Beschilderter Internetverkehr

4. August 2009 Kommentare ausgeschaltet

…noch ist es Satire, aber wer weiss, was "ZensUrsula" noch zu bieten hat…

Fuer Vergroesserung bitte in das Bild klicken!

Quelle: Satiremagazin "Titanic"

KategorienComputerkram

Bardentreffen in Nuernberg

3. August 2009 Kommentare ausgeschaltet

So eine kleine Wochenendreise ist doch eine schoene Sache. Man gewinnt ab und zu mal dringend noetigen Abstand zum normalen Alltag. Nachdem an den ersten beiden Wochenendterminen, die ausgemacht waren, das Wetter vorab schon einen jeweiligen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, passte an diesem Wochenende schlichtweg alles. Zwei schoene, laue Sommernaechte luden zum ausgiebigen Verweilen in den schoenen Biergaerten Nuernbergs, z.B. dem "Kettensteg" oder auf der "Woehrder Wiese". Es ging zum kultigen "Stammgriechen" und ins obligatorische "Landbierparadies".

Diesmal fand aber auch das traditionelle "Bardentreffen" statt. Der gesamte Innenstadtbereich war gefuellt mit Menschen, die Masse war echt schon "grenzwertig", wie es mein Kumpel Fischi richtig ausdrueckte. An jeder Ecke spielten kleinere und groessere Bands, teilweise sehr gut, manchmal aber auch einfach nur exotisch oder richtig schraeg.

Da wurde "Major Tom" mit kieksiger, megaphonverstaerkter Stimme zur allgemeinen Belustigung zum Besten gegeben…

…da standen Leute quasi als "optisch invertierte The Hives" und spielten ausdauernd…

…drei Chinesen (?) ohne Kontrabass in knalligem Aufzug gaben merkwuerdige Laute von sich, die man in zumindest aehnlicher Form den diversen, esoterischen Fernsehsendungen zuordnen koennte….

…auf diversen groesseren Buehnen spielten diverse Bands, die schon sehr professionell daherkamen…

Dazwischen waren ueberall die unterschiedlichsten "Fress- und Saufbuden" aufgebaut.

Auffaellig war die musikalische Bandbreite. Es ging vom obligatorischen Alternative Pop/Rock bis hin zum Schlager, von Irish Folk bis Country Music, von Klassik bis zum Volkslied. Kleine Kinder spielten Blockfloete oder Aldi-Keyboard und in ihren aufgestellten Geldhueten hatte sich oftmals sehr viel Kleingeld zur Taschengeldaufbesserung angesammelt. Ebenfalls auffaellig war die von uns so empfundene "Invasion der Kontrabaesse" :) Es gab wirklich sehr viele Bands, die einen dabei hatten. Kleine, batteriebetriebene Marshall-Verstaerker hatten ebenfalls Hochkonjunktur.

In Nuernberg gibt (bzw. gab) es viele, recht skurrile Ladengeschaefte. Der Oberknaller aber war dieser Bestattungsunternehmer. Man achte mal auf den Text des rechten Schaufensters :-)

KategorienDiverses

Datenverlust

29. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Gestern ist meine Haupt-Festplatte gestorben. Sie hat sich wohl ueberhitzt und ist jetzt nicht mehr ansprechbar. Das ist natuerlich der uebelste aller Fehler, denn damit ist wirklich alles verloren. Das Ganze hat den hiesigen Datenbestand trotz normalerweise regelmaessig durchgefuehrter Backups um ungefaehr vierzehn Tage zurueckgeworfen, was teilweise sehr aergerlich ist.

Betroffen sind auch die Emails. Wer mir also in den letzten 2-3 Wochen eine Email geschickt hat und ggf. noch auf eine Antwort wartet, moege sie mir bitte noch einmal schicken, denn es ist alles weg. Das betrifft auch die teilweise privaten Fotos, die im Bekanntenkreis verschickt wurden. Hier wuerde ich mich ueber diverse Ruecksendungen freuen…

Alles hier wieder auf den neuen/alten Stand zu bringen, wird mich noch ein paar Tage beschaeftigen. Es wird also auch auf diesem Blog derzeit nicht viel passieren und bis zum naechsten Podcast wird es wohl auch etwas laenger dauern. Bis bald :-)

KategorienComputerkram

NormCast 144

27. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Ein d-englisches Gespraech mit Ray Dorset von "Mungo Jerry". Sein Sommerhit "In The Summertime" aus dem Jahr 1970 wurde millionenfach verkauft und er ist weiterhin aktiv. Vor allem in der zweiten Gespraechshaelfte gibt sich der charismatische Englaender zudem sehr zeitkritisch.

Gratis MP3-Download: NormCast Episode 144 vom 27.07.2009


Links:

Ray Dorset’s Homepage
Mungo Jerry’s Homepage
Wikipedia ueber Ray Dorset
Wikipedia ueber Mungo Jerry
Video: "In The Summertime"
Video: "Lady Rose"
Video: "Long Legged Woman Dressed In Black"
Video: Shaggy – In The Summertime
Video: Kelly Marie – Feels Like I’m In Love

KategorienNormCast

20 Jahre "Fanta4"

25. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Eine Leiter an einer Hauswand, Anfang der 90er Jahre. Unsereins faehrt mit dem Auto daran vorbei, erkennt den darauf befindlichen Kumpel (seines Zeichens Maler von Beruf) und somit kommt es zu einem folgentraechtigen Gespraech: "Kennst Du die schon, diese deutsche Rapper-Truppe?" – "Ich hoerte vorhin so einen Song… irgendwas mit "Die da die da, Freitags ist sie nie da". "Genau… Genial, oder?"

…und es war genial. Es passte in die Zeit, es war neu und es ist bis heute einer der deutschen Texte, die ich nach wie vor komplett auswendig kenne… "Die Fantastischen Vier" waren und sind zweifelsohne die Wegbereiter vieler Strukturen rund um den Sprechgesang, die heutzutage teilweise selbstverstaendlich sind. Wobei sie viele ehemalige "Widersacher" schlicht und ergreifend durch Bestaendigkeit und Koennen abgehaengt haben. Gleichzeitig kamen nach ihnen aber auch weitere, zumindest artverwandte Gruppen auf, die teilweise bis heute auch sehr erfolgreich sind und die ebenfalls weitere beeinflusst haben. Falco war bereits Anfang der 80er-Jahre wohl einer der allerersten, der deutschsprachige Rapelemente in seine Songs eingebaut hat, aber die "Fantas" hatten den ersten, komplett (hoch-)deutschsprachigen Rap-Mega-Hit.

Sie sampelten "Tainted Love" schon mehr als ein Jahrzehnt vor Rihanna und bauten Zitate aus Filmen und Hoerspielen in ihre Songs ein. Mit dem Erfolg kam wohl auch die Experimentierlust, einige Solo- und Extraprojekte waren die Folge. Manchmal recht erfolgreich, manchmal aber auch nicht. Waehrend die ersten Alben zumindest fuer den Ottonormal-Musikkonsumenten nur schwer durchhoerbar waren, wurden die spaeteren Werke in sich selbst stimmiger, was wohlgemerkt NICHT "angepasster" oder "mainstreamiger" heissen soll. Obwohl die Fantastischen Vier sicherlich in den Augen vieler Szenejuenger schnell als "Mainstream" abgetan wurden. Hast Du einen Hit, dann veraendert sich dein Publikum, das war schon immer so.

Die Vier aus Stuttgart hatten viele Hits. "Tag am Meer" und "MfG" stechen hier aus Sicht vieler Kritiker besonders hervor. Sie kollaborierten mit Herbert Groenemeyer und selbst Xavier Naidoo, der gaaaanz frueher mal dem nicht unbedingt wohlgesonnenen "3P"-Label angehoerte, wird sich neben Sasha, Juli, Extrabreit, Fools Garden und vielen weiteren Bands und Kuenstlern auf einer am 7.8.09 erscheinenden Tribute-Doppel-CD die Ehre geben und einen fantastischen Song intonieren.

Viele Menschen ruempfen die Nase, wenn sie Begriffe wie "Rap" oder "HipHop" in Zusaemmenhang mit deutschen Interpreten hoeren, da sie dabei oftmals zumindest unterschwellig an das denken, was landlaeufig gerne als "Gossen-Rap" bezeichnet wird und/oder weil sie gewisse Leute z.B. aus der sogenannten "Berliner Szene" nicht moegen. An dieser Stelle haben die "Fantas" -im folgenden Zitat vertreten durch Thomas D- aber doch eine relativ liberale, ja sogar positive Einstellung: "Außerdem finde ich es gut, dass Musik in Deutschland mal nicht ausschließlich aus dem Bürgertum kommt. Das ist etwas Neues, deshalb ist jemand wie Bushido wichtig. (…) Auch die Rapper, die jetzt eher stumpfe Parolen skandieren, werden sich öffnen, werden eine Entwicklung durchmachen. Wir waren am Anfang auch Spaß, Party, Mädchen, Hurra. Erst mit der Zeit kamen andere Themen hinzu."
(Quelle: Lesenswerter Jubilaeumsartikel bei der SZ).

Die "Fantastischen Vier" zu beschreiben, ist gar nicht so einfach, daher sage ich’s mit ihren eigenen, aeusserst zutreffenden Worten:

Hier sind die Vier wieder – und deine Nadel vibriert, wenn Alter Adel regiert
Hier sind die Vier wieder – die tausendmal schon kopiert, fotografiert und zitiert
Hier sind die Vier wieder – die dich seit Jahren inspirier’n, die Scheisse selbst zu probier’n
Hier sind die Vier wieder – bist du genug motiviert, dann bleib' hier und hoer' zu
Hier sind die Vier wieder – Thomas D, Hausmarke, And.Y und Smu

(Quelle: Songtext "Le Smou", 1999)

Herzlichen Glueckwunsch… …und weiter so! :-)

KategorienMusik