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Archiv für die Kategorie ‘Computerkram’

Haesslich wie die Nacht…

9. Oktober 2007 Kommentare ausgeschaltet

Nachdem es hier ja kuerzlich schon den Link zu einer Bilderreihe mit Screenshots von alten Computerspielen und die "Hitparade der Technik-Flops" zu sehen gab, hat die "PC-Welt" nun die zehn haesslichsten IT-Produkte aller Zeiten ebenfalls in einer kleinen Galerie zusammengestellt. Manche der dort gezeigten Dinge sind aber auch schon wieder kultig, beispielsweise erinnert das "Motorola Dynatax"-Telephon irgendwie an "Dallas". Microsoft ist gleich zweimal vertreten, aber auch Apple kommt nicht zu kurz. Hier geht`s weiter…

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Endlich tut sich was…

28. September 2007 Kommentare ausgeschaltet

Mal eben so einfach "nur" einen Computer kaufen, das ist gar nicht so einfach. Versierte Anwender kaufen sich die Komponenten im Regelfall sowieso einzeln und stellen ihren Rechner ihren Beduerfnissen entsprechend angepasst zusammen. Oftmals kommen dabei sehr "schlanke" Loesungen zusammen, die sich, sofern gut komponiert, oft als sehr zuverlaessig und langlebig erweisen. Wenn dann noch das Betriebssystem entsprechend-abgestimmt installiert wird, kann so ein Computer sehr schnell viel Freude machen.

Die allermeisten Angebote fuer Komplettrechner (z.B. aus dem Discounter) protzen hingegen mit wuchtigem Innenleben. Dabei ist es egal, ob der Kunde die von vornherein eingebaute TV-Karte braucht oder gar nutzt oder nicht. Alles oder nichts. Besonders aergerlich wird es dann aber erst, wenn die meistens ueberdimensionierten, zugehoerigen Softwarepakete analysiert werden. Vieles von dem braucht die Mehrheit der Kaeufer/innen niemals. Trotzdem muss es miterworben werden. Auch das Betriebssystem selbst -meistens Windows- ist quasi Pflicht und auch nicht so ohne weiteres leicht veraeusserbar, da keine richtigen "Vollversionen" als Beigabe enthalten sind, sondern nur sogenannte "Recovery-Versionen", die auf anderen Rechnern meistens nicht funktionieren (Hardwarebindung) und/oder (bei Microsoft) nicht anderweitig freigeschaltet werden koennen.

Man betrachte den derzeit aktuellen Aldi-PC "Medion MD 8827". Er bietet in punkto Hardware eine gaengige Ausstattung fuer knapp 500 Euro. Im Preis enthalten ist dann ein "umfangreiches Softwarepaket":

– Windows Vista® Home Premium
– MEDION Home Cinema Suite
(PowerDirector 5 SE, PowerProducer 4, PowerDVD 7, MediaShow)
– nero Essentials
(Nero Burning ROM 7 Essentials, Nero Recode 2SE Essentials, Nero Express Essentials, Nero Vision Express Essentials)
– Microsoft® Works 9.0
– Microsoft® Math 3.0
– Microsoft® Office 2007 Trial Version
– Ulead PhotoImpact 12 SE
– T-Online
– WISO Mein Geld 2007
– STAMPIT® Home 3.0 – Frankiersoftware (Gewaltig wichtig :))
– TVsweeper 3 SE
– BullGuard Internet Security Paket
– Sceneo Bonavista

Da werden im Grunde genommen Nutzerabsichten unterstellt, die wahrlich nicht jeder hat. Besonders dreist wird es dann, wenn zum Beispiel mit beigefuegter FREEware (z.B. Skype) geworben wird…

Jetzt hat sich jemand dagegen gewehrt – mit Erfolg. "Antoine G. hatte es versucht. Mehrmals. Hatte versucht, sich seinen Wunschcomputer, ein Notebook des Herstellers Acer, ohne die darauf vorinstallierte Software zu beschaffen. Schließlich bestellte er im Sommer 2006 das Gerät mit dem Softwarepaket bei einem Online-Versand und wandte sich anschließend an die Herstellerfirma. Doch die bot ihm als Entschädigung dafür, dass er weder das vorinstallierte Windows XP noch andere ebenfalls schon eingerichtete Software zu nutzen gedachte, einen Betrag von 30 Euro an. Viel zu wenig, fand Antoine G., er klagte Das Verfahren zog sich fast ein Jahr hin, doch nun bekam G. das schriftliche Urteil zugestellt und darin fast in allen Punkten recht: Der Richter in Puteaux (Großraum Paris) verurteilte den Computerhersteller dazu, nicht nur 311,85 Euro für die nicht genutzte Software und deren Deinstallation zu bezahlen, sondern auch 500 Euro Schadenersatz sowie weitere 150 Euro für einmalige Kosten, die dem Kläger entstanden. Die Kosten des Verfahrens muss der Hersteller ebenfalls tragen. (…) Ein Kunde, der im März bei Dell Deutschland ein Notebook bestellte und das vorinstallierte Windows durch Linux ersetzte, bekam dafür und für ein weiteres ungenutztes Microsoft-Programm immerhin 78 Euro gutgeschrieben." (Quelle: Sueddeutsche.de)

Wenn man den "richtigen" Wert vieler Softwarepaketbeigaben vom Kaufpreis des Gesamtpakets Computer+Software abziehen wuerde, dann bliebe verwunderlicherweise oftmals kaum noch etwas uebrig. Die Hersteller muessen ihre Strategie zukuenftig wohl ueberdenken. Diese "Vollprogramme" moegen fuer den ein- oder anderen Anfaenger sicherlich ein Segen sein, da im Normalfall gleich losgelegt werden kann. Andererseits werden da meistens speicherintensive Programme von Anfang an immer mitgeladen, die man entweder nicht braucht oder die nach einer Frist verfallen und nicht mehr funktionieren. Der Datenmuell befindet sich dann trotzdem weiterhin auf der Festplatte und damit auch im System. AOL-Zugangssoftware und Norton Antivirus braucht nicht jeder und vor allen Dingen muessen solche Programme nicht von vornherein automatisch starten. Trotzdem sind solche und aehnliche Programme auf vielen vor"konfigurierten" Kaufrechnern bereits lauffaehig enthalten.

Wenn es denn schon ein fertiger Discounter-PC sein soll, dann kann man diesen ggf. kaufen und investiere ein bisschen Zusatzgeld (z.B. den etwaigen Erloes aus der Software-Preiserstattung oder aus deren Verkauf) in den freundlichen PC-Schrauber von nebenan, der das Geraet vom Hardwareballast befreit, die Festplatte neu formatiert und das System ordentlich, sauber und angepasst neu aufspielt. Dann kann so ein Geraet auf Dauer Spass machen. Allerdings bleibt dann abzuwaegen, ob dieser freundliche PC-Schrauber nicht von vornherein ein besseres Geraet zu einem fairen und reellen Preis haette bauen und durchkonfigurieren koennen…

"Alles aus einer Hand", eigentlich das Wunsch-Szenario aller Microsofties:))

Links:
Aldi-Rechner
Artikel bei der Sueddeutschen "Computer Nackt"

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Hitparade der Technik-Flops

13. September 2007 Kommentare ausgeschaltet

Die SZ hat eine Bildstrecke mit den zehn groessten Technik-Flops zusammengestellt. Unter anderem dabei: Der Bildschirmtext der damaligen deutschen Bundespost, der Tablet-PC, Apple`s PowerCD und das WAP-Handy. Auch dabei: Die Laserdisc, eine CD im LP-Format sozusagen. Viel zu gross und zu unhandlich und aus heutiger Sicht auch in punkto Speicherkapazitaet laengst ueberholt. Es gab sogar mal LaserDisc-Spieler, die CDs und DVDs spielen konnten (Pioneer), die letzte LD (in Deutschland "Bildplatte" genannt) wurde bereits vor sechs Jahren hergestellt. Generell sind die Formate so gut wie ausgestorben, die nicht mit einer 12cm-Scheibe (CD) kompatibel waren. Die DCC (Digital Compact Cassette), die MD (MiniDisc) und auch die DAT (Digital Audio Tape) Cassette fuehren beispielsweise nur noch ein Nischendasein. Analoge VHS-Videocassetten und MusiCassetten sind praktisch tot. Nach dem 12cm-CD-Format wird es neben den Mini-CDs/DVDs und Festplatten demnaechst wohl nur noch statische Speicherchips geben, die den Vorteil bieten, nicht auf anfaellige Mechanik angewiesen zu sein.
Die Filmesammlung im Zigarrenkasten – schoene neue Technikwelt :)

Link: Laserdiscarchive.co.uk

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Die Akte YouTube

30. August 2007 Kommentare ausgeschaltet

"Entnazifizierung". Ein Begriff, der deutlichst nach altem Moder riecht und das ist gut so, denn es bedeutet, dass die entsprechend-vorherige Zeit schon lange vergangen ist. Jedoch nicht in den Koepfen so mancher verdrehter Existenzen, die nach wie vor meinen, irgendwelchen ideellen Schrott in die Welt setzen zu muessen und sich dabei der neuartigen Moeglichkeiten der internetten Welt bedienen. So sind auf dem Videoportal "YouTube" in juengerer Vergangenheit einige Amateurvideos mit rechtsradikalen Inhalten aufgetaucht und haben fuer einigen Diskussionsstoff gesorgt. Google (mittlerweile Eigentuemer von YouTube) liess jetzt vermelden, dass YouTube "entnazifiziert" werden soll (z.B. hier). Gut so. Richtig so. Aber: Was ist mit der "anderen Seite"? Linksradikalismus ist -und das haben insbesondere die siebziger Jahre negativ-eindrucksvoll gezeigt- auch eine sehr gefaehrliche Sache. Bei einem spontan durchgefuehrten Test stiess ich bei YouTube mehr oder weniger auf Anhieb zum Beispiel auf Videos, die die RAF (Rote-Armee-Fraktion) verherrlichen. Auch hier ist Handlungsbedarf gegeben…

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Das Ende einer Festplatte

22. August 2007 Kommentare ausgeschaltet

Vor kurzem schon kamen hier im PC-Hauptsystem ein paar merkwuerdige Fehlermeldungen und manchmal wollte das System auch nicht sofort starten. Alarm! Die gesunde Skepsis diktierte das sofortige Austauschen der Festplatte und aufgrund der Tatsache, dass im (nicht so wichtigen, da aus Ersatzteilen zusammengebauten) Zweit-PC tatsaechlich sogar eine bessere und groessere Festplatte vorhanden war (man war "damals" zu faul, die Platten zu tauschen), wurde eine Datensicherungsaktion in Angriff genommen, was in einer wahren CD/DVD-Brennorgie endete. Zusaetzlich wurde alles auf eine externe HDD ausgelagert. Die Platten wurden getauscht, das Hauptsystem hat sich bedankt und musste auch nicht neu installiert werden.

Jetzt, nach ca. drei Wochen, hat sich die zwischenzeitlich in den Zweit-PC eingebaute, verdaechtige Samsung-Platte mit lauten Klack-Geraeuschen verabschiedet. Weder das IBM/Hitachi-Rettungstool noch "Hdutil", das Pendant von Samsung, vermochten etwas auszurichten, auch die Low-Level-Formatierung brach mit vielen Fehlermeldungen ab. Friede ihrer Asche!

Die Platte landete mit einem lauten Knall mehrmals auf dem Asphalt, da eigentlich die Absicht bestand, sie voellig zu zerstoeren, damit keiner auf die Idee kommt, da noch irgendwas zu retten. Es stellte sich heraus, dass die Dinger sehr robust sind. Und erst spaeter kam die Idee, das Teil mal aufzuschrauben. Tja, der Eifer des Gefechts… :-)

Sieht doch ganz schmuck aus, fast wie ein kleiner Plattenspieler…

Trotzdem: Diese Samsung Spinpoint 160 GB-Platte hat Beachtliches geleistet, war immer leise und schnell. Also hat sich dieses Fragment doch noch einen Platz auf der Fensterbank oder im Regal verdient :)

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