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Sie sind ein Gewinner

18. August 2006 Kommentare ausgeschaltet

Schoen waer`s. Mittlerweile greift diese aergerliche Unart um sich: Ungebetene Werbeanrufe.

Da hat man sich gemuetlich auf dem Sofa niedergelassen und der Film ist vielleicht gerade spannend oder man ist generell gerade unpaesslich, weil man nach zwei Stunden am Schreibtisch mal das Badezimmer aufsuchen muss. Und, was passiert natuerlich immer (!) genau in diesen Momenten: Das Telephon klingelt.

Man quaelt sich foermlich dahin und dann sagt eine Computerstimme: "Hallo! Sie haben gewonnen! Bitte bleiben sie in der Leitung…". Nun ja, bei mir kommt die Stimme nicht einmal dazu, das Wort "gewonnen" auszusprechen, weil entweder umgehend aufgelegt wird oder ein entsprechendes Schimpfwort meinerseits den Anrufenden uebertoent. :)

Es ist eine Seuche. Hoffentlich braucht man bald keinen antiquierten Telephon-Festnetzanschluss mehr um einen Internetzugang haben zu koennen, dann waere endlich Ruhe. Diese Zwangsbuendelung ist jetzt schon eigentlich untragbar. Es gibt schon Festnetz-unabhaengige Angebote diverser Provider fuer entsprechende DSL-Anschluesse, aber saemtlich Preismodelle sind bisher voellig uninteressant (wenn man denn schon einen Festnetzanschluss hat).

Hinzu kommen die zahlreichen Umfrage-Institute, bei denen sich viele Studenten im Sommer ein Zubrot verdienen, indem sie die Leute anrufen und im Rahmen von Marktforschungserhebungen auszufragen versuchen. Nichts gegen renommierte Unternehmen dieser Art (Emnid, Icon), aber die vielen, dreisten Kleinbetriebe dieser Art belasten die Nerven der angerufenen Privatpersonen zusaetzlich.

Die Verbraucherzentrale NRW macht jetzt Front gegen diese Auswuechse im Festnetz. Zeit wird`s…

Naechster Trend: Werbe-SMS auf`s Handy. T-Mobile macht das in letzter Zeit verstaerkt fuer eigene Produkte. Auch das gehoert abgeschafft, wenn nicht bestellt. Bisher ist mir aber keine Moeglichkeit des Ab(be)stellens bekannt. Selbst als (ueberzeugter!) Prepaid-Kartenkunde muss man das nicht hinnehmen muessen…

KategorienDiverses

Das auserwaehlte Reich

17. August 2006 Kommentare ausgeschaltet

So lautet der Titel der 64. Star Trek "Enterprise" Folge (Staffel 3). Selten hat mich eine Folge aus einer Fernsehserie so beeindruckt. Zum einen ist sie absolut spannend gemacht aber zum anderen widerspricht sie voellig dem urspruenglichen Geist, den der bereits verstorbene Schoepfer der Serie, Gene Roddenberry, der Serie einhauchen wollte.

Diese Episode setzt nicht auf Voelkerverstaendnis und Harmonie. Nein, sie zeigt den (in der hiesigen Hemisphaere oftmals als solchen verstandenen) Irrsinn, den solche Dinge wie die Denkweise der "Selbstmordattentaeter" mit sich zu bringen scheint. Natuerlich nicht ohne den durchschimmernden, an das Amerika der Gegenwart erinnernden Pathos auszulassen. Letztendlich ist es eine amerikanische Fernsehserie und das muss man aus Gruenden der Relativierung als mitteleuropaeisch-denkender Mensch immer im Hinterkopf behalten.

Die Enterprise erhaelt einen (fingierten) Notruf von einem religioesen Pilgerschiff, welches die technische Ueberlegenheit der Enterprise fuer ihre Zwecke nutzen moechte. Die Besatzung kommt unter falschen Voraussetzungen an Bord, gewinnt das Vertrauen der Starfleet-Crew und uebernimmt unter Ausnutzung desselben das Schiff. Selbstmordattentaeter platzieren sich an den sensiblen Punkten der Enterprise und reissen in einem Fall, der zur "Demonstration" dient, ein Besatzungsmitglied in den Tod.

Ein (sinngemaess wiedergegebener) Dialog zwischen Captain Archer und dem Anfuehrer der Kaperer: "Warum fuehren sie diesen religioesen Krieg?" – Antwort: "Nun, diejenigen, die uns gerade angreifen, glauben, dass das auserwaehlte Reich in zehn Tagen erschaffen wurde. Aber es waren nur neun…"

Natuerlich ist das absolut ueberspitzt, aber es zeigt auch hier, dass religioeser Fanatismus der Ursprung vielen Uebels ist. Und das macht vor den einzelnen Konfessionen nicht halt, anscheinend selbst in der Zukunft nicht.

Zum Schluss der Folge stehen Archer und sein mittlerweile ueberwaeltigter Kontrahent auf dessen Heimatplaneten vor einer zerstoerten Kulisse. Archer: "Ihr Glaube sollte doch Frieden bringen…. hier ist er."

Okay…. die "Guten" sind auch hier wieder die "Guten". Aber, diese Folge ist mutig und gerade deshalb erwaehnenswert. Auch wenn der bittere Beigeschmack mitschwingt, dass es eine verhaeltnismaessig plumpe Antwort auf die Ereignisse von beispielsweise dem elften September 2001 ist. Wer sich diese Folge aber mit Interesse, Hintergrundwissen und mit offenem Geist ansieht, wird vielleicht ueberrascht sein…..

KategorienMedien

Fernsehen = Ehrensenf

17. August 2006 Kommentare ausgeschaltet

"Das war Ehrensenf, ich bin Katrin, tschuess". So endet jede Folge der ca. 3-5 minuetigen Internet-TV-Sendung "Ehrensenf". Die 23-jaehrige Katrin Bauerfeind erzaehlt in plauderhafter Art und Weise ueber oftmals skurrile Dinge, vorwiegend aus dem Internet und fuer das Internet. Kleine Filmeinspielungen und/oder themenbezogene Bildeinblendungen taeuschen kaum darueber hinweg, dass der Loewenanteil der Spielzeit einer Folge mit Katrin`s Gesicht gefuellt wird, welches allerdings nett anzusehen ist :) Mittlerweile scheint diese Sendung in Deutschland zu einiger Beruehmtheit zu gelangen, denn selbst in einer kleinen, lokaleren TV-Zeitung wie der "Prisma" wird schon ueber "Ehrensenf" berichtet. Schon vor einigen Monaten gab es an gleicher Stelle einen Bericht ueber Annik Rubens. Ein Omen?

KategorienMedien

Beachroad Hotel

17. August 2006 Kommentare ausgeschaltet

Beachroad Hotel, das sind fuenf junge Leute aus Guetersloh und Umgebung, die sich gut strukturiertem Pop und Rock verschrieben haben: Michi Schwiemann, Benny Bobe, Katharina Mueller, Felix Oestersoetebier und Markus Strothmann.

Sie bildeten den Auftakt zum Donnerstagabend innerhalb der "Woche der kleinen Kuenste" auf dem Dreiecksplatz. Das Publikum war bunt gemischt, doch schien diesmal die Jugend in der Ueberzahl zu sein. Das ist auch gut so, denn dieser Abend war von den Initiatoren auch eher fuer die Jugend ausgelegt worden. Beachroad Hotel spielten sehr solide und hoerten sich live sogar noch viel besser an als wie auf ihrer CD, die aber auch nicht zu verachten ist. Das Wetter spielte mit, der Dreiecksplatz war voll, was will man mehr?

Nach Beachroad Hotel spielten mit "Channel 8" und "Kain" noch zwei weitere Bands, die ich aber nicht mehr gesehen habe.

Im "NormCast" Nr.46 habe ich schon vor einiger Zeit schonmal ein Stueck von Beachroad Hotel gespielt, welches sie heute abend auch zum besten gegeben haben: Back to me.

KategorienLokales

Richie Arndt & Zoot Money

16. August 2006 Kommentare ausgeschaltet

"Die Woche der kleinen Kuenste" findet derzeit auf dem Dreiecksplatz in Guetersloh statt. An jedem Abend gibt es dort Konzerte und sonstige Darbietungen zu erleben.

Am Dienstagabend spielten Richie Arndt & The Bluenatics schnoerkellosen und handwerklich einwandfreien Rock (und `n`Roll) nebst Blues, oftmals mit einer guten Portion Funk gewuerzt. Spitzenmaessig. Richie duerfte vielen Gueterslohern auch durch die alljaehrlichen "Small Stars"-Konzerte bekannt sein.

Danach Zoot Money. Jawohl, genau der Zoot Money, der schon mit Eric Burdon`s "Animals" zusammengearbeitet hat, der mit "Big Time Operator" in den spaeten sechziger Jahren einen Hit hatte und der heute noch ein guter Freund von Georgie Fame ist. In Guetersloh zeigte er sich als absoluter Koenner an der Hammondorgel und gab teilweise eigenwillige Interpretationen zum besten, die aber immer auf sehr hohem Niveau angesiedelt waren.

Alles in allem war es ein stimmiger Abend bei akzeptablem Wetter und netter Atmosphaere. Rundum gab es unterschiedlichste Gastronomie, von der Bratwurst bis zur Thai-Kueche.

Mittendrin bekam ich eine SMS von Roger vom Kultpavillon. Ich revanchierte mich mit einem Handyschnappschuss von der Buehne, ebenfalls als SMS verschickt. Und was fand ich noch am selben Abend im entsprechenden schweizer Blog vor, noch bevor ich die Chance hatte, meine Bilder vom eigenen Handy herunterzuladen? Richtig…

Und da sag` noch einmal jemand, die Schweizer waeren nicht schnell… :)

KategorienLokales