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Viele, viele bunte SMARTies…

17. Januar 2015

Schon vor vielen Jahren waren viele computer-affine Leute der Meinung, dass der Fernseher im Wohnzimmer irgendwann einem rechnerbasierten Bildschirm weichen wuerde. Sie haben Recht behalten. Heutige Flachfernseher sind oftmals kleine Computer mit internetten Zusatzfaehigkeiten, die das eigentliche Empfangen und Darstellen der herkoemmlichen Fernsehprogramme "nur" noch nebenbei erledigen. Doch, ist das schlecht? Nein.

Ein Smart-TV ist ein interessantes Spielzeug. Die Einbindung in das heimische Netzwerk und daraus resultierende Interaktion mit bereits vorhandenen Endgeraeten, wie z.B. Smartphone, Tablet, Laptop, Buero-PC, Stereoanlage, etc., eroeffnet interessante, neue Spielgebiete.

Schon laengst werden Fernsehprogramme mittels HBBTV ergaenzt und begleitet und unzaehlige Apps koennen auf den Endgeraeten installiert werden. Es ist erstaunlich, was es trotz des doch sehr ausgepraegten Bezahlwahns an freien und kostenlosen Inhalten zu entdecken gibt.

YouTube und MyVideo streamen Musik und Serien, aber auch kleinere Portale wie "Watchmi" oder "Netzkino" sind eines Besuches wert. Via "Netzkino" lassen sich komplette Filme in durchaus akzeptabler Qualitaet ansehen, welche nur selten und dann auch nur durch jeweils einen Werbespot unterbrochen werden. Allerdings handelt es sich hierbei groesstenteils um "B-Movies", aber, wer suchet, der findet eventuell doch etwas Unterhaltsames.

Netflix, Amazon, Watchever und wie sie alle heissen sind natuerlich ebenso vertreten und etliche Radiosender koennen zudem via "TuneInRadio" oder andere, von den Sendern direkt zur Verfuegung gestellte Apps, angewaehlt werden.

Der normale TV-Empfang erfolgt via Triple-Tuner, oftmals gibt es auch eine Aufnahmefunktion. Diese ist wiederum bei Samsung & Co. jedoch sehr eingeschraenkt und es ist beispielsweise nicht moeglich, diese DRM-verseuchten Mitschnitte einfach so auf den Rechner zu kopieren, um sie dort weiter zu verwenden. Schade eigentlich, denn viele "normale" Satellitenreceiver (wie z.B. der Comag SL 40 HD), machen das problemlos. Der Hintergrund ist, dass z.B. der Samsung einen mit dem Dateisystem Ext4 formatierten Datentraeger fuer die Aufnahmen verlangt, welcher z.B. unter Windows nicht lesbar ist. Ein eventuell vorhandenes Linux-System schafft hier Abhilfe. Doch auch dann gibt es noch einige Huerden, die es zu ueberwinden gilt, damit die Aufnahmen normal sicht- und nutzbar werden. Fuer Timeshifting, also zeitversetztes Fernsehen, welches nicht dauerhaft gespeichert werden soll, ist die Funktion trotzdem sehr nuetzlich.

Die Zeiten der grossen, linear-gespeisten Roehrenkiste als Platzhirsch im Wohnzimmer sind endgueltig vorbei. Warum auch nicht…

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