Tsikke-Tsikke-Wumm

12. Februar 2016 1 Kommentar

Ein mittlerweile 12 Jahre altes Netzfundstück:
Götz Alsmann, seine Zeichens nicht nur Teil der “Zimmer Frei”-WG und verdienter Entertainer, sondern auch ein grosser Musik-Kenner, aeussert sich in einem lesenswerten Artikel im Tagesspiegel ueber die aktuelle Radiolandschaft:
Sueffisant, praegnant, halbwegs sachlich und – wirklich “angepisst” :-)

” (…) So, wie man offensichtlich im beginnenden 21. Jahrhundert im Kino keinen zweieinhalbstündigen Film mehr überstehen kann, ohne ständig irgendwelchen popcornförmigen und nach Nacho-Saucen stinkenden Lebensmittelersatz in sich zu verklappen, so darf es im Formatradio auch keinen Moment ohne irgendeine musikalische Berieselung geben. Immer schwabbelt ein rhythmisches Geräusch durch den Äther, jede Moderation muss mit Tsikke-tsikke-wumm untermalt werden. (…) Wenn Sie beispielsweise die gesamte WDR-Fußball-Berichterstattung, seriös und durchaus nicht ohne Humor, hören, ist das trotz Joe-Cocker- und Britney-Spears-Sperrfeuer in der Halbzeitpause ein Genuss, der Spaß bringen kann. Verlassen Sie aber das Sendegebiet und überschreiten Sie die Demarkationslinie zum NDR, bricht ein Inferno geballten Formatradio-Flachsinns über Sie herein. Man gibt dort die „NDR 2 Bundesligashow“, anscheinend ein Radioprogramm für Vorschulkinder mit leichtem Fußballinteresse. Jede Tonmeldung wird endlos mit Trailern und Jingles angekündigt, bis man endlich erfährt, wer für wen getroffen hat. Und wenn der Moderator mal gerade nicht die Lust am Fußball tötet, kommt das akustische Ebola-Virus in Form eines regelmäßig wiederholten Jingles: „NDR 2 – und das Leben beginnt“.”

Amen! Obwohl man WDR 2 mittlerweile auch ankreiden kann, dass die dortige Musikredaktion ihren Einfallsreichtum derzeit anscheinend in die Karnevalsferien geschickt hat. Kein Tag vergeht ohne die immergleichen Songs, die sich zwischen neuem deutschen Schwurbelpop und clubsoundfrisierten Oldies à la “Supergirl” oder “Ain’t nobody” bewegen. Schaltet man auf einen der NRW-Lokalsender um, wird gefuehlt ganzvormittaeglich das Bezahlen einer eigenen Rechnung zelebriert. Verlaesst man die Sendergrenzen NRWs in Richtung Norden: Siehe oben.

Vor sechs Jahren sah es auch nicht besser aus: Der beste Mix bei Antenne XXX
…und noch immer werden Radiohits verstümmelt

Es ist wirklich ein Trauerspiel, welches auf Dauer den Alternativangeboten aus dem digitalen Raum zugute kommen koennte – und wohl auch wird.

KategorienMedien

Anatomy of Songs

9. Februar 2016 Keine Kommentare

This is how it goes…

source: facebook.com/laut.de | (c) John Atkinson, Wrong Hands

KategorienMusik

Podlove Web Player

2. Februar 2016 Keine Kommentare

Auf der Webseite vom “Dübel’s Geistesblitz” – Podcast fand ich ihn, den “Podlove” Audio/Video-Player fuer WordPress. Dieser ist html5-basiert und nachdem Adobe’s “Flash”-Player schon seit laengerer Zeit mit vielen Sicherheitsluecken und einer Flut an Updates nervt, wird es nun Zeit, diese Altlast (wobei die Betonung auf “Last” liegt) endgueltig ins Daten-Nirwana zu verbannen.

Zukuenftig werden Audio/Video-Inhalte auch auf dieser Seite -wenn moeglich- nur noch via HTML5 eingebettet, beispielsweise so:

In vielen alten Beitraegen werden allerdings weiterhin Flash-Links stehen, die ich jetzt nicht mehr alle aktualisieren werde. Bei den Podcasts waren ja auch immer zusaetzliche Download-Links vermerkt…

Der “Podlove”-Player stammt uebrigens unter anderem (ein weiterer Urheber ist Simon Waldherr) aus der virtuellen Feder des “alten” Podcastkollegen Gerrit Van Aaken, einem Pionier der deutschen Podcastszene, der schon sehr frueh mit seinem Podcast “Praegnanz.de” und der zugehoerigen Webseite in diesem Medienbereich aktiv gewesen ist…

KategorienComputerkram, Medien

Singleraspel Harting 45 T

24. Januar 2016 Keine Kommentare

Achtung! Der folgende Beitrag ist für Vinylsammler, die pfleglich mit ihren Platten umgehen, tunlichst NICHT geeignet :-) Das nachfolgend vorgestellte Gerät ist eher was für die ohnehin abgenudelten Singles, die ihr Leben eigentlich gelebt haben und die sich vielleicht noch in der ein- oder anderen Kellerkiste wiederfinden. Ein paar solcher geschichtstraechtiger Exemplare waren hier gluecklicherweise auch noch vorhanden, denn ich mag solche kleinen, exotischen Geräte, wie z.B. den Ion Vertikalplattenspieler, für die hier nur solche Platten in Frage kommen. Ernsthaft benutzt werden diese eher als “Gadgets” anzusehenden Plattenspieler nicht, aber sie muessen dennoch gut aussehen und einwandfrei funktionieren, sonst werden sie nicht sichtbar aufgestellt…

Der “Harting 45 T” ist ein wirklich kleiner Plattenwechsler, dessen Chassisgroesse mit der eines Tefifons vergleichbar ist. Er ist sehr simpel aufgebaut, wie den folgenden Bildern entnommen werden kann. Ein Elac-Tonabnehmersystem mit zugehoeriger Nadel des Typs “SM 103″ sorgt fuer einen tatsaechlich ueberraschend-guten Klang, der, je nach innerer Beschaltung, sowohl in Stereo, als auch in Mono erfolgen kann. Das Gerät wurde hier an ein altes “Nordmende Bohème” Röhrenradio angeschlosssen.

Zunächst musste der Dreckspatz erstmal einen Funktionstest überstehen. Erstaunlicherweise machte die Funktion dem Aussehen keine Ehre, denn alles schien trotz des Alters und des Zustands gut zu funktionieren. Also ging es erstmal ans säubern. Hierfür wurde der Kleine komplett aus dem Anzug gehauen und gereinigt, sowie die Mechanik begutachtet.

Letztendlch funktioniert er jetzt wieder einigermaßen gut. Ein Problem, welches der Harting hat, ist, dass der Schaft bzw. die Abwurfachse nach unten hin etwas dicker wird. Dadurch sollten die Singles straff anliegen, um das sogenannte “Eiern” zu vermeiden. Leider hatten später gepresste Singles oftmals minimal kleinere Mittellöcher, so dass diese nicht ganz nach unten fallen und manchmal ggf. krumm “hängenbleiben”. Dennoch werden sie auch so meistens fehlerfrei abgespielt. Wie gesagt, man sollte seine wahren Schätze hierbei nicht verwenden…

Diese kleine Plattenmühle im Spielzeugdesign ist nicht besonders präzise (ab und zu muss man mal etwas nachhelfen), sie ist jedoch nett anzusehen und sicherlich eine Bereicherung für so manches, altes Dampfradio – und als Wochenendbastelprojekt bestens geeignet…

Weitere Infos zu diesem Gerät gibt es beim Radiomuseum.org. Es handelt sich hierbei übrigens um ein westfälisches Produkt, denn der Urheber Wilhelm Harting baute diese Geräte Anfang der 1960er Jahre in Espelkamp. Die Firma gibt es auch heute noch, siehe www.harting.com.

KategorienMusik

Ohrenblicker vs Kabel Deutschland

23. Januar 2016 Keine Kommentare

Online- (eigentlich Offline-) Frust niveauvoll gelebt und geteilt…
…von und durch Jens Ohrenblicker… …inklusive Katzencontent :)

KategorienComputerkram, Medien, Videos