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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Logo? Na Logo!

23. April 2007 Kommentare ausgeschaltet

Original und Faelschung. Urheber des Originals: Peter Marquardt, seines Zeichens Macher des Podcasts "Lemotox – die Volksentdummung" (www.lemotox.de). Ersteller und Benutzer der offensichtlichen Faelschung: der WDR!

Peter hat schon vor etlichen Monaten auf Anregung einer Aktion von Annik Rubens ein entsprechendes Podcast-Logo entwickelt, welches im zugehoerigen Wettbewerb den ersten Preis belegte und somit als offizielles Symbol ausgewaehlt wurde (siehe www.podcastlogo.com).

Anscheinend hat sich der WDR fuer eine Berichterstattung genau dieses Logos bedient, es etwas abgeaendert und -wohl ohne zunaechst die Urheberrechte hinterfragt zu haben- fuer seine Zwecke benutzt. Peter fuehlt sich dadurch natuerlich erheblich benachteiligt und sieht seine Urheberrechte verletzt. Eine interessante Geschichte, die er auf seiner Webseite ausfuehrlich geschildert und in seinem "Lemotox"-Audiopodcast, Episode 37, vertont hat. Siehe http://www.lemotox.de/post.php?ID=82.

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Der Starbucks-Podcast

20. April 2007 Kommentare ausgeschaltet

Alex Wunschel aus Muenchen ist mittlerweile eine wahre Podcast-Ikone und vielseitig engagiert. Sein "Blick ueber den Tellerrand" hat einen Ableger in "Pimp my brain" gefunden, ebenso ist er auch fuer andere Firmen und Organisationen podcastmaessig aktiv. Eine davon ist die Kaffeekette "Starbucks" und ausserdem hat Alex das Privileg, sich manche netten "Playboy"-Models im Auftrag des Herrenmagazins aus der Naehe anschauen zu duerfen und Gespraeche mit ihnen akustisch verweigen zu koennen.

Fuer "Starbucks" wurden bisher zwei Podcastepisoden produziert, die beide nicht vordringlich mit purer Werbung verknuepft sind. Im Gegenteil, sachbezogene Themen (wie z.B. Zubereitung, Beschaffung, Aufgabengebiete der Mitarbeiter/innen und Geschichte) werden angenehm und interessant verpackt, wobei dieser Podcast teilweise sogar recht lehrreich ist. Zudem gibt es passende, relaxte Musik. Eine absolute Hoerempfehlung fuer alle "Kaffeeprinten" (wie Kaffeegeniesser hier in Westfalen gerne genannt werden)… Links: Pimpmybrain.de / Starbucks Podcast

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Stichtag

18. April 2007 Kommentare ausgeschaltet

Als das Podcasting so Ende 2004/Anfang 2005 auch in Deutschland erstmalig etwas bekannter wurde, da wollten die etablierten Medien noch nicht viel davon wissen. Erst im Fruehsommer 2005 stuerzten sie sich auf die bis dahin ueberschaubare Zahl meistens privater Podcaster und schrieben Berichte ueber sie oder produzierten Radiobeitraege ueber den neuen "Trend".

Danach schien es irgendwann, als ob alle sich wieder mehr oder weniger zurueckgezogen haetten und "Kriegsrat" halten wuerden. Es wurde recht still. In dieser Zeit hatten aber viele Podcaster die Ambition, das Ganze noch bekannter zu machen und ich wandte mich zum Beispiel an den WDR mit der Idee, dass dieser doch so einzelne Radio-Kolumnen und -Sendungen wie z.B. "Quintessenz", den "Stichtag" oder die "Fruehstueckspause" aus dem WDR2-Programm auch prima als Podcast veroeffentlichen koennte. Die Antwort war freundlich, aber bestimmt: "Vielen Dank fuer Ihre Anregungen, wir freuen uns immer (…), sehen aber in dem Medium "Podcasting" derzeit keine Verbreitungsmoeglichkeit fuer unsere Inhalte".

Tja, der Rest ist Geschichte. Irgendwann kam "die Flut", naemlich die Flut an oeffentlich-rechtlichen Podcasts und natuerlich schlief auch die private Rundfunk-Konkurrenz nicht (z.B. FFN oder RTL). Das Resultat: Viele grottenschlechte und ueberfluessige Sendungen (meistens aus dem Comedybereich), aber auch einiges, was sich wirklich lohnt und hoerenswert ist.

Schade nur, dass diese Dinge grundsaetzlich zulasten derjenigen passiert sind, die das Podcasting von vornherein vorangebracht, etabliert und weiterentwickelt haben. Attribute, die man den "grossen" Medien zumindest damals nicht zuschreiben konnte, von wenigen positiven Ausnahmen (wie z.B. SWR 2) mal abgesehen. Heutzutage dominieren die oeffentlich-rechtlichen und privaten Rundfunkangebote zumindest in punkto Quantitaet auch die Podcastszene und es ist daher umso erfreulicher, dass es einigen urspruenglichen, wirklich-privaten Leuten mit ihren Audio- und Videobeitraegen gelingt, nach wie vor dabei zu sein und den grossen Anbietern gewissermassen die Stirn zu bieten. Ob gewollt oder ungewollt, sei dahingestellt….

Ein oeffentlich-rechtliches Angebot soll an dieser Stelle mal deutlichst hervorgehoben werden: Der "Stichtag" im WDR 2. Der laeuft allmorgendlich im normalen Radio (abends noch einmal in der Wiederholung) und bezieht sich immer auf Daten und Ereignisse, die sich im historischen Kontext auf den jeweiligen Wochentag beziehen. Dabei kann der Inhalt kulturell anspruchsvoll gestaltet sein, oftmals geht es aber auch um trivialere Themen. Der Geburtstag eines Staatsoberhauptes, eine historische Tat, eine Proklamation, eine Plattenveroeffentlichung, eine Erfindung, eine politische Uebereinkunft… einfach alles kann vorkommen. Und in den allermeisten Faellen ist es lehrreich, kurzweilig aufbereitet und sehr gut recherchiert. Lohnt sich.

Mehr unter http://wdr2.de. Den Podcast gibt es hier (klick).

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Commander Schroeder

11. April 2007 Kommentare ausgeschaltet


Oha….. gluecklicherweise ist das nur ein "Fake", also eine Faelschung. Obwohl der gute Herr Schroeder ja auch mittlerweile auf einem in wirtschaftlicher Hinsicht wichtigen Stuhl sitzt, den er sich unter anderem wohl schon waehrend seiner Regierungszeit zurechtgeschoben hat :) Nun ja, das ist (zumindest offiziell) Hypothese, aber eines ist Fakt: Zum "Commander" an Bord der Enterprise wird er es gluecklicherweise nie bringen. Die Webseite "gimps.de" praesentiert unter anderem nette, manipulierte Star Trek-Bildchen mit den skurilsten Inhalten. Etwas fuer Fans, aber George W. Bush als Borg, das ist schon einen Mausklick wert :)

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Casino Royale

10. April 2007 Kommentare ausgeschaltet

Der erste James-Bond-Roman des geistigen 007-Vaters Ian Fleming traegt diesen Titel. Zeitlich gesehen spielt der neueste James-Bond-Film (mit dem anfangs unterschaetzten Daniel Craig in der Hauptrolle) vor z.B. den Sean-Connery-Filmen. Das ist anscheinend derzeit Trend, Geschichten aus den Anfangsphasen diverser erfolgreicher Kino-Sagen zu erzaehlen. "Star Wars" hat es vorgemacht und "Star Trek" wird demnaechst folgen.

"Casino Royale" gab es im Jahr 1967 auch mal als Agentenfilm-Parodie mit David Niven in der Hauptrolle, die aber wenig Chancen hat, in die ewige "Hall Of Fame" einzuruecken. Was weniger bekannt ist, ist die Tatsache, dass der Stoff sogar schon 1954 als TV-Film verewigt wurde.

Der jetzige Film bricht mit vielen Bond-Traditionen. "Q" tritt nicht in Erscheinung, ebenso fehlt "Miss Moneypenny". Daniel Craig ist nicht der schwarzhaarige, smarte Agent, den man durch als ideal angesehene Personifikationen z.B. durch Sean Connery oder Pierce Brosnan erwartet. Optisch passten die beiden erwaehnten Vorgaenger zweifelsohne besser ins Bond-Bild, doch Craig zeigt sich zum einen von der rauhen, zum anderen aber auch von der nahbaren, verletzlichen Seite. Vielleicht profitiert "Casino Royale" von der Tatsache, dass die Erwartungen aufgrund des radikalen Schauspielerwechsels generell ziemlich niedrig waren. Somit hat Daniel Craig gute Chancen, zu ueberraschen. Und das tut er…

Der Film glaenzt durch einen durchdachten Handlungsablauf und bricht bewusst mit Bond-Traditionen. "Moechten Sie ihren Martini geschuettelt oder geruehrt?" – "Sehen Sie hier irgendeinen, den das interessiert?" – ein sinngemaess wiedergegebener, aber typischer Dialog dieses Films, der die Abkehr und gleichzeitig die Zuwendung zum Traditionellen verdeutlicht.

Die Firma "Ford" hat es zwar diesmal geschafft, ihre Autos ins Bild zu setzen (bei Brosnan war es BMW), die "Auto-Hauptrolle" spielt trotzdem ein Aston Martin, der aber leider zerstoert wird, was wiederum die im vorigen Absatz aufgestellte Schilderung bestaetigt.

"Casino Royale" ist relativ (!) authentisch und bietet gluecklicherweise keine (offensichtlichen!) BlueBox-Stunts à la Brosnan, die im letztendlichen Film unglaubwuerdig und gekuenstelt wirken. Dieser Bond ist relativ rauh und trotzdem interessant. Wenn da nicht Judi Dench als "M" waere, die mir schon zu Brosnan`s Zeiten gar nicht in der Rolle gefallen hat….

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