NormCast 127

8. November 2008 Kommentare ausgeschaltet

Gestoehnte Fakten, nackte Wuensche, Obamamania, Elektrosensibelchen, Querverbindungen und Extrapreise. Mit Punkrock von Pontifex, einer Corporate Dance-Anthem von X-Perience und dem neuen Song von Jammin*INC.

Eigenschaften: 128 kbps / Stereo / 25 MB / 27 Minuten

Kostenloser MP3-Download: NormCast Episode 127 vom 08.11.2008

Links:
Stoehn meine IP
Zellophon Records
Wikipedia ueber Barack Obama
Barack Obama – Yes We Can – Music video
Ladage Media
X-Perience – A Neverending Dream – Musikvideo
Boellhoff Deutschland
Die fehlerhafte Mobilfunk-Krebs-Studie
European Podcast Award
Beitrag zum EPA von Wolfgang Back
NormCast Nr.85 mit Jammin*INC
Jazzkantine

Musik:
PontifexNackt sehen
X-PerienceJoining Together
Jammin*INCBounce With Us

KategorienNormCast

Windowsfehler-Paypalzwang

8. November 2008 Kommentare ausgeschaltet

Die Zeitschrift PC-Welt hat mal wieder eine witzige Bildstrecke veroeffentlicht, die 50 verschiedene Windows-Fehlermeldungen zeigt. Die ein- oder andere darunter scheint allerdings "so gewollt" zu sein, zumal es auch entsprechende Programme gibt, die selbstdefinierte Fehlermeldungen moeglich machen. Eine der skurrilsten Fehlermeldungen, die mir noch zu Windows-98-Zeiten selbst mal begegnet ist, war "Es konnte kein Motherboard gefunden werden" ;)

In der letzten Woche gab es eine weitere: "Die Hardware konnte nicht installiert werden, das angegebene Farbprofil ist ungueltig". Jedesmal nach dem Einschalten des Druckers versuchte das System, diesen neu zu installieren – mit dem oben zitierten Ergebnis. Trotzdem funktionierte der Drucker einwandfrei. Dieser Fehler kam ganz ploetzlich von heute auf morgen und blieb hartnaeckig. Viele Leute leben mit ihm, wie man nach einiger Googelei diversen Foren entnehmen konnte, aber kaum einer hatte eine Loesung des Problems zu bieten. Hier wurde es unter Zuhilfenahme des Programms "XPLite" dann geloest, denn hiermit war es moeglich, die originalen Farbprofile wieder herzustellen. Danach funktionierte der Drucker wieder ohne Meckern…

eBay wird nach wie vor uninteressanter. Mittlerweile muessen Verkaeufer sich andauernd neu authentifizieren, im hiesigen Fall bisher schon zweimal, Teil 3 hat sich auch schon angekuendigt. Moechte man etwas verkaufen, dann kommt ein Fenster mit der Meldung, dass eBay den verwendeten Rechner nicht erkennt (Hallo, Datenschutz?) und man sich identifizieren muss. Hierfuer ruft eBay einen selbst unter der urspruenglich bei der Anmeldung angegebenen Telefonnummer an und eine automatisierte Ansage nennt dann eine vierstellige Pin-Nummer, die man in das entsprechende Eingabefeld eintragen muss. Ueber Flashcookies werden dann gewisse Attribute des Rechners hinterlegt.

Merke: Ohne Telefon zukuenftig kein eBay. Merke auch: Wenn du einen anderen Rechner benutzt, musst du diese Prozedur wieder ueber dich ergehen lassen. Merke dir zusaetzlich: Im Urlaubsort wird`s besonders schwierig.
Fazit: eBay, das Web 3.0 wirst du SO nicht mehr erleben…

…zumal mittlerweile in ziemlich aufdringlicher Art und Weise per Einblendungen auf die PayPal-Moeglichkeit hingewiesen wird. Vermutlich wird es ohnehin bald Pflicht. Aber ohne mich…

KategorienComputerkram

Internette Fernsehtuerme

6. November 2008 Kommentare ausgeschaltet

Schauplatz: Ein Buero im Gebaeude der deutschen Bundespost in den 80er Jahren. Fuer eine Schulrecherche gingen meine Wenigkeit und ein Klassenkamerad dorthin und wurden suesslich-nett "bedient". Zum damaligen Zeitpunkt gab es naemlich schon erste Plaene bezueglich des Fernsehturmes in der Naehe des Guetersloher Bahnhofs. Damit dieser "Himmelsfinger", wie er damals ab und zu genannt wurde, entstehen konnte, sollte ein Gebaeude weichen. Alternativ stand ein Jugendtreff zur Diskussion, welcher dort ebenfalls entstehen sollte. Natuerlich war "die Post" (von "Telekom" war noch keine Rede) darauf erpicht, ihren Turm zu bauen, um -so wie es hiess- "Versorgungsluecken" zu schliessen. Die nette Dame bat uns dann auch, an einer Abstimmung zugunsten des Fernsehturmes teilzunehmen, "denn ein Jugendtreff gibt es hier doch sowieso schon"…

Die Jahre vergingen, der Turm wurde gebaut und die Technik holte ihn sozusagen ein. Insbesondere die Satellitentechnik. Ueber einen langen Zeitraum waren auf dem Turm nur ganz wenige Richtantennen und ein grosser Parabolspiegel zu finden, sonst nichts. Selbst der in den Neunzigern aufgekommene UKW-Sender von "Radio Guetersloh" sendete zunaechst auf 107,4 mhz (also noch nicht auf 107,5) vom nahegelegenen Rathausdach ausgehend…

Drahtlose Netzwerke sind seit ein paar Jahren schwer auf dem Vormarsch. Und das voellig zurecht, machen sie das internette Leben doch in vielen Situationen einfacher. Selbst im hiesigen "Shack" wurden kuerzlich gefuehlt-kilometerlange, alte Kabelnetzwerkleitungen mit Wonne entfernt, denn der Wlan-Router ueberbrueckt innerhalb des Hauses und im angrenzenden Garten alles, was es zu ueberbruecken gilt.

Mittlerweile kommen dann endlich (!) auch mal die "richtigen" Leute auf die Idee, dass man nicht ausgelastete Fernsehtuerme auch fuer allgemeine Internetzugaenge nutzen koennte. Die Funkamateure haben dieses Thema schon lange auf der Pfanne, nicht zuletzt auch deswegen, weil viele Amateurfunk-Relaisfunkstellen (vornehmlich im 2m- und 70cm-Bereich) auf solchen Fernsehtuermen beheimatet sind.

Die durch Abschaltung der analogen Fernsehsender freigewordenen Frequenzressourcen koennten beispielsweise fuer drahtlose Webzugaenge genutzt werden, die zumindest fuer "das noetigste" ausreichen. Vergleichbare Kapazitaeten wie beispielsweise beim High-Speed-DSL kann und darf man natuerlich zumindest vorerst nicht erwarten. In laendlichen Gebieten koennten damit zumindest die groebsten Versorgungsluecken geschlossen werden (schon heute haben einige Dorfbewohner in eigener Initiative errichtete Funkstrecken in Betrieb) und in den Innenstaedten koennte man den Traum vom "kostenlosen, freien Basis-Internet fuer alle" realisieren. DAS waere wahre Grundversorgung 2.0! Wer`s denn schneller und komfortabler haben moechte, der zahlt halt entsprechend fuer den "breiten" Heimanschluss.

Initiativen wie "FON" (ein Anwender stellt Kapazitaeten seines eigenen Webzugangs der Allgemeinheit ueber Wlan zur Verfuegung) waren und sind schon ein Schritt in die richtige Richtung, leider aber sprichwoertlich (noch) zu dezentralisiert. Statt vieler, verschiedenster Hotspots koennten einheitliche Zugaenge die gewuenschte Selbstverstaendlichkeit eines Internetzugangs deutlichst foerdern, nicht nur in Deutschland…

Weiterlesen:
Die Sueddeutsche ueber das "Turbo-Internet vom Fernsehturm"
FON – Community
Wikipedia ueber FON
Foto vom Guetersloher Fernsehturm
Fernsehtuerme der Deutschen Telekom

KategorienAmateurfunk, Lokales, Medien

Langsamer Vielfuessler

3. November 2008 Kommentare ausgeschaltet

Ein Stueck Computernostalgie fand sich kuerzlich in der hiesigen Bastelecke wieder:

Eine originaler Intel 486 DX-33 – Prozessor…
Ob er noch funktioniert? Keine Ahnung…

Aus heutiger Sicht ist das natuerlich eine lahme Schnecke, denn ein 486er-Rechner wuerde heutzutage generell nicht einmal mehr fuer das normale Internetsurfen reichen, denn spaetestens die Flash-basierten Seiten wuerden der Surftour den Garaus machen.

Auf der diesjaehrigen INTERRADIO (einer angesagten Amateurfunk-Messe) gab es diesmal auf dem ansonsten recht interessanten Flohmarkt gluecklicherweise wenig bis gar keinen "Militaerschrott", dafuer aber seeeehr viele alte Laptops zu kaufen. Und noch immer grassiert unter vielen Funkamateuren das Ammenmaerchen, dass so ein alter Rechner "fuer Amateurfunkzwecke locker ausreicht". Bloedsinn!!! Zumindest dann nicht, wenn halbwegs aktuelle Software und ggf. eine Zusatzverbindung via Internet verwendet werden soll. Trotzdem versuchten einige Haendler, mit dem oben zitierten Spruch Abnehmer fuer alte Pentium-90-Laptops zu finden. Viel Spass damit… :)

Abgesang auf MTV

1. November 2008 Kommentare ausgeschaltet

Der Kommentar kommt aus berufenem Munde, denn wenn er nach der heutigen Bedeutung von MTV gefragt wird, sagt Ray Cokes -ein kultiger Urvater der MTV-Moderatoren- dass MTV frueher etwas revolutionaeres und innovatives gewesen sei "…and now it means nothing". Recht hat er.

Unlaengst wurden im ehemaligen (!) Musikfernsehen die taeglichen "News" mit Markus Kavka abgesetzt und mit ihnen die wirklich ueber Jahre hinaus nahezu einzige Sendung, die zumindest ab und zu mal dafuer gut war, dass man bei ihr haengen blieb: "MTV Masters". Das war eine meistenteils sehr gut produzierte, interessante und zudem aeusserst unterhaltsame Musiksendung zu einem bestimmten Thema, in Form einer Bild- und Toncollage stimmig zusammengesetzt. Auch Markus` bis dato ebenfalls sehens- und hoerenswerte "MTV Rockzone ist nur noch eine unmoderierte Clipstrecke".
(Quelle: Markus-Kavka.de)

Stattdessen laeuft auf MTV eine Seifenkiste nach der anderen und untereinander stechen diese sich gegenseitig in punkto Duemmlich- und Belanglosigkeit locker aus. "Es guckt ja keiner mehr. Wer guckt denn noch MTV?" fragt der Journalist Hajo Schumacher. Als beispielsweise in den Neunzigern VIVA aufkam, da gab es beispielsweise noch viele Diskussionen um das "wer ist besser". MTV war noch in aller Munde und Leute wie Adam Curry (jawoll, DER Oberpodcasterguru :)) in punkto MTV noch in guter Erinnerung. Die markante Stimme von Kristiane Backer duerfte dem ein- oder anderen auch noch in den Ohren liegen.

"Nothing that happens on MTV is of real importance to anyone", stellt Ray Cokes treffend fest, waehrend Boris Frust vom "Intro" Magazin gleich den Untergang vorhersagt: "Das Fernsehen stirbt ohnehin – und wird MTV mitnehmen".

Trotzdem: Es gibt fuer Freunde des traditionellen Musikfernsehens (noch) Alternativen, zumindest auf dem digitalen Astra-Satelliten:
Deluxe Music, iMusic TV, GO TV und der eigentliche einzige, eines Abonnements wuerdige "Premiere"-Sender: "Hit 24". Schaut mal `rein :)

KategorienMedien