der haette hier eh nicht hineingepasst…

Man ist erstaunt ueber die -sollten sie denn nicht "technisch beschoenigt" worden sein- musikalischen Faehigkeiten des Herrn Grant, der in seiner Rolle absolut glaubwuerdig herueberkommt, auf seine Art…

Die deutsche Synchronfassung bietet allerdings wieder das, was im Grunde genommen ziemlich daneben ist: Auf Deutsch nachgesungene Textpassagen. Unglaublich. Gluecklicherweise passierte das anscheinend nur in kurzen Sequenzen (zum Beispiel in einer Szene, in der komponiert wird) und nicht bei den letztendlichen Songs. Trotzdem haetten hier die Originalstimmen in Verbindung mit Untertiteln dem Film gut getan. Gluecklicherweise hat die DVD auch die englische Tonspur zu bieten, wovon dann gleich nach der ersten deutschen Gesangsszene auch Gebrauch gemacht wurde :)

Ein kurzweiliger, liebenswerter Film, der die Welt nicht veraendern kann und auch nicht will. Ohne hochtrabendem Anspruch, einfach nur unkompliziert abgespult und dabei voller Witz und mit Sicherheit nicht nur fuer Retro-Fans interessant. Der Film ist kein ultimatives Muss fuer das Kino, aber fuer einen der kommenden Winterabende im heimischen Wohnzimmer voellig in Ordnung…

http://musicandlyrics.warnerbros.com/

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Funkempfang.de

19. November 2007 Kommentare ausgeschaltet

Es ist schon interessant, was man ab und zu mal durch Zufall findet. Fuer Funkamatuere und generell technikinteressierte Leute gibt es die Webseite "Funkempfang.de". Dort gibt es viele interessante Artikel rund um das Hobby zu lesen und in einer aelteren Ausgabe (der Nummer 23, August 2007, Seite 7) wurde sogar der "QTH Germany"-Podcast vorgestellt (inklusive Screenshot eines Beitrages von dieser Seite). Das Magazin erscheint zehnmal im Jahr als jeweilige PDF-Datei und ist aus der ehemaligen Zeitschrift "Radio Scanner" hervorgegangen.

KategorienAmateurfunk, Medien