(…) Jeder, der das Internetradio nutzt und dabei auch Sender aus den USA hört, wird schon bald eine böse Überraschung erleben. Denn seit vergangenem Freitag sind viele dieser Sender nicht mehr zu empfangen. Der Hintergrund dabei ist, dass CBS, eines der größten Medienunternehmen der USA, seine mehr als 300 Hörfunksender für Ausländer blockiert hat. (…) Alle Sender wurden mit dem so genannten Geoblocking versehen. (…) Wie CBS betonte, sei vor allem die Kritik der Rechteinhaber dafür verantwortlich, dass viele Sender nun für das Ausland gesperrt wurden. So wie es aussieht, werden wohl aber bald noch weitere internationale Radiostationen mit dem Gedanken spielen, ausländische Hörer auszusperren, damit die Streaming-Gebühren nicht explosionsartig in die Höhe schnellen. (…) Quelle: We-Love-Radio.de
Das Streben nach einer offenen, grenzenlosen Welt macht auch hier mal wieder im Internet halt. Dieser Vorgang zeigt, dass es dringend (!) erforderlich ist, globale Loesungen fuer solche Dinge zu finden. Das YouTube-Problem und aehnlich gelagerte Faelle wie dieser fuehren immer wieder zu Veraergerung unter (fast) allen Beteiligten und letztendlich ergibt sich daraus ein Rueckschritt. Regionalcodes fuer DVDs sind ein vergleichbarer Bloedsinn. Mittlerweile sind sie gluecklicherweise oftmals kinderleicht aushebelbar und fuer viele Menschen ist das Vorhandensein des Regionalcodes "0" (=alles geht) ein Kaufkriterium fuer Abspielgeraete. Warum sollte man auch nicht in New York eine DVD kaufen und sie zuhause in Deutschland betrachten duerfen? Der Begriff "Geoblocking" hat das Zeug zum "Unwort des Jahres"!
Digitales Radio ueber Antenne –Digital Audio Braodcasting– wurde bereits vor zehn Jahren aus der Taufe gehoben. Mit maessigem bis gar keinem Erfolg. Das neue Radiosystem wurde vom Buerger nicht angenommen und duempelte ueber Jahre hinweg nur so dahin. Nun soll’s der verbesserte Standard "DAB+" richten.
Was im Fernsehbereich einwandfrei und ziemlich problemlos funktioniert hat –die Abschaltung der analogen Ausstrahlung zugunsten der digitalen– wird im Radiobereich nicht so einfach zu bewerkstelligen sein. Gruende dafuer gibt es sicherlich viele. Ein analoges Fernsehsignal ist im Vergleich zu einem analogen Radiosignal ziemlich breit und verbraucht(e) weitaus mehr (Sende-) Energie. Die alten Roehrenfernseher wurden durch grosse Flach-TVs ersetzt, die mit entsprechend-neuen Tunern fuer DVB-C/S/T ausgeruestet sind. Die Leute sitzen nun davor und geben sich entweder mit Pixel-TV (DVB-T) zufrieden oder geniessen echtes HDTV ueber Satellit. Das Kabel kann hierbei als Mischfaktor angesehen werden. Doch BluRays mit 3D-Filmen und Spiele auf grossen Bildschirmen ueben einen grossen und vor allen Dingen marktrelevanten Reiz aus. Soll heissen: Digitale TV-Ausstrahlung und neue Technologien fuer’s Wohnzimmer gingen hier Hand in Hand und brachten den Erfolg.
Doch das gute, alte Dampfradio ist schon lange nichts mehr fuer HiFi-Freaks. Die ausgestrahlten Musiksignale bilden schon lange nicht mehr die urspruenglich aufgenommene Realitaet ab, denn sie passieren auf ihrem Weg zur Sendeantenne diverse Filter, Limiter usw., die das Signal den angeblichen Hoergewohnheiten "anpassen". Dabei ist es unerheblich, ob der Zuhoerer das Signal ueber einen einwandfrei, mit 75db ueber Rauschen einfallenden UKW-Sender oder ueber ein ebenfalls starkes Digitalsignal empfaengt. Heutzutage sitzt wahrscheinlich auch kaum noch jemand vor einem Radiorecorder und nimmt Songs auf wie zu Mal Sondock’s Zeiten. Das, was gefaellt, wird heruntergeladen. Aus dem Internet. Und das hat mittlerweile die Verbreitung, die viele Anbieter von alternativen Verbreitungswegen sich wuenschen. Das UKW-Radio ist aber trotzdem allgegenwaertig geblieben, vom Roehrengeraet in der Backstube bis zum Autoradio, vom Badezimmerkistchen bis zum FM-Teil im Handy, als Tuner, Receiver, Radiowecker, Kuechenradio oder Mini-Walkman. Und es gibt etliche Millionen davon. Diese Dinger sollen einfach nur spielen. Nicht mehr und nicht weniger. Und genau deshalb braucht eigentlich niemand ein auch in punkto Programmvielfalt limitiertes Digitalpaket.
Warum setzen gewisse Gruppierungen auf DVB-T, DAB und andere, terrestrische Verbreitungswege? Die ultimative Allgemeinloesung waere die Schaffung von flaechendeckenden Breitbandzugaengen. Hierfuer sollten die wertvollen Frequenzen genutzt werden, denn hierueber kann jedes Signal bequem verbreitet werden. Mobile Internetradios waeren mit Sicherheit vielfaeltiger verwendbar als DAB(+)-Geraete. Man koennte Ö3 im Elbtunnel und NDR2 im Tauerntunnel hoeren. …und natuerlich die zahllosen, interessanten Webradios aus aller Welt, die dem hiesigen "besten Mix der 80er, 90er…" sicherlich Paroli bieten koennten und wuerden…
So, und da kannste inner naechsten Viertelstunde mal drueber nachdenken. Viertelstunde? Schaffst Du schon… :-) (Frei nach Fritz Eckenga)
via Pressetext.com und Roger Lévy:
Die ideale Mobilloesung fuer aufgeblasene Sender, aus denen schnell mal die Luft raus ist :)
(fuer den normalen Astra-Empfang tut’s fuer Ottonormalverbraucher sicherlich auch eine tragbare Mini-Camping-Schuessel…)
Es ist nach wie vor ein Riesen-Aergernis. Selbst innerhalb geschlossenerer Social-Media-Plattformen ist man davor nicht sicher. Dieser Screenshot verdeutlicht das Dilemma:
Es heisst also nicht mehr nur "Dieses Video ist in Deinem Land nicht verfuegbar", sondern es wird explizit die GEMA fuer die Nichtverfuegbarkeit verantwortlich gemacht. Der Tonfall wird also offensiver, was hoffentlich einen etwaigen Einigungsprozess beschleunigt.
YouTube selbst ist zwar nicht ganz unschuldig an dieser Misere (…wie sonst ist zu erklaeren, dass die bei Youtube gesperrten Videos auf anderen, legalen Portalen wie "Myvideo" oder "Clipfish" problemlos und auch dauerhaft zu sehen sind…) , doch die zweifellos ebenfalls vorhandene Steinzeit-Denke gewisser Gruppierungen schiesst nicht nur Deutschland selbst sondern auch unzaehlige Bands und Solokuenstler ins internette Abseits…
Vor 30 Jahren flimmerte die erste "Dallas"-Folge ueber die Fernsehschirme. Was heutzutage in unendlich vielen Seifenopern sprichwoertlicher Serien-Alltag ist, war damals revolutionaer neu. Intrigen in Kombination mit unverbluemten Dialogen und Drama-Komponenten gingen in Serie.
Allen voran: J.R. Ewing alias Larry Hagman, den man getrost als Dreh- und Angelpunkt der Serie bezeichnen kann. Miss Ellie, Pamela, Sue-Ellen und andere Bewohner der "Southfork Ranch" wurden sehr schnell sehr beliebt und die Serie brach einen Rekord nach dem anderen.
Die Geschaefts-Duelle der texanischen Öl-Multis, umrahmt von einem fuer den deutschen Ottonormalverbraucher unerreichbar schienenden Luxus in hochmodernen Stadt- und Landkulissen, zogen an jedem Dienstagabend ab 21:45 Uhr Millionen Fernsehzuschauer in ihren Bann.
Als Bobby Ewing – JR’s kleiner Bruder – den Serientod starb, entbrannten Diskussionen. Als er spaeter dann ploetzlich quicklebendig unter Pamela’s Dusche stand und sein Tod angeblich nur ein Traum war, wurden ganze, zwischenzeitliche Handlungsstraenge mal eben so ausgehebelt – der Zuschauer schluckte es nahezu widerstandslos.
Natuerlich kamen Nachahmer auf den Plan, allen voran der "Denver-Clan", der auch sehr beliebt wurde, der aber nicht wirklich an die Popularitaet der Texas-Saga heranreichen konnte. Gerne gesehen wurde auch die Weinsaga "Falcon Crest" – am Donnerstagabend im WWF, dem "Westdeutschen WerbeFernsehen".
Was nach 30 Jahren uebrig bleibt, sind Erinnerungen an dienstagabendliche Fernseh-Rituale. Um 21 Uhr lief die legendaere Musikvideosendung "Formel Eins" im "Dritten" (WDR), danach kam direkt "Dallas" in der ARD. Und am naechsten Tag gab’s dann auf dem Schulhof wieder viel Gespraechsstoff. Schoen war’s…