Tragischer Unfall bei Wetten, dass…

5. Dezember 2010 Kommentare ausgeschaltet

Ein Wettkandidat stuerzte im Wetten-Dass-Studio bei der Ausuebung seiner Wette so schwer, dass er letztendlich regungslos auf dem Boden liegen blieb. Der Schreck sass tief, beim Publikum und natuerlich auch bei allen Beteiligten. Waehrend diverse andere, einschlaegige Fernsehsender in diesem Moment sicherlich "einfach draufgehalten" haetten, beschraenkte sich das ZDF auf eine sofortige Einblendung des Publikums unter Beibehaltung des Tons, dem das schwere Ausmass des Geschehenen eindeutig entnommen werden konnte. Sanitaeter kuemmerten sich um den Verunglueckten waehrend das ZDF letztendlich umschaltete und ein paar aufgezeichnete, aeltere Musikauftritte aus "Wetten, dass…?" zeigte. Schliesslich wandte sich Thomas Gottschalk ein paar Minuten spaeter wiederum live an seine Zuseher und verkuendete, dass die Sendung unter diesen Umstaenden nicht fortgefuehrt werden koenne und daher abgebrochen werden wuerde.

"Ich halte es als Entertainer fuer meine Pflicht zu sagen: Es hat keinen Sinn, dass wir hier in der Halle ihnen zuhause etwas vorspielen (…), deswegen bitte ich sie um Verstaendnis, das ist mir zum ersten Mal in meiner langen, langen Karriere passiert und wir haben viele gefaehrliche Wetten gespielt und ich habe immer gesagt, das waere fuer mich das Allerschlimmste, wenn einem meiner Kandidaten in einer Live-Sendung irgendetwas passiert – das ist jetzt eingetreten, das bedauere ich unendlich (…) In diesem Fall bitte ich sie also um Verstaendnis. Wir werden diese Sendung hier an dieser Stelle abbrechen, (…) alles andere waere falsch und gerade wir im ZDF fuehlen uns verantwortlich, hier nicht auf heiter zu machen, wenn wir nicht wirklich heiter sind (…)"

(Thomas Gottschalk am 4.12.10 waehrend der "Wetten, dass…?" – TV-Livesendung)

Chapeau! Alles richtig gemacht!

Justin Bieber, Cameron Diaz, Robbie Williams & Take That… alle waren bereits vor Ort und konnten nun nicht mehr auftreten. Man ueberlege jetzt auch mal im Nachhinein, was an diesem Abend alles "aufgegeben" wurde… Es gehoert schon eine gewisse Groesse dazu, einen solchen Event schlicht und ergreifend spontan abzubrechen. Auch bei "Twitter" gab es breite Zustimmung, wenn auch zeitgleich ein Wettrennen um das erste YouTube-Video des Unfalls unter diversen, zweifelhaften Zeitgenossen entbrannte. Tatsaechlich dauerte es nur wenige Minuten, bis dass das erste Video auf der Plattform erschien – kurz danach war es dann wieder verschwunden… Tja, so liegen Niveau und Abgrund nach wie vor eng beieinander…

Doch in einem Punkt haben viele Twitterer z.B. mit dem Erscheinen der heutigen "Bild am Sonntag" Recht bekommen: Mit der Befuerchtung, dass sich nicht alle so korrekt verhalten werden, wie es Gottschalk und das ZDF an diesem Abend getan haben…

KategorienMedien

Fernsehnostalgieadventskalender

3. Dezember 2010 Kommentare ausgeschaltet

Diese kultverdaechtige Webseite ist derzeit einen taeglichen Besuch wert:
Der TV-Nostalgie-Adventskalender.
Unter anderem durch "Retro-TV" realisiert, verbirgt jedes virtuelle Tuerchen ein kleines Fernsehdokument aus alter Zeit. Das kann ein Werbespot sein, ein Ausschnitt aus einer schwarz-weiss-Serie und vieles mehr. Die Optik erinnert an die legendaere Risiko-Ratewand aus der alten Quizshow "Der Grosse Preis".

Tolle Idee, schoene Umsetzung! Wir sagen: "Das war spitze" :)

KategorienMedien

MySpace – Die Ehre sich zu aergern

2. Dezember 2010 Kommentare ausgeschaltet

Kuerzlich bekam ich eine Nachricht von "meinem" MySpace-Team, dass ich von nun an die Ehre (!) haette, "das neue Myspace" benutzen zu duerfen.

Mein erster Gedanke war: Oh nein – nicht schon wieder was Neues…

Generell ist das ja nichts Schlechtes, aber nicht dann, wenn man sich gerade mal so an das Vorherige gewoehnt hat. Mit Unbehagen klickte ich auf mein MySpace-Profil und – erschrak. Alles, aber wirklich alles, war durcheinander und generell war das Profil sozusagen zerstoert. Fluchend klickte ich es weg und kuemmerte mich erstmal nicht mehr darum.

Doch natuerlich konnte es nicht so bleiben, zumal ich nicht nur mein eigenes Profil dort verwalte, sondern zusaetzlich vier weitere. Es ist eine Frechheit, die bisherige Arbeit mit einem Handstreich zunichte zu machen und das dann auch noch als "Ehre" bzw. "Feature" zu verkaufen. Man haette bei MySpace WENIGSTENS (!!!) eine Option auf das bisherige Profil einbauen sollen, vor allen Dingen fuer diejenigen, die nicht sofort die Zeit und Energie aufbringen koennen oder wollen, sich durch diese mittlerweile schnarchend langsame, voellig ueberladene Profilverwaltung durchzuwuseln. Derzeit sind zwei der von mir verwalteten Profile so einigermassen wieder hergestellt, man kann dort zumindest wieder alles lesen. Trotzdem, gut geht anders. Es stellt sich die Frage, ob sich das ueberhaupt noch lohnt. Der Gedanke an eine Loeschung meines MySpace-Profils kam mir mehrmals und ehrlich gesagt ist er auch noch nicht vom Tisch. Tatsaechlich ist das passiert, was ich anfaenglich nicht fuer moeglich gehalten habe: Facebook hat MySpace auch in punkto persoenlicher Bedeutung eindeutig abgehaengt (siehe hier). Dieses kuerzlich von Purple Schulz bei Facebook (!) verlinkte Bild koennte schon sehr bald Realitaet werden:

Uebrigens: Der NormCast hat seit kurzem auch eine sogenannte FANSEITE bei Facebook, die bisher noch nicht gross erwaehnt wurde. Ueber Sinn oder Unsinn bin ich mir zwar noch nicht ganz im klaren, aber dazu spaeter mehr. Bis dahin darf dort gerne "Gefaellt mir" gedrueckt werden… :-))

KategorienComputerkram

NormCast 175

29. November 2010 Kommentare ausgeschaltet

Zurueck in die NEUE DEUTSCHE WELLE mit dem Saenger und Musikverleger Peter Hubert, der damals mit seiner Band UKW einige Hits hatte und Jahre spaeter auch beim Dancefloor-Projekt SASH! involviert gewesen ist.

MP3-Download (gratis!) : NormCast Episode 175 vom 29.11.2010

Links zur Sendung:

Peter Hubert’s Homepage

Wikipedia ueber die Band UKW
UKW bei IchWillSpass.de

Video: UKW – "Ich Will"
Video: UKW – "Hey Matrosen"
Video: UKW – "Sommersprossen"
Video: "Deutschlandallergie"

Sash!
Prima – Musikverlag
Michael’s Mal-Sondock-Seite


KategorienNormCast

Nachbarliche Fernsehstoerungen

24. November 2010 Kommentare ausgeschaltet

Im Zeitalter der Billigmaerkte kommt auch immer mehr billige Technologie auf den Markt. Wer heutzutage mal in einen alten (!) Marken-Fernseher hineinschaut, weiss, wie solide Technik aussehen kann – schliesslich hat sie Jahrzehnte ueberdauert. Dieses Durchhaltevermoegen muessen aktuelle (Flach-)Fernseher erstmal beweisen…

Frueher wurde ein neu anzuschaffender Wohnzimmerfernseher mit wenigstens zehn Jahren Lebensdauer kalkuliert, heutzutage ist das aufgrund der sich staendig wechselnden Technologien und Beduerfnisse kaum noch moeglich. Derzeit reissen sich viele TV-Junkies um die neuen 3D-Fernseher, ignorieren aber dabei oftmals die Tatsache, dass es zumindest aktuell nur wenige 3D-Filmtitel z.B. auf BluRay-Scheiben zu kaufen gibt, dass 3D-Sendungen im "normalen" Fernsehen bisher kaum stattfinden und dass z.B. Toshiba schon eine 3D-Fernsehtechnologie vorgestellt hat, die es ermoeglicht, Raumempfinden ohne Extra-Brille zuhause zu erleben. Ein heute aktueller "Fernseher" ueberlebt vielleicht die naechsten 3-5 Jahre, ist aber allerspaetestens dann ueberholt…

Fakt ist aber auch, dass die alten Roehrengeraete sperrig waren und allein schon deswegen mittlerweile gerne ausgetauscht werden. Neue Flachgeraete sind haeufig mit minderwertigen und/oder unzureichend entstoerten (Schalt-) Netzteilen versehen und bei aller sonstigen Brillianz wird bei der Herstellung oftmals genau daran gespart. Diese manchmal auch externen "Braterixe" haben oftmals eine sehr hohe Verlustleistung und gerne wird die Tatsache ignoriert, dass der vorhandene Ein-/Ausschaltknopf am Geraet selbst meistens nur ein "Blender" ist (siehe auch "abschaltbare", externe USB-Festplatten), denn das eigentliche Netzteil bleibt bei vielen Modellen danach trotzdem in Betrieb…

Oftmals werden diese Netzteile auch von den namhaften Herstellern nur zugekauft, was zu serienbedingten Qualitaetsschwankungen fuehren kann. An dieser Stelle waere eine generelle Normung, wie sie jetzt beispielweise auch fuer Laptop-Netzteile und Ladegeraete der Mobiltelefone angedacht ist, durchaus sinnvoll. Schlechte Netzteile bieten naemlich nicht nur eine schlechte Leistung sondern stoeren auch mal ihr Umfeld. Funkamateure koennen leider ein Lied davon singen.

Persoenliche Anmerkung:
Und wenn jetzt einer ankommt und schreit, dass Amateurfunk doch von vorgestern ist, nur von aussterbenden Rentnern betrieben wird und daher nicht schuetzenswert sei, dem sei gesagt, dass auch er sicherlich sauer waere, wenn er seine taegliche Dosis Gossen-Talkshow nicht schauen koennte, nur weil der Untermieter z.B. ein stoerendes Telefon hat (viele DECT-Telefone stoeren z.B. diverse Satellitensender). So, das musste mal gesagt werden :-)

Funkamateure muessen -genau wie kommerzielle Mobilfunkanbieter- Grenzwerte, Auflagen und sonstige Spezifikationen bei der Errichtung ihrer Station beruecksichtigen, schliesslich sind sie im Normalfall sozusagen "staatlich geprueft". Hier gilt also: Wer "seine" Technik -was auch immer das sein mag- sauber installiert und wer ordentliche, den Standards entsprechende Geraete anschafft, braucht sich um das prinzipielle, technische Miteinander keine Sorgen zu machen. Natuerlich sind an dieser Stelle auch die Hersteller gefragt, dann was nuetzt die beste Absicht, wenn das gekaufte Markenprodukt im Nachhinein doch Maengel aufweist?

Billigtechnologie beim Nachbarn kann fuer ihn selbst vorteilhaft sein (sollte sie denn trotzdem gut funktionieren…) aber sie kann auch fuer Aerger sorgen, wie der folgende Beitrag zeigt:

Dank an Michael (DL2YMR) fuer den Link!

KategorienAmateurfunk, Medien