Live long and prosper!

27. Februar 2015 Keine Kommentare

Ein Gruppenbild der originalen Crew des Raumschiffes Enterprise, hier im Flur haengend, stimmt mittlerweile auch mal traurig, denn viele der darauf zu sehenden Menschen und Charaktere sind nicht mehr da…

Heute ist “Blue-Shirt-Day”, denn Leonard Nimoy alias Mr. Spock ist im Alter von 83 Jahren leider einer schweren Krankheit erlegen.

Die Serie hat mich geprägt und begleitet – und Mr. Spock war ein grosser Teil davon!


Vor wenigen Tagen twitterte er noch folgendes:

…als ob er’s gewusst haette…

Thank you, Mr. Nimoy, for all these uncountable hours of joy and excitement “in space”. May you live long and prosper up there!

Rest in peace – Mr. Spock! You have been and always shall be – a friend!

LLAP

KategorienMedien

Untote Skorpione

24. Februar 2015 Keine Kommentare

Die “Scorpions” – eine Band – eine Erfolgsgeschichte. Schon frueh erspielten sich Klaus Meine und seine Mannen internationalen Ruhm, Hits wie “Rock you like a hurricane” und “Holiday” gingen um die Welt. Sie konnten also immer schon beides, Hardrock und Balladen. Letztere stiegen ihnen aber anscheinend mit dem Erfolg von “Wind Of Change” zu sehr zu Kopf, denn bis dato schaltete man bei den seichten Nachfolge-Balladen wie “White Dove”, von denen sie anschliessend doch ein paar zuviel praesentierten, gerne mal gelangweilt weg und legte mit Wonne alte Werke (wie z.B. das “Worldwide Live”-Album) auf…

Gefuehlte tausendmal wurde bereits vom Ende der Band gesprochen, doch die “Scorpions” touren umher, gehen ins Studio und Frontman Meine beweist eine ausgepraegte Praesenz im Fernsehen. Nun kommt das neue Album “Return To Forever” ploetzlich so daher, wie man es von den Scorpions gerne schon viel frueher erwartet haette. Kernige, rockige Songs, die mal nach 70er und mal nach 80er (aber denooch nicht unmodern) klingen, kreisen gerade mal zweieinhalb Balladen ein, die zudem auch noch gut anhoerbar sind. Okay, textlich ist das alles keine Offenbarung, aber musikalisch kommt es wuchtig und schnoerkellos daher.
Sie koennen es ja doch noch – so duerfen sie gerne weitermachen.
Aber, bitte: Niemals mehr einen Song mit gepfiffenem Intro! :-)

KategorienMusik

Smarte Bevormundung

11. Februar 2015 Keine Kommentare

Was waere wohl passiert, wenn man in den guten, alten 80ern nach dem Einwerfen einer VHS-Videocassette vor dem Roehrenfernseher platzgenommen haette und ploetzlich mitten im Film Werbung aufgetaucht waere, die sich eigentlich gar nicht auf der Cassette befand? Man haette wohl wutschnaubend die Axt herbeigeholt…

Unlaengst wurde so ein Szenario unliebsame Realitaet und es ist generell gar nicht mehr so abwegig, denn die neuen, tollen Smart-Fernsehgeraete bieten viele Moeglichkeiten – sowohl fuer die Nutzer, als auch fuer die Macher. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Eine Spracherkennungsfunktion ist sicherlich eine schoene Sache, aber sie wird unschoen, wenn der Hersteller des Geraetes sie fuer “Spionagezwecke” nutzen kann, denn schliesslich ist ein Mikrofon im Geraet vorhanden, welches auch ausserhalb der eigentlichen Nutzungszeiten den Raum abhoeren kann. Mittlerweile hat z.B. Samsung zugegeben, dass diese Funktion oftmals ungefragt aktiv ist.

Zudem sammelt das Geraet, wie fast jedes Smartphone oder Tablet auch, Informationen ueber das Nutzungsverhalten der Anwender und gibt sie ggf. anonymisiert an die interessierten Auswerter weiter, die dann z.B. “personalisierte Werbung” aufschalten koennen…
Wer das alles nicht will (und das sind hoffentlich die meisten), muss in die Einstellungen des “Smart Hubs” gehen, dort die fuenf oder sechs verschiedenen Menuepunkte abarbeiten und saemtlichen Geschaeftsbedingungen durch Setzen eines kleinen Haekchens mit der Fernbedienung widersprechen. Hier laesst sich auch die Spracherkennungsfunktion deaktivieren.

Natuerlich lassen sich auch alle Datendienste mit einem einizgen “Klick” auf einmal ausschalten, aber ein paar moechte man ja doch ab und zu mal nutzen…

Eine weitere Ueberraschung bereitete der neue TV-Bolide sprichwoertlich im Schlaf: Er fuehrte (ungewollt!) einen Satelliten-Sendersuchlauf durch und schaltete die aktive Kanalliste zunaechst unbemerkt auf “Alle Sender” um. Schon waehnte man die muehsam erstellte Favoritenliste im Daten-Nirwana, doch immerhin liess sie sich ganz einfach reaktivieren. Auch diese Sendersuchfunktion im Stand By (der anscheinend gar keiner mehr ist) laesst sich gluecklicherweise deaktivieren.

Die neuen, internetfaehigen TV-Geraete haben viel zu bieten – sie geben aber auch viel preis, wenn man sie nicht von vornherein baendigt. Seitdem hier die obigen Massnahmen eingeleitet wurden und der TV ausserhalb der Nutzungszeiten via Funksteckdose stromlos geschaltet wird, ist Ruhe.

KategorienMedien

Schnittmassaker

9. Februar 2015 Keine Kommentare

(subjektivermeinungsaeusserungsmodus)

Da verschwindet Arnold Schwarzenegger fuer eine lange Zeit im amerikanischen Politgeschehen und kehrt seinem eigentlichen Beruf Schauspieler den Ruecken. Jetzt ist der “Governator” wieder vor die Kameras zurueckgekehrt und liefert mit “The Last Stand”, einem traditionell gestrickten Actionwerk mit zugegeben zu abgedrehten Nebencharakteren, ein erstes, filmisches Lebenszeichen, welches unlaengst bei RTL im FreeTV zu sehen war.
So weit, so mittelmaessig.

Dennoch mag ich solche einfach gestrickten Filmchen ab und zu mal ganz gerne, vielleicht auch aus alter Tradition. Die von RTL gezeigte (und natuerlich nur als Aufzeichnung gesehene) Fassung des Films darf getrost als “Schnittmassaker” bezeichnet werden!

Liebe Leute, wenn ihr einen Film nicht so zeigen koennt, wollt oder duerft, wie die Urheber desselben ihn gewollt und inszeniert haben, dann lasst es bitte bleiben. Es sollte verboten werden, FSK-16 oder FSK-18 – Filme auf FSK-12-Niveau herunterstueckeln zu duerfen, nur, damit sie zur Primetime im TV gezeigt werden duerfen. Das ist schlicht und ergreifend laecherlich und eine Vergewaltigung der jeweiligen Vorlage.

Kuerzlich hoerte ich eine furchtbar geschnittene Version des U2-Klassikers “One” in einem hiesigen Privatradio. Wenn der Song in seiner “Normalversion” zeitlich nicht mehr vor die Werbepause passt, dann spielt doch einfach einen anderen, aber zerstoert nicht die Werke der Bands und Kuenstler auf so plumpe Art und Weise und nur der Kohle wegen. Es ist aergerlich im Quadrat und wurde auch auf dieser Seite schon mehrmals erwaehnt. Leider duerfen diese AudioVideoSchneideterroristen weiterhin machen, was sie “wollen” und was von oftmals noch weltfremderen Schreibtischtaetern angeordnet wurde. Schlimm genug…

RTL sollte von allem, was FSK-6 oder hoeher eingestuft ist, tunlichst die Scherenhaende, pardon, Finger, lassen…

(/subjektivermeinungsaeusserungsmodus)

KategorienMedien

Vorteile des Wurzelns

6. Februar 2015 1 Kommentar

Es ist ja schon ein Kreuz mit den neuen Technikspielzeugen. Sie koennen Spass machen und vieles erleichtern, sie koennen aber auch aeusserst nervend sein, wenn sie nicht richtig funktionieren – oder mehr koennten. Neu gekaufte und vorinstallierte Laptops sind oftmals vollgestopft mit Software, die man eigentlich gar nicht haben moechte, die Datenmuell aufbaut und hinterlaesst und die ggf. das System ausbremst. Das ist bei Smartphones kaum anders.

Erschwerend kommt hier hinzu, dass das auf Linux basierende Google-Betriebssystem “Android” oftmals so vorkonfiguriert ist, dass es das Stoppen (auch “Einfrieren” genannt) oder das De-Installieren diverser Apps gar nicht zulaesst. Somit blockieren diese Apps und Dienste wertvollen Arbeits- und Telefonspeicher. Besonders letzterer ist bei vielen Smartphones knapp, denn der in der Werbung angepriesene, interne 4-GB-Speicher ist meistens unguenstig partitioniert und laesst daher wenig Raum fuer neue Apps, da diese sich nicht alle auf die grosse SD-Karte verschieben lassen.

Wer kein Google-Plus-Konto hat, wer “Google Play Books/Music/Movies” etc. nicht nutzt und den vorinstallierten Spielchen sowieso nichts abgewinnen kann, der kann sich in der neumodischen Taetigkeit des “Wurzelns” versuchen, um das jeweilige Geraet zu optimieren.

“Wurzeln” – Nein, das bedeutet nicht “Wurzel ziehen”, sondern ist die Uebersetzung des eigentlich auch schon eingedeutschten Begriffs “Rooten“. Dieser stammt wiederum aus der Linux-Welt und ist das Synonym fuer das Stammverzeichnis (“Root”) einerseits und fuer den priviligierten Linux-Administrator mit Sonderzugriffsrechten andererseits. “Rooten” ist sozusagen die “Befreiung” des z.B. Smartphones oder Tablets, es erlaubt erweiterte Zugriffe und Veraenderungen am eigentlichen Betriebssystem.

Achtung: Das Folgende sollte nur mit grosser Vorsicht in die Tat umgesetzt werden, denn bei vielen Geraeten erlischt nach dem Rooten offiziell die Herstellergarantie!

Die einfachste Moeglichkeit, ein Android-basiertes Geraet mit Root-Funktionen auszustatten, ist die kleine Anwendung “Framaroot“. Sie ist schnell installiert und beim erstmaligen Start offeriert sie mehrere, anklickbare Moeglichkeiten. Beim hiesigen Testobjekt, einem “Wiko Darkmoon“, waren die ersten beiden Optionen erfolglos, doch brachte der Menuepunkt “Barahir” den gewuenschten Erfolg. Eine detailliertere Beschreibung der Anwendung gibt es unter diesem Link.

“Framaroot” installiert eine weitere Anwendung, “SuperSU”, mit. Das muss so sein. Tut aber auch nicht weh. Letztendlich kann man mit dem Programm “Root Checker” ueberpruefen, ob das “Rooten” des Handys erfolgreich war. Sollte dem so sein, eroeffnen sich viele weitere Spielfelder. Mit der dann erst nutzbaren App “Titanium Backup” lassen sich alle (!) ungewuenschten Apps deinstallieren oder verschieben oder einfrieren, zudem erlaubt das Programm eine Gesamtsicherung (und deren Ruecksicherung) des Systems, welche auch tunlichst gleich zu Beginn der Nutzung durchgefuehrt werden sollte. Weitere Informationen und Anleitungen gibt es bei AndroidWelt.

KategorienComputerkram