Ich geh` jetzt mit Alice…

1. April 2007 Kommentare ausgeschaltet

…online! :)

Die Geschichte zieht sich ja schon laenger hin. Vor ein paar Jahren wurde von der Telekom zur Firma 1&1 gewechselt, man bekam einen 5-Gigabyte-Volumentarif (9,90 Euro / Monat, was sehr guenstig war) und eine 1000er DSL-Leitung. Der ISDN-Telephonanschluss, der noch in den neunziger Jahren nur deswegen angeschafft wurde, um sich etwas flotter im Internet bewegen zu koennen, verblieb bei der Telekom. Diese Konfiguration wurde bis jetzt mehr oder weniger umstaendehalber beibehalten und kostete monatlich (alles unter dem Summenstrich zusammengezaehlt) ca. 55-60 Euro. Mittlerweile ist das nicht mehr zeitgemaess.

Der ISDN-Anschluss sollte schon laenger gekippt werden, weil ein solcher fuer ein einziges Telephon und eine einzige Telephonnummer nicht notwendig ist. Die Rueckschaltung (soll heissen: "Der Mausklick") von ISDN auf Analog sollte bei der Telekom aber satte 60 Euro kosten und somit wurde das allein aus Trotz nicht gemacht und man bekam an jedem Monatsende eine freundliche Telekomrechnung fuer einen Telephonanschluss, der eigentlich nur als Daseinsberechtigung fuer die DSL-Leitung diente. Ohne Festnetzleitung kein DSL – das galt ja allgemein bis vor ein paar Monaten.

Die Firma 1&1 wollte im letzten Jahr mehrmals eine Verlaengerung des Vertrages erreichen, ich haette meinen ach so tollen DSL-Anschluss ohne Mehrwertsteuererhoehung behalten koennen, wenn der Vertrag um weitere zwei Jahre verlaengert worden waere. Laecherlich. Interne Tarifwechsel fuer Bestandskunden von 1&1 kosteten bis dato horrende Mausklickumschaltgebuehren und haetten wiederum zu einer zweijaehrigen Knebelung gefuehrt. Weitere "Nickeligkeiten" seitens 1und1 gab es ebenfalls, so wurde z.B. im ersten Anlauf die Freigabe dieser Domain NormCast.de verweigert, usw. Bei jeder Kleinigkeit musste man sich an der suendhaft-teuren Hotline mit einem Sprachroboter herumaergern, der einen sowieso nie verstand und der einen dann an einen manchmal noch unfaehigeren, menschlichen Mitarbeiter weiterleitete. Letztendlich bestand das gesamte Tarifangebot nur noch aus der sogenannten "3DSL-Loesung", die den hiesigen Surf- Film- und Telephongewohnheiten generell nicht entsprach. Die Kuendigung war auch eine Prozedur fuer sich, ist mittlerweile aber erfolgreich abgeschlossen. Endlich.

Und dann kam sie – Alice :) Soll heissen: Hansenet. Endlich eine Flatrate und das zu guenstigen Konditionen, eine wesentlich schnellere DSL-Leitung, kein Telephon-Festnetzzwang… das las sich alles gut. Die Mitarbeiter dort sind nett und bisher durchweg kompetent, alles prima, die Bestellung erfolgte prompt. Danach die erste Horrormeldung: "Alice und AOL sind zusammen". Ganz am Anfang hatte ich mal einen AOL-Zugang und eine Lehre wurde damals daraus gezogen: Nie wieder. Gluecklicherweise hat Hansenet das Endkundengeschaeft von AOL uebernommen und nicht umgekehrt. Ich fuerchtete schon die proprietaere Software-CD mit einem noch proprietaereren Protokoll und einer ueberfluessigen, aber notwendigen Zugangssoftware. Gott sei Dank ist nichts davon eingetreten.

Dann die zweite Horrormeldung: "Der analoge Telephonanschluss (der fuer geballte 2 Euro Aufpreis pro Monat dann doch mitbestellt wurde) ist kein echter Anschluss, das geht alles ueber VoIP und klingt grausam". Ersteres stimmt, Zweiteres nicht. Ich war auch skeptisch, sollte aber bald eines Besseren belehrt werden. Hansenet schickt eine Kombination aus DSL-Modem, Splitter und Switch names "Sphairon" zu, die leider unabdingbar ist, wenn man das Telephon mitbenutzen moechte. Der alte, hier vorhandene Wlan-Router mit integriertem DSL-Modem funktionierte hier aber auch mit Alice tadellos. Leider laesst sich das dort enthaltene, interne Modem nicht abschalten und somit konnte er nicht zusammen mit dem "Sphairon" betrieben werden. Mist, denn auf Wlan und Hardware-Firewall sowie auf die Tatsache, dass man sich nicht manuell einwaehlen muss, wollte hier auch nicht verzichtet werden.

Somit eroeffneten sich zwei Loesungen, die im Hansenet-User-Forum auch als "funktionierend" angepriesen wurden: Die "FitzBox Fon 7170" (recht teuer) oder das Vorschalten eines D-Link 524-Wlan-Routers vor das Sphairon-Modem. Was soll ich sagen: Prima. Innerhalb von 2 Minuten war alles lauffaehig konfiguriert und in Betrieb. Zudem glaenzt der Router mit einer hohen Wlan-Reichweite und natuerlich mit verschiedenen Sicherheits- bzw. Verschluesselungsmodi.

Der DSL-Zugang ist schnell und funktioniert bisher tadellos. Generell braucht keine "Alice"-Software installiert zu werden, der Internetzugang laesst sich auf die traditionelle Art und Weise z.B. mit den Windows-Bordmitteln einrichten. Die Telefonie funktioniert bisher auch gut, denn das "Sphairon" hat einen grossen Vorteil: Es bietet sowohl fuer ISDN- als auch fuer Analogtelephone entsprechende Anschlussmoeglichkeiten. Somit kann das gute, alte "T-Easy PA520"-ISDN-Telephon mit dem integrierten Anrufbeantworter hier weiterverwendet werden. Der normalerweise dafuer notwendige ISDN-NTBA entfaellt dabei komplett. Die Telephonnummer blieb erhalten, eingehende Gespraeche erscheinen mit Nummernangabe im Display. Die Sprachqualitaet ist zugegebenermassen marginal schlechter als wie beim alten, "echten" Telekom-Anschluss, reicht aber voellig aus und wurde hier sogar als ueberraschend-gut empfunden.

Uebrigens, die Leitung wurde ueberpuenktlich geschaltet, die ganze formelle Abwicklung (sprich: der vorab noetige Papierkram) verlief vorbildlich. Allerdings war das damals, als 1&1 noch eine kleinere Firma war, bei denen auch so. Mal sehen, ob Hansenet den bisher anscheinend aeusserst kundenfreundlichen Standard halten kann.

Bisher gibt es nichts zu beklagen und ich lebe erstmal "Tuer an Tuer mit Alice" :)

KategorienComputerkram

10 Jahre + X danach…

1. April 2007 Kommentare ausgeschaltet

Das Fernsehen. Unendliche Weiten. Wir schreiben die neunziger Jahre. Dies sind die Abenteuer des Henry Maske, der mit seiner ueberschaubaren Besatzung unterwegs ist, um RTL Einschaltquoten zu bescheren und nebenbei Weltmeister zu werden. Viele Siege vor dem Finale erreicht, dringt Mr. Maske in eine Region vor, die er kaum zuvor gesehen hat – die Niederlage.

So geschehen im Jahre 1996. Nach einer wirklich glanzvollen Kariere verliert Henry Maske seinen allerletzten Kampf gegen Virgil Hill.

Fast 11 Jahre spaeter: Der "Gentleman" steigt erneut in den Boxring, um die Scharte auszuwetzen. Was viele Leute nicht fuer moeglich gehalten haben (inklusive anwesende Schreiberlinge) ist eingetreten. In einem im Kern intelligent ausgefuehrten, taktisch hochwertigen Boxkampf, der ueber die volle 12-Runden-Distanz ging, besiegte Henry Maske seinen damaligen und jetzigen Kontrahenten (und noch aktiven Weltmeister) Virgil Hill in bewundernswerter Art und Weise. Ueberlegt, mit Herz und spaetestens ab Runde 6 dominant zeigte er, dass auch ein Sportler jenseits der Vierzig Grosses bewirken kann.

Nebenbei erwaehnt: Vierzig ist kein Alter, nur ein Meilenstein, daher auch an dieser Stelle: Herzlichen Glueckwunsch an A.F.K.!

Ich habe schon vor einiger Zeit, als erstmalig in den Medien berichtet wurde, dass Henry Maske eine Revanche fordert, oeffentlich gesagt, dass Maske, sollte er gewinnen, dieses als "das Ende" ansehen wuerde. Soll heissen: Er gewinnt und dankt ab. Alles andere wuerde mich schwer ueberraschen. Ob positiv oder negativ, sei dahingestellt. Es wuerde aber zu seinem Charakter passen, wenn er gerade jetzt -nach diesem eventuellen, finalen Schlusspunkt- das (erneute) Ende seiner Karriere verkuenden wuerde.
(Update: Das hat er mittlerweile getan…)

Gut gemacht, Henry! :-)

Links: Artikel in der Netzeitung / Artikel in der SZ

KategorienDiverses

Auf die Glocke, Part 2

31. März 2007 Kommentare ausgeschaltet

9,74 Millioen Leute haben in den Spitzenzeiten am gestrigen Abend Pro7 geschaut, meldet die Netzeitung. Nach 6 Jahren stieg die selbsternannte "Killerplauze" Stefan Raab erneut gegen Regina Halmich in den Boxring, um BoxweltmeisterIn (!) zu werden. Eine Veranstaltung mit zweifelsohne hohem Unterhaltungswert, waeren da nicht die ewig-vielen und langen Werbepausen zuvor gewesen. Zwei andere Boxkaempfe wurden zuvor ebenfalls ausge- und uebertragen, subjektiv-empfunden einer zuviel. In den Ringpausen des "Hauptacts" gab es meistens auch wieder Werbung (die Ringpausen wurden anscheinend entsprechend an die Laenge der wenigstens drei Werbespots angepasst) und somit zog sich alles viel zu sehr in die Laenge. Da man das aber vorher schon wusste, wurde hier mit dem Beginn des Revanchekampfes auch nicht vor 23 Uhr gerechnet und man konnte sich vorher noch mit anderen Dingen beschaeftigen.

Die Kernphase des gestrigen Abends ist dann schnell erklaert: Raab, der aufgrund seiner neuen Irokesenfrisur aussah wie ein ausgebleichter "Mr.T" (=>"The A-Team") ohne Ketten, hat wieder eins auf den Deckel bekommen, sich aber durchaus achtbar aus der Affaere gezogen und einen besseren Eindruck hinterlassen als wie bei der Premiere vor sechs Jahren. Im Zuschauervoting wurde ihm sogar eine gewonnenen Runde (von sechs insgesamt) zugestanden. Natuerlich stellt sich bei solchen Veranstaltungen (aehnlich wie beim Wrestling) immer die Frage, was "echt" war und was so "gewollt" war. Trotzdem: Hut ab vor Stefan Raab, denn auch wenn er manchmal verbal ueber gewisse Grenzen des guten Geschmacks hinausschiesst, ist er sich unter dem Strich fuer nahezu nichts zu schade, macht alles mit und versteht es auch, das passend zu verkaufen…

http://www.tvtotal.de

KategorienMedien

Secret Service – Top Secret!

29. März 2007 Kommentare ausgeschaltet

Secret Service waren eine skandinavische Band, die insbesondere Anfang der achtziger Jahre ein paar wirklich grosse Hits gehabt hat: "Ten o`clock postman", "L.A. Goodbye" oder "Ye-Si-Ca", um mal die drei Groessten zu nennen. Die Musik zeichnete sich durch schoene Melodieboegen und die wunderbar-wabbernden Synthesizer im Hintergrund aus. Gute-Laune-Pop der wirklich besseren Sorte. Es hat viel zu lange gedauert, bis dass die ersten Songs von Ola Hakansson und Co. endlich auch mal auf CDs erhaeltlich waren, naemlich bis zum Jahr 2000. Bei "Stockholm Records" ist eine schoene Best Of-CD erschienen, die von vorne bis hinten sehr empfehlenswert ist und auch ein paar unbekanntere Stuecke beinhaltet, die absolut hoerenswert sind. Zunaechst gab es die CD nur in Schweden, mittlerweile ist sie auch hier erhaeltlich. Ein schoener Tribut an eine fast vergessene Hitmaschine…

Trackliste: (Songs mit "*" = Anspieltip)

1. Oh Susie *
2. The Dancer *
3. Ten O’Clock Postman *
4. Cry Softly *
5. Flash In The Night
6. Let Us Dance Just A Little Bit More
7. Ye si ca *
8. If I Try *
9. Fire Into Ice
10. Destiny Of Love
11. Night City *
12. Rainy Day Memories
13. L.A. Goodbye *
14. When The Night Closes In *
15. The Sound Of The Rain
16. Bring Heaven Down
17. Like A Morning Song
18. Dancing In Madness *
19. Jo-Anne Jo-Anne *
20. I’m So In Love With You

KategorienMusik

HP – oje…

27. März 2007 Kommentare ausgeschaltet

Druckertinte ist teuer – zu teuer. Und irgendwann ist es dann mal soweit, dass man sich im Angesicht der sauguenstigen Knallerangebote mal ueberlegt, den alten Drucker in Rente zu schicken. Der Nachfolger sollte dann natuerlich ebenfalls phototauglich sein. Mittlerweile gibt es nette Kombigeraete, die sogar einen Scanner beinhalten und auch als Kopierer dienen koennen, ohne eingeschaltetem Rechner…

77 Euro fuer einen HP Photosmart C3180 Multifunktionsdrucker erschienen dann im Vergleich zu einer Investition in einen Satz Tintenpatronen fuer den alten Drucker (ca. 40 Euro) relativ guenstig, ja nicht zu sagen, spottbillig. Gesagt-getan. Und damit nahm das Drama seinen Anfang.

Das Geraet ist solide verarbeitet, wirkt nicht "billig". Das Plastik ist auch nicht unbedingt "schlabbrig". Es werden vollstaendig gefuellte Patronen mitgeliefert. Allerdings fassen diese im Vergleich zu alten HP Deskjet 8xx-Patronen nur ungefaehr ein Drittel der Menge und kosten dabei nur unwesentlich weniger Geld.

Das Problem war aber diese besch***ene Software und der noch schlimmere Treiber. Der normale Installationsvorgang waere gewesen, die beigelegte CD einzulegen (es ist eine CD fuer Windows und eine weitere fuer MAC enthalten) und das "Setup" aufzurufen. Erst waehrend des folgenden Installationsvorganges kommt irgendwann die Aufforderung, das Geraet anzuschliessen und einzuschalten. Nachdem das eigene Betriebssystem wohlweislich vorher gesichert wurde, installierte ich hier froehlich drauflos. Erstmal gucken, was das Ding kann und hinterher entscheiden, was nach einer Ruecksicherung des Systems von den neuen Softwarekomponenten uebernommen wird und was nicht. So weit kam es aber erst gar nicht. Beim ersten Mal blieb die Installationsroutine bei 96% stehen. Der Fehler ist bekannt, auf der HP-Homepage gibt es ganze Artikel darueber. Beim zweiten Mal hing das Ganze bei der Geraeteinstanzerkennung. Auch dieser Fehler ist an zahlreichen Stellen auf der HP-Homepage beschrieben. Beim dritten Mal kam die nette Meldung "Das angegebene Farbprofil ist ungueltig", die mich waehrend saemtlicher, weiterer Installationsversuche begleiten sollte.

Nach der Abkehr von der Setup-CD wurde die Registrierung von Hand bereinigt, saemtliche Spooloptionen wurden manuell angepasst (man macht das ja auch nicht erst seit gestern…) und es wurde versucht, das Ganze auf die gute alte, schlanke Art zu installieren. Mit einem Teilerfolg: Der Scanner ging einwandfrei. Drucken wollte das Ding trotzdem nicht und es wurde auch nicht als Drucker registriert.

Auf der HP-Homepage wird in zahlreichen Artikeln erklaert, was man alles mit der "Msconfig" und der "Regedit" unter Windows anstellen kann, welche Komponenten anderer Programme man abschalten koennte, damit die HP-Installationsroutine laeuft. Ein ziemliches Armutszeugnis, dass eine Software solche Schritte anscheinend erforderlich macht und sich dabei noch nicht einmal "Beta" schimpft. Ein Laie waere damit hoffnungslos ueberfordert.
Plug and pRay…

Letztendlich erfolgte geballtes Nachlesen in diversen Foren. Fazit: Viele Leute haben das Problem und nach zwei oder drei Stunden hatte ich keine Lust mehr, mich weiterhin mit diesem Mist auseinanderzusetzen.

Im Zeitalter von Terrabyte-Festplatten haben die Leute anscheinend vergessen, wie man ordentliche, schlanke Treiber programmiert. Der HP-Treiber sollte alleine (!!!) schon 60 MB in Anspruch nehmen. Dann kommen diese (gluecklicherweise abwaehlbaren) Tools dazu, die nichts anderes tun, als den Anwender zu registrieren und ihn zur Teilnahme an einer Umfrage zu bewegen. Die Photosoftware nebst Texterkennung fuer den Scanner schlaegt auch noch mit dreistelligen MB-Groessen zu Buche. Nein, danke. Das Geraet wurde zurueckgebracht und der gute, alte HP Deskjet 840c wieder reaktiviert.

Diese Tinten-Mafia ist wirklich schlimm und Tinte ist wohl der einzige Faktor, der den Herstellerfirmen massive Gewinne einbringt. Mittlerweile wird aber auch an den Geraeten bzw. an deren Zubehoer gespart. Obwohl der HP C3180 per USB angeschlossen werden muss, liegt kein entsprechendes Kabel dabei (heimische Bastelkiste olé :)).

Der groesste Witz aber war das beigelegte Stromkabel: Ohne Kruemmung hat es eine innere Kabellaenge von umwerfenden, geschaetzten 35 Zentimetern!!!!

KategorienComputerkram