Wir schreiben das Jahr 2009. Das Fernsehen hat beiweitem nicht mehr den Stellenwert, den es frueher einmal inne hatte. Doch eines ist geblieben: Bei grossen Ereignissen sitzen alle davor. Vielleicht nicht mehr vor dem grossen, mittig aufgestellten Gral im Wohnzimmer, aber auf unendlich vielen Displays der unterschiedlichsten, teilweise mobilen Hardware. Im "Twitter" waren heute viele Leute rund um den Globus vereint und jeder gab Kommentare zu Barack Obama`s Antrittsrede ab. Thomas Wanhoff tippte aus Vietnam und viele andere Leute meldeten sich aus vielen Ecken Deutschlands. Das Internet macht die Welt kleiner…
Nun ist er also da, der neue Praesident der USA. Auch wenn er beim Schwur zunaechst strauchelte, hielt er hinterher eine ausgefeilte Rede. Und das komplett auswendig, ohne irgendwelche Hilfsmittel. Rhetorisch ist er gut drauf, der gute Mr. Obama. Bleibt zu hoffen, dass die Taten den Worten entsprechen werden. Good Luck!
Thank you, America, God bless you. Das durfte natuerlich nicht fehlen am Ende der Rede von Barack Obama, die er am Sonntagabend im Rahmen des hochkaraetig besetzten Amtsantrittskonzerts gehalten hat. Bruce Springsteen, Bon Jovi, John Mellencamp, Garth Brooks, Beyoncé, Stevie Wonder und sogar die nicht-amerikanischen U2 liessen es sich, angekuendigt von prominenten Schauspielern wie z.B. Samuel L. Jackson, Tom Hanks oder Queen Latifah, nicht nehmen, fuer den kommenden Praesidenten zu singen. Nicht selten ohne Gospel-Chor… So weit – so gut…
Wenn da nur nicht dieser ewige Pathos und Patriotismus waere, der -von den allermeisten Amerikanern sicherlich unbemerkt- immer wieder zumindest unterschwellig inszeniert wurde. Oftmals geschah dies aber auch so vordergruendig, dass der Schmalz aus der Mattscheibe zu triefen drohte. Die laut eigenem Bekunden "Greatest Nation" feierte sich selbst…
Mehr Sinn fuer Realitaet (zumindest diesmal) und gar nichts zu feiern hatte Andrea Ypsilanti. Nach dem SPD-Wahldebakel in Hessen zog sie die einzig-logische Konsequenz: Ruecktritt. Schwarz-gelb wird unter Roland Koch das Zepter von nun an erstmal in Hessen hochhalten…
Und die deutsche Handball-Nationalmannschaft gewinnt nach dem vorherigen "Naja…-Spiel" gleichzeitig gegen Tunesien im Rahmen der Handball-WM… …da soll mal einer sagen, an diesem mit Schmuddelwetter durchsetzten Sonntag waere nichts los gewesen…
Es war im Jahr 2005 schon eine kleine Sensation, dass eine Fernsehserie, die sich um nichts anderes als einen Gefaengnisausbruch drehte, zum einen tatsaechlich unheimlich spannend daherkam und zum anderen eine ganze Staffel fuellen konnte. Die Tatsache, dass die Fernsehserie "Prison Break" mittlerweile bereits in der vierten Staffel in den USA laeuft (in Deutschland gibt es derzeit die aufgrund des Autorenstreiks kuerzere, dritte Staffel beim Dschungelsender RTL) verwundert zusaetzlich. Allerdings kam bei den Machern nun die Erkenntnis, dass jetzt alle Geschichten erzaehlt seien. Fazit: Die Serie wird nach der vierten Staffel eingestellt. Gut so! Bisher war es spannend und sehenswert und es wuerde dem zukuenftigen Ansehen der Serie sicherlich schaden, wenn die Handlungsboegen ueberspannt werden wuerden.
Weniger is manchmal mehr…
Zitat von der Prison Break – Fanpage:
"Es war ein langes Hoffen und Bangen, ob die vierte Staffel wirklich die letzte sein wird. Nun ist es offiziell: FOX gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass die vierte Staffel von Prison Break zugleich auch die letzte sein wird. Am 17. April 2009 wird Fox beginnen, die letzten Folgen von Prison Break auszustrahlen. Den Fans bleibt nur noch die Hoffnung auf ein gelungenes Ende und eventuell eine Doppelfolge zum Abschluss."
http://www.fox.com/prisonbreak
Auch heute erreichte mich wieder Post bezueglich der Sendungen mit Werner Reinke (diese sind z.B. im hiesigen Bereich "Besondere Sendungen" vorzufinden). Daran merkt man, dass sich viele (oftmals ehemalige) Radiohoerer diesen bekannten Stimmen nach wie vor besonders verbunden fuehlen und sich im internetten Zeitalter gerne auf deren Spuren begeben. Auch zu den Sendungen mit Mal Sondock treffen hier noch ziemlich regelmaessig Rueckmeldungen ein, was mich natuerlich freut, denn immerhin sind diese Sendungen ja schon ueber ein Jahr alt…
Werner Reinke ist uebrigens nicht mehr im hr3 zu hoeren, seine neue Sendung "Reinke am Samstag" laeuft jetzt im Programm von hr1. Die Sendezeit ist aber geblieben: Samstags von 9 bis 12 Uhr. In der ersten Ausgabe dieser Sendung hatte er dann auch gleich einen grossen Star als Gast im Studio: Tom Jones! Das ging also schon gut los und laesst fuer die Zukunft einiges erwarten…
Frueher war der Donnerstagabend der Zeitpunkt fuer Reinke`s "Hitparade International". Von nun an ist er auch an Donnerstagabenden ab 20 Uhr mit der "hr1 Lounge" wieder auf Sendung.
Eine wahrer Radio-Freak, der auch einiges mit Werner Reinke`s Radiosendungen verbindet, ist Peter, dessen Webseite Radio-Bingen.de sicherlich einen Besuch wert ist…
Eigentlich sollte am Dienstagabend eine gewisse Lydie Auvray in der Weberei aufspielen. Das Konzert wurde am Nachmittag viel zu kurzfristig abgesagt und somit sah sich die Weberei auf einmal in kleiner Organisationsnot. Doch Svenja, eine der dortigen, guten Geister, improvisierte schnell und hatte Glueck, dass der "GT smAll Star" Mickey Meinert zufaellig erreichbar war. Der zoegerte nicht lang und kam umgehend mit seinem ebenso spontan herbeigerufenen Drummer-Kollegen "Zacky" nach Guetersloh.
Zunaechst sollte es aber eine Podiumsdiskussion zum Thema "Entwicklung und Moeglichkeiten der Soziokultur am Beispiel der Weberei" geben. Diese erwies sich trotz anwesender und beteiligter Buergermeisterin nicht unbedingt als Publikumsmagnet und letztendlich blieben fuer die anschliessende, musikalische Darbietung nur ca. 40 Leute im Saal uebrig…
Diese wurden aber wiederum nicht enttaeuscht. Mickey sang und spielte gewohnt virtuos die Gitarre, waehrend Zacky zwischenzeitlich Drum-Soli hinlegte, die einem sprichwoertlich den Atem verschlugen (und das ist wirklich keine Uebertreibung!!!). Die Songpalette erstreckte sich vom eigenen, Meinert`schen Liedgut bis zum "Sledgehammer" von Peter Gabriel. Ebenso gab es eine recht lange Reggae-Reise zu erleben.
Diese Konstellation Schlagzeug-Gitarre-Gesang funktionierte prima und die beiden sollten sich ueberlegen, das wirklich oefter zu machen…