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NormCast 212

6. Oktober 2012 Kommentare ausgeschaltet

Live beim Poetry Slam GT am 20.9.2012 in Guetersloh mit Texten ueber die Seele, den Spiegel, Realitaet und einen WK2-geflashten Opa – angereichert mit Musik aus der Region.

Mp3-Download (gratis) : NormCast Episode 212 vom 6.10.2012

Links zur Sendung:
Kleine Buehne im Kesselhaus der Weberei Guetersloh
Wikipedia ueber den Poetry Slam | Slam OWL
Micha-El Goehre bei Facebook | Micha-El Goehre bei MySpace
Jonas Helmich | Michel Pauwels | Niko Sioulis

Musik: Gone AstrayMiss Wayne | HerrMuellerGeschenk des Himmels

Vielen Dank an:
Wolfgang Hein, Julia Peschke, Ariana Fischbach, Jonas Helmich, Micha-El Goehre, Lennart Helwes, Michel Pauwels, Maximilian Gerbracht, Niels Raßfeld, Colin Fischer, Niko Sioulis

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KategorienNormCast

Ohne Brummen – ohne Fiepen!

5. Oktober 2012 Kommentare ausgeschaltet

Jubelelektronik im Schlafzimmer? Hmmm… In den Neunzigern fristete ein kleiner 36cm-Roehrenfernseher dort mal ein ziemlich arbeitsloses Dasein, bis er letztendlich aus dem Raum verbannt wurde. Unlaengst durchgefuehrte "Wiederbelebungsversuche" mit einem kleinen Flach-TV waren auch nicht von Erfolg gekroent. Er ueberlebte satte zwei Wochen. Fernsehen im Bett ist nur was fuer Hotels, aber nicht fuer zuhause…

Doch Audio… Hoeren… Geniessen… – DAS ist nach wie vor was fuer’s Schlafzimmer, vor allen Dingen im Zeitalter der Hoerbuecher und Podcasts (der Schreiber dieser Zeilen war nie eine besondere Leseratte…). Leider spielt die Technik dem Hoergenuss gerade im Schlafzimmer gerne mal einen Streich. Da gibt es Billig-Radiowecker, deren Klang dem einer gequetschten Coladose gleichkommt. Vermeintlich bessere Geraete wurden getestet, die teilweise schon beim Einstecken des Netzsteckers vernehmlich brummten oder deren Line-In hochfequent fiepte. Mini-Anlagen, deren Beleuchtung das halbe Zimmer erhellte oder deren Display blinkte wie die Leuchtreklamen auf der Reeperbahn oder deren CD-Laufwerke akustisch einen vorbeifahrenden Zug simulierten…

Nun moechte man fuer so einen "Schlafzimmerzweck" auch nicht unbedingt eine Riesensumme Geld ausgeben und schaut sich daher auch gerne mal im "Billigsegment" um. Meistens lohnt es sich nicht, denn einstmals beruehmte Firmennamen zieren diverse Plastikboliden aus dem Grossmarkt: AEG, Grundig, DUAL… – es sind alles nur noch Namen, die ihrem traditionell-gutem Ruf heutzutage in technischer Hinsicht nicht mehr gerecht werden. Auch "Telefunken" wurde zwischenzeitlich scherzhaft als "Tülüfünkün" bezeichnet, da es bis zum Jahr 2008 komplett in tuerkischer Hand war und nichts mehr mit dem ehemaligen Traditionsunternehmen gemein hatte…

Doch es gibt sie noch, die Ingenieure, die nachdenken und gute Audio-Anlagen bauen. Es gibt sie WIEDER, muesste man eigentlich sagen, denn in den letzten, gefuehlt zwei bis drei Jahren tauchten wieder einige, auch aeusserlich ansprechende HiFi-Komponenten und Komplettanlagen in den Geschaeftsregalen auf, vornehmlich allerdings von japanischen Herstellern. Produkte von Yamaha, Sony oder Panasonic sahen ploetzlich wieder wertig aus und machten auch klanglich einen guten Eindruck. Endlich…

Hier im Bild zu sehen ist die Panasonic Mini-Anlage "SC-PM 04", die es geschafft hat. Sie ist relativ wertig verarbeitet und bietet alle Funktion, die gewuenscht sind. Ein USB-Stick mit Podcasts & Co. ist anschliessbar und -man hoere und staune- die Anlage merkt sich beim Ab- oder Umschalten die Position innerhalb der MP3-Datei, an der gestoppt wurde. Bei Audio-CD-Wiedergabe tut sie das leider nicht, was aber nicht sonderlich schlimm ist. Der CD-Klang ist wirklich sehr gut, der Radioempfang fuer eine Anlage in dieser Preisklasse (unter 100 Euro !!!) ebenfalls ordentlich und zudem mit RDS. Die Anlage hat Timerfunktionen und kann -fuer’s Schlafzimmer wichtig- auch als Wecker benutzt werden. Das Display ist dezent – und dimmbar!!! Die Fernbedienung ist klasse – und leider notwendig, denn nicht alle Funktionen lassen sich direkt am Geraet aufrufen. Doch wer moechte nach Beendigung der Schlaftimerfunktion nochmal aufstehen und die Anlage bedienen? Somit ist die Fernbedienung also doch praktisch und nuetzlich…

Das kleine, beigefuegte Lautsprecherpaerchen klingt ordentlich und reicht fuer den gewuenschten Zweck deutlichst aus. Leider sind deren sehr duenne Anschlusskaebelchen fest aus den Gehaeusen herausgefuehrt und koennen dann an die Anlage angeklemmt werden. Hier waeren Lautsprecherklemmen auch an den Lautsprechergehaeusen wuenschenswert gewesen. Testweise wurde mal ein Paerchen der beruehmten "JBL Control One" – Boxen angeschlossen, was bewies, dass die Anlage einen ordentlichen Frequenzgang liefert. Es klang wirklich sehr (!) gut.

Doch, wo Licht ist, ist auch Schatten: Warum wurden die Kopfhoererbuchse und die Line-In-Buchse oben links vorne in den Gehaeusedeckel gebaut? Das ist gewoehnungsbeduerftig und ungluecklich geloest. Immerhin kann der Eingangspegel der Aux-Buchse separat geregelt werden, so dass angeschlossene Smartphones auch prima als MP3-Player fungieren und dabei eine akzeptable Lautstaerke liefern koennen.

Dies war ein spontaner Zufallskauf, der bisher nicht bereut wurde…

Wer die Anlage ueber diesen Link bei Amazon.de kauft, unterstuetzt damit diese Webseite :)

KategorienComputerkram

Shazam

4. Oktober 2012 Kommentare ausgeschaltet

"Shazam" ist unter anderem der Name eines Comic-Superhelden, der fast so alt wie "Superman" ist und vornehmlich in den 40er/50er Jahren seine Heldentaten beging. "Shazam" ist hierbei ein Zweitname, den der Verlag D.C. Comics, bei dem auch "Superman" flog und fliegt, dem rein aeusserlich etwas altbackener wirkenden "Captain Marvel" gab, nachdem der gleichnamige "Marvel Comics"-Verlag einen gleichnamigen Helden kreiert hatte. Klingt kompliziert? Egal :) 1979 wurde dieser hier abgebildete Comicband veroeffentlicht und der Schreiber dieser Zeilen hat ihn ebenfalls "verschlungen"…

Heutzutage steht "Shazam" fuer eine bemerkenswerte Smartphone-App, die den Musikfreunden das Auffinden von Musiktiteln erleichtert. Hierfuer muss das Handy mit aktivierter "Shazam-App" lediglich vor den naechstbesten Lautsprecher gehalten werden, aus dem gerade die Musik toent. Die App "hoert zu", wie sie selbst schreibt, und nach kurzer Zeit erscheinen im Erkennungsfall ein Covermotiv mit Interpret- und Titelangabe im Display, natuerlich mit einem Kauflink versehen.

Handelt es sich bei der zu erkennenden Musik um eine Studio-Originalaufnahme, ist die Trefferquote besonders hoch, auch Podsafe-Music wird oftmals sicher erkannt. Selbst ein erhoehter Anteil von Nebengeraeuschen -z.B. in der Kneipe- bringt die App nicht unbedingt gleich aus dem Tritt. Liveaufnahmen oder live gesungene Coverversionen bekannter Titel erkennt sie allerdings meistens nicht.

Bereits vor einigen Jahren gab es einen Dienst namens "O2 Music Spy & Buy", den unter anderem Alex Wunschel in seinem Tellerrand-Podcast (Nr.46) vorstellte. Alex forderte mich damals heraus mit der Anfrage nach Erstellung einer kleinen Musikschnipselsammlung mit teilweise unbekannteren und daher schwerer zu erratenden Songs, die er dann in seiner Sendung mit dem "O2 Music Spy" testete (Siehe Tellerrand-Podcast Nr. 47 vom 23.12.2005). Selbst damals war die Trefferquote schon recht hoch.

Fazit: "Shazam" darf auf keinem Smartphone fehlen! Download fuer Android-Systeme u.a. hier.

25 Jahre Captain Picard & Co.

28. September 2012 Kommentare ausgeschaltet

Heuter vor 25 Jahren startete das Raumschiff Enterprise mit der Bezeichnung "NCC-1701-D" in die unendlichen Weiten des Weltalls. Noch unter der Fittiche von Star-Trek-Erfinder Gene Roddenberry traten Captain Picard, Commander Riker, der Androide Data und weitere als
"Star Trek – The Next Generation" in die Fusstapfen von Kirk, Spock, Scotty und "Pille"…

Damals, im Jahr 1987, wurde die Serie erstmalig im ZDF gezeigt und ich erinnere mich noch gut an die Erstausstrahlung der Pilotfolge, die mit unheimlicher Spannung erwartet wurde. Hinterher wurde via CB-Funk darueber diskutiert und es gab ein Fazit: Es war gut, aber es muss sich erst noch entwickeln…

Und genauso war es. Wie fast alle Pilotfolgen der verschiedenen Star-Trek-Serien war auch "Der Maechtige / Mission Farpoint" eher schwer verdaulich, weil verkopft und auf Biegen und Brechen mit anspruchsvoller Aussage ausgestattet. Insbesondere bei "TNG" agierten die neuen Crewmitglieder anfaenglich sehr hoelzern. Ein Eindruck, der durch die zunaechst ebenfalls behaebige, deutsche Synchronisation noch unterstrichen wurde.
Es geht nichts ueber Picard & Data im O-Ton… :-)

Doch die Serie entwickelte sich rasant und fand spaetestens ab der zweiten / dritten Staffel zu ihrem Stil, der auch den Grundstein fuer die Folgeserien "Deep Space Nine" und "Voyager" legte. Die Geschichten waren intelligent, durchdacht, meistenteils logisch und unter anderem aufgrund der Tatsache, dass man oftmals bei der NASA Rat suchte, innerhalb gewisser Grenzen auch wissenschaftlich fundiert. TNG vereinte somit diejenigen, die anspruchsvollere Unterhaltung suchten, ebenso vor den TV-Geraeten wie diejenigen, die einfach nur Weltraumabenteuer im Stil der Urserie sehen wollten. Das Vermaechtnis der Urserie lebte teilweise in TNG weiter, was sich beispielsweise in so hervorragenden Episoden wie "Relics" zeigt, in der James Doohan aka "Scotty" wieder auftaucht und in den Kulissen der alten Enterprise einen Drink mit Picard nimmt. "Die naechste Generation" vereinte somit auch die Star-Trek-Veteranen und die damaligen Neuentdecker…

Fuer damalige Verhaeltnisse waren die Spezialeffekte schon sehr gut, doch waren zumindest in diesem Punkt die Nachfolgeserien der "Next Generation" ueberlegen. Das macht aber nichts, denn innerhalb ihrer tricktechnischen Grenzen funktioniert die "Next Generation" auch heute noch vergleichbar gut wie die Originalserie, die wiederum mittlerweile recht eindrucksvoll digital aufbereitet wurde.

Aber auch die Besatzung der NCC-1701-D wurde mittlerweile mit der Ehre bedacht, in Hochaufloesend auf grosse Fahrt gehen zu duerfen, denn das originale Filmmaterial wird aktuell fuer eine Veroeffentlichung auf Blu-Ray neu aufgearbeitet. Somit duerften die bidqualitativ oftmals verwaschen wirkendenden Episoden, wie sie derzeit z.B. auf Tele5 in einer Art Dauerschleife zu sehen sind, demnaechst der Vergangenheit angehoeren. Zurecht, denn vor allen Dingen die fuer das in weiten Teilen Europas und Australiens gueltige Fernsehsystem "PAL" gewandelten DVD-Veroeffentlichungen sind nochmal qualitativ schlechter als ihre US-amerikanischen Vorlagen im dort ueblichen "NTSC"-Format.

Das merkte man spaeter uebrigens ganz extrem bei den "Star Trek:Voyager"-PAL-DVDs, die im Grunde genommen eine bildqualitative Zumutung darstellen. Es zuckt und ruckelt betraechtlich und horizontale Kameraschwenks lassen saemtliche Hintergrunde wie eine verwaschene Nebelkulisse erscheinen. Auch hier waere eine Nachbesserung wuenschenswert, doch Captain Janeway und ihre im Delta-Quadranten gestrandete Crew werden wohl nie den Kultstatus erreichen, den Captain Kirk und sein glatzkoepfiger Nachfolger Picard hatten und haben…

KategorienMedien

Die Kyrillschuessel

26. September 2012 Kommentare ausgeschaltet

Vor ca. neun Jahren ergab sich hier die Ambition, das althergebrachte (analoge) Kabelfernsehen durch Satellitenfernsehen zu ersetzen. Nur, was tun, wenn das Dach selbst bereits mit Amateurfunkantennen "besetzt" ist und die Genehmigung zum Befestigen einer Winkelhalterung an der damals frisch verputzten Hauswand verweigert wird? Man nehme einen herkoemmlichen Gartenschirmstaender (in diesem Fall mit schwerem Betonfuss) und stelle ihn auf das ueber dem Fenster befindliche, kleine Vordach (sofern vorhanden)…

An diesem Fuss wurde eine normale 60cm-Satellitenschuessel aus dem Grossmarkt mit 2-fach-LNB montiert und partiell mit Schutzlack eingesprueht. Fuer den besonderen Halt sorgt Bauschaum, mit dem der Betonfuss unterspuelt wurde. Und… was soll ich schreiben… es haelt seitdem bombig. Da das Vordach nicht einfach zu erreichen ist, entstand dieses Foto auf recht abenteuerliche Art und Weise :)

Mittlerweile wurde die Konstruktion im Rahmen von durchgefuehrten Dacharbeiten "richtig" in Augenschein genommen (wobei die Kamera natuerlich vergessen wurde…) und festgestellt, dass alles nach wie vor eigentlich in einem sehr guten Zustand befindlich ist, auch wenn es etwas verdreckt war. Das Foto truegt etwas, denn der Fuss ist nicht "angefressen", das ist nur davor befindlicher, verdreckter Bauschaum. Jetzt, in gereinigtem Zustand, sieht alles so aus, als ob die neun Jahre an der frischen Luft nicht gewesen waeren.

Die Schuessel, fest ausgerichtet auf Astra 19,2 Grad Ost, lieferte bisher konstante Signale, immer bei ca. 70-80% Signalstaerke, was fuer eine 60cm-Schuessel in hiesigen Breitengraden absolut normal ist. Zudem hat sie ausreichend Regenreserve, Ausfaelle gibt es wirklich nur bei "Weltuntergangsregen", gefuehlt nur ein- bis zweimal im Jahr. Besonders erwaehnenswert ist aber die Tatsache, dass diese Konstruktion selbst den Orkan "Kyrill" im Jahr 2007 schadlos ueberstanden hat und noch immer bombenfest ist…

KategorienMedien