Laut einer Meldung bei www.digitalfernsehen.de wird der Fernsehsender SAT1 die letzte, taegliche Talkshow im deutschen TV, "Britt", einstellen. Hurra, Hurra!
Der Trashtalkwahn hat also bald ein Ende. Doch es gibt mit Richtershows und vor allen Dingen inflationaer-vielen Kochshows bereits Nachfolgeformate. Allerdings sind die allermeisten Kochsendungen sicherlich in punkto Niveau hoeher als saemtliche Nachmittagstalkshows einzuordnen…
Ein weiterer Lichtblick am Mattscheibenhorizont ist die Tatsache, dass in juengerer Vergangenheit immer mehr Reality-Doku-Soap-Formate aufgrund von anhaltender Erfolglosigkeit eingestampft werden. Anscheinend wollen die Leute keine gestellten, pseudo-realistischen Szenarien mit untalentierten Statisten mehr sehen. Hurra, Hurra! Weiter so! :-)
Das Team rund um Michel Mertens hat die dies- bzw. eigentlich letztjaehrigen Gewinner des "European Podcast Award" bekanntgegeben. Die internationalen Gewinner lassen sich, ebenso wie die nationalen, auf der Webseite des EPA einsehen.
Auf bundesdeutscher Ebene hat in der Kategorie "Personality" KWOBB das Rennen gemacht. Dieses Projekt ist mir schonmal beim Zappen auf "Dr.Dish TV" begegnet und allein die Tatsache, dass es dort, ebenso wie der in der Vergangenheit ebenfalls mit einem EPA bedachte "Computerclub 2", ausgestrahlt wird, bedeutet sicherlich, dass es seine guten Qualitaeten haben duerfte. Mich hat die dort in Form von Videokonferenzen behandelte Computerspielematerie bisher nicht so interessiert. Trotzdem: Glueckwunsch!
Weitere Gewinner sind "Raumzeit" in der Kategorie "Non-Profit", "detektor.fm" in der Kategorie "Professional" und -ganz besonderer Applaus verbunden mit vielen Gruessen darueber- "Happy Shooting" von und mit Boris & Chris in der Kategorie "Business".
Wenn ich mir die folgende Top-20-Gewinnertabelle der Kategorie "Personality" ansehe, stelle ich fest, dass ich viele der gelisteten Sendungen gar nicht kenne. Tja, die Zeit geht halt weiter und ein Tag hat nur 24 Stunden, man kann also nicht alles hoeren und/oder sehen…
Doch mit "Duebel’s Geistesblitz", dem "Fragezeichenpod" und drei bis vier weiteren sind immerhin noch eine Handvoll "alte Bekannte" dabei…
Das kleine Bildchen zeigt einen Programmausschnitt des Fernsehsenders "Tele 5". Demnach zeigt dieser am Abend "Endspiel", die letzte Folge der Serie "Star Trek Voyager", um danach sofort mit der Pilotfolge fortzufahren. Zwischen diesen beiden Episoden liegen ueber 170 Einzelfolgen in sieben Serienstaffeln.
Es ist doch schade, dass eine solche Serie dermassen "verheizt" wird. Seit etlichen Monaten zeigt Tele5 drei Star-Trek-Serien (TNG, Voy und DS9) gefuehlt-ganztaegig quasi in einer Dauerschleife. Und das zudem in einer unterirdischen Bildqualitaet. Okay, man muss es ja nicht anschalten, aber diese Dauerberieselung wird der Qualitaet dieser Serien nicht gerecht und ist wirklich bedauerlich.
Aktuell wird "Star Trek – The Next Generation" in einer komplett ueberarbeiteten HD-Version auf Blu-Ray veroeffentlicht – und vielleicht kommt irgendwann mal ein Sender wie "ZDF Neo" daher und zeigt das in vernuenftiger Reihenfolge nebst entsprechender Bildqualitaet; aehnlich, wie es mit der digital aufgefrischten Urserie auch gemacht wurde. Das zeugte immerhin von Respekt gegenueber einem sehenswerten Stueck Fernsehgeschichte – jenseits von Werbequoten. Weniger ist oftmals mehr, Tele5!
"Schoener Fernsehen" ist der Name einer "App", die fuer das Android-System verfuegbar ist. Hiermit ist es moeglich, europaeische Fernsehsender auf das Smartphone zu holen und zu schauen. Das Programmangebot reicht von den "normalen", deutschen Sendern (ARD,ZDF,Pro7 etc.) bis hin zu franzoesischen und englischen Programmen, wobei auch hier nicht die uninteressanten Spartenprogramme vorhanden sind, sondern die attraktiveren "Hauptrogramme" der BBC oder von Channel4. Besonders erwaehnenswert ist die Tatsache, dass es hiermit zumindest aktuell moeglich ist, auch das Schweizer Fernsehen SF und das Oesterreichische Fernsehen inklusive des beliebten ORF1 unverschluesselt zu empfangen (derzeit allerdings nur auf der Webseite selbst).
Die App laesst sich auf den meisten Smartphones installieren. Mit unterschiedlichen Ergebnissen, denn die einen klagen ueber Bildruckeln, waehrend andere anscheinend keine Probleme haben, was wohl der technischen Vielfalt geschuldet ist. Leider basiert das Ganze auf "Flash", was in vielen Faellen die Ruckler erklaert. Die zugehoerige Webseite www.schoener-fernsehen.com bietet aktuell eine noch groessere Auswahl an abrufbaren Fernsehsendern an und die Wiedergabe derselben auf dem heimischen PC sollte, sofern er nicht zu schwachbruestig ist, auch gut funktionieren, denn die Aufloesung ist ziemlich gering (gefuehltes Video-CD-Niveau). Es reicht eigentlich nur fuer Nebenbei-Betrieb, wenn keine richtige TV-Karte vorhanden ist. Trotzdem, "besser als nix" ist es allemal.
Es stellt sich nur die Frage, ob dieser Dienst wirklich voellig legal ist. Die Tatsache, dass die App lange im App-Store erhaeltlich war, sollte eigentlich dafuer sprechen. Mittlerweile ist sie es nicht mehr, allerdings kann sie auf der Schoener-Fernsehen-Homepage ueber das dortige "Android"-Symbol noch als .apk-Datei direkt heruntergeladen werden. Andererseits sind aehnlich gelagerte Dienste wie "Zattoo" oder die beruehmte "Wilmaa.exe" in der Vergangenheit oft ins Kreuzfeuer der (deutschen) Rechtspruefer geraten. Ein Blick ins Impressum der Schoener-Fernsehen-Webseite verraet, dass die Urheber anscheinend auf den Seyschellen ansaessig sind, was zumindest ungewoehnlich ist. Nun denn. Es funktioniert.
Frei nach "Geier Sturzflug": "Besuchen Sie (TV-) Europa, solange es noch geht…"
Es kann nur einen geben: Sean Connery. Meinen viele und irgendwie stimmt es auch, denn gerade der beruehmte Schotte hat in der Rolle des ersten James Bond 007 Geschichte geschrieben. Seine Nachfolger George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton und Pierce Brosnan haben ihre Sache(n) zwar ebenfalls recht gut gemacht, sollten ihm aber nie das Wasser reichen koennen. Bis ein gewisser Daniel Craig im Jahr 2007 dem damals ziemlich angestaubten Macho-Martini-Alleskoenner-Image des Agenten 007 durch sein Bond-Debut "Casino Royale" einen voellig neuen Stempel aufdrueckte, den Stoff zurueck nach England holte und die Actionszenen wieder zumindest etwas realistischer ueberlebte.
"Skyfall", der dritte und juengste Bondfilm mit Daniel Craig, ist mittlerweile auf DVD und Blu-Ray erschienen. Schon die fast dreizehminuetige, traditionelle Auftakt-Action-Sequenz hat es in sich. Nachdem "Adele" ihren vielfach ausgezeichneten Titelsong zu sehr stimmungsvollen und -wie aus den Bonussequenzen der DVD hervorgeht- durchdachten Bildern hinter sich gebracht hat, birgt der Film eigentlich nur ein- oder zwei gefuehlte, aber gleichzeitig auch nur leichte Laengen ueber seine Gesatmspielzeit von 137 Minuten. Der spannende Rest ist gespickt mit augenzwinkendernden Seitenhieben auf die Bond-Welt an sich und die britische Welt insbesonders, mit der Darstellung eines innerlich zerruetteten Geheimdienstes, einem charismatischen Boesewicht und vielen, wirklich passenden Kulissen.
"Skyfall" hat alles, was einen guten und authentischen Bondfilm ausmacht.
Grosses Popcornkino!