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Archiv für die Kategorie ‘Musik’

Was ist haerter 2.0

12. Mai 2007 Kommentare ausgeschaltet

"Hart ist nicht der Schlag ins Gesicht. Hart ist, wenn Musik an den Gebuehren zerbricht…."

In der Podparade waren sie mit der aelteren Version ihres kritischen Songs "Was ist haerter" aeusserst erfolgreich und im letzten Sommer sind sie auch beim Chiemsee Reggae Summer aufgetreten: JAMMIN*INC.

Deren Sound ist richtig "fett", wie es so schoen heisst und sie haben sich mit diesem Song, der eindeutig in Richtung Musikindustrie schiesst, gerade in den alternativen Medienbereichen innerhalb kuerzester Zeit viele Freunde gemacht.

Demnaechst spielen sie im Vorprogramm von "Silbermond" und am 14.06.07 auf dem Sommerfestival "meiner" alten Uni in Paderborn.

Ihr finanziert Kopierschutz und Anwaltskanzleien
ihr versucht, den Fans die Hand abzuschneiden.
Kriminalisiert den Kaeufer, der euch finanziert,
kein Wunder, dass ihr ihn am Ende verliert.

Schonmal `nen Buch mit Kopierschutz geseh`n?
Nein, das ist auch der Grund warum sie noch ueber`n Ladentisch geh`n.
Macht so weiter – aber rechnet nicht mit Erfolg.
Gute Musik ueberlebt auch euch."

Das ist ein Auszug aus dem Text von "Was ist haerter 2.0". Ein eindeutiges Statement….

Links:
JAMMIN*INC – Homepage
Download "Was ist haerter 2.0"
Download "Was ist haerter" (aeltere Version)
Album-Download "Mit Anlauf"
Silbermond
Chiemsee Reggae Summer
Sommerfestival Uni Paderborn 2007

KategorienMusik

DJ Bobo – Vampires are alive

10. Mai 2007 Kommentare ausgeschaltet

Hoppschwiiz! Hoppschwiiz! :)

Heute abend findet in Helsinki die Halbfinalveranstaltung fuer den diesjaehrigen "Eurovision Song Contest" statt (jawohl… schon wieder ist ein Jahr vergangen… unglaublich…). Roger Cicero, fuer Deutschland s(w)ingend, darf sich noch ausruhen, er ist sowieso am Samstag dabei und fuer das Finale gesetzt worden.

In einem Video haben die "No Angels" und auch Frank Elstner dazu aufgerufen, dass Deutschland und die Schweiz sozusagen die Stimmen tauschen. Soll heissen, Deutschland stimmt fuer DJ Bobo, der fuer die Schweiz antritt und die Schweizer stimmen fuer Roger Cicero. Man koennte jetzt sagen: Was die Oststaaten koennen, koennen "wir" auch :)

Der Song von René Baumann alias DJ Bobo ist, und die Kritik muss er sich sicherlich gefallen lassen, "typische Bobo-Kost". Allerdings glaenzen seine Auftritte meistens durch eine durchgefeilte Choreographie und in vielen Laendern duerfte er noch nicht so bekannt sein, so dass sein Sound durchaus gute Chancen haben koennte. Sympathiepunkte haben er und seine Truppe allemal verdient…

Update vom 11.05.2007
Ich war am Abend nicht zugegen und auch nicht in Reichweite eines Fernsehers. Auf Eurovision.de musste ich dann gerade eben das Folgende lesen: Besonders die westlichen Länder zeigten sich davon enttäuscht, das neun der zehn qualifizierten Länder aus dem Osten des Kontinents kommen, nur die Türkei konnte dagegenhalten. Noch am Abend wurden Kritik und Forderungen nach Änderung des Abstimmungssystems laut.
DJ Bobo ist nicht qualifiziert. Wie gut und/oder schlecht die anderen Beitraege waren bzw. sind, kann ich (noch) nicht beurteilen. Aber irgendwie passt das obige Zitat trotzdem (jetzt erstmal rein subjektiv empfunden) ziemlich exakt in das Bild, welches sich in den letzten Jahren vom "Eurovision Song Contest" bei vielen (wohlgemerkt: neutralen! (Anwesende eingeschlossen)) Beobachtern manifestiert hat….

KategorienMusik

Purple Schulz zum Download

9. Mai 2007 Kommentare ausgeschaltet

"Dies ist keine Fanseite, ich bin’s selbst" schreibt Purple Schulz, der eigentlich "Ruediger" heisst, auf seiner "MySpace"-Praesenz. "Sehnsucht", "Schoene Leute", "Verliebte Jungs" und das von mir besonders gemochte "Kleine Seen", das waren grosse Hits von Purple Schulz. "Der Stand der Dinge" hiess eine LP aus dem Jahre 1987, die ein Lied namens "Vier Schritte" beinhaltete.

Davon gab es dann eine Version in englischer Sprache, die fuer den Schimanski-Krimi "Zabou" verwendet wurde. Eine seltene Aufnahme. Diese hat Schulz jetzt auf seiner Webseite zum Download freigegeben. Mir kam sie gleich bekannt vor und zu meiner groessten Ueberraschung hatte ich die "Zabou"-Soundtrack-LP sogar hier in der Sammlung stehen (aber ueber die Zeit total vergessen…). Also, hoert`s euch mal an, es gibt zusaetzlich eine schoene Live-Version des Songs "Der Kanal" bei Purple Schulz zum Download sowie "Sehnsucht" und "Immer nur leben" in jeweiligen Live-Versionen zum Anhoeren…

Links:
Purple Schulz – Homepage
Purple Schulz @ MySpace
Schimanski – Fanseite

KategorienMusik

He wanted us…

29. April 2007 Kommentare ausgeschaltet

…and we wanted him :) "Chicago" Mike Beck aus den USA gab mal wieder ein legendaeres Gastspiel im "Patrick`s". Dieser Mensch ist wirklich ein Arbeitstier. Den Auftritt habe ich diesmal komplett mitgeschnitten und die reine Netto-Musik-Spielzeit betraegt ueber vier (!) Stunden. Unglaublich.

Mike traegt Sandalen, schwitzt und ackert und himmelt an diesem Abend zwei Saiten seiner Gitarre. Was unueblich ist, wie er anschliessend erzaehlt. Er spielt eigene Songs und ansonsten viele Klassiker, die Bandbreite ist enorm. Neil Young, Don McLean, Pink Floyd, die Doobie Brothers und sogar Monty Python kommen zu Ehren.

Manchmal springt er von der Buehne und animiert die Leute zum Mitsingen, obwohl diese schon laengst lauthals dabei sind :)

Interessant ist eine neue Technik, die er sich angeeignet hat und die er mittlerweile sehr gut beherrscht: Der Einsatz eines hochwertigen Samplers per Fusstaste. Mit seiner akustischen Gitarre spielt er spontan einen ziemlich praezisen Riff und nimmt ihn auf. Die Aufnahme mischt sich dann irgendwann ebenfalls per Fusstritt unter sein Live-Gitarrenspiel und dann sieht man ihn, wie er eine Mundharmonika spielt und sich selbst begleitet. Zusaetzlich kann er den Klang seiner Gitarre taeuschend echt wirkend so veraendern, dass sie sich wie eine E-Gitarre anhoert. Mike ist also ein richtiges Solo-Gitarrenduo :) Als ihm die Saite riss, reparierte er die Gitarre mitten im Lied auf der Buehne und sang den Song zu seiner kurz zuvor aufgenommenen Sequenz zuende. Das war irgendwie lustig anzusehen…. ….und gekonnt!

Ebenfalls erwaehnenswert ist das Bose-Soundsystem, welches er verwendet. Ein Spitzenklang, der aus einer einzigen und sehr schmalen Lautsprechersaeule kommt, in deren Fuss ein Verstaerker eingebaut ist. Mehr braucht es nicht. Aber es klingt besser als so manche "herkoemmliche" Anlage…

Mike kommt wieder, in diesem Jahr noch. Fuer Freunde der Bluegrass-Rock-Musik ein echtes Highlight. Demnaechst auch im NormCast… http://mikebeck.us

KategorienLokales, Musik

Bryan Ferry – Dylanesque

22. April 2007 Kommentare ausgeschaltet

Bob Dylan-Songs sind gut. Wenn andere Leute sie covern, sind sie oftmals sehr viel besser :) Die Liste derjenigen, die sich an Dylan`s Werk gewagt haben, ist lang – und bunt. The Byrds, Guns`n`Roses, Wolfgang Niedecken, Patti Smith, Wolfgang Ambros, U2… um nur einige zu nennen.

Nun reiht sich mit dem "Roxy Music"-Frontmenschen Bryan Ferry ein weiterer Kuenstler in diese Gruppe ein. "Dylanesque" heisst das Machwerk, welches sich den Dylan-Songs auf der ganz klar definierten Pop-Ebene naehert. Auch wenn Ferry`s Stimme manchmal etwas angestaubt klingt, blitzt der Geist von alten Ferry-Songs wie z.B. "More Than This" oftmals auf…

Bryan Ferry hat Bob Dylan bisher nie getroffen und es gefaellt ihm, "Melodien herauszukitzeln, die Dylan in seinen Liedern versteckt hat", wie er selbst sagt.

Eine nicht spektakulaere, aber schoene Platte, die einigen Dylan-Hardlinern wohl nicht unbedingt gefallen wird, die Freunden der guten, melodischen Popmusik aber viel Freude bereiten duerfte…

Links:
Die "Dylanesque"-CD bei Amazon.de
Bryan Ferry`s Homepage
Wikipedia ueber Bryan Ferry

KategorienMusik