Alternative Rock’n’Roll

4. Mai 2018 Kommentare ausgeschaltet

10 Songs – 33 Minuten. Schon allein diese Zahlen definieren ein lupenreines Rock’n’Roll-Album.

"Alternative Rock’n’Roll" von den Dizzy Dudes fällt daher aus anderen Gründen aus dem Rahmen. Konsequent haben sie sich nur Songs aus den 90er-Jahren vorgenommen, deren Originale vornehmlich dem Alternative-/Punk-/Grunge-Genres zugeordnet werden.

Somit erklingen Green Day’s "Basket Case", das "Under The Bridge" der "Red Hot Chili Peppers", Papa Roach’s "Last Resort" oder auch "Self Esteem" von "The Offspring" in neuen Klanggewändern. Diese Begrenzung der Auswahl hebt die Dizzy-Dudes-CD wohltuend hervor, denn schliesslich gibt es mittlerweile viele Bands, die genrefremde Oldies zu Rock’n’Roll & Rockabilly-Stücken "umdengeln": "Big Daddy", "Boppin’B" oder die "Baseballs" beispielsweise.

Ursprünglich schnellere Songs werden hier gerne mal langsamer ("The Bad Touch") – und andersherum ("Under The Bridge"). Das bringt auf beiden Ebenen Schwung in die Bude und lässt dieses Album bemerkenswert-leichtgängig daherkommen, auch wenn vielleicht ein- oder zwei Stücke etwas schuldig bleiben ("Breakfast at Tiffany’s").

Die halbe Stunde verfliegt im Nu – doch die Playtaste für den Neustart bleibt. Rockenrohl!

KategorienLokales, Musik

DVB-T2 in OWL

25. April 2018 Kommentare ausgeschaltet

Während in den großen Ballungszentren und Metropolen das digital-terrestrische Antennenfernsehen DVB-T2 schon länger aktiv ist, wurden in der Nacht vom 24. auf den 25. April 2018 auch die abgelegeneren Gegenden berücksichtigt, indem unter anderem die Sender Bielefeld (Hünenburg) und Detmold (Bielstein) auf den neuen, effizienteren Übertragungsstandard umgestellt wurden.

Das bisherige DVB-T hatte nicht zu unrecht den Beinamen "Pixelfernsehen", denn die bis dato via Bielefeld empfangbaren, nur öffentlich-rechtlichen Sender waren nur mit mäßiger, meistens etwas unscharf-matschig wirkender Bildqualität verfügbar.

Nun findet der TV-Tuner (es muss ein modernerer sein) auf Anhieb knapp 50 Sender anstatt der bisherigen 13, doch folgt eine kleine Ernüchterung auf dem Fuß, denn nur ein kleiner Anteil davon ist auch "normal" nutzbar. Die öffentlich-rechlichen Programme von ARD und ZDF sind größtenteils in echtem HD (1080p) vertreten und übertreffen somit bildqualitativ ihre normalen Äquivalente im Kabelnetz oder auf dem Astra-Satelliten. Das ist ein absoluter Pluspunkt des neuen Standards.

ARD, ZDF, WDR, NDR, SWR, 3SAT, ZDFNeo, ZDFInfo, Kika, One, oder Arte stehen in bestem HD da, doch der HR oder der BR und ARD Alpha sind "nur" via "hbbtv" empfangbar. Das heisst, dass der Fernseher zusätzlich an das Internet angeschlossen sein muss, damit diese Streams nach Anwahl auch tatsächlich erscheinen. Das wird für viele sicherlich erstmal ein K.O.-Kriterium sein, denn gerade auf dem Land ist die entsprechend notwendige Breitbandstruktur nicht immer gegeben.

Auf dieses Übertragungsverfahren setzen auch die dort jetzt schon "verlinkten" Privatkanäle, für die eine Feischaltung der "Freenet"-Plattform notwendig ist, was wiederum 5,65 Euro zusätzlich im Monat kostet. Aktuell findet man dort aber nur relativ uninteressante "B-Sender", wie z.B. "1-2-3-TV". Die populären Privatsender wie RTL, Pro7 usw. sollen erst ab dem Herbst dieses Jahres verfügbar sein. Ein Freenet-Antennenabo lohnt sich daher aktuell noch nicht.

Es stellt sich die Frage, warum aktuell z.B. das ZDF oder 3SAT zusätzlich noch in SD vorhanden sind, denn diese Ressourcen hätten doch für weitere HD-Inhalte genutzt werden können…
Update: Anscheinend hat die kleine Antenne tatsächlich einen weiteren, noch nicht umgestellten DVB-T-Sender aufgeschnappt, der die SD-Programme "dazwischengemogelt" hat ;) Scannt man nur lokal, dann werden 46 Programme gefunden.

Was bleibt? Wahrscheinlich jede Menge Elektromüll, denn die alten DVB-T-Receiver können den den neuen Standard nicht mehr empfangen und müssen entsorgt werden. Putzig ist es aktuell, mit anzusehen, wie einige Leute noch versuchen, solche Geräte via eBay Kleinanzeigen und auf anderen Plattformen zu verhökern ;)

Letztendlich dürfte die Umstellung aber zumindest für die kommende Fussball-WM einen deutlichen Komfortgewinn bringen, denn ein aktueller Kleinfernseher mit einer u.U. improvisierten Antenne (siehe oberes Bild), schnell in den Garten gestellt, reicht völlig aus, um die Spiele in wirklich deutlichst besserer Bildqualität geniessen zu können.

Für den "Heimbetrieb" sehe ich die Zukunft allerdings weiterhin im Satelliten- und IP-Empfang…

KategorienMedien

Freitag18 2018

24. April 2018 Kommentare ausgeschaltet

Das diesjährige Programm der liebenswerten Veranstaltung auf dem Gütersloher Dreiecksplatz ist erschienen…

Für weitere Details bitte auf das Bild klicken…

KategorienLokales

WiFi Roaming Fix

22. April 2018 Kommentare ausgeschaltet

Das Szenario:
Ein Haus mit mehreren Etagen, ein Garten, ein Netzwerk, welches mit einem oder mehreren Repeatern über die Fläche(n) gestreut wird. Man kommt mit dem Smartphone heim, das Gerät wählt sich in den erstbesten Zugangspunkt ein und verbleibt darin, selbst wenn man zwei Etagen entfernt vor dem eigentlichen Router steht, der ggf. ein besseres Signal liefern würde. Also muss man das Wlan des Smartphones einmal kurz aus- und wieder einschalten, so dass es sich diesmal in den erstbesten Zugangspunkt neu einwählt. Auf Dauer kann das schon etwas nervig sein…

Für Android-User gibt es die App "WiFi Roaming Fix", die im Hintergrund die ankommenden Signale des Heimnetzes und dessen Umsetzer registriert und nach Erreichen einer (einstellbaren) Mindestsignalstärke automatisch auf das stärkste Signal umschaltet.
Nützlich und kostenlos.

KategorienComputerkram

Springer versus Adblocker

19. April 2018 Kommentare ausgeschaltet

Der Axel-Springer-Verlag geht im Rahmen einer Klage vor dem Bundesgerichtshof gegen Adblocker vor. So weit, so schlecht.

"In dem Rechtsstreit geht es um die Zulässigkeit des Internet-Werbeblockers "Adblock Plus" des Kölner Unternehmens Eyeo. Internetnutzer können die Software kostenfrei herunterladen. Sie verhindert, dass bestimmte Werbeinhalte auf Internetseiten angezeigt werden, indem sie mit Hilfe von Filterregeln Serverpfade und Dateimerkmale von Werbeanbietern identifiziert und blockt ("Blacklist"). Es besteht die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen von den Filtern zu machen und in eine sog. Whitelist aufnehmen zu lassen. (…)
Axel Springer hält das Programm für eine unlautere Behinderung des Wettbewerbs. Und damit ist der Verlag, der u.a. hinter Bild.de und welt.de steht, nicht allein. Auch Handelsblatt und Zeit Online sowie RTL und ProSiebenSat.1 gingen schon gegen ADBlockPlus vor. Die Gerichte entschieden bislang eher gegen die Verlage. Das Oberlandesgericht (OLG) Köln aber untersagte Eyeo zwar nicht das grundsätzliche Modell Werbeblocker, aber doch das von ihr betriebene Whitelisting-Modell. Nun ist der BGH am Zug. Und man darf mit einer Grundsatzentscheidung rechnen. (…)
Katsivelas hält Werbeblocker für "ein wichtiges und zugleich legitimes technisches Hilfsmittel, mit dem Internetnutzer störende und teilweise auch datenschutzrechtlich bedenkliche Werbung unterdrücken können". Sie dienten der Wahrnehmung ihres Rechts auf informationelle Selbstbestimmung. Für wettbewerbswidrig hält der Wissenschaftliche Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Informations- und Kommunikationsrecht, Gesundheitsrecht und Rechtstheorie der Universität Hamburg, der sich mit dem Thema in mehreren Fachbeiträgen beschäftigt hat, sie nicht. Schließlich könnten die Nutzer autonom entscheiden, ob und inwieweit sie die Werbung auf Webseiten durch Adblocker blocken; und die Seitenbetreiber könnten stattdessen auch auf bezahlte Inhalte setzen oder Adblock-Nutzer von ihren Seiten ausschließen – so wie es bild.de schon seit längerem tut. (…)"

Natürlich ist es völlig nachvollziehbar, dass werbetreibende Verlage ihr internettes Geschäft gefährdet sehen, doch an dieser Stelle kann nur wiederholt angemerkt werden: Selbst schuld!

Solange sich Werbefenster aufdringlich und kaum wegklickbar über Textpassagen legen; solange der heimische Musikgenuss durch Störgeräusche von diversen ungefragt eingeblendeten Werbespots gestört wird; solange Videos ungefragt loslaufen und somit den Daten- und Akkuverbrauch negativ beeinflussen; solange die Webseitenbesucher ungefragt zu Testobjekten für durch Werbung eingeschleusten Schadcode werden – solange muss dem Ottonormalanwender das Recht auf Selbstschutz bedingungslos (!) zugestanden werden!

Die gängigen Adblocker bieten die Möglichkeit, "gute" Seiten in eine "Whitelist" einzutragen und somit hat jede Webseite die Möglichkeit, sich ihren guten Ruf zu verdienen. Komplett muss ja nicht auf Werbung verzichtet werden – aber annehmbar muss sie sein.

Bis dahin bleibt nur zu hoffen, dass Springer’s Klage abgewiesen wird…

KategorienMedien