Rory Gallagher war ein irischer Gitarrist und Liedermacher, der leider bereits vor zwoelf Jahren verstorben ist. Er und seine "Fender Stratocaster" sind in Deutschland spaetestens nach einem legendaeren Auftritt im "Rockpalast" im Jahr 1977 bekannt geworden.
Richie Arndt aus Bielefeld (Baujahr 1958) fuehlt sich wesentlich von Rory Gallagher beeinflusst und hat jetzt mit einigen faehigen Musikern ein absolut bemerkenswertes und schlichtweg geniales Tribut-Album mit dem Namen "Rorymania" aufgenommen. An diesem Album stimmt einfach alles: Es ist in technischer Hinsicht klasse abgemischt und in musikalischer Hinsicht seiner gegebenen Thematik absolut wuerdig. Man hoert, dass da einiges an Engagement und sicherlich viel Liebe zu dieser Musik eingeflossen ist. Zitat: "Rorymania ist ein lang ersehnter Wunsch von Richie Arndt & The Bluenatics , eine Tribute CD Rory Gallagher zu widmen. Auf dieser CD sind 11 Songs der irischen Blues-Rock-Legende und eine Eigenkomposition im Stile Rory Gallaghers. Im Gegensatz zu frueheren Produktionen wurde diese CD fast unter Live-Bedingungen eingespielt um diesen authentischen Stil zu reproduzieren. Zusaetzliche Overdubs beschraenken sich auf die Vocals und einen Teil der Soli. Als Gaeste sind die großartigen Gitarristen Alex Conti, Gregor Hilden und Henrik Freischlader zu hoeren."
Ein einzelnes Stueck ist schwer hervorzuheben, da jedes einzelne den Geist des Vorbildes atmet. Soll denn dann doch eines besonders erwaehnt werden, dann ist es sicherlich das letzte Lied auf der CD. Es heisst schlicht "Rory" und ist die einzige Eigenkomposition auf dem Album, welche sich hervorragend in das Gesamtwerk einfuegt bzw. einen wuerdigen Abschluss desselben bietet.
Richie Arndt ist auch in Guetersloh schon oft in Erscheinung getreten, so natuerlich bei den "GT SmAll Stars" und unter anderem im letzten Jahr bei der "Woche der kleinen Kuenste" auf dem Dreiecksplatz (siehe hier).
Eine CD, die sich WIRKLICH lohnt, die niemals langweilig wird, absolut ehrlich-authentisch klingt und viel Spass macht. Zudem hat sie auch den Segen des juengeren Bruders von Rory, Donal Gallagher, gefunden: "…Thank you for the information, the tour looks very exciting and will try to make a trip over to catch one of them. Yes, I did get a copy of Richie Arndt & the Bluenatics great c.d. the vocals are uncannily close to Rory’s intonation, with great individual guitar solos. In particular I think the track 'Rory' is fantastic, it has all the Rory guitar colours (+ the Celtic), a beautiful song and the sentiment is wonderful. Please give the musicians my thanks for doing the album. (Dónal Gallagher, July 2007)"
Einige Konzerttermine fuer 2008 stehen mittlerweile auch schon fest…
Der Name ist wahrscheinlich nicht so bekannt, die Stimme ist es aber schon. Kai Wingenfelder ist der Saenger der Band "Fury In The Slaughterhouse", der jetzt mit "Alone" sein erstes Solo-Album auf den Markt gebracht hat. Da steht zwar nicht "Fury" drauf, aber es ist natuerlich sehr viel Fury enthalten. Da sieht man mal, wie sehr eine markante Stimme das Erscheinungsbild einer Band praegen kann. Beim Anhoeren des Albums ohne Blick auf den Bidschirm haette ich oftmals schwoeren koennen, dass es ein Fury-Song waere. Trotzdem, die Platte ist klasse und besser als so manche "echte" Fury-Platte (und das soll was heissen!). Eingaengige Melodien, sehr gute Arrangements, gut-strukturierte Songs und kein einziger Negativ-Ausreisser, alles klingt stimmig und aus einem Guss. Fans der Kultband aus Hannover werden es mit Sicherheit sehr moegen, trotzdem bietet dieses Solo-Album auch Neuankoemmlingen einen guten Einstieg in das Gesamtwerk…
Ich habe es nicht gesehen. Aber die Berichterstattung in den Zeitungen und Online-Portalen reicht voellig aus. Das Ganze ist doch eigentlich nur noch ein Witz. Da wird ein generell voellig ueberschaetzter Justin Timberlake mit Preisen ueberhaeuft und es werden Kategorien speziell kreiert, nur um die Preise loswerden zu koennen. Beyoncé und Shakira machen eine Platte zusammen und schon hagelt es von MTV den "Most Earthshattering Collaboration"-Award, also einen Preis fuer die erderschuetterndste Zusammenarbeit. Da wird in Babykostuemen posiert oder auch in Outfits, die nicht (mehr) zur Figur passen. Arme Britney. Und wo bleibt die Musik? Ach ja, da war doch noch was…
Die "Dizzy Dudes" kommen aus Guetersloh und sie spielten am Samstag, den 08.09.07 zusammen mit einigen weiteren Bands bei "Rock den Turm", einem kleinen "Festival" am Wasserturm neben der hiesigen Stadthalle. Sie waren sich zunaechst gar nicht so sicher, ob sie ueberhaupt da hineinpassen wuerden, weil ihre Mitstreiter-Bands doch eher in anderen musikalischen Nischen beheimatet waren bzw. sind. Aber es klappte wunderbar, trotz des bescheidenen und aeusserst ungemuetlichen Wetters.
In diesem mit kleinen Extras versehenen Video spielen die Dudes den Rock`n`Roll-Klassiker "Rock around the clock" und den Welthit "Lemon Tree" von der Band "Fools Garden" in ihren doch-eigenen Rock`n`Roll-Adaptionen. Dazwischen kommt Peter Freudenthaler, unter anderem Saenger bei "Fool`s Garden", ebenfalls kurz zu Wort :)
Die "Dizzy Dudes" sind in diesem Jahr auch schon auf der Freilichtbuehne im "Mohns Park" aufgetreten. Mehr dazu hier.
Auch wenn man wie ich absolut kein Opernfan ist, sollte das Werk des heute verstorbenen Star-Tenors Luciano Pavarotti deutlichst gewuerdigt werden. Er war eine Kapazitaet auf seinem Gebiet, ohne Frage. Gerade in den neunziger Jahren ist er auch auf kommerzieller Ebene erfolgreich gewesen, als er zusammen mit Placido Domingo und José Carreras die "Drei Tenoere" (The Three Tenors) bildete. Zu der Zeit war ich mit Freunden auf einer Rundreise durch England und Schottland. In Edinburgh kaufte einer von ihnen die entsprechende CD, setzte sich fuer deren ganze Spiellaenge in unser mitgefuehrtes Auto und wiederholte das an den darauffolgenden Tagen mehrmals. Wir, die "uebrigen", haben ihm allerdings verboten, die CD zu spielen waehrend wir fuhren und somit ebenfalls mit im Auto sassen :)
Ebenfalls in den neunziger Jahren war Pavarotti mit "Nessun Dorma" (aus Puccini`s "Turandot" in der Aufnahme von 1973) sogar in den einschlaegigen Hitparaden verzeichnet, da dieses Lied zum "BBC Grandstand World Cup Theme" gekuehrt wurde.
Unter anderem zusammen mit U2 sang er 1995 das ueberaus erfolgreiche Lied "Miss Sarajevo" unter dem Projektnamen "Passengers" mit ein, welches ebenfalls ein internationaler Charterfolg wurde.
Pavarotti starb heute im Alter von 71 Jahren an Nierenversagen als Folge von Krebs. Requiescat in Pace!