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Archiv für die Kategorie ‘Computerkram’

All2gether now:BlazeMedia

2. August 2007 Kommentare ausgeschaltet

BlazeMedia Pro ist eine richtige Universalloesung fuer das Bearbeiten und Umkonvertieren von Audio- und Videodateien. Mit vielen Vor- aber auch mit Nachteilen. Das Programm kann viel, sehr viel, ist aber (zumindest in der VMware-Testumgebung) nicht das absolute Glanzlicht in punkto Stabilitaet. Der Video-Editor ist ziemlich "ueberladen" und nicht so linear-typisch aufgebaut wie beispielsweise der "Movie Maker" oder "MovieXone". Daher ist er sehr gewoehnungsbeduerftig, ermoeglich aber beispielsweise das Bearbeiten von MPEG-Files ohne deren Neucodierung. Desweiteren konvertiert das Programm von allen moeglichen Formaten ausgehend in alle moeglichen Zielformate. Dabei sind ihm auch die (z.B. bei YouTube verwendeten) Flash-Formate wie z.B. ".flv" nicht fremd. Hierbei war das resultierende flv-Testvideo aber doch eher von schlechter Qualitaet. BlazeMedia bietet vordefinierte Profile, die ab und zu sogar hilfreich sein koennen (Standard-DVD, VCD, etc.). Es ist ebenfalls moeglich, Filme aus Bilderserien zu generieren.

Der Audio-Editor erinnert zunaechst ein wenig an "Cool Edit" bzw. "Adobe Audition". In der Tat bietet er auch einige brauchbare und nuetzliche Funktionen, die das grosse Vorbild ebenfalls vorweist. Auch im Audiobereich glaenzt das Programm mit einer ueppigen Formatvielfalt, die unter anderem auch das ".ogg"-Audioformat beinhaltet. MP3-Dateien mit variabler Bitrate machen ebenfalls keine Probleme. Nicht getestet wurde hier die CD/DVD-Brennfunktion.

Das Programm ist Shareware (50 $) und in den ersten 15 Tagen voll funktionsfaehig. So muss das sein, denn nur so kann man wirklich mal alles ausprobieren und sich ein objektives Bild machen.

Link zum Hersteller: http://www.blazemp.com/

Es gibt allerdings genuegend Programme auf Freeware-Basis, die zusammengenommen aehnliche Faehigkeiten aufweisen. Blaze Media Pro vereinigt alles unter einem Dach, ist gut gemeint aber nicht perfekt…

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Von Pong bis Deus-Ex

29. Juli 2007 Kommentare ausgeschaltet

"Pong" war das erste, amtliche "Telespiel". Eine denkbar einfache "Visualisierung" des Tennisspiels. Gleichzeitig war es der Start fuer den Siegeszug der spaeteren Videospiele und Heimcomputer in den Kinderzimmern. Grosse Automaten mit bunten Bildschirmen zierten so manche Kneipe und Spielhallen waren damals gerade wegen dieser Videospielklassiker interessant. So manche obligatorische D-Mark verschwand in den Einwurfschlitzen dieser Automaten. "Pole Position", "Donkey Kong", "Phoenix", "Pacman", "Galaga", "Hyper Olympics"… alles Spiele, die mich damals fasziniert und einen nicht unerheblichen Anteil des Taschengeldes in Anspruch genommen haben. Die spaeteren Spiele (sozusagen die der "After-Doom-Aera") waren natuerlich sehr viel ausgefeilter und grafisch gelungener, hatten aber nicht mehr viel von diesem simplen Charme, der diejenigen, die die ersten Telespiele mit Begeisterung verschlungen und gelebt haben, noch begeistert hat. Somit wuchs eine neue Videospielgeneration heran, die sich spaeter in "Halflife", "Counterstrike" und Rollenspielen uebt(e) und die hoechstwahrscheinlich in ein paar Jahren in aehnlich-nostalgischen Stimmungen ueber diese Spiele philosophieren wird waehrend sie eventuell in einer Art "HoloDeck" mit seltsamen Kunstgestalten interagiert…

Bis dahin gibt es bei der SZ zwei nette Bildstrecken mit alten Videospielmotiven zu entdecken. Hier die Links zu Teil 1 und Teil 2.

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I hate Spam

23. Juli 2007 Kommentare ausgeschaltet

Ín letzter Zeit gibt es anscheinend eine neue Masche bei den Spammern: Das massive Verschicken von als ".pdf" deklarierten Dateien, seit gestern verstaerkt auch ".xls" und ".zip". Und die meisten dieser Mails haben eine Mindetsgroesse von wenigstens 50kb. Wenn man das mal hochrechnet, dann kommt bestimmt wieder ein immenser Traffic auf die Provider zu. Das hier verwendete Email-Programm bietet gluecklicherweise die Option, nur die Header der nach wie vor auf dem Server liegenden Mails anzuzeigen und diese Mails dann ggf. auch komplett direkt auf dem Server zu loeschen, ohne sie physikalisch herunterzuladen. Spam ist eine Seuche, die es auszurotten gilt. Nur wie? Vielleicht hilft dieses "Anti-Spam-Summit", dessen Einladung zufaellig genau an dem Tag eintraf, als hier eine wahre Spam-Flut zu verzeichnen war. Zufall? :))))

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BundesLinuxTag

13. Juli 2007 Kommentare ausgeschaltet

Auf den Rechnern im deutschen Bundestag soll freie Software laufen, was im Jahr 2002 dann auch beschlossen und umgesetzt wurde. Mittlerweile draengen die Abgeordneten wieder massiv in Richtung Windows. Warum? Weil angeblich nur darauf die Software "Microsoft Exchange" laeuft, die es den Benutzern erlaubt, ihre Termine und andere Details bequem zu koordinieren und die sie wahrscheinlich auch zuhause benutzen. Das ist ja -sollte es so sein- sogar noch nachvollziehbar.

Nicht nachvollziehbar ist allerdings, dass angeblich keine anderen Bewerber ausser Microsoft fuer die Softwarelizenzen zugelassen wurden und vermutet wird, dass die ganze Sache nur durch verstaerkte Lobbyarbeit des deutschen Ablegers der Softwareschmiede aus Redmond zustande gekommen ist.

Viele Windows-Programme lassen sich auch auf Linux-Systemen emulieren und somit verwenden, dazu braucht es oftmals noch nicht einmal eine ausgefeilte Software wie z.B. "VMware", die einen virtuellen Windows-PC erstellen kann. Die Frage ist, ob ueberhaupt in diese Richtung gedacht worden ist…

Weiterlesen: "Linux im Bundestag aufs Altenteil" bei Sueddeutsche.de

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eBay – damals und heute

10. Juli 2007 Kommentare ausgeschaltet

eBay wird zehn Jahre alt. Donnerwetter, das ist gerade im schnellebigen Internetalltag eine lange Zeit. Die Innovation war zum damaligen Zeitpunkt etwas wirklich neues und ein Beispiel fuer viele Nachzuegler. Viele Heimtroedler stuermten auf die neue Online-Plattform und verhoekerten alles, was nicht niet- und nagelfest war und ansonsten nur im heimischen Keller herumgeschimmelt haette. Goldene Zeiten mit vielen Goldgraebern. Man konnte sprichwoertlich mit jedem Mist Geld machen und wunderte sich gehoerig, wieviel Geld die Leute fuer Flohmarktartikel auszugeben bereit waren.

Die Webseite war einfach gestaltet, sehr intuitiv und schnell zu bedienen. Auch ohne die spaeter erschienenen Software-Hilfs-Werkzeuge konnte man auch mehrere Auktionen schnell publizieren. Es hat schlicht und ergreifend Spass gemacht und war fuer viele Leute ein willkommener Nebenverdienst. Die Abrechnung funktionierte denkbar einfach, die Gebuehren waren moderat. Somit wuchs die eBay-Gemeinde stetig weiter an. Bis heute…

Mittlerweile klagt eBay sogar ueber Mitgliederschwund. Kuerzlich habe ich nach langer Zeit auch mal wieder etwas dort eingestellt und es war erschreckend. Wirklich nahezu jeder Klick in dem Einstellformular wird gefuehlt-dreimal nachgefragt, man wird mit Optionen quasi erschlagen. Die Zeit, die es braucht, um eine Auktion erfolgreich einzustellen, hat sich mit Sicherheit verdoppelt.

Die Gebuehrenstruktur ist immer dichter und unattraktiver geworden. Es ist schlicht und ergreifend zu teuer geworden, so dass sich zumindest die kleinen Teile nicht mehr lohnen, sollte man kein sogenannter "PowerSeller" sein. Es ist unter dem Strich zuviel Arbeit bei betraechtlichem Zeitaufwand fuer zu geringen, finanziellen Erloes. Der kleine Privatanbieter wandert zwangsweise ab oder gibt es auf.

Viele Dinge in und um eBay sind mittlerweile zu sehr durchstrukturiert bzw. ueberreguliert und der "Service" bleibt dabei aussen vor.

Hinzu kommen die fuer viele Dinge mittlerweile unguenstigen Versandtarife von DHL und Co. Beispiel Langspielplatte: Eine solche liess sich bis vor gar nicht allzu langer Zeit noch als kostenguenstige "Warensendung" verschicken. Mittlerweile geht das aufgrund des grossflaechigen Formats innerhalb Deutschlands nur noch als Paeckchen fuer 3,90 Euro (DHL). Das muss also schon eine recht wertvolle Platte sein, damit sich der Versandkostenaufwand ueberhaupt lohnt….

Was bleibt? Zum Beispiel meine Lieblingsalternative "Hood.de". Dort werden keine (!) Einstellgebuehren erhoben (es sei denn, man waehlt zusaetzliche Optionen an, wie sie z.B. von eBay her bekannt und teuer sind) und sie erwarten dort auch keine Gewinnbeteiligung. Das heisst: Verkaufe ich etwas fuer 100 Euro, dann bekomme ich auch 100 Euro! Zudem ist die Webseite wunderbar einfach gestrickt, was vor allen Dingen beim Einstellen der Auktionen angenehm auffaellt. Ein paar (eBay-)Optionen vermisst man zwar ab und zu, aber generell faellt das nicht stark ins Gewicht. So mancher urspruenglicher "Ladenhueter" aus dem hiesigen Keller hat dort schon einen zufriedenen Abnehmer gefunden…

Alles hat natuerlich zwei Seiten: Die (positive!!!) Tatsache, dass Hood keine Einstellgebuehren verlangt, verleitet viele Leute dazu, von vornherein sogenannte "Mondpreise" fuer ihre Artikel zu verlangen. Aber auch das relativiert sich mit der Zeit, der Markt regelt sich selbst. Irgendwann merken diese Leute, dass es zu teuer ist und korrigieren ihre Angebote – nach unten. Man muss manchmal nur etwas geduldig sein…

Trotzdem: Happy Birthday, eBay! Moegest du bald wieder zu deinen Wurzeln zurueckkehren. Neue (alte?) Mitarbeiter braucht das eBay-Land…

Weiterlesen: Artikel bei Stern.de

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