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Archiv für die Kategorie ‘Musik’

Wir sind doch nicht bloed!

6. November 2007 Kommentare ausgeschaltet

…oder doch? …oder haben wir Google nur halbherzig bedient?

Die Eagles sind wieder da, mit einem fulminanten Doppel-Album uebrigens, "The Long Road Out Of Eden". (Juergen, moechtest Du als eingefleischter Eagles-Fan nicht mal eine kleine Rezension darueber verfassen? Ich werfe Dir hiermit ein entsprechendes "Stoeckchen" zu :) )

Dieses neue Album wird natuerlich ueberall beworben, so auch beim Media Markt. Aber wie…

Die hier aufgezaehlten Menschen sind die Gruendungsmitglieder. Die aktuelle Besetzung sieht aber anders aus. Glenn Frey und Don Henley (beide auch in den 80ern mit Solo-Popsongs erfolgreich, z.B. "The heat is on" und "The boys of summer") sind nach wie vor dabei. Bereits in den siebziger Jahren wurde Bernie Leadon durch Joe Walsh und Randy Meisner durch Timothy Schmitt ersetzt. Somit bilden Frey, Henley, Walsh und Schmitt die aktuelle Besetzung der "Eagles". Ich bin doch nicht bloed! (Wikipedia ist es auch nicht) :)

Update: Mittlerweile haben sie`s anscheinend gemerkt… siehe hier

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Next Christmas…

3. November 2007 Kommentare ausgeschaltet
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Tanz der Goetter

1. November 2007 Kommentare ausgeschaltet

Vor ca. 28 Jahren: Wolfgang Neumann spielt in der "WDR-Schlagerrallye" einen merkwuerdigen Song: "Tanz der Goetter" von einer Formation namens "Flaming Bess". Dieser stammt wiederum aus einem Zyklus, der in 5 Kernstuecken auf einer LP verewigt ist. Fuer die verschiedenen, erzaehlerischen Intermezzi leiht Neumann hoechstselbst dem Projekt seine damals doch recht bekannte Radiostimme. In textlicher Hinsicht ist das Album ein Ausflug ins Land der Elfen und Goetterboten, in eine mystische Welt. Die Musik ist instrumental, progressiv und zugleich markant. Die Lieder sind zwischen 5 und 10 Minuten lang und schon ihre Namen verraten, dass es sich um ein Konzeptalbum handelt: "Bedrohung", "Kampf und Vertreibung", "Oasis", "Arkana", "Tanz der Goetter".

Die Platte entstand 1979 in Zusammenarbeit mit dem WDR, der Titelsong wurde im zugehoerigen Sendegebiet ein Radiohit. Wie auch auf der Webseite von "Flaming Bess" steht: Das an den WDR gesandte Demo beeindruckte Wolfgang Neumann so sehr, dass er die Gruppe im Rahmen seiner Sendereihe „Rockstudio“ präsentierte. Dies führte zur größten Hörerreaktion des Jahres und die Band veröffentlichte Ende 1979 die erste LP Tanz der Götter im Eigenverlag. Bei den Plattenfirmen wurde das musikalische Potential der Band zunächst nicht erkannt. Doch dann folgten 16 Wochen erste Plätze in der Schlagerally, der damals bedeutesten deutschen Hörer-Hitparade, mit der Single-Auskopplung Tanz der Götter, überwältigende Pressereaktionen sowie mehr als 36.000 verkauften LP´s nach nur 6 Monaten.

Anmerkung: "Die bedeutendste, deutsche Hoerer-Hitparade" war die "Schlagerrallye" sicherlich nicht. Sie war in erster Linie ein Studioprojekt, dessen Neuvorstellungen von ein paar Leuten in der Redaktion bestimmt wurden. Aber, die Schlagerrallye hatte ihre eigene Farbe und war ein Kontrastprogramm zu dem, was Leute wie z.B. Mal Sondock oder Frank Laufenberg machten. Das machte sie aber nicht "besser" oder "bedeutender", sondern lediglich "anders"…

Ueber die Jahre wurde die goettliche Flaming-Bess-LP immer seltener – und wertvoller. Vor ein paar Jahren fand ich das Vinylalbum fuer unglaublich-wenige 10 DM auf einer Plattenboerse und freute mich tierisch darueber. Bis heute ist "Tanz der Goetter" eines der ganz wenigen Vinylalben, die hier komplett digitalisiert, aufbereitet und auch auf CD ueberspielt wurden in dem Glauben, dass es eh nie offiziell auf CD erscheinen wuerde. Irrtum :) Es gibt "Tanz der Goetter" mittlerweile als remasterte CD, die die Band anscheinend im Eigenvertrieb in ihrem Web-Shop und auch ueber eBay anbietet. Das Album ist auch heute noch gut anzuhoeren und mal etwas ganz anderes. An manchen Stellen wirkt es aus heutiger Sicht etwas altbacken, was ihm aber wiederum einen gewissen, nachtraeglichen Charme verleiht…

Links:
Flaming Bess Homepage
MySpace-Praesenz
Flaming Bess @ eBay
Schlagerrallye

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Magic Boss

22. Oktober 2007 Kommentare ausgeschaltet

Der Mann ist ein Phaenomen. Seit Beginn der siebziger Jahre ist er eine bestaendige Groesse im Musikbereich und ueber all die Jahre hat er zum einen eine grosse Bestaendigkeit und zum anderen ausserdem grosse Wandlungsfaehigkeit bewiesen. Was sich im ersten Moment widerspruechlich anhoert, charakterisiert die Karriere des Bruce Springsteen, von seinen Fans oftmals nur "Boss" genannt, ziemlich genau.

Mit der "E-Street-Band" hat er einige bemerkenswerte Alben aufgenommen und zudem Stadien gefuellt. Die daraus resultierenden Live-Aufnahmen sind zurecht legendaer. Prominente Mitglieder der E-Street-Band sind beispielsweise Patti Scialfa (seine Ehefrau) und Nils Lofgren.

Ab und zu begibt sich Bruce auf andere Pfade, die ihn auf zunaechst abstrus wirkende, musikalische Seitenarme fuehren. Was dann letztendlich daraus wird, ist auf seine Art meistens auch wieder spektakulaer. So sind die "Pete-Seeger-Sessions" wohl mit das Untypischste, was der Boss je gemacht hat. Trotzdem hat auch dieses Projekt zurecht begeistert, wenn es auch nicht unumstritten gewesen ist…

Mit seinem neuesten Album "Magic" begibt er sich wieder auf vertraute Wege. Aber das mit Wucht. Das Album erinnert stark an vergangene, rockige Alben und an die darauf enthaltenen Klassiker wie z.B. "The River" oder "Born to run". Einen gewissen Wiedererkennungswert bietet es auch in Richtung "Born in the USA" und anderen Dingen seit den achtziger Jahren. Das letzte Album mit der E-Street-Band lag schon wieder fuenf Jahre zurueck ("The Rising") und es wurde Zeit, dass die Tradition fortgesetzt wird. "The Rising" entstand damals im Angesicht der 9/11-Geschehnisse, was auch nach wie vor heraushoerbar ist.

Waehrend "Radio Nowhere", das erste Stueck des neuen Albums "Magic", textlich relativ neutral aber musikalisch sehr druckvoll daherkommt, bieten viele der weiteren Songs deutliche (Amerika-) kritische Textpassagen, die oftmals wahrlich ihre Berechtigung haben und aktuelle Ereignisse mehr oder weniger offen anprangern. Dabei wird aber in den allermeisten Faellen das reaktivierte, musikalische Fundament strikt zur Geltung gebracht, was dieses typische "Springsteen-Feeling" aus zwischenzeitlich in weiter Ferne wirkenden Tagen eindrucksvoll zurueckholt und aufrecht erhaelt. Die wirklich-ruhigen Stuecke muss man suchen… z.B. im "Hidden Track".

Prognose: Volle Stadien, Konzerte mit hohem Spassfaktor und trotzdem ein weiterer Meilenstein, der die musikalische Wichtigkeit vom Boss einmal mehr unterstreicht und ihn weiterhin einen der einflussreichsten Musikmacher der USA sein laesst. Ein spitzenmaessiges Album, welches aber wenigstens dreimal+X gehoert werden muss, um es beurteilen zu koennen.
Ich bin begeistert! Punkt :)

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Stirb Gluecklich – Die Happy

20. Oktober 2007 Kommentare ausgeschaltet

Der Ausdruck "Die Happy" ist sozusagen das englischsprachige Pendant zu "Hals und Beinbruch" und er ist gleichzeitig der Name einer wirklich bemerkenswerten Band, die bereits 1993 in Ulm, um Ulm und um Ulm herum gegruendet wurde :)

Marta Jandová (Gesang), Thorsten Mewes (Gitarre), Ralph Rieker (Bass) und Juergen Stiehle (Schlagzeug) waren am 19.10.07 auf Einladung des Jugendkulturrings Guetersloh zu Gast in der hiesigen Weberei. Es war laut. Sehr laut. Aber richtig klasse… Volldampf-Rock stand auf der Tagesordnung, ziemlich gradlinig, unverfaelscht und schnoerkellos. Eine Zuschauerin verglich die viel herumhuepfende und absolut mit positiver Energie geladene Frontfrau Marta mit einem "Flummi". Tatsaechlich hat sie es geschaft, fast ueber die ganze Konzertdistanz immer in Bewegung zu bleiben und das Publikum mitzureissen.

Die Band hat mittlerweile fuenf Studioalben (eigentlich sind es acht, aber das jetzige Label zaehlt erst ab "Supersonic Speed" aus dem Jahr 2001) und eine Unplugged-CD herausgebracht. "I am", "Supersonic Speed", "Big Boy", "Everyday`s a weekend" und "Big big trouble" sind allesamt bekannte Songs von ihnen, die aber vornehmlich auf Radiowellen à la "Einslive" zuhause sind und im normalen Formatradio nicht sooo oft stattfinden. Leider.

Das letzte Album "No Nuts No Glory" unterscheidet sich von den Vorgaengern doch erheblich, denn hier wurde auf nahezu saemtliche technische Spielereien verzichtet und einfach nur drauflos komponiert und gespielt. Man hoert`s und das ist wahrlich kein Nachteil. "The Ordinary Song" ist die (noch) aktuelle Single der Band, die sich wiederum stilistisch vom Rest des Albums abhebt, da sie eher traditionell daherkommt. "Die Happy" sind keine "Reisbrett-Kopie der Guano Apes", wie einige Kritiker frueher mal geschrieben haben. Im Gegenteil. Nicht zuletzt haben sie die Guano Apes rein zeitlich schon ueberlebt… Marta, die Saengerin, teilt allerdings ein Schicksal mit Sandra Nasic von den ehemaligen "Guano Apes". Beide Frontfrauen haben schon mit "Apocalyptica" Aufnahmen gemacht und veroeffentlicht.

Vor dem Konzert hatte ich die Gelegenheit, zusammen mit zwei Vertreterinnen von www.regiomusik.de Marta und den Bassisten Ralph zu einem kleinen Gespraech zu treffen. Beide waren seeeeehr nett, froehlich und auskunftsfreudig. Das Ergebnis wird es demnaechst im NormCast-Podcast zu hoeren geben, ein paar Teile wandern bestimmt auch auf die Frequenzen von Radio Guetersloh.

Bis dahin gibt es an dieser Stelle ein paar kleine Video-Ausschnitte vom Freitagabend…

Update (23.10.07):
Auch "GueterslohTV" war vor Ort und hat einen kleinen Videobericht im Internet veroeffentlicht. Hier der Link dorthin (klick).

Links:
Homepage der Band "Die Happy"
Offizielle MySpace-Praesenz
Marta`s MySpace-Praesenz
Die Happy – Blogseite (mit Links zu den Seiten der Bandmitglieder)
Dieses Video in etwas besserer Qualitaet
Jugendkulturring Guetersloh
Gun Records
WikiPedia ueber "Die Happy"
Die Weberei

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