Der Koelsch-Shooter im Sturm

18. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

(Updates weiter unten)

Donnerstagabend, 18:50 Uhr
Nahezu aus allen Richtungen hoert man Martinshoerner und ueber Funk werden andauernd umgefallene Baeume und Strommasten gemeldet. Die Zustaende hier sind aufgrund des Orkans, der im Laufe des Abends noch staerker werden soll, derzeit nahezu katastrophal, auf vielen Einfallstrassen geht aufgrund von umgestuertzten Baeumen nichts mehr. Noch funktionieren hier der Strom und das Internet, daher kann man eigentlich nicht viel anderes machen, als wie zuhause zu bleiben und sich Ablenkung zu verschaffen.

Liebe Freunde vom Amateurfunkverein N-47, ich werde heute abend nicht zur Jahreshauptversammlung im 11km entfernten Wiedenbrueck erscheinen :-)

Juergen schickte mir vorhin einen Link zu dem sogenannten "Koelsch-Shooter" der "Frankenheim"-Brauerei. Dort wird die Rivalitaet zwischen Koeln und Duesseldorf humorvoll auf`s Korn genommen.

Der Link ist http://www.frankenheim.de/, dort unten auf "Wundertuete" klicken und dann den "Koelsch-Shooter" anwaehlen.

Natuerlich hat Juergen das schon als kleine Einstimmung auf die Veranstaltung in Koeln am 26. und 27.1. gemeint, wo wir uns mit vielen weiteren Podcastern und -rinnen treffen werden…

Viel Spass beim Bierdeckelwerfen…

Update von 21:50 Uhr

Der Sturm scheint sich zu verziehen, trotzdem kommen noch ab und zu sehr starke Böen vor. Die meisten Schaeden werden eh erst bei Tageslicht sichtbar… Allen eine gute Nacht…

Update von 23:50 Uhr

Der Sturm ist zurueckgekehrt. Und zwar ziemlich heftig. Als Dachwohnungsbewohner hat man wirklich Angst um die Statik, an Schlaf ist da nicht zu denken…

Der Reporter auf "N24" brachte im Zuge der Berichterstattung aus Berlin einen passenden Versprecher: "Natuerlich bemueht sich die Deutsche Bahn, Hotels und Unterkuenfte fuer die in den Bahnhoefen festsitzenden Reisenden zu finden. In Bahnhoefen ist es numal kalt und ZUGig" :))) (sinngemaesses Zitat).

Ein frueher Vorschlag fuer das Unwort des Jahres 2007: "KYRILL"

Die zwischenzeitliche Entwarnung fuer NRW ist mittlerweile zurueckgezogen worden. Hoffentlich ist bald Ruhe…

Nachtrag (Freitag):

Ruhe war gegen 1:30 Uhr. Heute bei Tageslicht liefen in der Nachbarschaft schon die ersten Dachdecker auf den Daechern herum. Es lagen Aeste herum und die Verkehrsschilder vor unserem Haus waren arg schief. Dem Dach und auch den darauf befindlichen Funkantennen ist nichts passiert. Unglaublich…. (*dreimalaufHolzklopf*)

KategorienDiverses

DVB-T : Guetersloh vs. Nuernberg

17. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

Ein mobiler Hybrid-USB-TV-Stick (das ist mal eine abgehobene Bezeichnung…) machte es unlaengst einmal moeglich: Ein Test des DVB-T-Empfangs hier in Guetersloh. Verleiht man der beigelegten, kleinen Magnetfussantenne ein passendes Gegengewicht (=>"Masse"), funktioniert es noch einmal eine ganze Spur besser. Diese "Masse" kann zum Beispiel eine leere Bierdose sein (siehe Bild, aufgenommen in Nuernberg) oder ein sonstiger, metallischer Gegenstand, oftmals auch ein Heizkoerper.

In Nuernberg wurde der erste Test gemacht. Analoger Empfang via Antenne gleich null, DVB-T hingegen glaenzte mit dem vollen Programmpaket (24 TV-Sender), inklusive der "wichtigsten" Privatsender.

In Guetersloh und Umgebung herrscht dagegen oeffentlich-rechtliche Tristesse, denn hier sind nur die GEZ-pflichtigen Sender zu empfangen, von Privatfernsehen keine Spur. Das koennte fuer viele potentielle Interessenten der Dolchstoss fuer diese eigentlich praktische Technologie sein.

Im Norden von Guetersloh geht es mit der kleinen Mobilantenne empfangsmaessig einwandfrei, waehrend man im Sueden doch schon etwas tricksen muss. Oftmals bleibt der Bildschirm dunkel und es bleibt dann ebenfalls nur die Moeglichkeit, zu einer Verstaerker-Zimmerantenne oder gleich zu einer Aussenantenne zu greifen.

Noch ist DVB-T hier in OWL nicht so interessant. Aber es bleibt ja die Satellitenschuessel, die ohnehin die beste Bildqualitaet und die groesste Programmvielfalt bietet. Digitaler SAT-Empfang ist auch in Anbetracht der juengst angedrohten Preiserhoehungen fuer das Kabelfernsehen sicherlich wieder eine lohnenswerte Alternative….
…ansonsten gibt es ja auch noch den "Aus"-Knopf :)

KategorienMedien

Mickey Meinert – Nur ein Narr

13. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

Mickey ist Mitglied bei den GT smAll Stars und ein sehr vielseitiger Mensch. Viele Leute haben ihn bestimmt schon im TV und auf Konzerten gesehen, ohne ihn zu (er-) kennen. Er spielt z.B. in der Band von Otto Waalkes und hat auch ansonsten oefters mit prominenten Leuten zu tun. Er schreibt und produziert eigene Musik. Seine Webseite steht unter dem Motto "Nur ein Narr" und sie zeigt seine verschiedenen Facetten. Ein netter Mensch und klasse Gitarrist, mit dem ich u.a. am Neujahrsmorgen noch ein ordentliches Bierchen getrunken habe :)

Mickey`s Homepage: http://mickeymeinert.com

KategorienLokales, Musik

Die Weberei – eventuell insolvent!

12. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

Es gibt sie schon seit etlicher Zeit – Die "Alte Weberei" zu Guetersloh!

Schon ab ca. Mitte der 80er Jahre war ich dort Stammgast und einer derjenigen, der den damals durchaus-schlechten Ruf der Weberei (das war zeitlich VOR den jetzigen Inhabern!) vor den Eltern rechtfertigen musste. Was nicht immer einfach war und viel Muehe kostete, eilte die damals-negative Lokalpresse dem eigentlichen Ruf der Weberei leider voraus.

Trotzdem: Ueber all die Jahre war (und "ist"!) es ein nicht zu missender Anlaufpunkt geworden und gewesen. Jetzt gab es wieder das allmonatliche "Barfly"-Event. Eine Sache, die den Agierenden gegenueber normalerweise immer entlohnt wurde. Heute war der erste Abend, wo das nicht geschehen konnte. Trotzdem haben die "BarFlyer" (Gerry Spooner, Roger Clarke-Johnson, Benni Bobe, Jan Koeckstadt und Gaeste) gespielt. Allein nur deswegen, um das Ganze zu erhalten. Es war ein gelungener Abend mit einem zurecht begeisterten Publikum.

Die Weberei darf nicht sterben, schon gar nicht aufgrund der "Ansprueche" eines gewissen Ex-Geschaeftsfuehrers, der eine exotische (aber zugegeben gute!) Band aus Kuba unter Vortaeuschung bzw. Versprechung diverser Dinge nach Deutschland gelockt und damit der Weberei und ihren Traegern einen nicht unerheblichen Kostenfaktor aufgebuerdet hat.

Die Weberei ist (unter anderem…) ein Lokal, das sich mittlerweile durch eine hervorragende Kueche auszeichnet (dank Roger Hovell!) und deren Preise gerade aufgrund der Aktionen, die sie regelmaessig starten, exorbitant-guenstig sind. Wann und wo bekommt man ein qualitativ-einwandfreies Champignon-Rahm-Schnitzel mit genialen Pommes Frites und Salat fuer sage und schreibe 5 Euro??? (!!!)

Der Wiedererkennungswert der Lokalitaeten der "Weberei" ist gerade fuer alteingesessene Guetersloher ein nicht zu verachtender "Wohlfuehlfaktor", daher hiermit erneut der Aufruf: Geht auf "http://www.die-weberei.de" und bekundet Eure Unterstuetzung! Sie haben es verdient!

Zusatzinformation:
Martin von den "Cobblestones" (spielen voraussichtlich/hoffentlich am 17.02. in der Weberei) hat mich gebeten, auf folgende Veranstaltung hinzuweisen:

www.pipes-and-whistles.de

Hier zum Schluss die originalen Statements von der Weberei-Webseite (siehe oben):

DER BETRIEB LÄUFT WEITER!!!

Das soziokulturelle Bürgerzentrum Die Weberei e.V. stellt Insolvenzantrag

Betr. Nr. 31480938
Die Weberei e.V. ist seit über 20 Jahren das soziokulturelle Zentrum in unserer Region und betreibt neben dem Kulturzentrum, der Jugendkunstschule, dem Begegnungszentrum, dem Kindergarten und dem Veranstaltungsbereich mit ca. 170 Veranstaltungen im Jahr eine eigene Gastronomie mit Biergarten und Diskothek. In den Sommermonaten gehört mit dem Wapelbad noch eine Gartenwirtschaft dazu. Mit über einhunderttausend Gästen im Jahr zählt die Weberei zu den größten Gastronomiebetrieben in Ostwestfalen-Lippe. Die Weberei e.V. wurde von der Stadt Gütersloh mit einem leistungsgebundenen Zuschuss von etwa 10 Prozent ihres Budgets unterstützt. Auch für das Jahr 2007 hat die Weberei e.V. einen Antrag auf Bezuschussung gestellt, auf Grund der noch laufenden Haushaltsverhandlungen wurden aber noch keine Gelder gewährt.
Am heutigen Montag, dem 8. Januar 2007 hat der Trägerverein beim Insolvenzgericht Bielefeld einen Insolvenzantrag gestellt. Als Grund für die Insolvenz wurde im Antrag Überschuldung genannt.
Obwohl seit dem Jahr 2004 endlich wieder Gewinne erwirtschaftet werden konnten, die einem steten Schuldenabbau zugeflossen sind, übersteigen die aufsummierten Schulden nunmehr das Vereinsvermögen. Da sich in den letzten Jahren zeigte, dass neben dem Schuldenabbau kaum Gelder für besonders dringende Renovierungsarbeiten oder gar Investitionen aufgebracht werden konnten, konnte die Arbeit unter den bestehenden Bedingungen nun nicht mehr fortgesetzt werden.
Insgesamt sind 23 festangestellte Mitarbeiter und ca. 60 Aushilfen von dem Insolvenzantrag betroffen.
Vorstand und Geschäftsführung hoffen, dass der laufende Geschäftsbetrieb nicht eingestellt werden muss. Allerdings liegt diese Entscheidung beim vom Insolvenzgericht bestellten Insolvenzverwalter. Die notwendigen betriebswirtschaftlichen Daten stehen vollständig zur Verfügung.
Alle Beteiligten hoffen sehr, dass ein Fortbestand der Weberei als Gütersloher Institution durch einen neuen Träger gesichert werden kann.
Vorstand und Geschäftsführung der Weberei e.V.

InSOLIvenz Party

WIR MACHEN WEITER!

In den letzten Tagen ging über und von der Weberei sehr viel durch die Presse. Zwei Tage lang wussten wir selber nicht ob wir erstmal weiter machen dürfen. Dieses ist aber seit gestern gewiss. WIR MACHEN WEITER! Die Weberei bleibt bis auf weiteres als Party- und Kulturhochburg erhalten. Mehr noch… Wir haben uns entschlossen die Gunst der Stunde zu nutzen und nochmal in die Vollen zu gehen und eine "InSOLIvenz Party" auf die Beine zu stellen. Hierzu laden wir euch alle herzlich ein. Es wird einen Musik Mix aus den letzten 20 Jahren der Weberei Geschichte geben. Lasst uns gemeinsam hoffen, dass die Weberei nach dem Insolvenzverfahren weiter bestehen wird.

Eure Weberei

KategorienLokales

Admiral Twin – Mock Heroic

11. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

Die Band "Admiral Twin" kommt aus Oklahoma und hat ihren Namen einem Drive-In-Kino entliehen. 1997 gab es das Debut-Album. Das hier vorliegende Album "Mock Heroic" ist bereits sieben Jahre alt, wurde aber aufgrund des Songs "Better than nothing at all" angeschafft, der fuer mich einer der Ohrwuermer im vergangenen Podparadenjahr gewesen ist.

Der Saenger der vierkoepfigen Band koennte wunderbar zusammen mit Brian Molko ("Placebo") und dem bereits verstorbenen Michael Hutchence ("INXS") singen, seine Stimme ist irgendwo dazwischen einzuordnen.

Mit 45 Minuten Gesamtspielzeit bekommt man ein unter dem Strich ordentliches, wenn auch nicht immer ganz ausgereiftes Album. Es beginnt ziemlich ungestuem und gleich der erste Song ("The unlucky ones") hat ein sehr ploetzliches Ende. Danach folgt mit "Another day" ein etwas getrageneres Lied, welches aber durchaus gutes Radiopotenzial zu bieten hat.

Aller guten Dinge sind drei, daher gibt es den oben genannten Podparadenohrwurm als dritten Song, der auch nach dem kompletten Durchhoeren des Werkes alles andere darauf in den Schatten stellen wird.

Leicht plastikmaessig geht es mit "No.1-Fan" weiter um dann mit "Veteran`s Day" in einem weiteren Album-Hoehepunkt zu gipfeln. Ein etwas komplexeres Stueck, klasse gemacht. Der Song Nr.6 heisst "When I hit the brakes" und ist schon in sich selbst Programm. Was mit einem wuchtigen Gitarrenanfang beginnt, laesst im weiteren Verlauf die Saiten doch etwas vermissen. Zeit fuer einen Ohrwurm. "Half a word away" bietet allerbestes, sympathisches Ohrenfutter.

Fools Garden singen Beatles-angehauchtes? Ja, das koennte funktionieren. Admiral Twin`s "Blessed Imperial" hoert sich zumindest etwas danach an, im positiven Sinne. Das sich anschliessende "Such a saint" beginnt zwar recht schmissig, aber erst nach mehrmaligem Durchhoeren des Albums wird man diese beiden Songs nicht mehr als "Durchhaenger" empfinden.

Im letzten Drittel angelangt, erleben wir mit Lied Nr.10 ("Aeroplane" / hat nichts mit dem gleichnamigen Klassiker der "Red Hot Chili Peppers" zu tun) einen weiteren Reigen netter Melodieboegen. Ganz klar, dass darauf wieder ein Kontrast folgen muss, denn der elfte Streich ("Eustice & Isodore") wirkt etwas nervoes und sitzt nach dessen Ende zunaechst doch quer im Magen.

Der finale Song "One solitary life" haelt das Niveau der allermeisten Vorgaenger und macht Appetit auf mehr. Dummerweise ist die CD danach schon zuende…

Fazit: Ein manchmal durchwachsen wirkendes, aber durchaus erwachsenes Album, irgendwo auf der Schwelle zwischen Pop und Rock, zwischen Kitsch und Anspruch.
Nichts, was andere Bands nicht auch schon so oder sogar besser hinbekommen haetten, trotzdem aber nett und hoerenswert.

Myspace-Praesenz: http://myspace.com/admiraltwin

Bezugsquelle: Amazon.de – Marketplace

KategorienMusik