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Archiv für die Kategorie ‘Computerkram’

Winnenden und die erneuten Folgen

22. März 2009 Kommentare ausgeschaltet

Der Amoklaeufer von Winnenden hat diese unsaegliche Diskussion um und ueber jugendgefaehrdende Medien und insbesondere um sogenannte "Killerspiele(r)" wieder angeheizt. Populismus und nicht mal annaehernd vorhandendes Viertelwissen bei diversen Journalisten fuehren derzeit wieder zu einer wahren Spendenflut ins Phrasenschwein.

Dieses Thema ist uralt. Der Rock’n’Roll der 50er; "Beat Club" und Flower Power in den 60ern; "Eis am Stiel", Punk und Disco in den 70ern; "Rambo", Commodore64 und Walkmaenner in den 80ern sowie Techno und Internet in und ab den 90ern. IMMER gab es irgendeine sprichwoertliche "Zielgruppe", die von unsachlichen Journalisten und leichtglaeubigen Politikern nach einem schweren Vorfall dieser Art unter Beschuss genommen worden ist. Zeitgenoessische Filme, Fernsehsendungen und/oder Musikwellen mit all ihren Begleiterscheinungen wurden dabei nicht selten beschuldigt, die entsprechenden Ausloeser gewesen zu sein.

Dabei ist es hoechstwissenschaftlich-serioes erwiesen, dass Gewaltfilme und/oder entsprechende Computerspiele lediglich ohnehin schon vorhandene, negative Tendenzen und persoenliche Strukturen verstaerken koennen, im Normalfall aber nicht die Ausloeser sind. Diverse Lerntheorien, die bis heute in den Schulen behandelt werden, belegen das eindeutig.

Was ist die Folge? In den Medien jagt ein platter Spruch den naechsten und blanker Aktionismus versucht, Aufmerksamkeit zu erregen (siehe Kaufhof).

Wer etwas haben will, bekommt es auch. Es hat immer Mittel und Wege gegeben und genau das wissen die Jugendlichen meistens weitaus besser als wie die Erwachsenen, die dies zu verhindern versuchen. Schauen diese aber in ihre eigene Vergangenheit zurueck, muessten auch sie die Parallelen erkennen…

Ich bin kein Computerspieler. Frueher (in den 80ern) war kaum ein Arcade-Standgeraet à la "Pacman", "Galaga", "Donkey Kong" oder "Phoenix" vor mir sicher (siehe hier), doch bis in die Gegenwart hat das Interesse nicht gereicht. Wenn ich aber dann solche Beitraege wie den von Deef Pirmasens, seines Zeichens Macher des sprichwoertlich ausgezeichneten Blogs und gleichnamigen Podcasts "Gefuehlskonserve" lese, dann ergibt sich an dieser Stelle die Notwendigkeit, einen Hinweis darauf auch hier zu platzieren.

Daher folge ich hiermit Deef’s virtueller Einladung und publiziere seinen erwaehnenswerten Originaltext (Version vom 22.03.2009 / 18:20 Uhr) nachfolgend auch auf dieser Webseite:

Vorschlag für einen offenen Brief von Videospielfans an Medien, Politik und Eltern zur “Killerspiel”-Debatte

Den Fans von Videospielen geht es wie vielen anderen, die die Debatte, die in der Folge des Massenmords von Winnenden losgetreten wurde, verfolgen: sie sind fassungslos und verärgert. Fassungslos hinsichtlich des Leids, welches ein scheinbar ganz normaler Jugendlicher mit der Pistole seines Vaters angerichtet hat. Verärgert darüber, wie nun versucht wird, diese Wahnsinnstat unter anderem damit zu erklären, dass Videospiele Jugendliche zu Killern machten.

Neue Medien gelten als suspekt. Das ist nicht nur bei Videospielen oder dem Internet so, sondern galt früher auch fürs Fernsehen, Film, Micky-Maus-Hefte (die als Schmutz- und Schund verunglimpft wurden) und Büchern. Angeblich hat schon Goethes “Die Leiden des jungen Werther” reihenweise junge Männer in den Selbstmord getrieben.

Sind Menschen Pawlowsche Hunde?

Die Diskussion läuft dabei immer nach dem gleichen Muster ab: einem neuen Medium, das viele nur vom Hörensagen kennen, wird vorgeworfen, junge Menschen zu verblöden. Das Reiz-Reaktions-Muster welches dieser Argumentation zugrunde liegt, ist das von Pawlow. Sind Menschen wie Hunde, die auf ein Signal hin zu sabbern anfangen? Nein. Die psychologische Forschung hat die Annahme, menschliches Verhalten könne sich über plumpe Reiz-Reaktions-Schemata erklären lassen, schon vor Jahrzehnten widerlegt.

Wir Videospiel-Fans appellieren an Journalisten, sich mit Spielen und der Gesetzeslage, über die sie berichten, professionell auseinanderzusetzen. Kennen Sie den Unterschied zwischen ab 18 Jahren freigegebenen und indizierten Spielen? Wissen Sie ob World of Warcraft ein Egoshooter oder ein Online-Rollenspiel ist und ob Counterstrike nur Gewalt enthält oder Gewalt verherrlicht? In der Vergangenheit haben wir oft erlebt, dass Journalisten all das nicht wussten und mittels ausgesuchter Experteninterviews ihre eigenen Vorurteile gegenüber Videospielen bestätigten.

Journalistische Sorgfaltspflicht

Bei genauem Hinsehen werden Sie, verehrte Journalisten, feststellen, dass es eine breite Palette an Psychologen, Medienpädagogen und Erziehungswissenschaftlern gibt, die nicht durch die Talkshows tingelt, keine lauten Verbotsschreie von sich gibt, sondern zur Differenzierung auffordert. Die journalistische Sorgfaltspflicht gebietet Ihnen ihre Recherche vorurteilsfrei und ergebnisoffen zu gestalten und in Konflikten beide Seiten darzustellen. Berichten Sie über die Erkenntnisse der Medienforschung, statt pauschal vorzuverurteilen. Warum erwähnen Sie überhaupt , dass der Massenmörder von Winnenden auch Computerspiele auf seinem Rechner hatte, wenn nicht bewiesen wurde, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Medieninhalten und Gewalttaten besteht?

Möglicherweise haben Sie das Gefühl, die negative Wirkung von Videospielen liege auf der Hand, weil viele jugendliche Attentäter gewalthaltige Games besaßen. Wenn sie annehmen, hier bestünde ein einwandfreier Kausalzusammenhang, dann ignorieren Sie, dass Millionen Menschen sich mit derartigen Medien beschäftigen und ein friedliches Leben führen. Die Schlussfolgerung, die Sie mit einem Satz wie “alle Attentäter beschäftigten sich mit Gewaltspielen” ihren Lesern/Hörern/Zuschauern aufnötigen, folgt der gleichen Pseudo-Kausalität, wie die Aussage “Alle Attentäter sahen gerne fern” oder “Alle Attentäter aßen gerne Kartoffeln”. Macht das Sinn, verehrte Journalisten?

Politikverdrossenheit durch Ignoranz und Populismus

Wir Videospiel-Fans appellieren an Politiker, reflexhafte Verbotsschreie nach Attentaten einzustellen. In Bierzelten mag das Applaus bringen, aber Sie machen sich bei den Millionen von wahlberechtigten Menschen, die sich besser mit Spielen auskennen als Sie, lächerlich. Ihre Erklärungsversuche und Schuldzuweisungen strotzen vor Ignoranz und Populismus. Sie schüren so – gerade bei jungen Leuten – die Politikverdrossenheit und Sie treiben Menschen, die noch wählen gehen, zu anderen Parteien.

Aus unserem Leben sind Medien nicht mehr wegzudenken. Warum haben wir immer noch keine regelmäßige Medienerziehung in den Schulen? Warum wird so wenig für die Aufklärung von Eltern bezüglich Medienwirkungsweisen und Medieninhalten getan? Warum wird zugelassen, dass unser Schulsystem aussortiert und frustriert und so eine hohe Zahl von Schulversagern produziert? Wie kann es sein, dass die einzige Anerkennung, die einzigen Erfolgserlebnisse, die manche Jungs erfahren aus Videospielen kommt? Wir brauchen eine Kultur des Hinsehens und der Anerkennung in den Schulen und wir müssen uns bewusst werden, welche Verantwortung Eltern hinsichtlich des Medienkonsums ihrer Kinder haben. Hier sind Sie gefragt, verehrte Politiker.

Nachhaltige Politik nimmt die Eltern in die Pflicht

Wir haben eines der restriktivsten Jugendschutzgesetze der Welt in Deutschland und das ist auch gut so. Wenn dennoch Spiele, die nicht für Kinder bestimmt sind, von Kindern gespielt werden, woran liegt das dann? Eltern sind verantwortlich dafür, dass ihre Kinder gut ernährt, gekleidet, erzogen werden. Wenn sie ihre Kinder verwahrlosen lassen, ist das ein Fall fürs Jugendamt. Wenn aber Kinder stundenlang vorm Fernseher oder dem Computer sich mit Inhalten beschäftigen, die nicht für sie gemacht sind, wenn diese Kinder also medial verwahrlosen, wieso ignoriert man dann die Verantwortung der Eltern und ruft nach Verboten für Videospielen? Nachhaltige Politik, die nicht nur auf schnelle Aufmerksamkeit abzielt, schaut auf die Ursachen, nicht auf die Symptome und nimmt die Eltern in die Pflicht.

Wir Videospiel-Fans appellieren an Eltern sich mit ihren Kindern und den Medien, die sie begeistern, auseinander zusetzen. Wenn Sie ihren Kindern schon Fernseher, Spielkonsolen oder Computer ins Zimmer stellen, sollten sie auch wissen, was damit gemacht wird. Sie werden feststellen, dass viele Spiele wunderbare Geschichten erzählen, die begeistern und berühren. Sie werden feststellen, dass viele Spiele völlig friedlich sind. Sie werden feststellen, dass Spiele, in denen Gewalt vorkommt, Brutalität nicht um der Gewalt willen eingesetzt wird, sondern als Handlungsaspekt einer Geschichte oder im Rahmen eines sportlichen Wettkampfs mit Teamcharakter.

Wenn ihr Kind aber auch Spiele besitzt, die erst ab 18 freigegeben oder gar indiziert wurden, so passiert das maßgeblich deshalb, weil Sie als Vater oder Mutter keinen oder zu wenig Überblick haben, was Ihr Kind eigentlich macht. Schauen Sie hin, haben sie Interesse und haben Sie den Mut Ihren Kindern Spiele, die nicht für Kinder gemacht wurden, wegzunehmen und zu verbieten. Die Verantwortung für ihre Kinder kann ihnen niemand abnehmen, nicht der Gesetzgeber und kein Zensor.

Gewaltverherrlichende Spiele sind bereits verboten in Deutschland

Es gibt in Deutschland komplexe, mehrstufige Restriktionen für Gewaltinhalte. Komplett verboten ist schon lange die Verherrlichung oder Verharmlosung von Gewalt (§ 131 StGb). Spiele oder andere Medien, auf die das nicht zutrifft, die aber dennoch geeignet sind, Kinder- oder Jugendliche in ihrer Entwicklung zu gefährden, werden von der Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Medien indiziert (§ 18 JuSchG) und dürfen nicht beworben oder offen verkauft werden. Spielezeitschriften dürfen nicht mal Rezensionen mit den Namen von indizierten Spielen drucken. Zu kaufen sind sie nur für Erwachsene, die im Laden gezielt danach fragen, weil indizierte Spiele nicht offen in Geschäften ausliegen dürfen.

Spiele oder andere Medien, die nicht kinder- oder jugendgefährdend aber dennoch geeignet sind, Kinder- oder Jugendliche in ihrer Entwicklung zu beeinträchtigen, dürfen nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden (§ 14 JuSchG). Sie werden je nach Inhalt von der USK, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, freigegeben ab 6, 12, 16 Jahren oder erhalten gar keine Jugendfreigabe (= Verkauf ab 18). Diese Spiele enthalten eine Kennzeichnung und dürfen normal beworben und in Geschäften präsentiert werden. Politiker, Journalisten oder andere, die fordern, gewaltverherrlichende Spiele müssten endlich verboten werden, verkennen, dass das schon der Fall ist (siehe oben).

Wir sind keine potentiellen Gewaltverbrecher oder Psychopathen

Bei einem Thema wie Jugendschutz und der Verhinderung von Gewalttaten ist es nicht nur wichtig, sondern absolut unerlässlich zu wissen, wovon man spricht. Da gibt es Leute, für die alleine schon der Verdacht, Videospiele könnten negative Einflüsse haben, genügt, um Verbote auszusprechen. Ob denen bewusst ist, dass sie damit die im Grundgesetz garantierte Meinungs- und Medienfreiheit mit Füßen treten, darf bezweifelt werden. Nur, was bringt es Spiele zu zensieren und zu verbieten, wenn der Nutzen dieser Restriktionen nicht erwiesen ist, sogar von den meisten Experten in Zweifel gezogen wird?

Wir Fans von Videospielen haben im Hinblick auf Games die Medienkompetenz, die vielen Journalisten, Politikern und leider auch Eltern abgeht. Viele von uns haben selbst Kinder, einige bloggen oder nutzen andere Web2.0-Techniken und nehmen so an der Debatte teil. Wir sind ganz normale Leute und wir sind viele. Wir wollen nicht mehr belogen und in die Nähe von Gewaltverbrechern und Psychopathen gerückt werden. Wir wünschen uns eine offene, auf Fakten basierende Diskussion. Hören Sie auf unsere Stimmen.

(Quelle: www.Gefuehlskonserve.de)

Bereits im Jahr 2006 gab es im "NormCast" Nr.66 ein Gespraech mit Olli, einem Online-Gamer, anlaesslich der damaligen, aehnlich gelagerten Ereignisse von Emsdetten. Zu hoeren bei Interesse hier.

Der obige Text von Deef ist von ihm selbst zusaetzlich vertont worden: "Gefuehlskonserve" Nr.168

Update vom 24.03.2009: Der Bayerische Rundfunk hat Deef hierzu befragt: "Suedwild"

KategorienComputerkram, Medien

eBook Reader – nuetzlich oder Ballast?

19. März 2009 Kommentare ausgeschaltet

Es ist schon ein paar Jahre her, als der "klassische" iPod auf den Markt kam. Puenktlich zum Erscheinen der zweiten Generation mit 20 GB Festplatte gab es dann auch hier den ersten (und bisher einzigen) Ausflug in die Apple-Welt. Das Geraet blieb ungefaehr 14 Tage und wurde dann ohne grossen Verlust wieder versteigert. Der Grund war einfach: Schon beim Betrachten des blossen Formats war klar, dass viel mehr damit machbar sein muesste als wie nur das blosse Abspielen von Musik hinter einem monochromen Display. Und dafuer war der iPod mit seinen damals mehr als 300 Euronen Kaufpreis und dem ziemlich elitaer-proprietaeren Gehabe der zugehoerigen Software einfach zu teuer. Geruechte um ein Serienproblem mit dem Akku, dessen Behebung haette teuer werden koennen, trugen ebenfalls nicht zur Zufriedenheit bei…

Schon bald kuendigte sich der iPod Photo an und glaenzte mit einem Farb-Display. Mittlerweile koennen die Geraete natuerlich auch Videos abspielen. Es geht immer weiter. Aber schon damals war klar, dass so ein Geraet der Schluessel zur Bequemlichkeit sein koennte, sollte es denn irgendwann einmal alles in sich vereinen, was Mann/Frau gerne als Extra-Ballast mit sich herumschleppt: Telefonfunktion, Internetzugang, Fernsehen, Radio, Kamera, mobile Jukebox, Organizer etc…

Das ist mittlerweile Realitaet. Hier und da mit Abstrichen, aber generell durchaus erhaeltlich und es wird nicht mehr lange dauern, bis das ultimative Allround-Geraet auf den Markt kommt. Das iPhone ist es (noch) nicht…

In diesen Zeiten kommen diverse Firmen daher und versuchen mit den "eBook Readern" in punkto Abmessungen wiederum verhaeltnismaessig grosse Geraete am Markt zu platzieren, welche (abgesehen von rudimentaeren MP3-Abspielmoeglichkeiten) eigentlich nur einer Funktion dienen: dem Lesen von papierlosen, elektronischen Buechern. Gehaeuse fuer PDF-Dateien sozusagen. Und fuer weitere Formate, ueber die mal wieder keine Einigung herrscht. Zugegeben, das speziell dem Zweck angepasste, augenschonende Display ist sicherlich ein grosser Pluspunkt dieser Geraete. Das "Umblaettern" soll aber noch sehr lange dauern und stark bebilderte Seiten erscheinen ebenfalls etwas grob und behaebig. Natuerlich kann die haeusliche Bibliothek im Idealfall in so einem Geraet untergebracht werden und somit waere es die Buch-Variante zur mobilen MP3-Jukebox.

An dieser Stelle stellt sich aber dann doch die Frage, ob ein gutes Laptop und/oder ein Netbook diese Aufgabe nicht ebenfalls uebernehmen koennte, denn damit funktionieren auch die meisten anderen, gaengigen Anwendungen richtig. Bis auf das dem Dauerlesen angepasste Spezialdisplay fehlt einem gaengigen Kleinlaptop sicherlich nichts, doch auch ein normales Display laesst sich sehr augenschonend einstellen. Im Gegensatz zum (Musik-) Hoeren braucht man zum Lesen ja ein Display und dementsprechend groessere Geraete.

Eigentlich hat es doch mehr Charme, beim Haendler an der Ecke ein Taschenbuch zu kaufen und sich damit auf eine Parkbank zu setzen. Gut, in punkto Musik koennte man aehnlich argumentieren, dass eine CD her muss, aber deren Wiedergabe ist ja gerade im Mobilbetrieb sehr stossanfaellig und viele Leute haben auch unterwegs gerne eine groessere Auswahl dabei. Aber wer liest mehr als hoechstens zwei Buecher gleichzeitig und muss diese staendig (u.U. in einem Extra-Geraet, welches nur dafuer gedacht ist) dabei haben?

KategorienComputerkram, Medien

Test 1234

23. Februar 2009 Kommentare ausgeschaltet

Waehrend die Strassen am Rosenmontag in vielen Staedten und Doerfern von Kammellewerfern beschlagnahmt waren, haben sich die Karnevalsmuffel (anwesende eingeschlossen!) in ihre vier Waende zurueckgezogen und gewerkelt. Ein Ergebnis: Diese Seite laeuft jetzt auf der derzeit neuesten WordPress-Version (2.7.1) und zusaetzlich hat es eine neue Oberflaeche gegeben (Fuer WordPress-Interessierte: Es ist eine geringfuegig-angepasste Version des "inove"-Themes).

Ich hoffe, dass erstmal alles funktioniert. Hinter den Kulissen sieht es gut aus. So manch ein aelterer Beitrag koennte merkwuerdige Formatierungen (Zeilenspruenge, Absaetze etc.) haben, aber das schaue ich jetzt nicht alles nach. Der Grund dafuer waere ggf., dass die jetzige Textflaeche breiter ist als vorher und das das Schriftbild ebenfalls anders ist. Der alte "Look" (das war eine fast komplett-umgeschriebene Version des "MistyLook"-Themes) waere (noch) relativ einfach wieder herstellbar. Aber jetzt laeuft diese Seite erstmal testweise im neuen Anzug :-)

KategorienComputerkram

Zerkratzte Kneipen-CDs

12. Februar 2009 Kommentare ausgeschaltet

Eine gutgehende Kneipe laesst den Wirkenden hinter dem Tresen wenig Zeit, sich um die Musik zu kuemmern. Da werden die CDs achtlos in der Gegend umhergeworfen und meistens nicht mehr in ihre Huellen zurueckgesteckt. Dementsprechend sehen sie dann nach kurzer Zeit auch aus und haben nur eine geringe Lebensdauer zu erwarten. Eine Spindel waere an dieser Stelle schon eine gute Zwischenloesung… Die Neuzeit ist weiterhin digital, aber gewissermassen "sauberer". Insbesondere fuer Gastronomen ist es nach wie vor von Vorteil, Original-CDs vorzeigbar zu halten (falls der GEMA-Mensch kontrolliert), trotzdem koennen diese auch bequem sofort in einen Rechner als MP3-Dateien eingelesen werden. Unter Zuhilfenahme einer geeigneten Jukebox-Software gehoeren Skip-Geraeusche, Spruenge und andere unschoene Toene, die von zerstoerten CD-Oberflaechen herruehren, der Vergangenheit an.

Das Aufarbeiten beginnt zunaechst grundsaetzlich mit dem Reinigen. Nicht selten wandern die Scheiben erstmal ins Wasser. Spaeter werden sie mit dem "Audiograbber" eingelesen. Es empfiehlt sich, dort beim Punkt "Allgemeine Einstellungen" die "CD Rom Zugriffsart" auf einen der "Fixed Sync" Werte einzustellen, damit etwaige Lesefehler auch bemerkt werden. Ansonsten bleibt nur die Option, alle Dateien einzeln abzuhoeren und zu pruefen, ob sie auch "sauber" sind, was in Anbetracht der Masse nicht immer moeglich ist. "Dynamic Sync Width" laesst den Auslesevorgang im Regelfall zwar fehlerlos erscheinen und bis zum Ende durchlaufen, garantiert aber trotz entsprechender Statusmeldungen nicht die Korrektheit der resultierenden Datei. Bei sauberen CDs kann diese (schnellere) Option im allgemeinen aber bedenkenlos angewendet werden…

Vor dem Anlegen einer Jukebox empfiehlt es sich, eine geeignete Dateistruktur zu erstellen, damit die Alben und Einzelsongs gegebenenfalls auch "zu Fuss" bzw. manuell wiedergefunden werden koennen. Fuer ordentliche id3-Tags kann zum Beispiel die hervorragende Software "MP3TAG" sorgen. Als Verwaltungs- und Wiedergabesoftware eigenen sich z.B. Winamp oder der Media Monkey. Apple-Anwender benutzen meistens iTunes. Ein PC-basierter Rechner ab ca. 500 mhz aufwaerts reicht ungefaehr aus, mit steigender Titelanzahl sollte aber auch der Rechner schneller werden. Erfahrungsgemaess ist die "Roedelei" auf der Festplatte sonst gross. Ein 1Ghz-PC sollte aber auch das bequem bewaeltigen koennen.

Immer haeufiger stehen alte Rechner mittlerweile als virtuelle Musikboxen in den Kneipen. Richtig so. Zum einen ist es eine sinnvolle Weiterverwendung alter Hardware, zum anderen schont es die CDs und eine Zufallswiedergabe foerdert zusaetzlich die musikalische Vielfalt…

Das ist eigentlich ein schoenes Thema fuer eine ausfuehrlichere Podcastfolge. Steht hiermit auf der Liste :)

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Spamflut im Hintergrund

29. November 2008 Kommentare ausgeschaltet

Jeder Kommentar, der auf dieser Seite erscheint, laeuft zunaechst in eine im Hintergrund aktive "Warteschleife" und muss moderiert bzw. freigeschaltet werden. Hierbei ist es egal, ob es sich um einen "normalen" (also erwuenschten) Kommentar oder doch um einen unerwuenschten Spam-Kommentar handelt. Hinter den Kulissen muss also oefters selektiert werden. Waehrend die Email-Spamflut, wie kuerzlich zu lesen war, gluecklicherweise etwas nachgelassen hat, laufen die Kommentarspammer derzeit anscheinend zu Hoechstform auf. Tagtaeglich laufen hier einige, teilweise seitenlange und groesstenteils nichtssagende "Kommentare" ein, die meistens nur Links zu irgendwelchen dubiosen Drittseiten enthalten. Gluecklicherweise verhindern hier entsprechende und aufgrund von automatischen Sortierfunktionen arbeitserleichternde Softwaremechanismen, dass diese Textsaboteure ein Forum bekommen…

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