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Mezzmo – Medienserver

25. Oktober 2013

Vor zwei Jahren unternahm ich erste Versuche, die umfangreiche Musik- und Videosammlung zuhause dezentral abrufbar zu machen. Mit maessigem Erfolg. Die Plaene wurden auf Eis gelegt, aber nie ganz aus den Augen verloren…

Jetzt stolperte ich ueber die wirklich schoene Software "Mezzmo", deren uebersichtliches und intuitiv nutzbares Layout doch etwas an "iTunes" erinnert. Hiermit ist es, einfach ausgedrueckt, moeglich, Videos, Bilder, Fotos vom Rechner ausgehend an diverse Zielgeraete zu schicken. Sei es der Fernseher im Wohnzimmer (sofern DLNA-tauglich), das Smartphone oder auch andere PCs.

Die Installation ist kinderleicht und auch das Hinzufuegen von Medieninhalten in die Bibliothek ist sehr einfach. Aber, Achtung: Man sollte dem Programm beim Einlesen der eigenen Audio- oder Videodateien nicht gleich einen Inernetzugang gewaehren, denn es neigt dazu, sich sogenannte "Metadaten", also Zusatzinformationen, aus dem Netz zu ziehen, die leider nicht immer zutreffend sind. Die "Metadaten"-Option ist auch in den Grundeinstellungen abschaltbar. Wer allerdings Coverbilder, Liedtexte usw. seinen Dateien hinzufuegen moechte, kommt um die Option nicht herum und muss ggf. haendisch nachbessern.

Hier ging es lediglich darum, die ohnehin ordentlich gegliederte Ordnerstruktur der "Medienfestplatte" auf den anderen Endgeraeten navigierbar abzubilden. Es braucht dafuer keine vorgefertigten Playlisten, lediglich das Hinzufuegen der einzelnen Unterverzeichnisse (z.B. "Filme", "TV-Serien" usw.) z.B. zum Ordner "Video". Wenn das Programm laeuft, wird auf den Endgeraeten ein "Geraet" namens "Mezzmo" dargestellt, ueber das dann die gewuenschten Listen abrufbar sind. Das Streaming der Inhalte funktioniert mit einem normalen 54er-Wlan schon ausgezeichnet und ruckelfrei. Selbst ein bisher stoerrischer Sony Bravia-Fernseher, der zwei Stockwerke tiefer steht, konnte hierueber ploetzlich Dateien abspielen, bei denen er sich zuvor via USB-Stick oder Festplatte beharrlich weigerte.

Mezzmo zeichnet sich also durch eine gute Kompatibilitaet aus. Es installiert sich nicht aufdringlich und ist selbst im Betrieb recht ressourcensparsam. Eine Alternative ist das Programm "Serviio", welches hier ebenfalls erfolgreich getestet wurde. Es braucht allerdings sehr lange zum Einlesen der Medieninhalte und ist etwas kniffliger in der Konfiguration, aber kostenfrei, bei aehnlich-guter Performance…

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