Hood.de ist laut eigener Angabe die Nr.2 in der deutschen Hitparade der Auktionshaeuser. Es birgt gegenueber der Nr.1 (natuerlich eBay) viele Vorteile (z.B. die guenstigere Gebuehrenstruktur bis hin zu kostenlosen Auktionen), aber auch Nachteile. Auch bei Hood gibt es beispielweise Spassbieter.
Im NormCast Nr.79 habe ich meinen Fall geschildert. Dort hatte jemand aus Oesterreich auf eine meiner Auktionen geboten, obwohl gerade bei dem Artikel aus Portokostengruenden eindeutig stand, dass nur innerhalb Deutschlands versendet werden koennte. Eine freundliche Email mit dem Hinweis auf die dadurch sich massiv erhoehenden Portokosten und der Frage, ob vielleicht eine Lieferadresse in Deutschland vorhanden sei (was gerade in den Grenzgebieten nicht ungewoehnlich ist) wurde mit folgenden Zeilen beantwortet: " nein leider habe ich in deutschland keine adresse , denn sie haben bestimmt auch keine adresse in oesterreich. es ist leider sehr schade dass sie ein so schlechter europaeer sind, ausland bedeutet ausland und nicht eu, zumindest meiner meinung nach."
An dieser Stelle war die Diskussion fuer mich natuerlich beendet und ich rechnete mit einer schlechten Rachebewertung (es waere die erste ueberhaupt gewesen). Dazu kam es aber gluecklicherweise nicht. Die Bieterin wurde mittlerweile nach ueber 76 negativen Bewertungen innerhalb kuerzester Zeit von Hood.de ausgeschlossen. Gut so, aber lange hat es gedauert…
Mittlerweile haeufen sich aber die Verdachtsmomente, dass sich da jemand einen ueblen Scherz erlaubt hat, denn die echte Beate Mueller (Name von der Redaktion geaendert :)) ist anscheinend nie auf Hood.de selbst aktiv gewesen. Nun denn.
Es ist schon aergerlich, wenn so etwas passiert, aber gluecklicherweise nimmt Hood keine Verkaufsprovision und somit ist beim Verkaeufer auch kein Verlust entstanden. Manche Leute druecken ihre Abneigung dann aber doch auf aeusserst niveaulose Art und Weise in ihren Bewertungen aus, wie dieser Screenshot (Link) zeigt :)
Thomas Wanhoff ist Journalist, Blogger und Podcaster der ersten Stunde. Mittlerweile ist er nach Kambodscha ausgewandert. Dieses Gespraech mit ihm betrachtet unter anderem die derzeitige Podcast- und Medienwelt und wirft einen kritischen Blick auf Berlin. Inklusive Toncollage.
Eigenschaften:
64kbps / Mono / 19,7 MB / 43:03 Minuten
Direkt-Download
NormCast Episode 80 vom 05.05.2007
Links:
Thomas Wanhoff
Thomas` Kambodscha-Blog
Frankfurter Neue Presse
Welt Online
Wanhoff`s wunderbare Welt der Wissenschaft
Wanhoff`s Reisen
Musik:
Alan Lauris – No matching socks

Ist das geschmacklos? Geschmacksache! Die Intention dieses T-Shirts soll es sein, Prinz Harry waehrend seines Irak-Einsatzes zu schuetzen und potentielle Angreifer zu verwirren, indem die Kameraden es alle tragen. So weit, so gut. Natuerlich entwickelt sich das Teil schon jetzt zum Verkaufsschlager und viele Beteiligte werden sich daran finanziell gesund stossen…
Prinz Harry dient in der Armee. Er will und muss sich beweisen. Very british. Aber, haette man in diesem Fall nicht auf eine Versetzung des Prinzen in den Irak verzichten koennen? Allein seine dortige Anwesenheit wird die Alarmstufe durchgehend an den Poller treiben und alle Mitglieder des Regiments werden darunter leiden, im Ernstfall sogar mit ihrem Leben dafuer bezahlen. Sonderkraefte vom SAS ("Special Air Service") sollen den Prinzen schuetzen. Trotzdem…
Vor Jahren, als unsereins noch beim Bund war, mussten wir fuer einen Festempfang im Freigelaende fuer den damaligen Bundespraesidenten Richard Von Weizsaecker als Ehrenformation antreten. "Marschieren fuer Richie" haben wir das genannt. Der Praesident landete mit einem Hubschrauber im Stuetzpunkt und es war schon was Besonderes, als er dann ca. 3m vor mir herlief. Aber, bis dahin stand die Kaserne fuer drei Wochen quasi Kopf. Alles musste passen und somit war an einen geregelten Dienstplan nicht zu denken, denn andauernd musste geprobt werden. Und das letztendlich fuer einen 3-Minuten-TV-Bericht auf dem damaligen "RTL Plus" und im NDR-Lokalfernsehen…
Und jetzt geht ein Mitglied der "Royals" unter mit Sicherheit groesstem Medieninteresse in den Irak. Die armen Kameraden…
Gerrit Van Aaken, auch einer der Podcaster aus der Anfangszeit, beendet seinen "Praegnanz.de-Podcast". Er koenne selbst kaum verstehen, wieso anscheinend noch soviele Leute zuhoeren, obwohl der Podcast zuletzt nur noch sporadisch erschienen und konzeptlos gewesen ist, sagt Gerrit in der finalen Episode. Auf seiner Webseite findet sich ebenfalls ein entsprechender Eintrag. Fuer mich war "Praegnanz" fast immer fester Bestandteil der Playlist, obwohl sicherlich nicht alle Folgen "praegnant" waren (was sie auch nicht alle sein konnten, denn Gerrit hat viel mit dem Medium experimentiert). Trotzdem verbarg sich dahinter ein sympathischer Mensch, dem ich gerne ein lauschendes Ohr geschenkt habe. Nun moechte er sich anderen Projekten widmen, er wird beruflich bloggen und demnaechst wird eine weitere Version seiner "Loudblog"-Software erscheinen. Also bleibt er uns in medialer Hinsicht doch irgendwie erhalten…
Alles Gute, Gerrit!