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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Schlaflos in Bayern

9. Juli 2008 Kommentare ausgeschaltet

Das hiesige E-Mail-Programm meldet: "Es ist vollbracht! Nach vielen Wochen nervenaufreibender Arbeit ist das BR-Dossier über Podcasting nun online. Falls Ihr also Menschen kennt, die nicht wissen, was Podcasts sind und wie man die Dinger hören oder sehen kann: Hier wird es endlich mal so richtig erklärt, mit Video, Diashow, Texten und so weiter und so fort."

Absenderin war Annik Rubens vom "Schlaflos in Muenchen"-Podcast, auch als "SIM" bekannt. Und tatsaechlich hat sie sich auf den drei mit Multimedia-Inhalten gespickten Seiten sehr viel Muehe gemacht, die Technik, die Geschichte und sonstige wissenswerte Dinge rund um das Thema aufzuarbeiten. Da gibt es kleine Videofilmchen, illustrative Bildreihen mit erklaerender Audiountermalung und Slideshows, die unter anderem auch die "schraegen" Seiten der "Szene" aufzeigen.

"Beinahe jede Minute kommt irgendwo ein Podcast zur Welt. (…) Mittlerweile gibt es hunderttausende solcher Podcasts weltweit. Ein Fünftel davon sind schätzungsweise Videopodcasts (manchmal auch "Vodcast" genannt), der Rest ist nur hörbar. (…) Mittlerweile gibt es über 125.000 Podcasts weltweit, Tendenz steigend. "

Diese und weitere interessante Erkenntnisse sind dort vorzufinden, Annik gewaehrt auch Einblicke in die Entstehung ihrer eigenen Produktionen, mittlerweile ist sie auch beim SWR und beim BR aktiv. Auch die "Podcastumfrage" wird themenbezogen zitiert, demnach weist der typische Podcasthoerer unter anderem folgende Eigenschaften auf: "Er ist männlich (82%), 29,4 Jahre alt, gebildet und berufstätig (55%). Er verfügt über 1474 Euro netto im Monat und hört rund 4,5 Stunden pro Woche Podcasts. Meistens auf dem Heimweg von der Arbeit und Ausbildung oder am Abend."

Dieses und mehr findet sich beim BR: Hier geht`s weiter…

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Gesammelte Gruetze

24. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet

Sogenannte "Fachidioten" sind das eine Extrem. Sie wissen fast alles, aber nur in ihrem speziellen Genre. Ein ultimatives Allgemeinwissen hat kaum jemand und daher leben viele Menschen mit dem sprichwoertlichen "Mut zur Luecke". Sie wissen vieles, aber nichts richtig. Fuer die anscheinend-normale Partykonversation reicht das aber wiederum oftmals zum Eindruck schinden voellig aus. Wer sein diesbezuegliches "Wissen" mal etwas verbessern moechte, hat bei "Welt.de" die Gelegenheit dazu. Die Rubrik "Guertler`s Gesammelte Gruetze" bietet Wissenswertes und Erstaunliches, manchmal aber auch erstaunlich-nutzloses… Link zur Rubrik

Beispiel: Wenn die Geburtenziffern in Deutschland noch 400 Jahre weiter so bleiben wie in den vergangenen 35 Jahren, gibt es keine Deutschen mehr. Und wenn das Gebäralter in Deutschland noch 400 Jahre so ansteigt wie in den vergangenen 35 Jahren, bringt eine Frau ihr erstes Kind im Schnitt mit 85 Jahren zur Welt.

Derzeit gibt es dort 542 weitere Eintraege zum Durchklicken…

Beim Rhinozeros-Sex steigt die Körpertemperatur des Männchens von 28 auf 35 Grad – und das immerhin eineinhalb Stunden lang. Das Nashorn-Weibchen hingegen bleibt cool: Seine Körpertemperatur beträgt auch während des Geschlechtsakts konstante 28 Grad. Ist ja tierisch…

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Jekyll & Hyde neu vertont

21. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet

Deef Pirmasens, seines Zeichens erfolgreicher Macher der "Gefuehlskonserve", hat sich in ein neues Projekt gestuerzt und den Klassiker "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" von Robert Louis Stevenson neu vertont.

Das Ganze kommt in bester Hoerbuch-Manier daher und Deef beweist hier, dass seine Stimme sich sehr gut fuer so etwas eignet. Die zugehoerige Musik wurde von Markus Kaes alias "Chillerstadt" komponiert und produziert. Viele Leute meinen ja, dass Effekte und Musik nicht unbedingt in ein Hoerbuch passen. In diesem Fall ertrinkt das Werk aber gluecklicherweise nicht in einem musikalischen Dauersumpf, denn die entsprechenden Sequenzen wurden dramaturgisch an- bzw. eingepasst und haben somit doch eine unterstuetzende Wirkung.

Was bleibt, ist der Beweis, dass eine gute Produktion nicht unbedingt einen kommerziellen Hintergrund haben muss und auch mit "normalen" Mitteln und einer gehoerigen Portion guten Willens realisiert werden kann. Lediglich der gesprochene Teil des Intros und auch der des Outros mit der Stimme von George Nussbaumer erinnert ein wenig an diese typischen Trailerstimmen, wie man sie auch oft im Mainstreamradio hoert. Dieser Spass sei Deef, der selbst mit ziemlich ruhiger, klarer Stimme in recht langsamer, aber dadurch sehr deutlicher Art und Weise vorliest, hiermit gegoennt…

Die erste Folge dieses mehrteiligen Podcast-Projekts ist jetzt erschienen und kann hier kostenlos als MP3-Datei heruntergeladen werden.

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Coldplay-Vinylpost à la Coke

18. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet

Bjoern Winkler aka "Coke" betreibt den "Podshots"-Podcast und weilte vor ein paar Wochen in London. Dort wird ja die Plattenkultur noch fleissig gepflegt, denn die allermeisten, neuen Hits gibt es in England nach wie vor zusaetzlich noch auf 45er-Vinyl-Singles.

Vor Jahren habe ich dort mal eine Zeitschrift gekauft, der eine quietschgruene Schallfolie von "The Cure" ("Lament") beigelegt war, die Jahre spaeter doch um einiges im Sammlerwert steigen sollte. Im britischen Magazin "NME" gab es jetzt die neue Single von "Coldplay" ("Violet Hill") als richtige 7inch-Beigabe und dieses Heft hatte Bjoern aus England mitgebracht. Gegen Einsendung eines Fotos des eigenen Plattenspielers verloste er unter seiner Hoererschaft dieses Teil und wer hat`s gewonnen? :-) An dieser Stelle vielen Dank fuer die nette Zusendung! Einen kurzen, akustischen Eindruck davon wird es bestimmt demnaechst im Podcast geben…

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EM-Fehlplanung?

16. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet

So, hier kommt das erste richtige Posting zum Thema Fussball-Europameisterschaft 2008 auf dieser Seite. Lang hat`s gedauert…

Die Vorrunde ist fast vorbei und anscheinend haben sich die Veranstalter gedacht, dass es dann vielleicht wohl "nicht mehr so schlimm" ist, wenn zwei Spiele parallel laufen. Bis dato fand das erste Gruppenspiel des Tages immer zwischen 18 und 20 Uhr statt, waehrend das zweite Spiel um 20:45 Uhr angepfiffen wurde. Das war wunderbar, denn zum einen konnten beide Spiele gesehen werden und zum anderen gab es dazwischen genuegend Zeit, um etwas zu essen zu machen oder noch schnell den Weg zu Bekannten oder in eine Kneipe zu absolvieren, ohne etwas zu verpassen.

Seit gestern laufen die restlichen Spiele aber zeitgleich ab 20:45 Uhr und gerade in punkto Fernsehuebertragungen ergibt sich daraus ein aergerliches Dilemma. Das "wichtigere" Hauptspiel wird entweder im ZDF oder in der ARD uebertragen, das zweite Spiel laeuft dann im zugehoerigen Digital-Spartenkanal, also entweder "ZDF-Info" oder "Eins-Festival".

Frueher liefen Dinge, die zwar nicht so wichtig waren, um sie im Ersten oder Zweiten zu bringen, die aber doch relevant genug waren, generell im Dritten. Das waere in diesem Fall auch besser, denn das koennten wenigstens die allermeisten GEZ-Zahler empfangen. Nur leider sind die Dritten mittlerweile ziemlich autonom und anscheinend nicht mehr so einfach zu koordinieren. Aergerlich ist aber, dass z.B. die analogen Kabel-TV-Zuschauer ausgesperrt werden, da die beiden Spartenkanaele dort zumindest hier im Raum Guetersloh nicht eingespeist werden. Wohl dem, der eine SAT-Schuessel (oder in diesem Fall ausnahmsweise DVB-T) hat, der konnte wenigstens fleissig hin- und herzappen, um den ruehrenden Abschied der schweizer Trainer-Ikone "Köbi" nach dem 2:0-Sieg der Schweiz gegen Portugal zu sehen…

Eine ganz schlimme Unart scheint aus Anlass der EM allerdings die oftmals niveaulose Stimmungsmache der Boulevardpresse zu sein. Man erinnere sich an die geschmacklose Fotomontage in einer polnischen Zeitung vor dem Spiel der deutschen Mannschaft gegen Polen, die Loew und Ballack quasi "gekoepft" auf der Titelseite zeigte. Das sich die Bild-Zeitung mit ihrer heutigen Schlagzeile "Auf WieNersehen, ihr Ösi-Würstchen" auf ein aehnlich-duemmliches "Niveau" begibt, ueberrascht zwar nicht wirklich, ist aber trotzdem erschreckend und – aergerlich.

Die britische Boulevardpresse ist ja auch immer ganz vorne mit dabei, wenn gegen die "Krauts" gehetzt werden darf und die oesterreichischen Medien werfen ebenfalls gerne mal mit dem Begriff "Piefke" um sich. Insbesondere das Wort "Krauts" finde ich verbannenswert und abstossend. Aber das, was sich diese volksverdummende Springer-Gazette da wieder erlaubt hat, geht sprichwoertlich "auf keine Kuhhaut". Sport ist Sport. Entweder man mag es oder nicht, aber die Weltprobleme und kulturelle Differenzen werden nicht auf dem Fussballplatz geloest (schade eigentlich…) und daher sollten solche verbalen Entgleisungen beleidigender Art von serioesen Zeitungen doch vermieden werden. Die BILD hat hiermit mal wieder bewiesen, dass sie mit Vorliebe an die niedersten Instinkte appeliert und ist von der Serioesitaet nach wie vor meilenweit entfernt…

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