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European Podcast Award #1

2. April 2009 Kommentare ausgeschaltet

Was lange waehrt… Die nach aussen hin sichtbaren Urspruenge des "European Podcast Award" reichen weit in das Jahr 2008 zurueck, doch erst am 31. Maerz 2009 kam es zur "richtigen" Verleihung des Preises. Zumindest an diejenigen, die an diesem recht kurzfristig einberaumten Abend zugegen waren. Andere Gewinner aus anderen Laendern hatten ihre Preise schon vorab zugeschickt bekommen.

Dieser in Kurzform "EPA" genannte Preis geht auf eine Inititative diverser Leute zurueck. Stellvertretend seien hier Michel Mertens, Ulli Harrass und die Firma Olympus genannt. Mit Ulli gibt es bereits ein zweiteiliges Podcast-Interview, in dem auch einiges ueber die Ideen und Hintergruende dieses Preises erzaehlt wird (hier und hier).

Aufgrund einer entsprechenden Einladung fuhr ich am 31.03.09 bei strahlendem Sonnenschein nach Hamburg, der sich bis dorthin auch halten sollte. Ein Zimmer im Hotel "Mercure" in Hamburg-City war bereits fuer mich vorreserviert worden und das konnte sich sehen lassen. Das Hotel ist absolut empfehlenswert: sauber, komfortabel, ruhig, freundliches Personal!

Annik Rubens traf ich in der Lobby und da sie versehentlich eine S-Bahn-Doppelkarte gebucht hatte, ging es fuer mich kostenlos mit der Linie S3 zur Reeperbahn (Tnx again :-)). Dort angekommen ging es zu Fuss weiter entlang dieser nicht zuletzt aus dem Fernsehen beruehmten, einschlaegigen Lokalitaeten ("Grosse Freiheit", "Ritze" usw.) zur eigentlichen "Location", der "On Air" – Bar, an einem Ausleger der Reeperbahn gelegen. Dort schien alles fuer diesen Anlass ausgeraeumt bzw. umgebaut worden zu sein. Das eigentliche "Dating Café" bietet im Normalfall Platz fuer ca. 80-100 Leute. Erwartet wurden an diesem Abend ungefaehr 50-60, es sollte also bequem ausreichen. An dieser Stelle muss tatsaechlich mal ein gehoeriges Lob an die dort Bediensteten ausgesprochen werden. Ich habe selten so ein hervorragendes Niveau an Aufmerksamkeit und aufrichtiger Freundlichkeit erlebt…

Dieser Abend war natuerlich in keinster Weise mit den Veranstaltungen vom mittlerweile verschiedenen, deutschen Podcastclub vergleichbar, dessen erste Award-Verleihung 2006 in Muenchen besonders nobel und dessen Folgeveranstaltung ein Jahr spaeter in Koeln sehr "messemaessig" daherkam. Diejenigen, die vielleicht aufgrund dessen jetzt eine Riesenveranstaltung erwartet hatten, mussten zwangsweise enttaeuscht werden, denn eine Bar an der Reeperbahn ist nunmal nicht mit den Rheinparkhallen vergleichbar. Es hatte aber doch einen gewissen Charme, wenn auch die Anzahl der Pressevertreter und Firmenrepraesentanten die Anzahl der anwesenden Podcaster zumindest zeitweise zu ueberbieten schien.

Die sehr freundlichen Teilnehmer und/oder Gewinner/innen aus England oder Spanien waren sehr gespraechsfreudig und man bekam doch einen Einblick in die Welt ausserhalb des deutschsprachigen Podcastdorfes. An dieser Stelle seien insbesondere Carlos von der Epa-Jury und José vom spanischen "Communicando Podcast" genannt, mit denen ich mich lange und nett unterhalten habe und die extra fuer diesen Abend angereist waren.
Ebenso waren Dianna O’Carroll vom britischen "Naked Scientists Podcast" und der mit schottischem Akzent sprechende Mark Pentleton vom "Coffee Break Spanish Podcast" anwesend.

Fabio Bacigalupo, Gruender von Podcast.de, war ebenfalls dabei und natuerlich durften die beiden Wolfgangs vom "Computerclub Zwei" nicht fehlen, hatten sie doch einen Extra-Sonderpreis fuer ihre gleichnamige Audiosendung gewonnen. Wolfgang Back umriss waehrend der Verleihungszeremonie (die insgesamt eine knappe Stunde gedauert hat) die Entstehungsgeschichte dieses AudioCasts, der bei seiner Erstveroeffentlichung demnach bereits 150.000 Downloads verzeichnen konnte und mittlerweile monatlich auf ca. 1,4 Millionen Downloads kommt. Eine wirklich imposante Statistik…

Alles verlief sehr harmonisch und Ulli Harrass war quasi "inkognito" da :) Auch er wurde vor das NormCast-Mikrophon gezerrt, ebenso wie Fabio, Annik nebst weiterer Leute und natuerlich die beiden Wolfgangs, die sich auch im "live"-Gespraech nichts schenken und tatsaechlich so sind, wie sie sich in ihrer Sendung anhoeren.

"Auf der Reeperbahn nachts um halb Eins", das traditionsreiche Lied von Hans Albers, fand sich auch an diesem Abend insofern wieder, als dass wir ungefaehr um diese Zeit ein Taxi bestiegen (Tnx, Nicole!) und "heimwaerts" gen Hotel fuhren…

Natuerlich ist nicht alles "Friede, Freude, Eierkuchen". Zum einen muss man der Firma Olympus und denjenigen, die das Ganze "gewuppt" haben, absolut zugute halten, dass sie sich wirklich bemueht haben, es den Herbeireisenden so angenehm wie moeglich zu machen. Andererseits muss ich mich zumindest teilweise der Kritik von Annik Rubens anschliessen, die hier auf ihrer Webseite schreibt:

"(…) Kritikpunkt Nummer eins ist und bleibt für mich: Wo waren die Podcaster? Wieso war das mitten in der Woche an einem Dienstag? Ich hätte so gerne mehrere von den nationalen Gewinnern kennen gelernt, aber außer den erwähnten war niemand da. Nicht einmal weitere deutsche Podcaster (zum Beispiel die hier). Sehr schade. Falls der Award wirklich zu einer jährlichen Veranstaltung wird, dann plädiere ich an die Entscheider, das Ganze zu einem Treffpunkt der Szene zu machen. Denn das fehlt in Deutschland. Gerne in alternierenden Städten, gerne mit alternierenden (Co-)Sponsoren. (…)"

Aus einer Art "Trecker-Treck" wurde einst die "Love Parade". Vielleicht wird aus dieser diesmaligen, noch kleineren Veranstaltung irgendwann mal so etwas wie der "Podcast-Bambi". Der Weg dorthin ist allerdings lang und steinig, denn so etwas auf europaeischer Ebene (also ueber die deutschen Grenzen hinaus) zu stemmen, ist natuerlich aufwendig, erfordert u.a. ein hohes Mass an Logistik, Engagement und letztendlich – Geld…

Updates:

Video vom EPA bei YouTube.

Den ersten, offiziellen Blogeintrag vom EPA gibt es hier…

Der NormCast Nr.135 ist mittlerweile erschienen.
Darin sind viele O-Toene von der Veranstaltung zu hoeren.

KategorienMedien

Geht bald nichts mehr ohne Handy?

30. März 2009 Kommentare ausgeschaltet

Unglaublich, dass das schon wieder ca. drei Jahre her ist. Damals wurde das TAN-Nummern-Verfahren fuer das Onlinebanking vom altmodischen (Papier-)Nummernbogen auf ein kleines Geraet umgestellt, in das man die Bankkarte stecken konnte und welches daraufhin per Knopfdruck eine Tan-Nummer generierte, die dann fuer die anstehende Ueberweisung genutzt werden konnte.

Nun ist auch das schon wieder Geschichte. Bis zum Monatsende kann noch mit dem bisherigen Verfahren weitergemacht werden, danach wird alles umgestellt. Und das ist -von der Sache her- zumindest im Detail zweifelhaft, liebe Volksbank!

Ein wie ein Taschenrechner aussehendes Nachfolgegeraet fuer den bisherigen Kartenleser kostet den Bankkunden zunaechst erstmal 10 Euro. Zudem ist dieses umstaendlicher zu handhaben, da Zusatznummern eingegeben werden muessen. Diese Alternative ist uebrigens nicht sofort auf der erklaerenden Webseite ersichtlich, denn zunaechst wird die von der Bank praeferierte Methode, die Zusendung der TAN-Nummer per SMS, ausgiebig im Werbejargon angepriesen.

Es geht also bald fast nichts mehr ohne die Angabe der Handynummer. In Zeiten von sterbenden Festnetzanschluessen und fehlenden Telefonbucheintraegen ist das sogar nachvollziehbar, dass Handynummern ein begehrtes Gut sind. Doch ich weigere mich (noch), meine "richtige" Handynummer fuer solche Dinge (wie z.B. Parkgebuehren per Handy bezahlen, Strassenlaternen anknipsen via Mobilphon usw.) preiszugeben. Das ist vielleicht alles sehr praktisch (z.B. fuer gehbehinderte Menschen), aber ich muss nicht mit einer Fernbedienung durch die Welt laufen und alles nach meiner Pfeife tanzen lassen, denn es ist nach wie vor kein Problem, Ueberweisungen spaeter in Ruhe von zuhause aus zu taetigen oder mal eben zum Parkscheinautomaten zu gehen.

Natuerlich ist das SMS-Verfahren aufgrund der Tatsache, dass die uebermittelte TAN-Nummer nur fuer kurze Zeit gueltig ist, schon relativ sicher, aber trotzdem auch nicht so unfehlbar, wie die Banken vielleicht denken. Der nun zwischengeschaltete, drahtlose Weg bietet hier auch wieder Angriffspotential, welches gerade ein Funkamateur wie unsereins sicherlich sofort erkennen kann.

Was ebenfalls aergerlich ist, ist die Tatsache, dass ein Geldinstitut, welches mit dem sauer Ersparten des Privatindividuums arbeitet und letztendlich/hoffentlich davon profitiert, diesem dann entweder 10 Euro fuer den neuen Kartenleser XXL abknoepfen will oder ab der fuenften SMS im Monat 12 Cent das Stueck berechnet. Das sind zwar so gesehen nur "Peanuts" (…) aber letztendlich geht es hier um’s Prinzip, zumal wieder einmal ein wesentlicher Service-Aspekt verschwindet.

Was tun, sprach Zeus? Ganz einfach: Die alte, mittlerweile kaum noch genutzte Prepaid-Handynummer wird sozusagen "geopfert" und ab sofort fuer solche Dinge genutzt werden. Sie wird mittelfristig auch die normale Festnetznummer ersetzen.

Gluecklicherweise hatte das alte Handy auch schon einen "Aus"-Knopf :-))

KategorienLokales

YES! They still can…

28. März 2009 Kommentare ausgeschaltet

Die "Pet Shop Boys" koennen zurecht mit Stolz auf eine lange Hitreihe zurueckblicken. Seit ihrem legendaeren "West End Girls" sind sie aus der Popwelt nicht mehr wegzudenken. Jetzt erscheint mit "YES" ein neues Album der beiden Englaender, welches eigentlich nichts Neues zu bieten hat, aber trotzdem ueberzeugt. Es haette genauso gut auch irgendwo zwischen "Actually" und "Very" erscheinen koennen und waere dabei nicht sonderlich aufgefallen, denn die Pet Shop Boys machen das, was sie am besten koennen: melodische Popsongs mit ein wenig Bombast auf Neil Tennant’s charismatische Stimme abzustimmen. Der Mann kann bestimmt nicht in Moll singen, daher gibt es auch hier wieder zuckersuesse Melodeien und bewaehrte Strickmuster. Wer sich die Pet Shop Boys bisher nicht leidgehoert hat, der wird dieses Album moegen. "Love etc.", die erste Single daraus, "tut nicht weh", wie man so schoen sagt, bleibt aber trotzdem im Ohr haengen. "Vulnerable" hat einen noch hoeheren Ohrwurmcharakter, waehrend "Beautiful People" sogar mit ein paar wieder aktuellen Retro-Beats hintergruendig daherkommt. Lediglich das letzte Stueck "Legacy" ist ein wenig anstrengend, ansonsten ist dieses eine nette, melodische Autofahrerplatte. Kein Meilenstein, aber angenehm vertraut…

KategorienMusik

Moderner Amateurfunk

27. März 2009 Kommentare ausgeschaltet

Der Begriff "Amateurfunk" ist zumindest in zweierlei Hinsicht nicht sonderlich treffend, denn die Leute, die ihn betreiben, sind meistenteils keine "Amateure" im Sinne von "blutige Anfaenger". Erst eine anspruchsvolle Lizenz trennt die Funkamateure u.a. von den CB-Funkern, doch im Volksmund wird beides nach wie vor viel zu leicht in einen Topf geworfen.

Weitverbreitete Assoziationen, die mit dem Begriff "Amateurfunk" entstehen, beschraenken sich oftmals auf laermende Riesenfernschreibmaschinen, Morsetasten und grosse Roehrenschraenke. Dabei hat der Amateurfunk in vielen Bereichen in den letzten Jahren eine echte Evolution durchgemacht und viele "Funkbuden" mutierten von kleinen Museen zu richtigen High-Tech-Stationen.

Umso erfreulicher ist es, wenn das auch mal von den Medienschaffenden erkannt und dokumentiert wird. Der folgende Film hat in punkto Bild- und Tonqualitaet zwar Defizite, ist aber inhaltlich gesehen auf der Hoehe der Zeit und beweist, dass eine gute Kurzreportage auch mal ins Detail gehen darf…


Zum Video (neues Fenster)

Einen Fehler hat die Darstellung allerdings: Die Funkverbindungen ("QSOs") muessen nicht dokumentiert bzw. in ein Logbuch eingetragen werden. Das ist mittlerweile und angenehmerweise freiwillig, also keine Notwendigkeit!

KategorienAmateurfunk

NormCast 134

26. März 2009 Kommentare ausgeschaltet
KategorienNormCast