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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Jekyll & Hyde neu vertont

21. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet

Deef Pirmasens, seines Zeichens erfolgreicher Macher der "Gefuehlskonserve", hat sich in ein neues Projekt gestuerzt und den Klassiker "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" von Robert Louis Stevenson neu vertont.

Das Ganze kommt in bester Hoerbuch-Manier daher und Deef beweist hier, dass seine Stimme sich sehr gut fuer so etwas eignet. Die zugehoerige Musik wurde von Markus Kaes alias "Chillerstadt" komponiert und produziert. Viele Leute meinen ja, dass Effekte und Musik nicht unbedingt in ein Hoerbuch passen. In diesem Fall ertrinkt das Werk aber gluecklicherweise nicht in einem musikalischen Dauersumpf, denn die entsprechenden Sequenzen wurden dramaturgisch an- bzw. eingepasst und haben somit doch eine unterstuetzende Wirkung.

Was bleibt, ist der Beweis, dass eine gute Produktion nicht unbedingt einen kommerziellen Hintergrund haben muss und auch mit "normalen" Mitteln und einer gehoerigen Portion guten Willens realisiert werden kann. Lediglich der gesprochene Teil des Intros und auch der des Outros mit der Stimme von George Nussbaumer erinnert ein wenig an diese typischen Trailerstimmen, wie man sie auch oft im Mainstreamradio hoert. Dieser Spass sei Deef, der selbst mit ziemlich ruhiger, klarer Stimme in recht langsamer, aber dadurch sehr deutlicher Art und Weise vorliest, hiermit gegoennt…

Die erste Folge dieses mehrteiligen Podcast-Projekts ist jetzt erschienen und kann hier kostenlos als MP3-Datei heruntergeladen werden.

KategorienMedien

Coldplay-Vinylpost à la Coke

18. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet

Bjoern Winkler aka "Coke" betreibt den "Podshots"-Podcast und weilte vor ein paar Wochen in London. Dort wird ja die Plattenkultur noch fleissig gepflegt, denn die allermeisten, neuen Hits gibt es in England nach wie vor zusaetzlich noch auf 45er-Vinyl-Singles.

Vor Jahren habe ich dort mal eine Zeitschrift gekauft, der eine quietschgruene Schallfolie von "The Cure" ("Lament") beigelegt war, die Jahre spaeter doch um einiges im Sammlerwert steigen sollte. Im britischen Magazin "NME" gab es jetzt die neue Single von "Coldplay" ("Violet Hill") als richtige 7inch-Beigabe und dieses Heft hatte Bjoern aus England mitgebracht. Gegen Einsendung eines Fotos des eigenen Plattenspielers verloste er unter seiner Hoererschaft dieses Teil und wer hat`s gewonnen? :-) An dieser Stelle vielen Dank fuer die nette Zusendung! Einen kurzen, akustischen Eindruck davon wird es bestimmt demnaechst im Podcast geben…

KategorienMedien

EM-Fehlplanung?

16. Juni 2008 Kommentare ausgeschaltet

So, hier kommt das erste richtige Posting zum Thema Fussball-Europameisterschaft 2008 auf dieser Seite. Lang hat`s gedauert…

Die Vorrunde ist fast vorbei und anscheinend haben sich die Veranstalter gedacht, dass es dann vielleicht wohl "nicht mehr so schlimm" ist, wenn zwei Spiele parallel laufen. Bis dato fand das erste Gruppenspiel des Tages immer zwischen 18 und 20 Uhr statt, waehrend das zweite Spiel um 20:45 Uhr angepfiffen wurde. Das war wunderbar, denn zum einen konnten beide Spiele gesehen werden und zum anderen gab es dazwischen genuegend Zeit, um etwas zu essen zu machen oder noch schnell den Weg zu Bekannten oder in eine Kneipe zu absolvieren, ohne etwas zu verpassen.

Seit gestern laufen die restlichen Spiele aber zeitgleich ab 20:45 Uhr und gerade in punkto Fernsehuebertragungen ergibt sich daraus ein aergerliches Dilemma. Das "wichtigere" Hauptspiel wird entweder im ZDF oder in der ARD uebertragen, das zweite Spiel laeuft dann im zugehoerigen Digital-Spartenkanal, also entweder "ZDF-Info" oder "Eins-Festival".

Frueher liefen Dinge, die zwar nicht so wichtig waren, um sie im Ersten oder Zweiten zu bringen, die aber doch relevant genug waren, generell im Dritten. Das waere in diesem Fall auch besser, denn das koennten wenigstens die allermeisten GEZ-Zahler empfangen. Nur leider sind die Dritten mittlerweile ziemlich autonom und anscheinend nicht mehr so einfach zu koordinieren. Aergerlich ist aber, dass z.B. die analogen Kabel-TV-Zuschauer ausgesperrt werden, da die beiden Spartenkanaele dort zumindest hier im Raum Guetersloh nicht eingespeist werden. Wohl dem, der eine SAT-Schuessel (oder in diesem Fall ausnahmsweise DVB-T) hat, der konnte wenigstens fleissig hin- und herzappen, um den ruehrenden Abschied der schweizer Trainer-Ikone "Köbi" nach dem 2:0-Sieg der Schweiz gegen Portugal zu sehen…

Eine ganz schlimme Unart scheint aus Anlass der EM allerdings die oftmals niveaulose Stimmungsmache der Boulevardpresse zu sein. Man erinnere sich an die geschmacklose Fotomontage in einer polnischen Zeitung vor dem Spiel der deutschen Mannschaft gegen Polen, die Loew und Ballack quasi "gekoepft" auf der Titelseite zeigte. Das sich die Bild-Zeitung mit ihrer heutigen Schlagzeile "Auf WieNersehen, ihr Ösi-Würstchen" auf ein aehnlich-duemmliches "Niveau" begibt, ueberrascht zwar nicht wirklich, ist aber trotzdem erschreckend und – aergerlich.

Die britische Boulevardpresse ist ja auch immer ganz vorne mit dabei, wenn gegen die "Krauts" gehetzt werden darf und die oesterreichischen Medien werfen ebenfalls gerne mal mit dem Begriff "Piefke" um sich. Insbesondere das Wort "Krauts" finde ich verbannenswert und abstossend. Aber das, was sich diese volksverdummende Springer-Gazette da wieder erlaubt hat, geht sprichwoertlich "auf keine Kuhhaut". Sport ist Sport. Entweder man mag es oder nicht, aber die Weltprobleme und kulturelle Differenzen werden nicht auf dem Fussballplatz geloest (schade eigentlich…) und daher sollten solche verbalen Entgleisungen beleidigender Art von serioesen Zeitungen doch vermieden werden. Die BILD hat hiermit mal wieder bewiesen, dass sie mit Vorliebe an die niedersten Instinkte appeliert und ist von der Serioesitaet nach wie vor meilenweit entfernt…

KategorienDiverses, Medien

Unitymedia contra Bayern-TV

30. Mai 2008 Kommentare ausgeschaltet

Es ist schon Jahre her, da wurde im damals noch komplett-analogen Kabelfernsehnetz in Guetersloh und Umgebung das dritte Fernsehprogramm des hessischen Rundfunks abgeschaltet. Erst nach vielen Protesten aus der Bevoelkerung wurde es ein paar Wochen spaeter wieder eingespeist.

Mittlerweile hat sich viel geaendert. Die Telekom zeichnet in technischer Hinsicht nicht mehr fuer die Inhalte des Kabelfernsehnetzes verantwortlich und die zwischenzeitlich rudernde und ungeliebte Firma "ISH" ist auch schon Geschichte. Die "Unitymedia" zieht nun die Faeden und hat schon einiges getan, um das Kabelnetz zu reformieren. So sind digitale Angebote hinzugekommen, die natuerlich eine der wertvollsten Ressourcen, die Gesamtbandbreite, mit beanspruchen. Die Tatsache, dass ein einziges, analoges Fernsehsignal ungefaehr die vierfache Bandbreite eines neuartigen Digital-TV-Signals belegt, motiviert die Unitymedia, dem Analog-TV so langsam aber sicher den Garaus zu machen. Der Analoganschluss ist mittlerweile teurer als der digitale und jetzt fangen sie sogar schon an, beliebte Fernsehsender zu entfernen.

Naja, "entfernen" trifft es nicht ganz. Es wird einfach gesagt, dass die analoge Verbreitung des betreffenden Senders zwar eingestellt wird, dieser aber weiterhin und auch zukuenftig ueber die digitalen Kabelsignalwege zur Verfuegung stehen wird. Toll, oder? "Im Zuge der ARD Qualitätsoffensive der ARD mussten in einigen Regionen im Unitymedia Kabelnetz ein ARD Drittes Programm abgeschaltet werden. Diese Sender sind jedoch überall im Digital TV vorhanden. Je nach Region sind unterschiedliche Dritte Programme betroffen, insgesamt der kleinere Teil der Zuschauer im Kabel. Alle Zuschauer können alle ARD Dritten über UnityDigital TV empfangen." (Quelle: FAQ-Webseite der Unitymedia)

Der Ottonormalglotzer kann natuerlich beruhigt weiterschlafen, denn die ueberaus multiwichtigen Shoppingsender sind nach wie vor zahlreich im Kabel enthalten. Brrrr…

Eine der wenigen Existenzberechtigungen fuer das analoge Kabel-TV war bis dato in technischer Hinsicht, dass es ausgereicht hat, ein einziges Kabel von A nach B zu ziehen, um die volle Programm"vielfalt" am Zielgeraet mittels dessen eingebauten Empfangstuners zur Verfuegung haben zu koennen. Das wird auf Dauer erstmal nicht mehr so sein, denn zum Empfang des digitalen Programmpakets ist ebenfalls eine meistenteils billig-anmutende, haessliche (silberfarbene?) Receiverbox erforderlich. Das heisst, jedes analoge Zielgeraet muss mit einem weiteren Stromfresser verbunden werden, damit es ueberhaupt Toene und Bilder von sich geben kann. Daher ist es auch unverstaendlich, dass die allermeisten Neugeraete nach wie vor ausschliesslich analoge Tuner aufweisen…

An dieser Stelle stellt sich echt die Frage, ob man das ohnehin teure Kabelfernsehen nicht abbestellen sollte. Ich selbst habe sowieso keines, das betrifft die untere Etage des Hauses. Fakt ist, dass, wenn schon eine Digibox vorhanden sein muss, auch gleich ein Satellitenreceiver genommen werden kann.

Vorteil: Viel groessere Programmvielfalt, meistenteils bessere Bildqualitaet und man ist nicht von der Willkuer der Kabelanbieterfirmen und Regelbehoerden abhaengig.

Nachteil: Eine Schuessel muss her und davor schrecken viele Menschen zurueck. Die Fernsehsatelliten befinden sich allerdings mehrere tausend Kilometer von der Erdoberflaeche entfernt und da ist es -freie Sicht zum entsprechenden Horizontabschnitt vorausgesetzt- voellig egal, ob die Schuessel huebsch-haesslich sichtbar auf dem Dach oder am Giebel thront oder ob sie zwischen die Blumen in den Garten gepflanzt wird :) Im Zeitalter der Universal-LNBs mit mehreren, vollwertigen Direktausgaengen ist auch die Verdrahtung unter normalen Bedingungen ein nicht unbedingt grosses Problem und somit duerften in einem normalen Haushalt mit normalen Anspruechen keine aufwendigen, innerhaeuslichen Verteileranlagen mehr notwendig sein…

DVB-T ist zumindest in der hiesigen Gegend fuer viele Menschen leider noch keine richtige Alternative, da hierueber lediglich ein paar oeffentlich-rechtliche Programme (allerdings inklusive BR-TV!) beziehbar sind, die Privaten fehlen in den Bouquets gaenzlich.

Auf Dauer wird sicherlich das Internet eine dominante Rolle auch fuer den Fernsehempfang spielen. Portale wie "Zattoo" sind da ein vielversprechender und zukunftsweisender Anfang. Das traditionelle One-Way-Fernsehen hat schon jetzt massiv an Reichweite verloren und die wird es auch so schnell nicht zurueckgewinnen koennen, wenn ueberhaupt…

Weiterlesen: Sachbezogener Text bei BR-Online

KategorienLokales, Medien

Gespenstisches MySpace

29. Mai 2008 Kommentare ausgeschaltet


Der Regisseur Alfred Hitchcock ist ja bekanntermassen schon lange nicht mehr unter den Lebenden, seit 1980 um genau zu sein. Wie kann er dann im "MySpace" online sein? :-)) Viele mittlerweile verstorbene Stars und Sternchen haben trotz der Tatsache, dass sie mittlerweile verblichen sind, ein aktives MySpace-Konto. Oftmals gepflegt von diversen Nachfahren oder Fans. Irgendwie gespenstisch…

KategorienMedien