Alte Hardware sucht Aufgabe

14. März 2008 Kommentare ausgeschaltet

Diese Zeilen entstehen auf und mit einem steinalten Laptop. Ein Pentium 2 mit 366mhz, 128 MB RAM, 6,4 Gigabyte Festplatte und 16Bit-Soundeinheit. Auf so manchen Webseiten kommt das Ding schon ganz schoen ins Schwitzen und Youtube-Videos brauchen beispielsweise gar nicht erst angeklickt zu werden, es sei denn, man steht auf Ruckelfilmchen…

Was kann man mit so einem Teil noch machen? Ein Verkauf lohnt sich nicht mehr. Zum Beispiel reicht es bestimmt noch fuer viele Amateurfunk-Anwendungen aus und die eingebaute Soundeinheit eignet sich auch prima fuer PSK-31 usw.

Unter Hinzufuegung einer geeigneten (externen) Festplatte koennte es aber auch eine prima Jukebox abgeben. Koennte… Nur leider sind die allermeisten Programme (wie z.B Winamp 5) mittlerweile doch zu ressourcenfressend und der Rechner wuerde zumindest bei der Verwaltung von mehreren tausend Songs mit Sicherheit gnadenlos in die Knie gehen. Man sucht also noch nach einer schlanken, aber effizienten Software-Alternative…

Jemand anderes hat sich aus einem alten Pentium-200MMX-System etwas aehnliches gestrickt und das sehr anschaulich und ausfuehrlich illustriert. Als Ergebnis bekam er eine Jukebox fuer wenig bis gar kein Geld, musste aber bis dahin sehr viel konfigurieren und ausprobieren. Interessant zu lesen ist es aber allemal… Hier der Link…

KategorienComputerkram

Oho! Das laesst sich hoeren!

13. März 2008 Kommentare ausgeschaltet

DAS hoert sich vielversprechend an:

Nowdio heißt das neue 7digital-Angebot, das vom 1. April an erreichbar sein wird. «Das ist ein Shop, der sich allein auf MP3s konzentriert und in dem es kein DRM geben wird», sagt Produktmanager Carsten Schumacher in Köln. DRM steht für Digital Rights Management – «kein DRM» bedeutet: Der Nutzer kann heruntergeladene Songs beliebig oft brennen sowie auf beliebig vielen Rechnern und MP3-Playern abspielen.

Die Songs im Katalog, über dessen Größe das Unternehmen zuletzt noch keine Angaben machte, werden mit durchschnittlich 256 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) angeboten, also in recht hoher Qualität. Schrittweise sollen die Bitraten auf 320 kbit/s erhöht werden. Die Preise werden sich an denen bei 7digital orientieren. Dort kostet etwa der aktuelle Song «Supernatural Superserious» von R.E.M. 99 Cent. Der «alte» Shop wird weiterbetrieben – im Gegensatz zu Nowdio gibt es dort auch Songs in anderen Formaten als MP3, etwa AAC. (Quelle: Netzeitung)

Knapp einen Euro fuer eine voellig freie MP3-Datei in sehr guter Qualitaet (endlich denkt mal jemand mit: 256 kbps sind klasse!). Das ist voellig in Ordnung und es ist ebenso sehr loeblich, dass auf ein plattform- und hardwareuebergreifendes Format bei einwandfreier Qualitaet gesetzt wird. Und wenn sich zu R.E.M. noch andere gute, namhafte Kuenstler hinzugesellen, kann die Sache sehr interessant werden. Daher ist Nowdio.de ab April vielleicht wohl doch mal einen Klick wert, sollte es sich nicht um einen fruehzeitigen Aprilscherz handeln…

KategorienMusik

Manieren 2.0

12. März 2008 Kommentare ausgeschaltet

Schluss machen per SMS, Smileys statt echter Freude, von dauerklingelnden Handys zerstörte Gespräche: Nach den Vorteilen digitaler Kommunikation werden immer häufiger auch die Nachteile sichtbar. (Netzeitung)

Der hier verlinkte Artikel befasst sich mit durch die neuen Medien geaenderten Verhaltensmerkmalen, die teilweise wirklich erschreckend zu beobachten sind. Die schnelle, meistens drahtlose Kommunikation hat so manche althergebrachte Gewohnheit abgeloest und/oder in den Hintergrund geraten lassen. Zum Beispiel das Schreiben mit der Hand: So sei es eine fast schon vergessene Kunst, mit der Hand zu schreiben. «Ein Kind aus normalem Haus lernt heute, eine Maus zu bedienen, bevor es mit der Hand schreiben kann.» Koennte stimmen. Zugegebenermassen schreibe ich selbst mittlerweile auch aeusserst ungern mit der Hand. Eine Tastatur ist mir deutlichst lieber… Eine Spaetfolge? Bestimmt.

«Früher galten Menschen als cool und wichtig, die immer erreichbar waren» (…) «Heute ist man interessant, wenn man es sich leistet, das Handy auch mal abzustellen.» Man erinnere sich an die ersten "Koffertraeger", die ihr C-Netz-Telefon aus dem Auto wuchteten und damit durch die Fussgaengerzone liefen. Warum wohl? Oder die Telefondummies, die den echten Vorbildern taeuschend echt nachempfunden waren. Ein ideales Spielzeug fuer "Wichtigtu-er", die sich damals kein echtes Handy leisten konnten. Damals, als es noch etwas Besonderes und besonders-teures war… Und gab es da nicht auch diese Anrufdienste, die jemanden auf Bestellung passgenau anriefen, nur damit das Handy exakt im Menschengetuemmel klingelt und der Besitzer einen Grund hatte, es ans Ohr zu halten? :-) (<= Der Smilie... mittlerweile auch ein Ausdrucksmittel z.B. zur Verdeutlichung von angewandter Ironie...) Musste einst in ewig währenden Diskussionen der Beziehung mit der langweilig gewordenen Freundin ein Ende gesetzt werden, gibt es den Korb heute gern per Kurznachricht. Der Benimmexperte findet das billig und respektlos. Richtig. Das ist es. Anscheinend aber auch sehr bequem und hoechstwahrscheinlich ein Zeichen von innerer Verrohung… …und/oder Feigheit.

Emails… eine schnelle Kommunikationsbruecke. Frueher dauerte das Zustellen eines Briefes wenigstens ein- bis zwei Tage, heutzutage werden Antworten auf elektronische Briefe oftmals schon innerhalb von wenigen Minuten getippt – und auch erwartet. Nur bei mehr oder weniger offiziellen bzw. formalen Emails gilt nach wie vor eine Zeitspanne von bis zu 48 Stunden, in denen die etwaige Antwort erwartet wird (z.B. eBay-Kaufabwicklungen).

"Manieren 2.0 – Stil im digitalen Zeitalter" ist ein Buch von Adriano Sack, welches vielleicht doch mal wieder geeignet ist, die Tastatur und den Bildschirm sowie die MP3-Berieselung zumindest zeitweise mal in den Hintergrund ruecken zu lassen um Gelegenheit zu erhalten, den vorgehaltenen Medien-Benimmspiegel passend zu analysieren…

KategorienMedien

Vista-Service

10. März 2008 Kommentare ausgeschaltet

Den Begriff "Windows Vista" hoert man mittlerweile doch immer oefter. Aus bisherigen, generellen Erfahrungen mit Windows-Installationen kann abgeleitet werden, dass das Erstellen einer Setup-CD/DVD mit bereits intergriertem Service-Pack eine relativ saubere Loesung ist, wenn es darum geht, ein neu aufzusetzendes System angepasst zu installieren. Obwohl unsereins mit Sicherheit so lange wie moeglich beim bewaehrten XP bleiben wird, darf ja zumindest mal geschielt werden :) Interessant ist, dass die "PC-Welt" schon jetzt eine Anleitung veroeffentlicht, mit der es moeglich ist, eine Windows Vista Setup-Scheibe mit bereits integriertem Service Pack 1 zu erstellen. Und gerade dieses SP1 soll dem noch recht jungen Vista einige Annehmlichkeiten verleihen. Fuer Interessierte findet sich die Anleitung hier.

KategorienComputerkram

WOK-WM 2008

9. März 2008 Kommentare ausgeschaltet

Was vor ein paar Jahren noch als Spass began, das hat sich mittlerweile zu einer Geldmaschinerie entwickelt. Die von Stefan Raab initiierte "Wok-WM" ging an diesem Wochenende in die naechste Jahresrunde. Mit dabei waren einige Leute, denen man gerne zuschaut und viele sogenannte "Stars", die der nicht-24-Stunden-Pro7-guckende Sofasitzer nicht einmal ansatzweise kannte.

Und dazwischen, (leider) alle Jahre wieder: Sonya Kraus! Brrr… Auf Deutsch gesagt: die Tante kann einem wirklich gehoerig auf den Senkel gehen! Das hat schon fast "Gülcan-Niveau". Voellig ueberdrehte und meistenteils nicht einmal ansatzweise treffende Moderationen machten jeden Zieleinlauf der Wokfahrer fuer die zuschauende Sofakartoffel zur Tortur. Zapped! Dazwischen Werbung-Werbung-Werbung. Daemliche Fragen ("Nennt man ihn "Wokl-Schorsch" oder "Pickl-Schorsch??") und – noch mehr Werbung. Zapped!

Die "Sueddeutsche" bringt es mal wieder auf den Punkt:
Eine Meute an Moderatoren – Oliver Welke, Matthias Opdenhövel und die unvermeidliche Sonya Kraus – bemühte sich um gute Stimmung und Sinnstiftung. Meistens vergebens.

Natuerlich hat das Spektakel auch seine netten Seiten, ohne Frage. In diesem Jahr waren es beispielweise die Jungs von "Fettes Brot", die sich nahezu waehrend der gesamten Laenge ihres Hits "Bettina, zieh Dir bitte etwas an" vom Publikum auf Haenden tragen liessen. Der Song geht echt ins Ohr…

Wie gut, dass dieser Samstag einer der seltenen Ausnahmesamstage war, an denen nichts anders anlag. Relativ frueh am Abend mutierte die "Wok-WM" zur Hintergrundberieselung und andere (meist schon laenger aufgeschobene) Taetigkeiten rueckten in den Vordergrund. Ansonsten haette die Fernbedienung wohl Hoellenqualen ausgestanden ;)

Nochmal die "Sueddeutsche":
(…) Während im Sandalenfilm innerhalb weniger Minuten alles geschieht, passierte am Samstagabend in viereinhalb Stunden (inklusive Werbepausen) ziemlich wenig. Man rodelte – mal allein, mal zu viert. Zwischendurch gab es Autos zu gewinnen. Als Zuschauer ergötzte man sich an der Fähigkeit der Kameraleute, so gut wie keine Einstellung ohne Sponsorenlogo verstreichen zu lassen(…)

Diese Veranstaltung macht mittlerweile leider einen etwas angestaubten Eindruck, trotz der urspruenglich-genialen Idee. Vielleicht waere Stefan Raab gut beraten, weniger Pro7-Pathos in der Sendung zu platzieren und auch mal wieder interessantere Leute in die Sendung einzuladen. Obwohl der Georg Hackl zurecht ein absoluter Sympathietraeger ist. Aber schiebt bitte die Sonya Kraus durch den Burger-King-Feuerkreisel… Bis zum naechsten Mal!

Link zum vollstaendigen Artikel bei Sueddeutsche.de

KategorienMedien