Ein Jahrzehnt Wikipedia

15. Januar 2011 Kommentare ausgeschaltet

Vor zehn Jahren wurde die nuetzliche Online-Enzyklopaedie "Wikipedia" gegruendet. Das sogenannte "Mitmach-Lexikon" erlebte daraufhin einen rasanten Aufschwung. Viele Leute beteiligten sich und schrieben Beitraege zu allen moeglichen Themen. Natuerlich gab es darunter auch Querschlaeger und Juxartikel, die eine Aufstockung des kontrollierenden Personals noetig machten. Mittlerweile verschlingt Wikipedia jaehrlich rund 20 Millionen Dollar Betriebskosten, die aber z.B. durch Spenden locker eingenommen werden. Wikipedia ist inzwischen vergleichsweise zuverlaessig, dennoch sollten bei ernsthaften Recherchen zusaetzliche Quellen (beispielsweise fuer Quervergleiche) herangezogen werden…
Seit einem Jahrzehnt bereichert Wikipedia nun schon das Internet, vielen Dank und weiter so!

KategorienComputerkram

City Cards

13. Januar 2011 Kommentare ausgeschaltet

Meistens sieht man sie auf dem Weg zur Kneipentoilette: Bunt aufgereihte Postkarten mit oftmals schraegen Motiven oder Spruechen: die "City Cards". Mittlerweile haben sie sich etabliert und werden gerne gesammelt. Auf der zugehoerigen Homepage gibt es ein grosses Archiv mit alten und neuen Exemplaren. Durchstoebernswert!

KategorienDiverses

Martin Hecht im Interview

9. Januar 2011 Kommentare ausgeschaltet

Zusammen mit Werner Reinke, Thomas Koschwitz und anderen formte Martin Hecht das in den 80er-Jahren unverwechselbare Profil der ehemaligen, sogenannten "Service Welle aus Frankfurt", hr3. Die "Mittags-Discotheke" oder auch die "Top Time" duerften aelteren Radiofans noch gut im Ohr liegen. Heutzutage moderiert Hecht bei "Harmony FM", einem Schwestersender des privaten "Radio FFH".

Peter Petschull hat ihn besucht und mit ihm ein hoerenswertes Interview gefuehrt, welches in der Januar-Ausgabe des "Radio Bingen"-Podcasts erschienen ist. Es freut mich, dass sich auch andere Leute aktiv (!) an die alten Radio-Haudegen erinnern und entsprechende Sendungen produzieren.

Nachdem ich ja nun schon die Ehre hatte, ein auf zwei Podcastfolgen (hier und hier) verteiltes Gespraech mit Werner Reinke fuehren zu duerfen, fehlt jetzt eigentlich nur noch eines mit dem "KoschiMan", um das "hr-Dreigestirn" akustisch zu komplettieren. Und vielleicht findet sich ja auch ein dritter Podcaster, der das versuchen moechte :-)

KategorienMedien

Intenso’s Bilderrahmen

5. Januar 2011 Kommentare ausgeschaltet

Alle Jahre wieder stellt sich die immerwaehrende Frage: "Was schenke ich zu Weihnachten?" – Und Jahr fuer Jahr faellt deren Beantwortung schwerer… Diesmal war es dann aber doch einfach, denn im Familienkreis wurde sich gerne und oft darueber beklagt, dass die Digitalbilder der letzten zehn Jahre nicht in Form eines (analogen) Fotoalbums zum Durchblaettern vorlaegen. Ein sogenannter "digitaler Bilderrahmen" sorgte jetzt fuer einen zufriedenstellenden Kompromiss…

Die Marke "Intenso" war mir bisher nur in schlechter Erinnerung, gab es vor ein paar Jahren noch DVD-Rohlinge mit diesem Namen, die teilweise nicht einmal ein halbes Jahr hielten. Doch dieser Bilderrahmen aus dem Hause Intenso ueberrascht durch eine sehr gute Verarbeitung.
Das Bild ist wirklich gestochen-scharf, die Dateien von einer SD-Karte werden schnell geladen und es gibt zusaetzlich einen USB-Port. Die Uebergaenge zwischen den einzelnen Bildern waehrend einer "Diashow" lassen sich variieren, einen Zufallsmodus gibt es auch. Letzterer ist allerdings verbesserungswuerdig…

Der Clou ist aber die Moeglichkeit, neben MP3-Audio auch Videodateien mit Ton wiederzugeben. Ein urspruenglich recht gering aufgeloestes DivX-Avi sah auf diesem Display wirklich noch sehr gut aus, fast wie "gekauft".

Der Bilderrahmen ist einfach zu bedienen, bei Bedarf sogar per mitgelieferter Fernbedienung. Er startet, wenn der Stecker eingesteckt wird, automatisch mit der Zufallswiedergabe der Bilder, sofern er vorher so konfiguriert wurde. Also wie geschaffen fuer Oma und Opa :)

(Klick auf’s Bild fuehrt zum Produkt bei Amazon.de)

KategorienComputerkram

Zapfenstreich fuer die Wehrpflicht

3. Januar 2011 Kommentare ausgeschaltet

Wir schreiben das Jahr 1991. Die damalige Bundesregierung diskutiert oeffentlich ueber die Abschaffung der Wehrpflicht. "Endlich", denke ich mir, "vielleicht habe ich ja Glueck und der Kelch geht an mir vorbei". Ein paar Wochen spaeter Musterung in Paderborn, die Begegnung mit der aelteren Dame, die den beruehmten "EKG" (="Eier-Kontroll-Griff") vornimmt, bleibt auch mir nicht erspart. Verweigern wollte ich nicht, zur Bundeswehr gehen wollte ich aber auch nicht unbedingt. Ich ziehe meinen Hut vor denjenigen, die z.B. Altenpflege mit allen Konsequenzen im Rahmen des Zivildienstes verrichten, aber ich wusste von vornherein, dass das nichts fuer mich waere. Zwar gab es auch alternative, weitaus "angenehmere" Zivi-Stellen (ein Bekannter war z.B. DJ in einem Kulturzentrum und sein einziger "schmutziger" Job bestand darin, abends den Tanzsaal ausfegen zu muessen…), doch die waren reine Glueckssache…

Im Sommer des Jahres ging’s dann doch nach Eckernfoerde zur Grundausbildung, danach weiter zur Marinefernmeldeschule in Flensburg-Muerwik, schliesslich landete ich im Marinehauptquartier in Gluecksburg und funkte u.a. fleissig unter dem Rufzeichen "DHJ58". Waehrend der Zeit "beim Bund" gab es natuerlich viel berechtigte (!) Flucherei, vor allen Dingen wegen der tatsaechlich uebertriebenen Buerokratie und der Kleinkariertheit, die vielen dort normalen Dingen innewohnte. Doch im Nachhinein verzerrt sich das Bild zugunsten der durchaus vorhandenen, positiven Erinnerungen. Es war eine Zeit, die ich im zeitlichen Kontext nicht gebraucht haette, die ich aber im Nachhinein auch nicht missen moechte…

Mit Beginn dieses Jahres 2011 werden nun zum letzten Mal junge Maenner zum Wehrdienst eingezogen, denn die Wehrpflicht wird zur naechsten "Saison" abgeschafft. Endlich. Selbst damals wurde innerhalb der BW gerne die Meinung vertreten, dass eine Berufsarmee bestimmt motivierter und erfolgreicher sein koennte…

Doch diejenigen, die jetzt kurz vor Toresschluss doch noch antreten muessen, haben sprichwoertliches Pech. Ich wuerde mich in dieser Situation auch mit Haenden und Fuessen wehren, denn was wuerde es jetzt noch bringen? Nichts. 6 Monate sind sowieso zuwenig, eine vernuenftige Ausbildung kann in dieser kurzen Zeit nicht gewaehrleistet werden und sich zudem auch nicht auszahlen.

Ein weiteres Problem werden zukuenftig die wegfallenden Zivildienststellen sein – und das bei erhoehtem Aufkommen von Pflegefaellen. Die zweifelsohne in den letzten Jahren vorhandene Wehrungerechtigkeit wurde jetzt abgeschafft und wird die Umstrukturierung der Bundeswehr massgeblich beeinflussen. Vielleicht sogar positiv. Doch ob das Sozialwesen in diesem Land davon profitieren kann, bleibt fraglich…

KategorienDiverses