Der Koenig ist tot – es lebe der Koenig. Koennte man meinen. Das unlaengst posthum veroeffentlichte Album "Michael" offeriert zehn "neue" Songs des verstorbenen "King of Pop". Teilweise sind es Aufnahmen, die schon mehrere Jahre zurueckliegen, manchmal auch im Nachhinein fertiggestellte Songs. Einige Produzenten durften ihre Namen auf das Cover schreiben und mit Akon, 50 Cent oder Lenny Kravitz ist auch einige Prominenz im Duett mit Michael Jackson zu hoeren. Die Songs an sich ueberraschen nicht und sind qualitativ recht solide. Manchmal wurde aber auch zu stark an den elektronischen Reglern gespielt, so dass berechtigte Zweifel aufkommen, ob Michael Jackson das in Einzelfaellen so abgesegnet haette. Nun ja, er selbst kann nichts mehr daran aendern…
Fazit: Die Platte tut nicht weh, ist teilweise sogar wirklich gut, aber qualitativ doch meilenweit von den normalerweise mit ihm assoziierten Klassikern entfernt. Diesem Werk fehlt dieses schwer zu beschreibende, magische Element, welches beispielsweise das "Thriller"-Album bis heute auszeichnet. Anspieltip: "Behind The Mask" (ja, genau, siehe Eric Clapton :))

In diesen Tagen stellt sich mal wieder die allgegenwaertige Frage, warum LEGO und Playmobil technisch gesehen zueinander inkompatibel sind.
Doch es gibt ja auch die "Lego-Maennchen", die in einer eindrucksvollen Bildersammlung auf flickr als "Star Dummies" herhalten mussten. Die Sammlung beinhaltet mit Lego nachgestellte Plattenhuellen aus alter und neuer Zeit.
Sehr sehenswert… Zum Bilderalbum | Inspired by Spreeblick
Die "Thunderbirds" aus Bielefeld spielen schon seit Jahrzehnten zusammen und sind auch in Guetersloh immer wieder gern gesehene Gaeste, die u.a. durch ihre Auftritte auf der Freilichtbuehne im Mohns Park irgendwie zum Jahresgeschehen dazu gehoeren.
Erst heute, knapp einen Monat zu spaet, fand ich auf ihrer Homepage die Meldung, dass Juergen Ringels, Gitarrist und Urgestein der Band, am 27.10.2010 "ploetzlich und unerwartet" gestorben ist.
Das Bild zeigt ihn beim Signieren meiner Thunderbirds-Vinyl-LP vor sieben Jahren und deren Name koennte jetzt kaum passender sein: "Keep On Rockin'"…
Ich erinnere mich gerne an die vielen schoenen Sonntagnachmittage mit den Thunderbirds zurueck. Wie oft haben wir dort gesessen und auf das wirklich verdammt schwere Gitarrensolo aus dem Dire-Straits-Song "Sultans of Swing" gewartet. Ohne Juergen wird es nicht mehr dasselbe sein. Er war ein sympathischer Mensch, der nie um freundliche Worte verlegen war. Mit ihm verlieren die "Thunderbirds" einen ausgezeichneten Herzblut-Musiker.
Mein aufrichtiges Beileid!
Nachruf für Jürgen Ringels,
einen einzigartigen Menschen, Freund und Gitarristen.

Unerwartet und viel zu früh am 27.10.2010 wurde unser Freund und Solo-Gitarrist Jürgen Ringels aus unserer Mitte genommen. Unser jahrzehntelanges Miteinander war von tiefer Freundschaft geprägt und wurde begleitet durch gemeinsame, unausgesprochene Meinung, Übereinstimmung, gleichgerichtete musikalische Ziele oder Uneinigkeit, aber Uneinigkeit in Symphatie, die immer zu einer höheren Form des Einverständnisses führte.
Die Thunderbirds und alle die ihn kannten, verlieren nicht nur einen herausragenden Musiker, der zu den Besten seines Fachs gehörte, sondern darüber hinaus einen Menschen, der durch sein bescheidenes Wesen, seine aufrichtige Art und menschliche Wärme sich Achtung und Respekt verdiente.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, mit der wir in tiefer Trauer verbunden sind.
Lieber Jürgen, Du hast Dir einen Platz in unserem Herzen erobert, der wird Dir bleiben für immer.
Ralf Schuppner & die Thunderbirds
Quelle: www.thunderbirds-bielefeld.de

Das ostwestfaelische Staedtchen Blomberg ist mit Sicherheit nicht als konzertante Hochburg bekannt. Doch zwischen den schoenen, alten Fassaden fand an diesem Wochenende im sogenannten "Buergerhaus" das schon seit einigen Jahren (!) ausgetragene "Blomberger Songfestival" statt.
Das an ein klassisches Kino oder Kleintheater erinnernde Buehnengebaeude bot eine sehr heimlige Atmosphaere und animierte die auftretenden Kuenstler zu oftmals ziemlich ausgefallenen Darbietungen.
Den Samstagabend eroeffnete Dirk Schelpmeier mit eigenen Kompositionen. Waehrenddessen befanden wir uns leider noch auf der Autobahn…
Der von Mickey Meinert im "NormCast" Nr. 174 als "Blues-Papst" bezeichnete Dieter Kropp bestritt den zweiten Teil des Abends sehr humorvoll und vor allen Dingen auf sehr hohem, kuenstlerischen Niveau. Mit seiner Blues-Harp liess er Zuege akustisch eindrucksvoll vorbeieilen und begleitet von Mickey Meinert gab er zur Melodie von "Alright Now" die Geschichte ueber die "Teilzeitfrau" zur allgemeinen Belustigung zum Besten. Hier passt dann wieder die eigentlich abgedroschene Phrase: "Man merkte ihnen die Spielfreude sichtlich an".
Den dritten und letzten Teil des Abends gestaltete Julian Dawson ganz alleine. Der vielseitige Musiker hat schon mit vielen bekannten Leuten gearbeitet. Bei "BAP" spielte er regelmaessig mit (z.B. auf der CD "Affrocke" eindrucksvoll zu hoeren) und mir erzaehlte er hinterher auf Anfrage, dass er u.a. auf einem meiner Lieblingsalben -"Waking Hours" von der schottischen Band "Del Amitri"- die Mundharmonika beim Song "Kiss this thing goodbye" gespielt hat…
An diesem Abend spielte er sorgfaeltig ausgewaehlte Stuecke, teilweise sogar voellig ohne Mikrofon und ohne elektronische Verstaerkung. "Ein solcher Saal ist einfach dafuer gemacht", sagte er und setzte sich mit seiner Gitarre an den Buehnenrand. Man haette die beruehmte Stecknadel sprichwoertlich fallen hoeren koennen. Julian Dawson ist ein aeusserst sympathischer Ausnahmemusiker, der den Auftritt vor den vollen Publikumsraengen sichtlich genoss.
Das "Blomberger Songfestival" ist eine kleine, aber feine und in sich durchaus stimmige Veranstaltung. See you in 2011…
Zugegeben, ab den 90ern haben sie (bzw. hat er) eine Ballade zuviel geschrieben. Aber das war bei den Scorpions auch nicht anders :-) Doch Bon Jovi sind in der Gegenwart angekommen, sowohl musikalisch als auch in punkto "Neue Medien"…
Am 11.11.10 wurde ab 2 Uhr morgens (GEZ – Guetersloher-Einheits-Zeit :)) via YouTube ein Gratis-Live-Konzert der Rockband aus New York uebertragen.
Natuerlich -schliesslich leben wir im falschen Land- war aller Anfang schwer:
…doch dann lief es doch noch wie am Schnuerchen. "You give love a bad name", "Born to follow", "Lost Highway" ertoenten, gluecklicherweise noch keine Spur von der Edelschnulze "Bed of roses". Doch die sollte dem Schreiber dieser Zeilen erspart bleiben, denn die Tatsache, dass es mitten in der Woche mitten in der Nacht war, erlaubte diesmal kein komplettes, virtuelles Konzerterlebnis.
Fazit: Gutes Bild (wenn auch nicht perfekt), fluessiger Datenstrom ohne Aussetzer, guter Sound… was will man mehr? Das darf ggf. auch gerne mal einen "Spontan-Euro" kosten.
Ganz zwanglos…