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Sony’s Bravia Mediaplayer

12. April 2012

Vor weniger als zwei Jahren schafften sich die lieben Verwandten zwei Sony-Bravia-Fernseher der damals neuesten Generation an und entsorgten dadurch den bis dato ebenfalls ueber viele Jahre in Dienst befindlich gewesenden, alt-analogen Sony-Roehren-Monsterfernseher. Die neuen, flachen Bravias machten bildtechnisch und in punkto Handhabung einen sehr guten Eindruck, auch die Verarbeitung stimmte. Doch ein Riesenproblem gab und gibt es: Der eingebaute USB-Medienplayer. Der spielt im Grunde genommen nichts von dem ab, was im Festplattenfilmarchiv vorhanden ist. DivX-codierte Filme starten nur mit viel Glueck und dann durchschnittlich nur zwei von zehn, originale Mitschnitte im mpg-, oder ts-Format funktionieren sowieso nicht. Alles wird mit dem Vermerk "Wiedergabe nicht moeglich" quittiert, was auch mit der jeweils aktuellsten Firmware leider noch Bestand hat.
Der Medienplayer ist viel zu restriktiv programmiert und laesst z.B. nur ziemlich genaue Aufloesungen zu. Angeschlossene Festplatten muessen im veralteten und viel zu sehr eingeschraenkten FAT32-Format formatiert sein und selbst dann funktionieren sie nur mit Glueck.
Das es auch anders geht, beweist der gleich grosse, aber damals wesentlich preisguenstigere, zeitgleich angeschaffte Samsung-Fernseher. Der spielte bisher eigentlich alles ab. DivX, XviD, MPG, TS, AVI, VCD, SVCD, MKV usw. waren und sind kein Problem. Hierbei ist es auch egal, ob das Dateisystem der Festplatte NTFS oder FAT ist oder ob alles von einem USB-Stick kommt. So muss das laufen.
Klar, via DLNA-Streaming koennte auch der Sony das alles wahrscheinlich (…) darstellen, aber nicht jeder macht sich die Muehe, ein solches Netzwerk aufzusetzen und es ist auf jeden Fall einfacher, eine simple Festplatte anzustecken und alles direkt abzuspielen…
Das Ganze erinnert an die ersten DVD-Player-Generationen. Damals kamen vermeindliche "Billigplayer" der Marken "Yamakawa", "Cyberhome", "Amoisonic" usw. sehr schnell zu Ruhm, weil sie im Grunde genommen alles ausser Salamischeiben problemlos abspielten. "Markengeraete" von Sony & Co. lernten das erst viel spaeter, oftmals zu spaet.
Bleibt zu hoffen, dass die Firma Sony baldigst mit einer geeigneten Strategie aufwartet, die ihrem derzeit angeschlagenen Fernsehgeschaeft wieder auf die Spruenge hilft. Unkomplizierte Formatvielfalt und vielseitige Anwendungsmoeglichkeiten sollten hierbei deutlichst im Vordergrund stehen…

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