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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Star Trek Remastered

23. Februar 2011 Kommentare ausgeschaltet

Das "Raumschiff Enterprise" in seiner Urform ist und bleibt Kult. Die von Gene Roddenberry in den spaeten sechziger Jahren kreierte Science-Fiction-Serie mit Captain Kirk, Mister Spock, "Pille" und Scotty wird bis in die Gegenwart gerne gezeigt und gesehen. Doch natuerlich war auch diese Fernsehserie ein Spiegelbild ihrer Zeit, denn ihre technischen Mittel (heute wuerde man "Special Effects" sagen) waren limitiert.

Im Jahr 2007 wurde die zum Kult avancierte Serie im Auftrag des Senders CBS digital überarbeitet (Star Trek Remastered). Dabei modernisierte das Team unter Beteiligung der Star-Trek-Experten Denise und Michael Okuda sowie Gene Roddenberrys Sohn Eugene vor allem die Spezialeffekte. Außerdem wurde die Titelmelodie neu eingespielt und die gesamte Serie in das HDTV-Format übertragen. Quelle: Wikipedia

…und das sieht man. Waehrend die vor mittlerweile sieben Jahren erschienene, erste DVD-Version qualitativ schon recht ordentlich daherkam, schlaegt die neuere "Remastered"-Fassung sie doch um Laengen. Die Bildqualitaet ist vorzueglich, selbst die bis dato vorhandenen "Filmfragmente", Blinkpunkte und aehnliche Abnutzungseffekte, die altes Zelluloid nunmal aufweist, wurden fuer die Neuauflage fein saeuberlich retouchiert und geloescht. Die ca. 45 Jahre alte Serie erstrahlt sprichwoertlich im neuen Glanz. Zudem wurden die "Aussenszenen" (Raumschiffe usw.) aufwendig und zeitgemaess neu aufgenommen und die Musik wurde mit einem Orchester neu eingespielt.

Das Ergebnis ist mittlerweile sogar im Fernsehen zu sehen. Der Spartensender "ZDF Neo" zeigt an Freitagabenden jeweils zwei Folgen, die in der Woche darauf mehrmals wiederholt werden. Kirk finally returns to ZDF…

KategorienMedien

Tron + Nessun Dorma = Podcast

21. Februar 2011 Kommentare ausgeschaltet

Guetersloh hat seinen singenden Pizzabaecker Gino, der es immerhin auf Platz 4 beim "RTL Supertalent" schaffte. Berlin-Kreuzberg hat einen singenden Zeitungsverkaeufer, der es (ebenfalls mit "Nessun Dorma") in den "Ohrenblicke"-Podcast geschafft hat. Hoerenswert.
Link zur Folge

Eine weitere "Podcast-Perle" ist die Folge 187 von "Duebel’s Geistesblitz", die sozusagen des Duebel’s eigene, kleine "Tron" – Variante darstellt. Allein schon die Idee, "Tron" zu vertonen, ist bemerkenswert.
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KategorienMedien

40 Jahre Disco

12. Februar 2011 Kommentare ausgeschaltet

1971 huepfte ein junger Springinsfeld in die Fernseh-Wohnstuben: Ilja Richter.
"Licht aus – wommmmm – Spot an" hiess es von nun an im ZDF – die "Disco" war geboren.

Dabei war diese Sendung nicht so eindeutig gestrickt wie beispielsweise die schlagerlastige "Hitparade" mit Dieter Thomas Heck oder der "BeatClub" mit Uschi Nerke. Waehrend die eine Sendung eher die aeltere Generation ansprach und die andere eindeutig auf die Jugend zugeschnitten war, bewegte sich "Disco" letztendlich irgendwo dazwischen, obwohl der Name zunaechst anderes vermuten liess.

Zwischen den Bay City Rollers, den Rubettes, Sailor oder The Sweet waren durchaus auch Leute wie Michael Holm, Udo Juergens, Chris Roberts oder Rex Gildo zugegen, die sich und ihre Musik munter unter die Importe mischten.

Und mittendrin? Ilja Richter, der mit Gags und Slapstick-Einlagen in Form von kleinen Einspielern das Ganze oftmals munter auf’s Korn nahm und damit ein gehoeriges Stueck an Toleranz fuer die Sendung auch bei der aelteren Generation herbeifuehrte.
Damals waren mir diese kleinen Zwischenspiele oftmals ein Dorn im Auge, wirkten sie doch gerne mal wie ein Fremdkoerper, wenn Ilja z.B. ein Swingstueck mit verfremdetem Text zwischen den Glamrock-Auftritten einschlaegiger Popgruppen darbot. Die Jugend wollte halt die Musik sehen und hoeren und keinen "Kasper", der diese unterbricht. Doch schaut man sich genau diese Passagen heutzutage mit anderem, "wissenderen" Hintergrund wieder an, wird klar, wieviel Akribie, Muehe und natuerlich (fundierte!) Ironie in vielen dieser kleinen Filmchen steckte…

12 Jahre lang gaben sich Stars und Sternchen aus aller Welt in der "Disco" die Klinke in die Hand und bis heute wirkt der Kult nach. Jetzt, kurz vor seinem 60-jaehrigen Geburtstag, geht Ilja Richter mit der "Disco" noch einmal auf Hallentour. In Zusammenarbeit mit Sony wurde ein DVD-Set erstellt und das ZDF wiederholt die zugehoerige "Kultnacht".

Die "Disco" lebt – Licht an…

KategorienMedien, Musik

Notfunk zu den Pyramiden

2. Februar 2011 Kommentare ausgeschaltet

In Aegypten ist das Internet derzeit quasi lahmgelegt. Nur ueber viele Umwege ist es den dortigen Bewohnern moeglich, an Informationen aus dem Rest der Welt zu kommen und/oder Nachrichten dorthin abzusetzen. Alternative Kommunikationswege gewinnen daher rasch an Bedeutung. So suchte ein Internet-Aktivist hier unter anderem nach Funkamateuren, die Funkbruecken in das von politischen Unruhen gebaeutelte Land der Pyramiden schlagen koennten. Mit Erfolg, denn mittlerweile haben einige Medien darueber berichtet.

Die "ZEIT" schreibt:

"Verschiedene Gruppen versuchen, Nachrichten aus Ägypten in die Welt zu tragen. Es gelingt ihnen dank Telefon, Satelliten und so antiquierter Technik wie Amateurfunk." (Quelle: ZEIT Online)

Das ist einerseits schoen – aber andererseits auch aergerlich, denn es zeigt, dass der Begriff "Amateurfunk" bei vielen Leuten noch ausschliesslich mit veralteten Klischeebildern besetzt ist, die sich teilweise sogar in Richtung CB-Funk oder "Piratenradio" bewegen.

Liebe Redakteure! Die Zeit, in denen nur grosse, schwere Mordsklopper von Roehrengeraeten die dunklen Verliesse betuchter Rentner zierten (und beheizten!) und digitale Kommunikation sich auf Morsecode beschraenkte, ist vorbei!

Doch zumindest die Verfasser des "ZEIT"-Artikels scheinen das nicht mitbekommen zu haben:

(…) "Billiger ist eine Möglichkeit aus der vordigitalen Zeit, Amateurfunk. Die Technik mag antiquiert sein, verschwunden ist sie noch lange nicht. Amateurfunker gibt es überall auf der Welt und dank Kurzwelle überbrücken sie auch große Entfernungen. Aktivisten funken zum Beispiel ständig die Telefonlisten nach Ägypten und empfangen auch Nachrichten. Und die Hackergruppe Telecomix sucht noch Funker, die dabei mitmachen." (…) (Quelle: ZEIT Online)

Durch den Amateurfunk sind viele, heutzutage allgemein-gaengige Techniken (analog und digital) ueberhaupt erst moeglich geworden. Gegenwaertig beherbergen grosse Frequenzbereiche ueberstreichende Handfunkgeraete, die meistens kaum groesser als eine Zigarettenschachtel sind, zusaetzliche Vorrichtungen zur drahtlosen Datenuebermittlung. Funkamateure bauten schon weltweit funktionierende Datennetze, als das eigentliche Internet noch mit langsamen Modems auf Kommandozeilenebene bedient wurde. Heutzutage gibt es private und/oder auf Vereinsebene erstellte Funkstrecken, die das herkoemmliche DSL in punkto Geschwindigkeit hinter sich lassen. Amateurfunk ist also durchaus im digitalen Zeitalter angekommen und die Aktualitaet beweist seine anhaltende Relevanz.

Der Blogger und Journalist Thomas Wanhoff bringt es bei Facebook auf den Punkt:

"Was Journalisten in ihrer kleinen Welt nicht täglich erfahren, ist für sie entweder antiquiert oder Teufelszeug. (…)"

KategorienAmateurfunk, Medien

Ein Not-Aus-Knopf fuer’s Internet

1. Februar 2011 Kommentare ausgeschaltet

Laeuft irgendetwas schief, muss das Volk sofort zensiert werden. Das denken zumindest einige Staaten. Aegypten macht es aktuell vor, andere Staaten halten und brechen schon lange traurige Negativrekorde in der Abschalt-Disziplin. Nun bereitet unser Nachbarland (!) Oesterreich angeblich einen sogenannten "Kill Switch" vor. Dieser Begriff, der jetzt schon beste Chancen hat, zum Un-Wort des Jahres zu werden, umschreibt die Moeglichkeit, das Internet dort generell bei Bedarf sofort "abschalten" zu koennen. Das oesterreichische Bundeskanzleramt hat dieses angebliche Vorhaben mittlerweile dementiert (Quelle: Heise.de). Hoffen wir mal, dass es zumindest in hiesigen Breitengraden NIE soweit kommen wird. Die Macht ueber das weltweite Netz darf nicht in den Haenden weniger liegen, die eigene Interessen ueber die der Allgemeinheit stellen. Es ist ein alter, abgedroschener Spruch, doch er birgt die einzige Wahrheit in sich: Das Internet ist fuer ALLE da. Amen :-)

KategorienComputerkram, Medien