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Archiv für die Kategorie ‘Lokales’

Guetersloher Strassenzauber 2011

10. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

In diesem Jahr gab es bei bestem Sommerwetter wieder jede Menge Autos in der Innenstadt zu sehen. Die folgenden Zeilen beziehen sich vorwiegend auf den Samstag (7.5.11), dem ersten der beiden Veranstaltungstage…

Waehrend auf dem Kolbeplatz der "normale" Markt stattfand und sich der angekuendigte Flohmarkt der Guetersloher Tafel lediglich in einem sichtbaren Aussenstand manifestierte, waren Grossteile des Berliner Platzes mit wuchtigen Autoboliden quasi zugeparkt. Viele namhafte Autohaeuser zeigten ihre neuen Modelle und so manch ein Kind stieg begeistert ins Cockpit eines Neuwagen, um oftmals vom Vater mit den Worten "Dafuer ist es noch zu frueh" wieder hinausgezogen zu werden :-)

Eine verhaeltnismaessig-grosse Buehne gesellte sich zu kleineren Getraenkestaenden. Waehrend ab 15 Uhr die Band "GEE" ihren "CosmoPop" zum Besten gab, wirkte die kleine, mit weissen Plastikelementen erstellte Longdrink-Theke in der Platzmitte doch ziemlich verlassen. Die "Barkeeperin" war wirklich nicht zu beneiden, denn ein Sonnenschirm fehlte gaenzlich und die Sonne kannte kein Erbarmen. Am Bierstand nebenan ging es schon ganz gut zur Sache, doch trotz alledem war der Platz um diese Uhrzeit noch ziemlich leer. Wahrscheinlich forderten viele heimische Grillfeten und die Fussball-Bundesliga ihren Tribut…

GEE muehten sich redlich, erschienen zunaechst in blauen Overalls, die ein "extraterrestrisches" Element in die Show bringen sollten. Nach dem Opener "Higher Than The Sun" folgten einige neue Songs aus ihrem bald erscheinenden Werk "Universe of Pop". Yvi, die Saengerin und Kopf der Band, ist bekennender Roxette-Fan und somit verwunderte es nicht wirklich, dass der Song "Hollywood" die Lauschenden zum gleichzeitigen Anstimmen des Roxette-Hits "The Look" animierte. Yvi verriet spaeter, dass das auch deutlichst so gewollt war und ist. Den Schweden wurde spaeter in Form einer Coverversion des Songs "Joyride" erneut gehuldigt. "Wir haben das Programm heute zum ersten Mal so gespielt und natuerlich war es noch nicht perfekt, aber wir arbeiten dran", hiess es. Fuer einen guten Vorgeschmack auf das am 1.6.2011 erscheinende, neue Album hat es aber allemal gereicht…

Anschliessend enterte Stefany June die Buehne. Mittlerweile gehoeren sie und ihre Band zum "GTown Music" Bandpool. Die kleine, recht zierlich wirkende Person hat eine Sprechstimme, die an Annett Louisan erinnert, doch spaetestens mit den ersten Toenen ist diese Analogie Geschichte. Sie wirbelt ueber die Buehne und zeigt dabei einer ordentliche, musikalische Bandbreite, die sich vom Rock bis zum Dancefloor erstreckt. Demnaechst wird sie im Londoner Hyde Park als Gewinnerin eines Bandwettbewerbs auftreten. Da geht noch was…

Mit Stefany June kamen mehr Leute auf den Platz, aber nach ihr schienen sie auch wieder gegangen zu sein, so dass die "Six Bats" das Publikum erneut gewinnen mussten. Diese Band passt mit ihren ambitionierten, deutschen Texten rein gefuehlsmaessig besser in einen abendlichen Konzertabend z.B. in der "Weberei", zumal ihr wirklich hohes, musikalisches Niveau auf dem Berliner Platz erst spaeter honoriert wurde. Und das voellig zurecht. Es war schade, dass diese Veranstaltung nicht in den Abend gezogen werden konnte bzw. durfte, denn jeweils zwei Stunden spaeter waeren die Bands sicherlich mit groesserem Publikumszulauf belohnt worden.

Nun ist der "Strassenzauber" eigentlich keine Konzertveranstaltung und er wird seinem verheissungsvollem Namen auch erst dann wirklich gerecht, wenn am Sonntag die Oldtimer durch die Stadt rollen. Von der Isetta bis zum "Strich-8" und vom "Pättkenschnüwer" bis zur Harley-Davidson ist eigentlich alles dabei, was dem Auge schmeichelt. Bei gutem Wetter -wie in diesem Jahr- ein absoluter Selbstlaeufer…

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"Soundcheck" mit Richie

6. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

Der Bielefelder "Kanal 21" zeichnet in seinem Studio regelmaessig Live-Konzerte vor relativ kleinem Publikum (ca. 100 Leute +/-) auf. Viele (oftmals lokale) Bands und Interpreten haben dort schon aufgespielt…

Am 5.5.2011 traten zunaechst Dieter Kropp und Mickey Meinert mit treffsicheren Texten auf hohem, musikalischem Niveau auf. Sie interpretier(t)en den Blues groesstenteils in Deutsch und mit sehr viel Humor. Ueber die musikalischen Faehigkeiten des Herrn Meinert wurde auf dieser Seite schon oft (und zurecht positiv!) berichtet, doch auch Dieter Kropp ist definitiv ein Kandidat, der z.B. wunderbar in die Guetersloher "Woche der kleinen Kuenste" hineinpassen wuerde! Anschliessend folgten "Richie Arndt & The Bluenatics". Eigene Songs treffen in ihrem druckvollen Programm auf stimmige "Importware".

Immer vorne dabei: Richie Arndt, der fuer Qualitaet buergt, wenn er die Gitarre wuergt :)

Ich habe das Ganze spontan zum Anlass genommen, den "Olympus DM-550" Audiorecorder mal einem "Extrem-Test" zu unterziehen, indem ich einen (!) Song aus ca. 10m Entfernung zur Buehne mit den eingebauten Mikrophonen aufgenommen habe. Die Aufnahme entstand sozusagen "hinten links". In diesem Fall war (absichtlich!) die Aussteuerungsautomatik eingeschaltet. Man hoert, wie diese Regelautomatik immer wieder mal eingreift, aber trotzdem klingt es in Anbetracht der ziemlich hohen Studiolautstaerke recht brauchbar, auch wenn man natuerlich keine Wunder erwarten kann. Unter Verwendung von Festpegeln waere es sicherlich noch besser geworden. Die hier zu hoerende Aufnahme wurde absichtlich nicht nachbearbeitet, sondern nur ein- und ausgeblendet. Das eigentliche Konzert wird demnaechst im "Kanal 21" zu sehen sein, dann natuerlich in professioneller Audio- und Videoqualitaet.

Hier kommen also Richie Arndt & The Bluenatics mit "Drowning In My Soul". Etwas herunterkomprimiert und aus rechtlichen Gruenden "nur" als Stream. Viel Spass beim Hoeren!

KategorienLokales, Musik

NormCast nun auch bei Guetersloh TV

3. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

Eine gewisse Naehe zu "Gütersloh TV" gab es schon laenger und mit dem juengsten Relaunch der Webseite wurde dort auch ein "NormCast-Kanal" eingerichtet, der zukuenftig mit Inhalten befuellt werden wird…
Zudem ist die jeweils neueste Podcastfolge von nun an unten links auf der normalen Guetersloh-TV-Startseite zu finden. Auf gute Zusammenarbeit! :)

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Osterfeuer auf dem Meierhof Rassfeld

25. April 2011 Kommentare ausgeschaltet

Laut Presse gab es am diesjaehrigen Ostersonntag 55 genehmigte Osterfeuer in Guetersloh. Das ist schon eine stattliche Menge und es hat sicherlich dazu beigetragen, dass die einzelnen Veranstaltungen nicht komplett ueberlaufen waren. Ohnehin scheinen die wirklich grossen, schon fast "kommerziellen" Osterfeuer aus der Mode gekommen zu sein…

Frueher (sprich: in den 90er Jahren) waren wir oft beim grossen Osterfeuer an der Reithalle in Hollen. Was fuer viele Jahre eine nette, schon doerflich anmutende Veranstaltung gewesen ist, mutierte spaeter zu einer voellig ueberladenen "Riesenparty" – mit den entsprechenden Nebenwirkungen. In der Reithalle wummerten die Baesse und jedesmal, wenn man 'rein oder 'raus wollte, musste man eine Koerperdurchsuchung ueber sich ergehen lassen. Schlaegereien gab es regelmaessig…

Somit suchten wir nach Alternativen und landeten vor ein paar Jahren beim Osterfeuer in Pavenstaedt, welches aber irgendwie auch nicht so "gemuetlich" und auch schon eine Spur zu aufgeblasen war. Mittlerweile hat es uns schon zum zweiten Mal auf den "Meierhof Rassfeld" verschlagen und das war fast so, wie ein Osterfeuer sein sollte. Man traf bei freiem Eintritt Leute aus der Nachbarschaft, das Feuer war ausreichend-gross, das Gelaende ist sehr idyllisch und es ertoente keine nervende Ballermann-Musik. Es gab eine Wuerstchenbude und einen kleinen Getraenkestand, an dem Flaschengetraenke angeboten wurden. Und genau hier liegt Verbesserungsbedarf, denn ein "ordentlicher" Bierstand mit gezapftem Bier wuerde sich dort schon lohnen. Ein bisschen "Luxus" darf also doch sein… :-)

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Just One Look

17. April 2011 Kommentare ausgeschaltet

English text by Phil Shackleton below…

"Just One Look" ist ein erstmalig von Doris Troy aufgenommenes Lied aus dem Jahr 1963, welches ein Jahr spaeter den ersten Hitparaden-Erfolg fuer "The Hollies" markierte.

Phil Shackleton hat sich dieses Songs angenommen und ihn zusammen mit Alan Silson (seines Zeichens Gruendungsmitglied der Band "Smokie") neu eingespielt. Beide Musiker wohnen mittlerweile am Rande des Teutoburger Waldes und trafen sich tatsaechlich-zufaellig, weil ein Makler ihnen beiden ihre heutigen Wohnsitze vermittelte. Urspruenglich stammen beide aus derselben Gegend in England in der Naehe von Bradford.

Frueher gab es, wenn zum Beispiel ein Radiosender mit einer neuen Platte bemustert wurde, einen sogenannten "Waschzettel" mit einem informativ gemeinten, aber oftmals sehr "speziellen" Werbetext dazu. In diesem Fall koennte ein solcher Text vielleicht so lauten:

Phil’s moderne Version von "Just One Look" besticht durch ihre klangliche Breite und Gradlinigkeit. Zudem bringt Alan Silson’s authentisch nach "Smokie" klingendes E-Gitarrensolo eine Prise Nostalgie mit ein. Dieser symbiotische Effekt formt den Ohrwurm-Charakter dieser Aufnahme, an der Norman Osthus technisch beratend beteiligt gewesen ist.

…und so hoert sie sich an / …this is how it sounds

Im Folgenden erzaehlt "Gast-Blogger" Phil Shackleton die Geschichte dieses Projekts :-)

Just One Look or: A tale of obsession!

I suppose the seeds for eventually recording a version of this song were planted way back when I was a kid growing up in the 1960’s. My uncle had a farm in the north of England where, almost opposite, lived Bobby Elliot, the drummer of the rapidly rising star pop group “The Hollies”. My cousins and I would take our autograph books around to his house and he’d take them on tour and get them signed by famous performers of the time – but that’s another story.

A few decades later and living in Germany, I was thinking about those innocent old days and about the music that played such a huge part in my life at that time. I decided to check out The Hollies & Graham Nash on the net and and there it was, that familiar sound of “Just One Look”.

A short time later I was visiting my old friend Chris Parkinson, who was then playing with “The Rough Diamonds” , a band skippered by Steve Phillips of “Notting Hillbillies” fame, and during a live performance they played “Just One Look”, I took this to be a sign! I just couldn’t get the song out of my head, something called ohrwurm (“earworm”) here in Germany, and I knew I just had to do a cover version – but how?

Back in Germany I set to work on a demo recording, with two acoustic guitars, an old drum machine (that would only play kick, snare & hihat) and a nearly dead multitrack recorder. Only really knowing the Hollies' version, I decided to slow the whole thing down and base the beat for the song firmly on the acoustic 6 string guitar which I hammered mercilessly, concentrating most of the punishment on the bass strings. I quite liked the percussive chop-chop sound which drew attention away from that awful drum machine! I introduced melodic “fill” using a twelve string acoustic guitar (all microphone recorded) and sang the basic guide vocal. The results were fairly disappointing but – hey, this was only a demo so I suppose it was ok.

Around that time Roger Clarke-Johnson (to whom I’m indebted) came round to play bass on the track and rescue me, Norman Osthus (Normcast) recorded part of this session and placed the resulting clip on Youtube.

Then for personal reasons, my life went into overdrive, I found that I couldn’t mix the song , I was wasting time on useless details, fixated on little noises etc and very much in danger of going completely “gaga “ (shades of Brian Wilson!) all because of this demo. So I packed it all away along with the worn out machines etc, forgot about it and moved house!

About six months ago there was an avalanche of mails asking me if my version of “Just One Look” was now available, most people said they’d seen the session on Youtube. Oh no, the bogeyman had reared his ugly head again! After quite a bit of “mail pressure” I decided to dig out the old multitracker, strip the song down and re-build it. I transferred and converted the original recordings to digital which seemed to freshen things up a little, then I set about re-recording all the individual parts but again nothing worked! As so often happens during re-recording, the original feel just disappeared, so I was stuck with the original vocals, drum and guitar sounds.

I truly believe that you record atmosphere along with the song.

Over the last two years, Alan Silson -the original guitarist with 70’s band "Smokie"- has become a great friend and I was discussing these problems with him. I suggested his vocals and electric guitar sound might bring some new colour and direction into the song and that he might be able to create that mix of nostalgia and originality that I was looking for. Just before Christmas 2010 we had a long backing vocal recording session where Alan added some of that "Smokie magic", with over 30 individual vocal tracks to be mixed down to two (stereo), then we recorded Alan’s solo which brought his unique guitar sound into the mix!

Next, I played bass guitar to fit the new arrangement (sorry, Rog!) and added backing vocs to the coda.

I spent January and February 2011 climbing the walls and going almost nuts again trying to squeeze out the best from the old recordings and produce something acceptable which finally saw the light of day on March 10th (my birthday).

An additional surprise was that my version of "Just One Look" also humbly has quite a few arrangement similarities to Doris Troy’s supreme original and I hadn’t heard her version before January 2011!

My special thanks go to Roger Clarke-Johnson & Alan Silson for their invaluable help and support and of course to Norman Osthus of NormCast for kick-starting me up again.

Phil Shackleton / March 23rd 2011

Video-Link: Alan & Phil performing Smokie’s "If You Think You Know How To Love Me"

KategorienLokales, Musik