Aktuell besteht die Mittelwellenlandschaft hier in OWL eigentlich nur noch aus dem gut empfangbaren "Deutschlandradio" auf 549khz und dem Verkehrsmeldungen-Mix von WDR2 auf 720khz. Alles andere wird erst in den Abendstunden hoerbar. Doch bald ist damit Schluss.
Werden wir es vermissen? Im Zeitalter von Webradios, Smartphones, DAB+ und dem voellig zurecht unverwuestlichen UKW sicherlich nicht wirklich. Doch, wie heisst es so schoen? – Schoen war(en) die Zeit(en), als die Mittewelle noch eine zuverlaessige Quelle fuer die neuesten Hits, beispielsweise via RTL (1440 khz), gewesen ist.
Auch heute ist es manchmal noch interessant, abends ueber die Mittewelle zu kurbeln und dort teilweise exotische Sender vorzufinden, denn analoge AM-Signale haben eine grosse Reichweite. Doch, bei aller Nostalgie: Die Mittelwelle ist nun wirklich nicht mehr zeitgemaess…
via Radioszene.de :
"(…) Einandhalb Jahre werden die meisten Lang- und Mittelwellensender in Deutschland noch senden, dann ist Schluss. Damit verschwindet ein kompletter Übertragungsweg aus der deutschen Rundfunklandschaft. (…) Wie ein Sprecher des Norddeutschen Rundfunks gegenüber RADIOSZENE konkretisierte, werde man die Abschaltung der vier NDR-Mittelwellensender so lange wie möglich herauszögern, zum Jahreswechsel 2014/2015 sei dann jedoch endgültig Schluss: „Der hohe Stromverbrauch der MW-Sender ist bedenklich, die Tonqualität der Mittelwellenübertragung für die Mehrzahl der Hörerinnen und Hörer nicht mehr akzeptabel und programmbegleitende Dienste sind mit dieser veralteten Übertragungstechnik nicht möglich“, heißt es. (…) Besonders bemerkenswert ist die Abschaltung der Mittel- und Langwellensender des Deutschlandradios, die in den vergangenen Jahren mit neuer Technik der Firma Transradio (ehemals Telefunken) ausgestattet wurden. Dies geschah mit dem Hintergedanken einer späteren Umstellung auf das digitale Modulationsverfahren DRM (Digital Radio Mondiale), dass sich jedoch u.a. aufgrund technischer Mängel nicht durchsetzen konnte, da es tatsächlich störungsfrei nur im Nahbereich um die Sendetürme funktionierte. (…) Wenn zum Jahreswechsel 2014 / 2015 die letzten wichtigen Mittel- und Langwellensender abgeschaltet werden, dürfte das passieren, was nur selten in der Rundfunkszene zu beobachten ist: Ein ganzer Verbreitungsweg wird gestorben sein."
David Bowie’s "Life on Mars"-Song ist gleichzeitig Schluessel und Titelgeber dieser BBC-Fernsehserie aus dem Jahr 2006. Sam Tyler wird waehrend eines Polizeiensatzes verletzt und landet – entweder im Koma oder in den Siebzigern. Man weiss es nicht genau. Der Song laeuft in der anfaenglichen Unfallszene – zunaechst auf einem iPod und kurz darauf auf einem Cassettenautoradio, welches in einem entsprechend-alten Auto werkelt. Sam Tyler erlebt von nun an (mit seinem Gegenwartswissen) Abenteuer in den authentisch dargestellten 70er Jahren. Die Serie ist dicht und gut inszeniert, zudem birgt der Soundtrack ein paar zeitgenoessische Ueberraschungen in sich. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.
Die Serie wurde im Jahr 2008 fuer den amerikanischen Markt und in US-amerikanischer Machart mit anderen Darstellern nachgedreht – auch diese Version ist sehenswert und duerfte dem ein- oder anderen Serienjunkie, der an US-Serien "gewoehnt" ist, vielleicht sogar noch etwas besser gefallen…

So eng liegen Freud' und Leid beieinander: Eben noch verweilt(e) der Schreiber dieser Zeilen in angenehmster Atmosphaere beim "Gütersloher Sommer" und lauschte "Andy Lee & His Country Men", schon erwartet(e) ihn zuhause die u.a. von niemand geringerem als Radio-Ikone Frank Laufenberg bei Facebook verbreitete Nachricht, dass Manfred Sexauer, seines Zeichens ebenfalls legendaerer Radiomensch, gestorben ist. Schade, schade, schade. Mit ihm geht mal wieder eine unvergessliche Radiostimme dahin…
Vielleicht macht er jetzt mit Mal Sondock und weiteren einen kultigen Radiosender im Himmel auf. Danke fuer die schoenen Stunden, u.a. auf Mittelwelle 1422 khz!
via Digitalfernsehen.de:
"VIVA – einst unter dem gefeierten, deutschen Videoclip-König und väterlichem Jugend-Talent-Entdecker Dieter Gorny gestartet, stürzte schon vor gefühlt einem Jahrzehnt in die Bedeutungslosigkeit ab. (…) Nun wird VIVA weiterhin zeitlich beschnitten. "Zeitpartagiert" heißt das dann in der Sprache der Programmmacher. VIVA teilt sich die Programmzeit künftig mit Comedy Central, einem Programm amerikanischer Komödien. MTV wird es nur noch in HD geben, was zu erwarten war. Der Kindersender Nickelodeon soll mit amerikanischen Zeichentrickserien wieder rund um die Uhr senden, denn durch den Abbau der Marke VIVA lassen sich die weltweit durchsetzungfähigeren Marken des Viacom-Konzerns nun mal besser pushen.
Nun mag es keinen in Deutschland mehr stören, dass VIVA auf Dauer ganz verschwindet, denn das Programm war ohnehin im letzten Jahrzehnt von amerikanischen B- und C-Inhalten geprägt und nicht mehr von deutschen Talenten. Es zeigt jedoch ein Mal mehr, dass es an diesen deutschen Talentschmieden heute fehlt. Da nützt kein Jugendsender Joiz und auch kein Musikfernsehen von Deluxe Music. (…)
In Erinnerung also, bevor es ganz verschwindet: VIVA ist tot – es lebe VIVA."
VIVA startete 1993 als frecher, innovativer Musiksender, dem eine Pipi-Langstrumpf-Kopie namens Heike Makatsch, ein cool brabbelnder Schwarzer namens Mola Adebisi, Niels Ruf und andere, bunte Typen ihre Gesichter liehen. Nicht zuletzt startete ein gewisser Stefan Raab dort mit dem frechen Format "Vivasion" einen ersten Show-Vorfahren seiner heutigen Projekte. Mit Koteletten, auffaelliger Brille und Ukulele verulkte er die damals schon zahlreich in seiner kleinen Studioecke erscheinenden Stars und Sternchen.
Viva zeigte Musikvideos fast aller Genres, ausgespielt und entsprechend gewuerdigt. Es gab Hitparaden, Magazine und Naechte, die nicht mit Fremd- und Eigenwerbung vollgestopft waren. Viva war Kult und lief (zumindest hier in Deutschland) dem Konkurrenten MTV den Rang ab. Und zu was? Zurecht!
Viva ist Geschichte. Wie im oben zitierten Artikel schon steht, sind Deluxe & Co. kein wirklicher Ersatz dafuer, aber zumindest bieten Deluxe oder auch GoTV in aktuellen Youtube-Zeiten noch eine Art von Musikfernsehen an. So wie frueher wird’s eh nicht mehr. Viva ist mittlerweile verzichtbar geworden und eigentlich schon vor langer Zeit gestorben. Ruhe in Frieden!
"Roter Blitz" -so der Titel der frueher in Deutschland erhaeltlichen Comichefte- ist ein Superheld, der schneller als der Schall laufen kann. Zusammen mit Superman, Batman und vielen anderen Superhelden ist er Mitglied der "Gerechtigkeitsliga", seine Heimatstadt ist das fiktive Central City. Die Abenteuer des "Flash" wurden Anfang der 90er Jahre in einer 22-teiligen Fernsehserie verfilmt, die heutzutage nur schwer zu bekommen ist. Es existiert lediglich eine australische DVD-Box, die unter anderem eine deutsche Synchronspur enthaelt und die mittlerweile hoch gehandelt wird.
Die Serie wirkt aus heutiger Sicht etwas angestaubt, kuenstlich und auch duester, doch versprueht sie nach wie vor einen gewissen Charme, zumal sie (fuer damalige Verhaeltnisse) nicht unaufwaendig ist. Mark Hamill, der "Luke Skywalker" aus den Star-Wars-Filmen, spielt darin unter anderem eine Gastrolle.
In naher Zukunft duerfte sich die geschaeftstuechtige TV-Serien-Industrie daran zurueckerinnern und die alte 4:3-Serie etwas aufpoliert in die Laeden bringen, denn es naht eine Neuverfilmung des Stoffes in Form einer neuen Fernsehserie. Ein erster, ca. fuenf Minuten langer Trailer ist bereits erschienen. John Wesley Shipp, der 90er-Jahre-TV-Flash, ist darin als Vater des "Neuen" zu sehen. Man darf gespannt sein…