Patch Days vs Service Packs

14. August 2007 Kommentare ausgeschaltet

Die Tatsache, dass es diese beiden Begriffe in Zusammenhang mit Computersystemen ueberhaupt gibt, ist an sich schon ein Armutszeugnis. Mit ihrer Schaffung wurde allerdings eher aus der Not eine Tugend gemacht, so nach dem Motto: "Das ist kein Bug, das ist ein Feature". Jetzt sollen aber auch nicht die Ubuntu/Linux- oder die MAC-Fraktionen auf den Plan gerufen werden, denn auch diese Betriebssystemvarianten haben ihre Tuecken und nervigen Eigenarten. "Winzigweich" steht wahrlich nicht alleine da.

Es gibt allerdings so Sachen, bei denen man kopfschuettelnd davor steht und sich fragt, ob wir noch im Windows-95-Zeitalter leben, wo es notwendig war, saemtliche Kleinigkeiten manuell einzustellen, um den gewuenschten Effekt zu erzielen. Oder in der Aera des abendfuellenden Kernel-Kompilierens unter Linux.

So manche WordPress-basierte Seite (wie auch diese) wird in aelteren Versionen des "Internet Explorers" quasi "zerhackt". Soll heissen, dass der rechte Bereich (die sogenannte "Sidebar", hier z.B. mit den Links und der Kategorieauflistung bestueckt) auf einmal nicht mehr neben den Inhalten, sondern darunter auftaucht. Okay. Die bordeigenen IE-Versionen von Windows XP sind ja in Bezug auf Computerzeitalterdimensionen tatsaechlich schon biblisch alt und koennen daher nicht mehr saemtliche Codes kennen.

Nun soll also herausgefunden werden, ob die neue Version (der Internet Explorer 7) diese Seiten auch falsch darstellt. Also wurde das 14-MB-Installationspaket des IE heruntergeladen und froehlich in einen "virtuellen PC" kopiert, in dem ein emuliertes Test-XP mit Service Pack 1 laeuft (falls man mal Anwendungen hat, die nur mit SP1 laufen… ja…sowas gibt`s…). Auf dem Hauptsystem wollte man das natuerlich nicht ausprobieren, da dieses schoen "sauber" und von saemtlichen Ballast befreit ist und weil hier eigentlich sowieso nur der Firefox-Browser benutzt wird. Die "IE7-WindowsXP-x86-deu_2.exe" wurde also in der Emulation aufgerufen. Die Dateien wurden daraufhin entpackt und dann kam die erwartungsgemaesse Fehlermeldung: "Dieses Installation unterstuetzt die aktuelle Service-Pack-Version dieses Betriebssystems nicht".

Okay. Auch gut. Das Schoene an einer Emulation ist, dass man das darin befindliche Betriebssystem schnell sichern kann, indem man zwei oder drei Dateien umkopiert und ggf. wieder zurueckkopiert. Gesagt-getan und dann wurde mal spasseshalber das Service Pack 2 heruntergeladen (Flatrate olé). 265 MB. Das Ganze wurde dann innerhalb der Emulation aufgerufen. Es wurde entpackt, initialisiert, verifiziert, installiert, geroedelt und gemacht und getan. Es dauerte ewig. Dann der unvermeindliche Reboot. Success.

So, nun sollte der neue Internet Explodierer wohl installiert werden koennen. Wie gesagt, eigentlich wollte man nur einmal die eigene Seite auf dem IE7 sehen :) Die Installation startet. Auf einmal der Hinweis: "Diese Windows Version muss vor der Installation des Internet Explorers 7 bei Microsoft verifiziert werden" (sinngemaess). Hallo? Was macht man denn, wenn man den IE nur zum Betrachten von heimischen html-Dateien verwenden moechte und gerade keine aktive Internetverbindung hat? Schon sch****e.

Okay. Man hat ja nichts zu befuerchten und klickt auf "verifizieren". Das Ende vom Lied? Es funktionierte trotzdem nicht, da spaeter eine Handvoll IE-Dateien des urspruenglichen SP1 mit den neueren vom SP2 kollidierten und eine De-Installation des IE6 angeraten wurde. Hallo? Offiziell soll der IE6 doch gar nicht de-installierbar sein (inoffiziell: es geht natuerlich). An dieser Stelle war dann aber spaetestens saemtlicher Geduldsfaden gerissen…

Ne, Microsoft, das ist schlicht und ergreifend inakzeptabel. Das Experiment wurde mit den neuen Versionen von Opera unter Windows und dem Konqueror unter Linux fortgefuehrt. Man laedt eine kleine Datei, installiert und es funktioniert. Unglaublich :)
Und in Ermangelung eines MAC-Systems wurde ueber "Browsrcamp.com" auch noch die Ansicht auf dem Safari-Browser erfolgreich getestet. Na also.

Der Internet Explorer 7 ist hier also langsam aber sicher so uninteressant geworden, dass auf ihn nicht mehr unbedingt Ruecksicht genommen werden muss, wenn das so weitergeht…

KategorienComputerkram

The Dizzy Dudes

13. August 2007 Kommentare ausgeschaltet

Da gibt es seit ungefaehr anderthalb Jahren so eine Combo in Guetersloh und unsereins wusste nichts davon. Eigentlich undenkbar, denn gerade DIESE Musik, die sie machen, hat mich im Grunde genommen schon ein Leben lang begleitet: Der gute, alte Rock`n`Roll.

Mein Vater war in der passenden Zeit im besten Teenageralter und hat mir dann spaeter oftmals die alten Songs vorgespielt. Das die Mutter dasselbe mit deutschen Schlagern gemacht hat, soll hier mal wohlweislich nicht weiter ausgefuehrt werden :) Vielleicht resultiert aus diesem Mischmasch auch irgendwie die doch andere, "eigene" Musikrichtung, die sich im Laufe der weiteren Jahre zusaetzlich herauskristallisiert hat und die von Dancefloor bis zu richtigen Gitarrenbrettern reicht…

Zurueck zu den "Dizzy Dudes". Die traten am Sonntag im Mohns Park auf der Freilichtbuehne auf. Kontrabass, Schlagzeug, (E-)Piano, Gitarre, Gesang und ein Barhocker (der unter Mitwirkung eines Freiwilligen aus dem Publikum zeitweise ebenfalls zum Schlagzeug umfunktioniert wurde), das war die Besetzung. Und diese Palette reichte fuer einen wahrhaft satten Sound voellig aus.

Es gab Klassiker wie "Johnny B. Goode" oder "Twenty Flight Rock" zu hoeren, aber -und das war erst richtig interessant- viele weitere, mehr oder weniger aktuellere Lieder, die ins Rock`n`Roll-Gewand gehuellt wurden. Und das richtig gekonnt. Sicher, "Dick Brave" und andere haben es vorgemacht, aber die "Dizzy Dudes" glaenzten trotzdem mit einem irgendwie-eigenen Stil. Somit kamen dann solche Exoten wie Puddle Of Mudd`s "She hates me" oder Fool`s Garden`s "Lemon Tree" in schnellen Rock`n`Roll-Adaptionen daher und sogar ehemalige Sommerhits à la "Macarena" gipfelten dann in einem herzhaften "La Bamba", welches dann aber trotzdem nicht "abgeschmackt" wirkte.

Die Sitzreihen der Freilichtbuehne waren diesmal nicht ganz so voll besetzt wie z.B. unlaengst bei den "Thunderbirds", aber das tat der Stimmung nicht den geringsten Abbruch, zumal die Band (und allen voran ihr Schlagzeuger) es immer wieder verstand, das Publikum zum Mitmachen zu animieren.

Good old Rock`n`Roll made in Guetersloh – bitte mehr davon! :)
http://www.dizzydudes.com

KategorienLokales

NormCast @ Trackbackcharts

12. August 2007 Kommentare ausgeschaltet

Och, das ist ja mal nett :) Bisher habe ich die "Podcast Charts", die es via "Spreeblick.com" gibt und die im Rahmen der Radiosendung "Trackback" inklusive des gleichnamigen Podcast veroeffentlicht werden, immer irgendwie als "eigene Welt" empfunden, weil dort oftmals Podcasts auf den oberen Raengen anzutreffen waren und sind, die man von anderen Portalen her manchmal (noch) gar nicht kannte. Umso erstaunter war ich gerade eben, als ich sah, dass der "NormCast" dort jetzt immerhin auf Platz 19 aufgetaucht ist. Schoen :) Wer mag, kann ja ebenfalls dafuer "voten", wie es so schoen heisst…
Link: http://spreeblick.com/trackback/podcastcharts/index.php

Update vom 13.08.07:

:-)

Update vom 20.08.07:

:-)))

Update vom 31.08.07:

:-~

KategorienMedien

Hi,I`m Vinyl.And I`m back :)

11. August 2007 Kommentare ausgeschaltet

"Die Schallplatte erlebt derzeit eine Art zweiten Frühling. Während die CD-Verkäufe weltweit im Sinken begriffen sind, hat das altehrwürdige Vinyl zu einem neuen Höhenflug angesetzt. Anlässlich des Welttages der Schallplatte am 12. August huldigen auch in diesem Jahr wieder Musikbegeisterte rund um den Erdball dem analogen Tonträger. (…) Seit 2003 ist der Verkauf von Plattenspielern wieder um 36 Prozent gestiegen. In England wurden im vergangenen Jahr mehr als eine Mio. 7-Inch-Platten abgesetzt (…), das sind zwei Drittel aller insgesamt verkauften Singles. (…) Vor allem junge, erfolgreiche Bands wie die Kaiser Chiefs, Franz Ferdinand und die Arctic Monkeys bringen ihre Alben verstärkt auf Vinyl heraus. Alle großen Majorlabels haben diesen Trend inzwischen erkannt und erweitern kontinuierlich ihr Angebot an Schallplatten. (…) "Eine CD geht nach rund 25 Jahren kaputt, eine Schallplatte hält ewig" (…)
(Quelle: Pressetexte.at / Dank an Roger fuer den Hinweis)

Na, das ist doch mal ein erfreulicher Trend. Sicher, Schallplatten sind etwas fuer Liebhaber und nicht so flexibel wie der MP3-Player fuer die Hosentasche, aber in den eigenen vier Waenden ueben sie noch immer eine besondere Faszination aus. Die oben geschilderte Tatsache, dass gerade Singles ("45er") in England so hohe Verkaufszahlen erreichen, ist sicherlich auch darauf zurueckzufuehren, dass es dort immer sogenannte "Collector`s Items" gegeben hat, die meistenteils durchummeriert waren und sind. Somit wurde auch an die Sammelleidenschaft der Menschen appelliert. Man darf allerdings auch nicht verschweigen, dass die Tonqualitaet der britischen Singlepressungen meistens grottenmaessig schlecht ist. Wahrscheinlich hoeren die Englaender die Musik meistenteils via CD oder MP3, legen aber nach wie vor Wert darauf, ihre Sammlungen aufrecht zu erhalten und geniessen das Gefuehl, eventuell etwas Besonderes zu besitzen. Denn oftmals sind diese Extrapressungen nach kurzer Zeit nicht mehr erhaeltlich, waehrend sie zuvor (wie das hierzulande frueher auch der Fall gewesen ist) in den meisten, "gaengigen" Geschaeften (Virgin, HMV etc.) gleichberechtigt mit anderen Tontraegern angeboten werden. Es ist etwas fuer Enthusiasten und vielleicht sogar "ewig Gestrige", aber schoen ist es :)

KategorienMedien

Volle Buehne beim Barfly

10. August 2007 Kommentare ausgeschaltet

An jedem zweiten Donnerstag im Monat findet in der "Weberei" in Guetersloh der sogenannte "BarFly"-Kneipenevent statt. Normalerweise zwar nur im Winter, aber in diesem Jahr sollte es auch in den Sommermonaten "open air" stattfinden. Bisher hat das das Wetter jedesmal punktgenau das Vorhaben boykottiert, so dass die ganze Geschichte (wie sonst auch immer) im inneren Kneipenbereich stattfinden musste. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Am gestrigen Donnerstagabend standen zeitweise bis zu neun Leute gleichzeitig auf der Buehne und musizierten. Kurze Zeit spaeter standen einige Jugendliche in entsprechender Anzahl auf einem grossen Tisch gegenueber und tanzten darauf. Befuerchtungen, dass das Ganze in einem Chaos und einem zusammengebrochenen Tisch enden wuerde, sind gluecklicherweise nicht wahr geworden. Musikalisch trug der erstmalig aktiv anwesende Mickey Meinert gehoerig zum Gelingen des Abends bei. Halli-Galli beim "Weberei-Barfly"… so habe ich das auch noch nie erlebt :)

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