Kristin Shey

9. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

Sie wurde 1985 in Bielefeld geboren und lernte zunaechst klassisches Klavier. Mit 15 stand sie, inspiriert u.a. durch Bob Dylan, mit ihrer Gitarre auf der Buehne und verliess mit 17 die Schule. Seitdem reist sie gern umher und spielt zu vielen Anlaessen ihrer mittlerweile meistens selbstkomponierten Songs. Auch im Vorprogramm von "Canned Heat" hat sie schon in den USA gespielt und mit Steve Walwyn von "Dr. Feelgood" akustisch musiziert. Ebenso ist sie eine Bekannte von "Chicago" Mike Beck, der auch schonmal in der Podparade platziert gewesen ist.

Kuerzlich sah ich sie in "Patrick`s Irish Pub" in Guetersloh und kam mit ihr ins Gespraech. Eine freundliche Erscheinung mit einer moerderischen Stimme, die man ihr so erstmal nicht ansieht. Sie drueckte mir spaeter auch ihre CD in die Hand und ich denke, dass wir sie demnaechst mal in der "Podparade" wiederhoeren werden, denn ihre Musik ist gut und gemafrei.

Auf ihrer Webseite gibt es einige Songs zum Anhoeren und Herunterladen und natuerlich weitere Informationen und Bilder. Am 21.04. spielt sie uebrigens wieder bei "Patrick`s".

http://www.kristinshey.com

KategorienLokales, Musik

Commander In Chief

6. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

…das ist die korrekte Amtsbezeichnung des amerikanischen Praesidenten. Gleichzeitig ist es der Titel einer 18-teiligen Fernsehserie mit Geena Davis in der Hauptrolle als erster weiblicher amerikanischer Praesident MacKenzie Allen. In einer weiteren Rolle ist uebrigens Donald Sutherland (der Vater von "24"-Star Kiefer Sutherland) zu sehen.

Wenn einen die obligatorische Fruehjahrsgrippe heimsucht, wie hier unlaengst geschehen, ergibt sich aufgrund von nicht vorhandener Produktivitaet die Situation, viel Zeit zum passiven DVD-Schauen zu haben. Die Serie mit dem sachlich falschen, "deutschen" Titel "Welcome, Mrs. President" (es muesste wenn schon "Madam President" heissen) war in dieser Situation willkommenes Mattscheibenfutter. Und erstaunlich gut.

Die Serie wirkt authentisch und beschraenkt sich eigentlich generell darauf, die vielseitigen Geschehnisse aus der Sicht der Agierenden im weissen Haus zu Washington zu zeigen. Es erinnert ein wenig an "Raumschiff Enterprise", wo Captain Kirk den Abschuss der Torpedos befahl, Mr. Sulu dann z.B. mit "Treffer an Backbord" antwortete, aber von dem eigentlichen Vorgang selbst nur recht selten etwas zu sehen war. Die Kamera blieb bei der Crew auf der Bruecke des Raumschiffs. Aehnlich ist es hier. Trotzdem ist es teilweise doch sehr spannend gemacht.

Glaubwuerdige Charaktere, nicht zu ueberspitzt gezeichnet und nachvollziehbare Situationen. Da werden alle moeglichen Problemstellungen, die das amerikanische Volk beschaeftigen, ausfuehrlich angegangen. Aids, die Todesstrafe, politische Manipulationen, Rassenfragen, Traditionen, Terrorismus, Aussenbeziehungen, Nordkorea, der Medienzirkus usw.

Dabei wird der Alltag eines Praesidenten oftmals augenzwinkernd parodiert, aber meistens sachlich-unterhaltend und niemals langweilig dargestellt. Bei vielen Sachverhalten wird kein Blatt vor den Mund genommen und diese Offenheit ueberrascht den normalsterblichen Zuseher gluecklicherweise ziemlich oft. Wahrscheinlich ist die Serie auch deswegen nicht auf allzu grosse Gegenliebe in der derzeitigen Bush-Administration gestossen. Streckenweise ist die Serie leider auch nicht frei von gewissen, fuer amerikanische Produktionen oftmals typischen Klischees und dem anscheinend unvermeidbaren Pathos, nur faellt beides hier nicht sofort unangenehm auf.

Geena Davis bekam fuer ihre Rolle den "Golden Globe".

Die Serie ist in sich abgeschlossen und wird auch nicht weiter fortgesetzt. Trotzdem: Gute Fernsehunterhaltung auf ueberraschend hohem Niveau. Nicht ganz so extrem spannend wie "24", dafuer aber recht vielschichtig.

Die Serie wurde in 2006 auf Sat 1 ausgestrahlt, wobei der Sender nach wenigen Folgen immer wieder darueber nachdachte, die Sendung zu kippen oder zu verschieben, da die Quoten mal wieder nicht stimmten. Aber, was will man an einem Dienstagabend um 23:15 Uhr erwarten? Trotzdem hat SAT1 den Termin diesmal durchgehalten. Der naechste Sendetermin ist interessant: Laut SAT1-Webseite im Jahr 1970 :)

KategorienMedien

Die Podparade ist nominiert

5. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

Unsere Podparade ist fuer den "Podcast Award 2007" in der Rubrik "Kultur:Klang" bei den privaten Podcasts nominiert.

Der Award wurde im letzten Jahr erstmalig in Muenchen verliehen (siehe NormCast Nr. 49. Preistraeger waren damals Markus Kaes, Annik Rubens, Alex Wunschel, Wolfgang Tischer und die Chicks On Tour.

In diesem Jahr sind wir also auch dabei und wenn man bedenkt, dass auch viele andere, grossartige Podcasts wie z.B. das "Podcastcafe", "Lindis Bluescast" oder "Rock auf dem Vulkan" in der gleichen Rubrik vorgeschlagen waren, kann man sich eigentlich auch schon ueber die blosse Nominierung freuen, aber… :) Wir sind gespannt…

Ausrichter der diesjaehrigen Verleihung in Koeln am 26. und 27.01. ist der deutsche Podcastclub e.V. Die Trophäe ist eine Art deutscher "Podcast-Oscar" :)

Umrahmt wird das Ganze wieder durch den mittlerweile zweiten Podcast-Kongress, den unter anderem der ECO-Verband ausrichtet.

KategorienMedien

Musikdownloads vs. Konsum

3. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

Ein Musikdownload ist eine gute Sache. Warum? Ganz einfach. Er bietet die Moeglichkeit, ein Album vorzuhoeren und richtig zu beurteilen. Nur die wenigsten Leute koennen und wollen sich saemtliche Musik im Original zulegen, denn das ist ja auch meistens ein nicht unerheblicher Kostenaufwand. Meistens bleibt es dann beim Erwerb des Albums eines "Superstars" à la Robbie Williams und die kleineren Bands, die aber auch interessiert haetten, bleiben auf der Strecke. Resultat: Etliche verkaufte CDs von "Deutschland sucht den Superstar" -powered by Fernsehsender XY- die schon ein Jahr spaeter fuer ein oder zwei Euro Stueckpreis auf dem Flohmarkt auftauchen, weil sie kaum einer mehr hoeren moechte.

Musik ist nie "gut" oder "schlecht", sie ist immer subjektiv. Selbst ein (aus meiner Sicht fuerchterlicher) Song wie "Dragostea din tei" kann fuer jemanden der Ueberhit schlechthin sein, weil er ihn mit bestimmten Situationen und Erinnerungen verbindet und daher immer wieder gerne hoert. Vermeindlich "hochwertigere" Musik vermag ihn dagegen kaum zu beruehren, waehrend jemand anderes gewissenhaft saemtliche Riffs auf der neuen "Kasabian"-Scheibe untersucht und/oder die meistens sehr fundiert verfassten Plattenkritiken im "ME-Sounds" oder "WOM-Magazin" in sich aufsaugt.

Nun kommen die Downloads ins Spiel. Ein bisschen hiervon, ein bisschen davon. Einzelne Songs begleiten auf dem Weg in den Urlaub, beim Sport, der Arbeit, der Freizeitgestaltung, auf Partys. Irgendwann faengt man an, vereinzelte Titel zu schaetzen und fragt nach den Alben, allein schon, um eine bessere Tonqualitaet eines liebgewonnenen Songs zu erhalten. Somit finden vereinzelte Lieder und Alben, die so bestimmt nicht von vornherein gekauft worden waeren, eine gewisse Akzeptanz und Verbreitung. Wann lernt die Plattenindustrie das endlich mal? Das, was gut ist (subjektiv!), muss irgendwann mal in besserer Qualitaet her als das Wischi-Waschi-Stereo einer 128kbps/44khz/Stereo-MP3-Datei, die mit Sicherheit vom CD-Klang meilenweit entfernt ist.

Im letzten Jahr hatten wir wirklich tolle Songs in der Podparade, die mich begleitet haben und die ich immer wieder gerne gehoert habe. Bis heute. Im Zuge der guten Vorsaetze fuer das neue Jahr habe ich mich auch hingesetzt und eine Liste der Bands erstellt, deren Alben mich im Zuge der schoenen Einzellieder besonders interessieren und angefangen, diese ueber den "Amazon-Marketplace" zu bestellen. Das betrifft sowohl "normale" Bands (z.B. Kaiser Chiefs, Arctic Monkeys, Razorlight, Coldplay), deren Musik mir gefallen hat, aber auch mehrere "Podsafe-Bands". Auf normalen Wege sind diese Alben groesstenteils nicht erhaeltlich, sondern nur ueber Wiederverkaeufer aus aller Welt, die aber wiederum u.a. ueber Amazon.de abrechnen, was die Sache fuer den Kaeufer besonders einfach und angenehm macht.

Das erste Album ist heute bereits eingetrudelt und dreht sich bereits richtig klassisch im CD-Player. In der naechsten Zeit werden einige dieser Podsafe-Alben hier und/oder im Podcast naeher vorgestellt werden.

KategorienMusik

Klappstuhl – Knaller – Kreisverkehr

2. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

Es gibt ja viele Arten, eine Silvesterparty zu feiern. Wir haben es diesmal gemuetlich-ruhig, aber nett angehen lassen und letztendlich war es auch schon morgens um sieben, als die Welt noch in Ordnung war und endlich das Bett aufgesucht wurde…

Andere Leute suchen sich lieber exotische Schauplaetze, wie in der Netzeitung zu lesen ist. Ein Ausschnitt:

"Eine 60 Jahre alter Mann in Fronhausen bei Marburg wollte Silvester unbedingt an einem recht ungewöhnlichen Ort feiern. Auf einer Verkehrsinsel spannte er drei Stunden vor dem Jahreswechsel einen Sonnenschirm auf, stellte einen Klappstuhl darunter und machte es sich mit Partymusik, Bier und bunten Lichtern gemütlich, teilte die Polizei mit.

Mit Lametta an den Warnbaken sorgte er für zusätzliches festliches Flair, in den Kreisel einfahrende Autofahrer wurden mit Blinkleuchten gewarnt. Rund um die Insel legte der Mann zudem Böller und Raketen für das Silvesterfeuerwerk zurecht."

…wahrscheinlich hat das eingesetzte Hupkonzert der Vorbeifahrenden ebenfalls zur Silvesterstimmung beigetragen :)

KategorienDiverses