Bis zum gestrigen Tag hatte ich mich laenger nicht bei YouTube angemeldet, zumal in letzter Zeit auch keine Videos gemacht wurden. Mittlerweile fragt YouTube (Google) bei der Anmeldung nach der Handy-Nummer und draengt mit zwei aufeinanderfolgenden Fenstern zur Angabe derselben. Ne, Leute, so nicht…
Ein weiteres Aergernis ist die Willkuer, die (hoechstwahrscheinlich durch wirre Automatismen) zur Sperrung vieler Videos fuehrt. Der "GEMA-Hinweis" duerfte mittlerweile ja die Runde gemacht haben, aber DAS hier fand ich schon heftig (auf Mausklick wird’s gross…):
In diesem Video (ein kleiner Zusammenschnitt der allerersten, damals noch real in Hamburg stattfindenden Verleihung des "European Podcast Award", siehe hier), kamen weder das hier erwaehnte Rene-Carol-Lied noch Teile davon auch nur ansatzweise vor. Es war kein Kanarienvogel im Hintergrund zu hoeren, der es zufaellig gepfiffen haette und es gab auch keine Texteinblendungen oder Hinweise auf dieses Lied in den begleitenden Notizen. Trotzdem wurde das Video in 239 Laendern gesperrt. Und ich glaube kaum, dass die Menschen im Suedsudan als eines der acht verbleibenden Laender an diesem Inhalt interessiert sind.
Fazit: ICH habe Gesehen-Gelacht-Geloescht…
Terra Nova ist eine neue Fernsehserie, die im Science-Fiction-Bereich angesiedelt ist.
Die Handlung von „Terra Nova“ beginnt im Jahr 2149. Als die Menschheit in ihrem Bestand bedroht wird, flieht eine Familie mit drei Kindern zurück in die Zeit der Dinosaurier, 85 Millionen Jahre in die Vergangenheit, um die menschliche Zivilisation dort erneut aufzubauen. Doch nicht nur die Umwelt ist feindlich, auch innere Querelen und Sabotage bedrohen ihren Erfolg. Quelle: Serienjunkies.de
..also leider wieder mal nix Neues mit Raumschiffen :) Naja. Aber dennoch kann sich das Werk aufgrund seiner recht aufwendigen Inszenierung und Tricktechnik durchaus sehen lassen, denn nicht zuletzt zeichnen Steven Spielberg und eine Handvoll ehemaliger Star-Trek-Mitarbeiter (z.B. Brannon Braga) fuer die Serie verantwortlich. Daher verwundert es nicht, dass zumindest der Pilotfilm der Serie, auf den sich dieser Beitrag bezieht, im Grunde genommen eine Mixtur aus altbekannten Film- und TV-Phaenomenen ist.
Wer sucht, der wird Elemente z.B. aus Jurassic Park, Stargate, Fortress, Die Goonies, Unsere kleine Farm und vielen Star Trek-"Planetenfolgen" wiederfinden. Steven Spielberg bringt zudem mal wieder seinen oftmals typischen, erhoehten "Kinderfaktor" mit ein.
Die Schauspieler agieren akzeptabel, die Atmosphaere stimmt. Allerdings entsteht der Verdacht, dass die Stories selbst etwas zu ueberambitioniert und gleichzeitig belanglos werden koennten. Doch vielleicht bringt genau dieses eventuelle Paradoxon die noetige Abwechslung. Schau’n 'mer mal…
Bis zum gegenwaertigen Zeitpunkt existiert eine Staffel mit 13 Folgen und es wurde noch nicht entschieden, ob die Serie fortgesetzt wird oder nicht. Doch soll sie zumindest ein akzeptables Ende haben, welches (natuerlich) wiederum Stoff fuer eine etwaige Fortsetzung bietet…
Diese amerikanische Fernsehserie lief zehn Jahre lang – von 1995 bis 2005 (auf SAT1 ab 1996) und sie thematisiert die Arbeit des "Judge Advocate General’s Corps", also der obersten Justizinstanz des amerikanischen Militaers.
Hauptdarsteller sind David James Elliott als Harmon Rabb und Catherine Bell als Sarah MacKenzie. Beide sind Militaeranwaelte, die in vielschichtige, meistens im Militaerbereich angesiedelte Faelle hineingeraten – wobei natuerlich meistens das Gute siegt.
Manche Folgen sind aeusserst actionreich, andere erinnern wiederum an unspektakulaere Gerichtssendungen. Doch die Drehbuchautoren schafften es meistens, auch diese statischeren Folgen interessant zu halten…
Das Ganze hat streckenweise etwas "Top Gun" – Flair (zumal Cmdr Rabb gleichzeitig Flieger ist und es ihn auch in dieser Serie oefters auf Flugzeugtraeger verschlaegt) und tatsaechlich wurden in den ersten Folgen auch Aufnahmen verwendet, die urspruenglich fuer den Kinoklassiker mit Tom Cruise gedreht worden waren.
Erst in der dritten Staffel der Serie fanden die Akteure zu ihrem Stil, den sie teilweise ueber sieben weitere Staffeln durchhielten. Irgendwann waren die 45-Minuten-Folgen aber nicht mehr grundsaetzlich abgeschlossen und es gab folgenuebergreifende Handlungsstraenge, was die Serie teilweise mit einem "Seifenoper-Effekt" versah und sie zeitweise in der Beliebigkeit versinken liess.
Doch die aktuelleren, politischen Ereignisse (9-11, Krieg in Afghanistan etc) zwangen die Drehbuchautoren quasi zur Wende. Leider haben sie es daraufhin mit dem Pathos und den typisch-amerikanischen Selbstbeweihraeucherungen manchmal doch uebertrieben, was sich vornehmlich in den spaeteren Staffeln in ziemlich "platter" Schwarz-Weiss-Malerei niederschlug. Alles, was z.B. einen Turban trug, war boese und korrupt und die Amerikaner waren natuerlich die Guten. Allerdings gab es auch diesbezuegliche Lichtblicke in Form von einer Handvoll Episoden, die sich durchaus kritisch mit der Struktur des amerikanischen Militaers und der Politik auseinandersetzten.
Letztendlich bietet "JAG – Im Auftrag der Ehre" ueber weite Strecken gute Unterhaltung auf recht hohem Serienniveau mit sympathischen Charakteren.
Alle zehn Staffeln sind mittlerweile auf DVD erschienen.
Der User "Nerdcoreblog" twitterte im Yoda-Stil :"Begun the Copyright-Wars have" – und hat damit hoechstwahrscheinlich den beruehmten Nagel auf den Kopf getroffen. Am 19.1.12 gelang u.a. dem FBI ein Schlag gegen die Plattform "Megaupload.com" und der Betreiber derselben, der doch einschlaegig bekannte Kim Schmitz, wurde dabei verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, durch die Plattform Geldwaesche betrieben zu haben und auf ihren Servern illegale Kopien von Filmen, Musik, Fernsehprogrammen und aehnliche Dinge zu horten bzw. diese darueber auch illegal zu verteilen.
Kurz nachdem diese Nachricht durch die Onlinewelt gegeistert war, ruesteten sich sogenannte "Internet-Aktivisten" zum Gegenangriff und schafften es unter anderem, die Webseite der Universal Music Group und sogar die Praesenz des FBI selbst lahmzulegen.
Es gibt neben "Megaupload" einige weitere Plattformen dieser Art und es duerfte nur eine Frage der Zeit sein, bis diese ebenfalls unter Beschuss geraten werden. Es gibt aber auch noch einige weitere Plattenfirmen und Bundesbehoerden, deren Webseiten daraufhin auch Angriffen ausgesetzt sein koennten. Die naehere Internet-Zukunft koennte daher spannend werden…
Tim Renner ist Chef von "Motor Music" und ein schlauer Mensch. In einem Video bei Welt.de gab er einen bemerkenswerten Kommentar zum Thema "Gema" von sich…
"Die Gema setzt Onlinestreams mit Verkaeufen gleich. Sie geht davon aus, wenn sie oder ich sich etwas anhoeren, dann substituiert das den Kaufakt. Dementsprechend wollen sie fuer jeden ausgelieferten Stream -immer, wenn Musik gesendet wird- eigentlich soviel haben, als wenn sie verkauft wuerde. Ich glaube, die Logik stimmt nicht ganz, dass wirklich jedes einzelne Anhoeren dasselbe ist wie ein Kaufakt. Die Sache ist doch viel verwandter mit Radio – und beim Radio kaeme die GEMA auch niemals auf die Idee, pro Hoerer etwas zu fordern. Beim Radio fordert sie Anteil am Umsatz – und das finde ich auch sehr gerechtfertigt. (…) In einer idealen Welt waere eine Organisation wie die Gema flexibel genug, alle moeglichen Nutzungsformen bei sich mit aufzunehmen und einfach zu sagen: 'Na klar, wenn es moeglich ist, dass der Kuenstler selbst entscheidet, wie, wann, wo verguetet wird, dann lassen wir ihm seinen eigenen Willen.' Darum geht’s doch."
Amen! :-)
…wobei man an dieser Stelle noch zwischen "normalem", traditionellem Radio und Webradio differenzieren muss, denn beides wird von der GEMA unterschiedlich behandelt…
Tim Renner’s Homepage : www.TimRenner.de