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Archiv für die Kategorie ‘Computerkram’

Teure Temp-Dateien?

22. Juni 2011 Kommentare ausgeschaltet

Facebook macht die Welt kleiner und buendelt Bilder, Videos, Texte usw. in einer Oberflaeche. Den Anwender freut’s, denn mit ein paar wenigen Klicks sind das Lieblings-Musikvideo (sofern in "unserem" Land verfuegbar), die frischgeschossenen Handybilder oder das Tagesmotto in Form eines Textzitats im eigenen Profil eingebunden.

Meistens werden diese Daten nicht transferiert bzw. neu hochgeladen, sondern einfach "nur" verlinkt und man denkt sich nichts dabei. Leider faengt an dieser Stelle nicht nur der typisch-deutsche Rechts-Amts-Schimmel wieder gefaehrlich an zu wiehern. Rein technisch gesehen entstehen beim Ansehen von Online-Videos, Streams und dergleichen "Kopien" dieser Streifen z.B. im Temp-Ordner des wiedergebenden Systems. Und schon kommen gewisse Leute und Leutinnen in gewissen Kanzleien auf den Plan und wittern einen neuen Naehrboden fuer ihre beliebten Abmahnschreiben.

"(…) Bei 150 Leuten, die Zugriff haben, kann man nicht mehr von privater Nutzung und Privatkopie sprechen“, sagt der Kölner Rechtsanwalt Christian Solmecke. Und wer urheberrechtlich geschützte Fotos, Musikstücke, Filme oder Texte verbreitet, muss nun mal die Lizenz dafür erwerben.
Aus Sicht mancher Experten gilt das sogar für einen Link auf eine andere Internetseite. Inhalte wie Foto- und Videodaten bleiben in diesem Fall zwar beim Urheber, doch auf Facebook erscheint in diesem Fall ein Miniaturbild von der betreffenden Seite sowie ein Kurztext. Rechtlich ist dies zumindest eine Grauzone. (…) Für Abmahnanwälte kann die typische Facebook-Seite eines Teenagers 10.000 bis 15.000 Euro wert sein. (…)"
Quelle: Artikel bei Welt.de

Man sollte doch die Kirche im Dorf lassen. Natuerlich ist es nicht richtig, einen Inhalt von einer Webseite herunterzuladen, ihn ggf. lokal abzuspeichern und ihn dann bei Facebook unter Umstaenden in einem neuen Kontext neu einzuspielen. Ganz klar. Was aber unbedenklich bleiben sollte, ist das gezielte Verlinken von Facebook ausgehend auf externe Inhalte. Kommentieren ist ja schliesslich erlaubt, ja sogar oftmals erwuenscht. Das sich dann darueber gestritten wird, ob die kleinen Vorschaubildchen fuer einen Text oder ein Video schon einen Rechteverstoss darstellen, wirkt irgendwie kleinkariert. Abgesehen davon sind Hinweise von Facebook-Anwendern fuer eine Webseite in vielen Faellen auch foerderlich, weil sie Traffic und Aufmerksamkeit generieren, was wiederum die Werbepartner dieser externen Seiten freut.

Damit Videos ruckelfrei laufen, muessen sie ggf. zwischengespeichert werden. Allerdings wird dabei meistens nur ein kleiner Teil versteckt im System abgelegt und nach dessen Abarbeitung automatisch wieder geloescht. Also kann von einer "vollwertigen" Kopie des Videos keine Rede sein. Musik muss analog gewandelt werden, sonst kann man sie nicht hoeren. Texte muessen gross genug dargestellt werden, sonst kann man sie nicht lesen. In allen Faellen bietet das Abspielen bzw. das Darstellen der Inhalte Angriffspunkte fuer "Raubkopien", denn ein analoges Tonsignal laesst sich abfangen bzw. mitschneiden, Videos lassen sich abfilmen und Texte koennen trotz "nur-lesen-PDF" abfotografiert werden, sowohl analog als auch digital. Damit muessen Anbieter von entsprechendem Content nunmal leben.

Andersherum sollte dies aber auch kein Freibrief fuer Contentklau sein. Im Grunde genommen ist es wie im "normalen" Leben auch: Zitieren, Markieren, auf etwas aufmerksam machen – ja. Komplette Inhalte uebertragen oder gar manipulieren – nein. Zumindest nicht ohne Quellenangaben und/oder Genehmigung. Am sichersten faehrt man natuerlich mit komplett-eigenen Inhalten (selbstgeschossene Fotos, selbstgedrehte Videos, eigene Musik oder Lyrik). Doch wenn man alltaegliche Themen und Quellen im normalen Rahmen nicht mehr kommunizieren darf, ohne ein mulmiges Gefuehl zu haben, wird’s eng – auch im Gesichtsbuch…

KategorienComputerkram

Stichwortstatistiken

14. Juni 2011 Kommentare ausgeschaltet

Wonach suchen die Besucher dieser Seite? Ueber welche externen Querverweise landen sie ggf. hier? Wie bei jeder normalen Webseite, die bei einem "normalen" Anbieter vertrieben wird, gibt es natuerlich auch in Bezug auf NormCast.de Statistiken, die hinter den Kulissen abrufbar sind. Unter anderem die der Suchbegriffe, ueber die die im Internet surfenden Leute und Leutinnen letztendlich hierher gelangen.

Demnach ist "Ukulele lernen" seit geraumer Zeit ganz vorne, mittlerweile auch "9Live Ende" und "9Live Sendeschluss", der "Samsung Kanaleditor" und natuerlich "NormCast" selbst. Die meistaufgerufenen Personen sind Werner Reinke, Mal Sondock, Alan Silson und Mickey Meinert.

Das "tuerkische Gluecksrad", "das Leben rueckwaerts", die "VLC Alternative" und der Beitrag ueber den "Disc Center Weikersheim" werden ziemlich oft direkt aufgerufen. Auch nach dem mittlerweile eingestellten "QTH Germany"-Amateurfunkpodcast wird weiterhin fleissig gesucht.

In der ersten Junihaelfte gesellten sich Suchbegriffe wie "Anno 1280", "40 Jahre Disco" und "Matthias Kirchhoff" ganz oben mit hinzu. Alles in allem also ein relativ unspezifizierter Querschnitt ueber die Inhalte dieser Seite. Ich habe die Begriffe jetzt nicht extra verlinkt. Bitte ggf. per "copy & paste" in das Suchfenster oben rechts kopieren…

Etwas merkwuerdig wird’s dann aber, wenn Begriffe wie "Schwanzparade" (im Mai) und "Rhinozerossex" (im Juni) anteilig zwar im homöopathischen Bereich, aber dennoch gelistet auftauchen. Wahrscheinlich sind das die wildgewordenen Spam-Bots, die werktags unter diversen Firmenschreibtischen ihr uebles Werk verrichten…

KategorienComputerkram

Selbst ist der MacBook-Mann…

5. Juni 2011 Kommentare ausgeschaltet

Diese Geschichte hat schon Format. Joshua Kaufman, einem Amerikaner, wurde sein MacBook gestohlen. Es wurde tagsueber aus seiner Wohnung entwendet, als er nicht zuhause war. Er verfolgte die Aktivitaeten des Diebes unter Zuhilfenahme einer auf seinem MacBook installierten "App" und leitete die so gesammelten Informationen an die Polizei weiter. Nach einer Woche eroeffnete Kaufman mit "ThisGuyHasMyMacbook" eine Blogseite, auf der er seine Informationen und die mit der Laptop-internen Kamera geschossenen Bilder des Uebeltaeters mit der Oeffentlichkeit teilte. Doch erst, nachdem Kaufman via Twitter auf seinen Blog aufmerksam machte, fand die Geschichte breitere Beachtung. Die Nachrichtenredaktion der ABC-Sendung "Good Morning America" kontaktierte die zustaendige Polizeibehoerde und danach kamen die Ermittlungen erst richtig in Schwung. Wiederum wenige Tage spaeter wurde der Uebeltaeter, ein Taxifahrer, verhaftet und das Geraet seinem findigen Eigentuemer zurueckgegeben. Nicht schlecht. Fazit: "Mediendruck" befluegelt(e) die Polizei und diese "App" namens "Hidden" war auf jeden Fall ihr Geld wert…

KategorienComputerkram

Podcastpakete

3. Juni 2011 Kommentare ausgeschaltet

"Podhost.de" war in Verbindung mit "Podster.de" das erste, relevante Podcastportal in Deutschland. Michael Elsdoerfer hat damit wahre Pionierarbeit geleistet – und das anfaenglich fast im Alleingang. Mittlerweile hat er sich aus diesem Projekt zurueckgezogen und nun ist dort nichts mehr so, wie es einmal war. Also wird auch der "NormCast" demnaechst umziehen.

Das ist aber nicht ganz so einfach, wie man denkt, denn einen zugehoerigen RSS-Feed zu aendern oder umzuleiten, der zudem jahrelang gueltig war, birgt Risiken in sich. In der Folge koennen fehlerhafte Eintraege im "iTunes"-Portal oder Inkompatibilitaeten zu diversen, sogenannten "Podcatchern" auftreten, was immer einen groesseren Hoererverlust mit sich bringen kann. RSS-Feed-Wechsel sollten also gut durchdacht und so selten wie moeglich durchgefuehrt werden…

Im hiesigen Fall gibt es zum einen die Moeglichkeit, die Podcast-MP3-Dateien beim "normalen" Hoster dieser Webseite mit zu lagern. Er bietet beispielsweise ein Paket fuer 7,95 € / Monat an, welches unter anderem 25 GB Speicherplatz in Verbindung mit einer Traffic-Flatrate beinhaltet. Nun muss man wissen, dass dieser Speicherplatz sich nicht erneuert, wie das z.B. bei Podhost.de der Fall ist. Das heisst, dass er kontinuierlich schrumpfen wird. Doch alle in den letzten sechseinhalb Jahren erschienenen NormCast-Folgen (Nr. 1-186) belegen als 256kbps-MP3-Dateien zusammen ca. 10GB Speicherplatz und natuerlich sind sie in den veroeffentlichten "Webversionen" (64kbps/Mono bis 160kbps/Stereo, je nach Inhalt) deutlichst kleiner. Also duerften die 25GB fuer die naechsten Jahre absolut ausreichen :-) Ein weiterer Vorteil waere die vollstaendige "Hoheit" ueber den RSS-Feed, der jederzeit manuell anpassbar waere.

Ein interessantes Podcast-Hostingangebot kommt von einer anderen, verdienten Lichtgestalt der Podosphaere: Fabio Bacigalupo. Zu seinem interessanten Portal "Podcast.de" gesellt sich jetzt "Podcaster.de" mit unlaengst neu vorgestellten Tarifen:

Mir persoenlich fehlt ein Tarif zwischen den Positionen "Starter" und "Podcaster", zum Beispiel 3€/Monat fuer 100MB. Das wuerde fuer drei Folgen pro Monat reichen und kaeme meinem Turnus eher entgegen. Aber ansonsten kann sich das Angebot von "Podcaster.de" durchaus sehen lassen… Mal sehen, wo die hiesige Reise hinfuehrt. Stay tuned :-)

KategorienComputerkram, Medien

eBay will nicht mehr troedeln

26. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

"Ebay will kein Online-Flohmarkt mehr sein" titelt der Heise Newsticker. Erster Gedanke: "iTunes will kein Musikhaendler mehr sein", "Adidas moechte kein Sporthaendler mehr sein" und die Erde ist eine Scheibe…

Wenn eine Internet-Plattform ein Inbegriff fuer einen "Online-Flohmarkt" ist, dann ist es mit Sicherheit eBay. Saemtliche "Konkurrenten" (wie z.B. Hood.de) sind (bisher) eigentlich keine, zumindest keine, die eBay gegenwaertig den Rang ablaufen koennten…

Doch eBay schaufelt schon seit geraumer Zeit sein eigenes Grab, denn vor allen Dingen die Privatverkaeufer werden durch zunehmende Einschraenkungen und Gebuehrenerhoehungen verprellt.

Einziger Lichtblick ist "eBay Kleinanzeigen", welches -noch kostenlos- vor allem auf lokalerer Ebene zu punkten weiss.

Quo vadis, eBay? Ein zweites "Amazon" wirst du niemals werden und die Privatverkaeufer sind die Aeste, an denen Du saegst. Vielleicht ist es nach ueber zehn Jahren eBay-Zugehoerigkeit so langsam an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen. Ganz ohne PayPal-Zwang…

KategorienComputerkram