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Archiv für die Kategorie ‘Diverses’

Service Made in USA

20. November 2007 Kommentare ausgeschaltet

Juergen schickte mir folgende, sprichwoertliche Fussnote einer CD-Bestellung, die er beim Portal "CD Baby" in den USA aufgegeben hatte. Der Text zeugt von einer gehoerigen Portion Humor und damit verbundener Selbstironie :)

1 MATTHEW EBEL: beer & coffee $11.99
1 FAREWELL REDEMPTION: farewell redemption $10.00
1 JUST OFF TURNER: the long walk back $9.99

Sub Total $31.98
Shipping $5.50
Grand Total $37.48

Your CDs have been gently taken from our CD Baby shelves with sterilized contamination-free gloves and placed onto a satin pillow.

A team of 50 employees inspected your CDs and polished them to make sure they were in the best possible condition before mailing.

Our packing specialist from Japan lit a candle and a hush fell over the crowd as he put your CDs into the finest gold-lined box that money can buy.

We all had a wonderful celebration afterwards and the whole party marched down the street to the post office where the entire town of Portland waved "Bon Voyage!" to your package, on its way to you, in our private CD Baby jet on this day, Monday, November 19th.

I hope you had a wonderful time shopping at CD Baby. We sure did.

Your picture is on our wall as "Customer of the Year." We’re all exhausted but can’t wait for you to come back to CDBABY.COM
http://cdbaby.com!!

Thank you, thank you, thank you!

Sigh…

Genial :-)

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Alice und das alte Telefon

13. November 2007 Kommentare ausgeschaltet

Tja…. was soll man dazu sagen. Ein gutes, halbes Jahr lang hat es funktioniert und nun nicht mehr. Alice (Hansenet) und andere DSL-Provider bieten mittlerweile ja nicht immer "richtige" analoge oder ISDN-Telefonanschluesse an, sondern die "VoIP"-Loesungen. Da liegt auch die Zukunft, denn das traditionelle Telefonnetz soll ja in baldiger Zukunft (Prognose: ungefaehr im Jahr 2011) abgeschaltet werden (siehe Wolfgang Rudolph im "QTH Germany"-Podcast Nr.10) und zudem sind die anfaenglich geschmaehten VoIP-Techniken stetig besser geworden.

Aber DAS ist ein starkes Stueck: Da liefert "Alice" das sogenannte "Sphairon"Modem aus, an das sowohl bis zu vier Ethernet (Netzwerk-) Geraete angeschlossen werden koennen, als auch ISDN- und analoge Telefone. Das freute mich am Anfang besonders, somit konnte nach dem Weggang von der Telekom das alte (aber gute!) ISDN-Telefon mit dem integrierten Anrufbeantworter weiterbetrieben werden, und zwar ohne T-Com-Splitter und ohne NTBA, denn das ist alles in dem "Sphairon" integriert.

Ein halbes Jahr lang ging es gut, bis vor ein paar Tagen. Mich erreichten Hinweise, dass nie einer ans Telefon geht und sich der AB auch nicht meldet. Und siehe da, ein Kontrollanruf mit dem Handy bestaetigte das. Freizeichen in der Leitung, aber kein Telefonklingeln. Andersherum konnte vom Festnetz ausgehend auch generell nicht telefoniert werden.

Es erfolgte ein Anruf bei der (tatsaechlich kostenlosen) Stoerungs-Hotline. Eine nette und kompetente Mitarbeiterin bemuehte sich redlich und steuerte das Modem sogar fuer mich sichtbar von ihrem Arbeitsplatz aus. Die Kontrollmessungen waren alle positiv. Dann kam die hammermaessige Erklaerung: "Wir haben unlaengst ein Software-Update durchgefuehrt, seitdem koennen ISDN-Telefone nicht mehr an dem Sphairon-Geraet in Verbindung mit einer "analogen" Leitung benutzt werden". Ich war baff. Sprach- und fassungslos.

Erstens ist das keine "analoge" Leitung mehr, es ist alles "digital", wenn man so will. Das "analoge" bzw. das ISDN wird sowieso nur softwaremaessig emuliert. Dieses "Update" des Modems hat also jetzt dazu gefuehrt, dass ein analoges Telefon her muss. So ein SCHEISS! (sorry…). Das habe ich nicht eingesehen, zumal mich auch keine entsprechende Vorab-Benachrichtigung erreicht hat.

Eine bitterboese Mail hat Alice von mir bekommen. Mal sehen, was draus wird…

In der Zwischenzeit wurde aus der aufgrund des schlechten Wetters vorhandenen Unlust, zum naechsten Laden zu fahren um ein Telefon zu kaufen, eine spontane Bastelaktion gestartet, wie im folgenden Video zu sehen. Und, siehe da: Das alte Waehlscheiben-Klingelphon (das Letzte der Oma und gleichzeitig mein Erstes), welches bis dato aus dekorativen Gruenden im Flur stand, funktioniert einwandfrei am analogen Port des Sphairon. Immerhin etwas :-) Also, dass so ein modernes Vermittlungsgeraet sogar noch Pulswahl versteht, haette ich wahrlich nicht gedacht…

Trotzdem: kein AB, keine Rufnummernanzeige, das ist schon bloed. Aber evtl. laesst sich die Firmware ja wieder "downgraden"… Das war auf jeden Fall kein Tor, Alice. Wohl unlaengst zuviel AOL gefruehstueckt? Na, immerhin funktioniert das Internet spitzenmaessig und das ist die Hauptsache. Wer braucht denn heutzutage privat noch ein Festnetzklingelphon? Fortsetzung folgt…

Bisherige Erfahrungen mit "Alice" wurden z.B. hier und hier geschildert.

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DUAL P50 Plattenspieler

8. November 2007 Kommentare ausgeschaltet

Im Kindergarten wurde so ein Geraet in die Mitte der im Kreis auf dem Boden sitzenden Kinder gestellt und der "Hohnsteiner Kasper" ertoente als Hoerspiel. Spaeter in der Schule kamen diese Geraete auch massiv zum Einsatz und oftmals sah man die Lehrer mit so einem Plattenspieler (er hat einen seitlichen Tragegriff) ueber den Schulhof schlurfen. Frueher hatte ich schonmal so einen, es war ein Geschenk von der seeligen Uroma…

Dies ist ein DUAL P50 – Kofferschallplattenspieler, der zwischen 1968 und 1970 von den Gebruedern Steidinger aus dem Schwarzwald, deren Firma "Dual" weltberuehmt wurde, gebaut worden ist. Dieses Exemplar stammt vom Flohmarkt und wurde wieder hergerichtet, zusaetzlich bekam es eine neue Nadel. Jetzt dreht sich`s wieder :)

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Prinzip: NF-Verstärkung
Spezialitäten: Plattenspieler+NFV+LS
Betriebsart/Volt: Wechselstromspeisung / 110; 150; 220 Volt
Lautsprecher: Permanentdyn. Ovallautsprecher / 6 W
Model: P50 (P 50)
Material: Leder / Stoff / Plastic / Segeltuch über HOLZ
Form: Tischmodell, Zusatz nicht bekannt – allgemein.
Abmessungen (BHT): 375 x 160 x 350 mm / 14.8 x 6.3 x 13.8 inch
Transistoren: 5
Bemerkung Transistoren: BC108, BC172, BC173, AC180L, AC181L.
Verstärkerchassis = TV71;
Phono-Chassis = 410.
Nettogewicht 6.6 kg / 232.8 oz
Originalpreis 218 DM
Katalog-Nachweis Handbuch VDRG 1968

Quelle: Radiomuseum.org

Zusatz: Das Geraet hat ein Kabelfach auf der Rueckseite, in welchem das Stromkabel beim Transport komplett verschwindet. Auch befindet sich dort eine Anschlussbuchse zum Anschluss z.B. an ein Radio. Es ist eines der wenigen Geraete, das vier Geschwindigkeiten bietet: 16/33/45 und 78. Die Nadel ist umklappbar, die andere Seite ist fuer uralte Schellackplatten geeignet. Alles in allem und im zeitlichen Kontext gesehen ein sehr fortschrittlicher und praktischer Plattenspieler…

Dieses Video bei Youtube

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Oh Shrek :)

7. November 2007 Kommentare ausgeschaltet

Jetzt gibt`s den Oger sogar in (Ueber-)Lebensgroesse…

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Die Kirche im Dorf lassen…

29. Oktober 2007 Kommentare ausgeschaltet

…das ist anscheinend gar nicht so einfach. Das saechsische Oertchen Heuersdorf soll demnaechst dem Braunkohlebergbau komplett weichen. Mit all seinen Haeusern (die teilweise recht alt sind) und seiner ganzen Kultur. Zumindest die 750 Jahre alte Kirche soll gerettet werden und somit wird sie komplett (!) versetzt.

Bauingenieur Frank Preußler steht in der Kirche jetzt ungefähr da, wo der Pfarrer sonntags den Segen spendete, und sagt: „Wenn Sie so wollen, wird ein übergroßer Fußabtreter unter die Kirche eingezogen.“ Dieser Boden sei so stabil, dass der steinerne Altartisch beim Transport ebenso in der Kirche bleiben könne wie die Aufbauten des darüber stehenden Kanzelaltars, nur die bemalten Verblendungen sind entfernt. Die hölzerne Säule, die die Holzdecke stützt, wird genauso auf große Fahrt gehen wie die Emporen, selbst die zwei Glocken bleiben im Turm. Nur die Orgel wurde ausgebaut.

800 Tonnen gehen nun auf die Reise ins endgueltige Ausweichquartier, der vom bisherigen Standort ca. 12km entfernten Ortschaft Borna. Eine in technischer Hinsicht sicherlich faszinierende Herausforderung, die mit Sicherheit Unsummen verschlingen wird. Nur schade und aeusserst bedenklich, dass ganze Dorfgemeinschaften bzw. -Kulturen solchen Vorgaengen zum Opfer fallen…

Die Heuersdorfer aeussern sich auf ihrer Webseite folgendermassen:
Heuersdorf überstand Epidemien, Kriege, Plünderungen, Brände und zwei Diktaturen. Schliesslich wurden die Heuersdorfer dazu genötigt, mit allen rechtsstaatlich verfügbaren Mitteln ihren Heimatort zu verteidigen. Der Grund ist bekannt: Das Dorf steht auf Braunkohle. Dieser Bodenschatz stellte für die arbeitende Bevölkerung des 20. Jahrhunderts einen befristeten Segen dar. Doch wo heute die Braunkohle liegt, wird die Region in Geiselhaft genommen. Im Leipziger Südraum liegt die Arbeitslosigkeit weit über dem Landesdurchschnitt. Der Wegzug junger Menschen hält unvermindert an. Der Angebotspreis von Immobilien liegt weit unter dem Wert vergleichbarer Objekte in anderen Regionen, was auch Investitionen in Erneuerung und Ausbau zu einer risikobehafteten Unternehmung macht. Für die Natur- und Kulturlandschaft ist der Bergbau zum ewigen Fluch geworden.

Man stelle sich mal vor, dass das Heimat- oder Nachbardorf, mit dem man ggf. unendlich viele, positive Erinnerungen verbindet, aus so einem Grund auf einmal dem Erdboden gleichgemacht wuerde. Unfassbar. An mir zumindest wuerden dementsprechende Argumentationsversuche, und seien sie aus (energie- und/oder arbeitsplatz-)technischen, finanziellen oder sonstigen Gruenden noch so nachvollziehbar, generell abprallen. Da wuerde die Subjektivitaet mit Abstand siegen, und das mit Inbrunst…

Weiterlesen:
Welt Online
Heuersdorf Online
Bildstrecke bei Sueddeutsche.de
Wikipedia

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