Breiter Schellackplattensound

24. Oktober 2014 Keine Kommentare

…vorhin spontan via Facebook geschrieben:

Alte Schellack-/Grammophonplatten haben auf guten Plattenspielern nichts zu suchen. Meint man. Aber: Fuer das ein- oder andere, gute Tonabnehmersystem, wie z.B. das nach wie vor weit verbreitete M75 von Shure, gibt es sogar extra gefertigte Schellackplattennadeln. Neu, wohlgemerkt. Diese entlocken den ganz alten Schellackschaetzchen, sollten sie noch gut erhalten sein, tatsaechlich einen unerwartet breiten, warmen Klang, der vom Getröte der Grammophone meilenweit entfernt ist. Ich bin erstaunt…

Normale Vinylnadeln sollte man fuer die 78 U/Min-Scheiben aber nicht benutzen, sie waeren schnell ruiniert. Umgekehrt sollte man das Abspielen von Vinyl-LPs oder Singles mit Schellacknadeln ebenfalls tunlichst vermeiden, es wuerde die Platten schaedigen.

Mit HiFi-Genuss hat das zwar nicht viel zu tun, aber Spass macht es trotzdem…


Der hierfuer verwendete Plattenspieler ist ein DUAL 1214 / CS16

Entsprechende Nadeln gibt es z.B. bei William Thakker.

KategorienMusik

Formel Eins – Die Zweite…

24. Oktober 2014 Keine Kommentare

Nein, wir reden jetzt nicht ueber Sebastian Vettel & Co. Es geht um die mittlerweile in die zweite Runde gehende Neuauflage der 80er-Jahre-Kultmusiksendung “Formel Eins“.

Wiederum moderiert von Peter Illmann, reisen wir audio-visuell in die Vergangenheit(en) der 80er und 90er Jahre. Doch, nicht nur…

Die Sendung nimmt sich mittlerweile die Freiheit(en), weit ueber den eigentlichen Retro-Tellerrand zu schauen. Ganz deutlich wir das am Ende der woechentlich auf RTL Nitro ausgestrahlten Show, wenn die aktuellen, deutschen Charts abgegrast werden.

Peter Illmann hoechstselbst sagte einmal sinngemaess, dass eine Neuauflage der “Formel Eins” mit ihm als Moderator und mit aktuellen Musikinhalten kaum eine Chance haette. Ich glaube, dass er da falsch liegt. Beim Betrachten dieser ersten Episode der zweiten (neuen) Staffel, kam einerseits ein (aufgrund der Stimme) “Zuhause-Gefuehl” zutage, andererseits wurden zeitgleich Interpreten, Titel und Videoeindruecke aus dem aktuellen Chartgeschehen unterhaltsam vermittelt.

Eine komprimierte (!) Chartsendung à la “Formel Eins”, die allgemein empfangbar ist und ggf. wie frueher fuer Gespraechsstoff u.a. auf den Schulhoefen sorgt, fehlt heutzutage. Die “EinsPlus-Charts” haben hier unlaengst diesbezueglich aufhorchen und -sehen lassen. Doch “Formel Eins” hat einen nach wie vor nicht zu unterschaetzenden Kult-Charakter, der sowohl “Oldies” als auch “Newcomer” nach wie vor in seinen Bann ziehen koennte… Macht was draus!

Bei SONY MUSIC sind mittlerweile eine neue DVD-Box und neue CDs zur Sendung erschienen…

KategorienMedien, Musik

Tribute to Udo Juergens

20. Oktober 2014 Keine Kommentare

“Tribute Shows” sind ja oftmals so eine Sache. Manchmal sind sie deutlichst ueberzogen, manchmal werden sie dem, der oder den Geehrten nicht gerecht. In diesem Fall sind beide Befuerchtungen unbegruendet. Die ZDF-Geburtstagssshow fuer Udo Juergens, die seinem juengsten Album getreu, unter dem Motto “Mitten im Leben” stand, wurde dem mittlerweile 80-jaehrigen auf niveuavolle, stimmige Art und Weise gerecht, was u.a. mit dem Tagesquotensieg an diesem Samstagabend belohnt wurde.

Wenn eine solche Show es schafft, dass der / die Betrachter ein hohes Mass an Toleranz und Anerkennung auch fuer Kuenstler entwickeln, die bei ihnen ansonsten vielleicht nicht so hoch in der Beliebtheitsskala angesiedelt sind, dann muss es schon eine besonders gelungene Produktion sein.

So schmetterte Yvonne Catterfeld eine ueberraschend-stimmige Schmachtversion von “Immer wieder geht die Sonne auf” und Chris De Burgh zeigte sich mit seiner Version von “Mit 66 Jahren” von seiner tatsaechlich vorhandenen, rockigen Seite. Die Truppe “Santiano” brachte mit “The Devil Made The Rum For Us” eine froehlich-folkige Variante von “Der “Teufel hat den Schnaps gemacht” und Lang-Lang intonierte zusammen mit dem Email-Checker Tim Bendzko “Vielen Dank fuer die Blumen”. Jamie Cullum bewies in bester Udo-Tradition, dass ein Mensch und ein Klavier ausreichen, um Zuhoerer zu fesseln. Er brachte die Udo-Juergens-Komposition “If I never sing another song” beeindruckend zu Gehoer. Darueber hinaus gab es noch viele weitere, erwaehnenswerte Auftritte, die dann unter Mitwirkung von José Carreras und David Garrett in der wohl besten und emotionalsten Version von “Mein groesster Wunsch” gipfelten, die ich je gehoert habe…

Hoehepunkte und bemerkenswerte Stationen aus Udo’s Leben wurden in kleinen Einspielern passend komprimiert in Erinnerung gerufen und auch Johannes B. Kerner ueberzeugte mit emotionaler und tadelloser Moderation, allerdings weniger mit seinen Sanges”kuensten” :-)

Sendungen wie diese einen voellig zurecht nach wie vor Generationen vor dem Fernseher. Vielen Dank dafuer!

Das Tribute – Album gibt es z.B. hier.

Die Sendung wird noch ein paar Tage lang in der ZDF-Mediathek verfuegbar sein.

KategorienMusik

Windows 95 unter Android

10. Oktober 2014 Keine Kommentare

Man fragt nicht nach einem etwaigen Nutzen – man tut es einfach :)

Einer Anleitung der Webseite “Androidmag.de” folgend, habe ich auf dem WIKO Darkmoon Smartphone in wenigen Sekunden das gute, alte Windows 95 installiert.

Natuerlich ist das nur eine Spielerei, aber eine nette und es laeuft wirklich sehr schnell… Das Ausfuehren eines Doppelklicks und die generelle Navigation ist etwas “fummelig”, aber nach kurzer Zeit faellt beides schon viel leichter.

Probiert es mal aus. Fuer einen netten Retro-Effekt ist es allemal geeignet…

KategorienComputerkram

Augen auf beim Grabsteinkauf!

9. Oktober 2014 5 Kommentare

Wer glaubt, er koenne eine Grabstaette auf einem evangelischen Friedhof im Sinne der Verstorbenen frei gestalten, irrt sich leider gewaltig. Fassungslos stand ich kuerzlich in den Schauraeumen eines hiesigen Steinmetzes und musste mir anhoeren, dass der gewuenschte Grabstein fuer unsere Mutter leider nicht in Frage kaeme, da diese auf einem evangelischen Friedhof begraben sei. Schon waehnte ich eine versteckte Fernsehkamera hinter dem Verkaufstresen, doch leider entpuppte sich diese Aussage als traurige Wahrheit…

Der Grabstein stiess sofort ins Auge. “Guck mal,” sagte mein Vater, “der ist doch schoen. Man meint, man wuerde eine Meeresbewegung sehen und Mama hat das Meer doch so geliebt…”. Gesagt – getan. Einen schoeneren Bezug kann man doch kaum finden. Es handelte sich um einen schoenen, breiten Stein (ohne Sockel, denn Steine mit Sockel sind auch nicht erlaubt), der allerdings einen ebenfalls sehr schoenen Glanzueberzug hatte. Genau da liegt das Problem. “Solche Steine muessen wir abflammen oder abschmirgeln, da glaenzende Grabsteine auf hiesigen, evangelischen Friedhoefen nicht gestattet sind”. Unglaeubig schauten wir die Dame an. “Eine der offiziellen Begruendungen hierfuer ist, dass die von der Glanzschicht zeugenden Reflektionen bei der Andacht stoeren koenn(t)en”. Von diesem Moment an war ich fassungslos und fragte mich, welcher weltfremde Sesselfurzer sich so etwas Schikanoeses ueberlegt und durchgeboxt haben koennte? So eine Engstirnigkeit haette ich eventuell von der katholischen Kirche erwartet, aber selbst die ist hierbei anscheinend sehr viel toleranter.

Meine Mutter war zu Lebzeiten vom katholischen zum evangelischen Glauben uebergetreten, damit sie meinen Vater heiraten konnte. Jetzt wuerde sie sich wohl im Grabe herumdrehen, wenn sie wuesste, dass genau das nun dazu fuehrt, dass sie den Grabstein, der ihr mit Sicherheit hundertprozentig gefallen haette, nicht in der gewuenschten Form bekommen kann…

Wenn fuer teures Geld eine Grabstaette auf Jahre hinaus gekauft (!) wird, dann sollte man doch wohl das Recht haben, diese im besten Sinne zu bestuecken. Stattdessen soll alles formgerecht und nuechtern sein. Ihr Bueromenschen bei der Evangelischen Kirche in Westfalen – werdet mal wach!

Ich kann an dieser Stelle leider nur ein Zitat von der Webseite urbs.de anfuegen und doppelt unterstreichen:

“Wer die christliche Lehre auf Friedhofssatzungen reduziert, das Verbot von polierten Grabsteinen zum unantastbaren Glaubensdogma erhebt und Gemeindemitglieder über den Tod hinaus schikaniert, der braucht sich über Kirchenaustritte und zunehmende Gleichgültigkeit gegenüber der christlichen Religion wahrlich nicht zu wundern. “

AMEN !

KategorienDiverses, Lokales