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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Wasserballsatellitenantenne

17. Juli 2011 Kommentare ausgeschaltet

via Pressetext.com und Roger Lévy:

Die ideale Mobilloesung fuer aufgeblasene Sender, aus denen schnell mal die Luft raus ist :)

(fuer den normalen Astra-Empfang tut’s fuer Ottonormalverbraucher sicherlich auch eine tragbare Mini-Camping-Schuessel…)

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YouTube in der Offensive?

11. Juli 2011 Kommentare ausgeschaltet

Es ist nach wie vor ein Riesen-Aergernis. Selbst innerhalb geschlossenerer Social-Media-Plattformen ist man davor nicht sicher. Dieser Screenshot verdeutlicht das Dilemma:

Es heisst also nicht mehr nur "Dieses Video ist in Deinem Land nicht verfuegbar", sondern es wird explizit die GEMA fuer die Nichtverfuegbarkeit verantwortlich gemacht. Der Tonfall wird also offensiver, was hoffentlich einen etwaigen Einigungsprozess beschleunigt.

YouTube selbst ist zwar nicht ganz unschuldig an dieser Misere (…wie sonst ist zu erklaeren, dass die bei Youtube gesperrten Videos auf anderen, legalen Portalen wie "Myvideo" oder "Clipfish" problemlos und auch dauerhaft zu sehen sind…) , doch die zweifellos ebenfalls vorhandene Steinzeit-Denke gewisser Gruppierungen schiesst nicht nur Deutschland selbst sondern auch unzaehlige Bands und Solokuenstler ins internette Abseits…

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Nur getraeumt – 30 Jahre Dallas

30. Juni 2011 Kommentare ausgeschaltet

Vor 30 Jahren flimmerte die erste "Dallas"-Folge ueber die Fernsehschirme. Was heutzutage in unendlich vielen Seifenopern sprichwoertlicher Serien-Alltag ist, war damals revolutionaer neu. Intrigen in Kombination mit unverbluemten Dialogen und Drama-Komponenten gingen in Serie.

Allen voran: J.R. Ewing alias Larry Hagman, den man getrost als Dreh- und Angelpunkt der Serie bezeichnen kann. Miss Ellie, Pamela, Sue-Ellen und andere Bewohner der "Southfork Ranch" wurden sehr schnell sehr beliebt und die Serie brach einen Rekord nach dem anderen.

Die Geschaefts-Duelle der texanischen Öl-Multis, umrahmt von einem fuer den deutschen Ottonormalverbraucher unerreichbar schienenden Luxus in hochmodernen Stadt- und Landkulissen, zogen an jedem Dienstagabend ab 21:45 Uhr Millionen Fernsehzuschauer in ihren Bann.

Als Bobby Ewing – JR’s kleiner Bruder – den Serientod starb, entbrannten Diskussionen. Als er spaeter dann ploetzlich quicklebendig unter Pamela’s Dusche stand und sein Tod angeblich nur ein Traum war, wurden ganze, zwischenzeitliche Handlungsstraenge mal eben so ausgehebelt – der Zuschauer schluckte es nahezu widerstandslos.

Natuerlich kamen Nachahmer auf den Plan, allen voran der "Denver-Clan", der auch sehr beliebt wurde, der aber nicht wirklich an die Popularitaet der Texas-Saga heranreichen konnte. Gerne gesehen wurde auch die Weinsaga "Falcon Crest" – am Donnerstagabend im WWF, dem "Westdeutschen WerbeFernsehen".

Was nach 30 Jahren uebrig bleibt, sind Erinnerungen an dienstagabendliche Fernseh-Rituale. Um 21 Uhr lief die legendaere Musikvideosendung "Formel Eins" im "Dritten" (WDR), danach kam direkt "Dallas" in der ARD. Und am naechsten Tag gab’s dann auf dem Schulhof wieder viel Gespraechsstoff. Schoen war’s…

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Jesse Stone versus Magnum

23. Juni 2011 Kommentare ausgeschaltet

Der "Tagestipp" einer Filmredaktion ist abhaengig von der diensthabenden Redaktion. Logisch. Doch zeigen sich hierbei oftmals diverse, althergebrachte Klischees. Schreibt eine Frau den entsprechenden Kommentar, wird der "knackige Hintern" des vermeindlich gutaussehenden Hauptdarstellers schonmal hervorgehoben und der zugehoerige Film zur Tagesempfehlung gekuert. Sind Maenner am Werk, haben auch Filme wie "Easy Rider", "Star Trek" oder "Kill Bill" gute Chancen, ganz oben zu erscheinen. Man fragt sich, wie eine "Filmredaktion" einer TV-Zeitschrift einen Ueberblick ueber alle gezeigten Filme behalten kann oder ihn ueberhaupt erst bekommt. Die Antwort: Manchmal gar nicht, denn vorgefertigte bzw. mitgelieferte Kurzinhaltsangaben werden gerne mal subjektiv ausgedeutet.

Das Folgende ist anscheinend (!) so ein Beispiel:

Aha. Weil Tom Selleck die Hauptrolle spielt, sind die Folgen also im "Magnum"-Stil gedreht worden. Soso…

Jesse Stone ist ein alternder, moralisch angeschlagener Polizist, der aus der Grossstadt in ein Provinznest fluechtet. Er hat ein Alkoholproblem und muss sich mit kleineren, recht realistisch anmutenden Kriminalfaellen abgeben. Die bisher sechs im deutschen Fernsehen gezeigten Filme sind ruhig gehalten und geben den Charakteren einen gehoerigen Entfaltungsspielraum. Stone faehrt einen Streifenwagen, keinen roten Ferrari. Er traegt Uniform oder laessige Zivilkleidung und keine bunten Hawaihemden. Kein T.C. fliegt mit einem Hubschrauber umher, Higgins und die "Jungs" fehlen ebenfalls und kein Rick betreibt einen Strandclub. Zu diesen genannten Charakteren aus der 80er-Jahre-Serie "Magnum" gibt es nicht einmal ansatzweise irgendwelche Pendants in den Jesse-Stone-Filmen. Und doch sollen diese im "Magnum"-Stil gedreht sein. Aha. Voll daneben…

Da hilft nur eins: Anschauen. Wert sind sie’s allemal… (derzeit auf ZDF Neo).

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Gelesen: Wa(h)re Freunde

9. Juni 2011 Kommentare ausgeschaltet

Thomas Wanhoff ist nicht nur Podcaster der allerersten Stunde, sondern auch Journalist. Er kennt sich in der schoenen, neuen Medienwelt bestens aus. Aus dem Hessischen ist er mittlerweile nach Laos ausgewandert und hat quasi aus der Ferne ein doch so nahes Buch geschrieben:

"Wa(h)re Freunde – Wie sich unsere Beziehungen in sozialen Online-Netzwerken veraendern"

Das ca. 260 Seiten starke Buch beschreibt die vielen, internetten "Social Media"-Netzwerke, die uns Menschen mittlerweile taeglich umgeben. Dabei werden diese nicht nur genannt, sondern deren Funktionsweisen auch erklaert, ihre Reichweiten analysiert, ihr allgemeiner Stellenwert eingeordnet und ihre Auswirkungen auf unseren Alltag, unser Verhalten und unsere Einstellung zu diversen Dingen diskutiert. Twitter, StudiVZ, LinkedIn, Xing und Facebook sind nur einige, die in diesem Buch vorkommen.

Der Buchtitel ist mehr als zutreffend, denn das Wortspiel an sich zeigt schon verschiedene Facetten, die in dieses Werk eingeflossen sind. Sind virtuelle Freunde auch "wahre" Freunde? Was ist die "Ware Freunde" z.B. den Unternehmen "wert"?

Wer "den Wanhoff" gelesen hat, bekommt einen guten Einblick in die entsprechende Indikatorenbildung und das, ohne sich in abgehobenes (technisches) Kauderwelsch zu verfangen. Der Autor versucht, sich zum einen sachlich der Materie zu naehern, nimmt den Leser zum anderen aber auch an die Hand und verdeutlicht (oftmals unter Zuhilfenahme von beschriebenen bzw. erlebten Alltagssituationen) den subjektiven Aspekt, der vielen Dingen innewohnt. Ein manchmal privat angehauchter Schreibstil traegt sehr zum mentalen Wohlbefinden des bzw. der Lesenden bei.

Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass dieses Buch gewissermassen "allgemeinkompatibel" daherkommt. Sowohl "Kenner" der Materie als auch "Neuankoemmlinge" werden einiges entdecken und auch wiederentdecken, denn Thomas Wanhoff versteift sich nicht auf trockene Statistiken und/oder Auslegungen diverser Medientheorien. Er gibt nachvollziehbare Beispiele fuer viele Sachverhalte, die teilweise sogar aus der Zeit vor dem eigentlichen Internet stammen, aber oftmals noch immer verblueffend-aktuell sind. Als "Digital Immigrant", also als jemand, dem die Computertechnik NICHT in die Wiege gelegt wurde, zeigt er unter anderem, dass vieles von dem, was als "neu" angesehen wird, im Endeffekt gar nicht so neu und prinzipiell auch schon frueher vorhanden gewesen ist. Allerdings sollte der geneigte Leser zumindest einen gewissen, englischen Grundwortschatz mitbringen, um diverse, hier nicht uebersetzte Quellzitate passend verarbeiten zu koennen.

Das Buch ist eine Momentaufnahme, ein nachvollziehbar und fundiert kommentierter Spiegel der derzeitigen Online-Welt mit all ihren Vor- und Nachteilen, geschrieben von jemandem, der bei aller Faszination fuer diese Dinge in erster Linie "Mensch" geblieben ist.

"Wa(h)re Freunde" ist erschienen im Spektrum Verlag (ISBN 978-3-9274-2783-0)

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