Plattencover From Hell – Part 5

Hall & Oates – First Sessions (LP, 1988)

Hall & Oates – First Sessions (LP, 1988)
Nach langer Zeit habe ich mich mal wieder mit einem Linux-System befasst und die aktuelle Ubuntu-Version in eine Virtual Box Emulation hineininstalliert. Es ist sehr intuitiv zu bedienen, die Installation ist einfach und es bietet sehr viele Update- und Erweiterungsmoeglichkeiten, die bequem ueber ein Softwareportal eingebunden werden koennen. Das System wurde wirklich konsequent und sehr benutzerfreundlich weiterentwickelt…


Um es zu bekommen, muss man ein sogenanntes "Iso-Image", also ein Abbild einer CD, herunterladen und dieses normalerweise auf einen Rohling bringen (CD-RW reicht), um es dann damit installieren zu koennen. Das ist wiederum mit gaengiger Software à la "Nero" problemlos moeglich.
Doch wozu erst eine CD brennen, wenn das System sowieso in einer Emulation auf dem PC "verschwinden" soll, mit dem es auch heruntergeladen wurde?
Beim Einrichten einer neuen, virtuellen Maschine unter "Virtual Box" kann naemlich diese .iso-Datei als "Laufwerk" angegeben werden, so dass die Emulation denkt, es wuerde eine richtige CD im Laufwerk legen. Das funktioniert einwandfrei, nur darf nicht vergessen werden, dem virtuellen CD-Laufwerk nach erfolgter Installation wieder das normale, hardwaremaessig vorhandene Laufwerk zuzuweisen. Hier ein Bild dazu…
Hier eine Auswahl neuer (!) Songs aus den derzeitigen deutschen Top 100:
– The Sound of Silence
– With or without you
– Wovon sollen wir traeumen
– Stark
– Fix You
– Flugzeuge im Bauch
– Killing me softly
– Hurt
– Ain’t no sunshine
– Creep
– Seven Nation Army
…aber diese Songs kommen nicht von Johnny Cash, Coldplay, U2, Bill Withers, Frida Gold oder den White Stripes, sondern von Teilnehmern der Casting-Show "The Voice Of Germany", die auf die Namen Benam Moghaddam, Mic Donet, Jasmin Graf oder Katja Friedenberg hoeren.
Ist das nun gut oder schlecht? Zugegebenermassen: Manche dieser Versionen sind tatsaechlich nicht schlecht und auch gut arrangiert, doch diese Masse verfaelscht mittlerweile das Erscheinungsbild der Charts, zumal teilweise auch die alten Originalversionen (wie mit Radiohead’s "Creep" bereits geschehen) auch wieder mit in die Charts einsteigen. Doch die wirklich neuen Sachen gehen dadurch mal wieder unter und der Ruf nach gewissen Regelaenderungen bezueglich der Singlecharts wird wieder laut…
Diese amerikanische Fernsehserie lief zehn Jahre lang – von 1995 bis 2005 (auf SAT1 ab 1996) und sie thematisiert die Arbeit des "Judge Advocate General’s Corps", also der obersten Justizinstanz des amerikanischen Militaers.
Hauptdarsteller sind David James Elliott als Harmon Rabb und Catherine Bell als Sarah MacKenzie. Beide sind Militaeranwaelte, die in vielschichtige, meistens im Militaerbereich angesiedelte Faelle hineingeraten – wobei natuerlich meistens das Gute siegt.
Manche Folgen sind aeusserst actionreich, andere erinnern wiederum an unspektakulaere Gerichtssendungen. Doch die Drehbuchautoren schafften es meistens, auch diese statischeren Folgen interessant zu halten…
Das Ganze hat streckenweise etwas "Top Gun" – Flair (zumal Cmdr Rabb gleichzeitig Flieger ist und es ihn auch in dieser Serie oefters auf Flugzeugtraeger verschlaegt) und tatsaechlich wurden in den ersten Folgen auch Aufnahmen verwendet, die urspruenglich fuer den Kinoklassiker mit Tom Cruise gedreht worden waren.
Erst in der dritten Staffel der Serie fanden die Akteure zu ihrem Stil, den sie teilweise ueber sieben weitere Staffeln durchhielten. Irgendwann waren die 45-Minuten-Folgen aber nicht mehr grundsaetzlich abgeschlossen und es gab folgenuebergreifende Handlungsstraenge, was die Serie teilweise mit einem "Seifenoper-Effekt" versah und sie zeitweise in der Beliebigkeit versinken liess.
Doch die aktuelleren, politischen Ereignisse (9-11, Krieg in Afghanistan etc) zwangen die Drehbuchautoren quasi zur Wende. Leider haben sie es daraufhin mit dem Pathos und den typisch-amerikanischen Selbstbeweihraeucherungen manchmal doch uebertrieben, was sich vornehmlich in den spaeteren Staffeln in ziemlich "platter" Schwarz-Weiss-Malerei niederschlug. Alles, was z.B. einen Turban trug, war boese und korrupt und die Amerikaner waren natuerlich die Guten. Allerdings gab es auch diesbezuegliche Lichtblicke in Form von einer Handvoll Episoden, die sich durchaus kritisch mit der Struktur des amerikanischen Militaers und der Politik auseinandersetzten.
Letztendlich bietet "JAG – Im Auftrag der Ehre" ueber weite Strecken gute Unterhaltung auf recht hohem Serienniveau mit sympathischen Charakteren.
Alle zehn Staffeln sind mittlerweile auf DVD erschienen.


Hape Kerkeling – Hurz!!! (7" Vinyl, 1992)