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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Schleierhafte DVDs

2. August 2010 Kommentare ausgeschaltet

Auch wer seine DVDs gut behandelt, kann auf Dauer Abspielprobleme bekommen…

Das Fallbeispiel: Eine DVD-Sammlung "Star Trek-The Next Generation" die, urspruenglich neu gekauft, nach dem erstmaligen Ansehen schon seit einigen Jahren im Wohnzimmerregal steht. Unlaengst wurden vereinzelte Folgen mal wieder gezielt herausgesucht und angeschaut. In wenigen Einzelfaellen schien die Wiedergabe meistens im Abspann zu haengen. Eine Gegenpruefung am PC brachte jeweils dasselbe Ergebnis…

Da eine DVD aus zwei uebereinander geklebten Schichten besteht, lag die Vermutung nahe, dass diese fehlerhaften Stellen sich in unmittelbarer Naehe des Punktes auf der jeweiligen Scheibe befanden, der als "Layerwechsel" bekannt ist. So war es auch, nur waren die DVDs nicht "kaputt", denn nach einer gruendlichen Reinigung funktionierten sie wieder einwandfrei.

Doch wie kann eine DVD, die immer in ihrer Originalverpackung gelagert und selten bis gar nicht benutzt wurde, in einer rauchfreien Umgebung verunreinigen? Tataechlich schien sich auf vielen Scheiben eine Art Schleier gebildet zu haben, der sich erst beim Reinigen einer DVD in Form von Schlieren zeigte. Eine Google-Recherche brachte erstaunliche Dinge zutage. Demnach sind die Verpackungen bzw. die Huellen der DVDs nicht unschuldig daran:

"Damit Plastik nicht splittert, weil es steinhart ist, wird Weichmacher zugesetzt. (…) Und auch in den Kunststoffboxen werden sogenannte Flüchtige eingesetzt, also Lösungsmittel, die partikelweise in der Folgezeit an die Luft abgegeben (ausgedünstet) werden. Da die DVDs aber nach der der Konfektionierung in diversen Verpackungen eingeschrumpft werden, besteht keine Möglichkeit, die DVD "atmen" zu lassen. Somit entsteht in den Einzelboxen unterschiedliche Konzentration von einem Luft/Gas-Gemisch, wobei dann auch noch die Ausdünstung von Partikeln der Klebeschicht eine Rolle spielt, und schon ist ein Gemisch vorhanden, das ein fast agressives Verhalten hat. Das führt dann zu einer chemischen Reaktion. Würde man die neue DVD-Verpackung öffnen und für einige Tage offen hinlegen, würde die Diskussion um die Schleierbildung kein Thema sein." (…) (Quelle: Forum bei DVBD.de)

Diese oben beschriebene Reaktion kann durch Waermeeinwirkung (Sonne, Heizung in unmittelbarer Naehe) beschleunigt werden. Zudem befinden sich in diesem Fall die flachen DVD-Huellen, die jeweils zwei Scheiben beinhalten, zusaetzlich noch in den Pappschubern, was die Luftzirkulation sicherlich auch nicht beguenstigt. Hier waren bisher insgesamt vier Scheiben betroffen, die aber durch Reinigung mit Glasreiniger und einem sanften Tuch wieder einwandfrei funktionierten.
Fazit: Was fuer CDs gilt, ist auch fuer DVDs natuerlich nicht schlecht: Dunkel und trocken bei Zimmertemperatur lagern…

…und, wenn moeglich, oefters mal lueften :-)

KategorienMedien

Werbung per DPD

21. Juli 2010 Kommentare ausgeschaltet

Es klingelt mitten in der Mittagszeit. Ein Mitarbeiter des Paketzustelldienstes DPD bringt einen (!) dicken Werbekatalog fuer sanitaere Anlagen. Natuerlich war dieser unbestellt. "Wer kommt auf diese saubloede Idee, so etwas mit einem Paketdienst zu schicken?" frage ich den Zusteller genervt. "Im Zweifelsfalle haette ich das Teil jetzt bei Ihnen abholen muessen…" fuege ich noch hinzu. "Wenn hier keiner aufgemacht haette, haette ich das Ding wahrscheinlich stumpf vor die Tuer gelegt", erwidert der freundliche DPD-Mitarbeiter. "Gut zu wissen", denke ich noch, denn wegen nicht angeforderter, gedruckter Werbung auch noch persoenlichen Aufwand hinnehmen zu muessen, waere nicht akzeptabel gewesen. Im Nachhinein stellt sich die Frage, was passiert waere, haette ich die Annahme des Pakets verweigert? Da es aber fuer den Nachbarn bestimmt war, konnte ich das leider nicht ausprobieren. Beim naechsten Mal… :-)

KategorienMedien

25 Jahre Fluxkompensator

7. Juli 2010 Kommentare ausgeschaltet

Falsch! Eigentlich muesste es "Flusskondensator" heissen, was wiederum die korrekte Uebersetzung des englischen Originals "Flux capacitor" ist (siehe Wikipedia).

Vor 25 Jahren startete Marty McFly alias Michael J. Fox im Kino auf seine Reise "Zurueck in die Zukunft" – und ich fand’s klasse. Bis heute. Selten ist eine Filmtrilogie in sich so stimmig, witzig und auch spannend gewesen. Von diversen Ungereimtheiten (die man damals allerdings noch nicht sah) mal abgesehen, bietet die Filmreihe nach wie vor nette Stilblueten, beispielsweise die Szene, die zeigt, wie der Bruder von Chuck Berry waehrend der legendaeren "Johnny B. Goode"-Performance mit seinem Bruder telefoniert und ihn anscheinend so zu seinem spaeteren (!) Hit verhilft.

Ebenso besticht das Werk durch hervorragende Kulissen (man beachte den zentralen Platz in "Hill Valley", der in drei verschiedenen Zeitepochen immer wiedererkennbar dargestellt wird) und durch eine gehoerige Portion Selbstironie (siehe das "Café der 80er" in Teil 2).

Natuerlich ist das Hollywood und nicht mehr, aber das reicht manchmal voellig aus. Kuerzlich gab es mal Geruechte um eine Neuverfilmung des Stoffes. Bitte nicht. Manche Dinge muessen einfach so bleiben, wie sie sind…

Vor ein paar Jahren bekam ich einen echten "DeLorean" aus dem Film im Technik-Museum in Sinsheim vor die Linse:

Weiterlesen und -gucken:
Video: Parodie: Auch Enten reisen durch die Zeit | Video: Originaler Trailer
Video: Soundtrack: ZZ Top – Doubleback | Zehn Fakten zum Film
"Back To The Future" in der Internet Movie Database

KategorienMedien

PrePaid-Guthaben schwindet doch

21. Juni 2010 Kommentare ausgeschaltet

Schon vor einigen Jahren gab es ein sehr verbraucherfreundliches Gerichtsurteil, nach dem vorhandene PrePaid-Guthaben im Mobilfunkbereich nicht mehr verfallen duerfen. Bis dato mussten die jeweiligen Handys auch bei sonstiger Nichtbenutzung in regelmaessigen Zyklen finanziell aufgeladen werden, um weiterhin benutzt werden zu koennen.

Im Jahr 1999 kam hier das erste "Handy" ins Haus. Es war ein Kombipaket: Motorola Kommunikationsknochen mit 10 DM D1-Gespraechsguthaben fuer 99 DM. Das war damals ein sehr gutes Angebot und diese Kombination sollte fuer die folgenden Jahre auch gute Dienste leisten. Doch die Zeit brachte irgendwann bessere Tarife bei anderen Anbietern und auch eine neue Handynummer, ueber die bis heute der Loewenanteil der hiesigen Telefonkommunikation laeuft. Das alte Handy wurde danach nur noch selten benutzt und da noch genuegend Gespraechsguthaben auf dessen alter T-Mobile-"XtraCard" vorhanden war, wurde diese lange nicht mehr aufgeladen. Mehr als 22 Monate nicht, um genau zu sein. Nun kam eine SMS von T-Mobile:


"Lieber Kunde,

hiermit kuendigen wir mit Frist von 1 Monat ihren Xtra Vertrag.

Moechten Sie den Vertrag fortsetzen, laden Sie bitte bis dahin ihre XtraCard auf."

Das verwunderte schon, denn -wie gesagt- eigentlich darf altes Gespraechsguthaben nicht mehr verfallen. Also liess ich mich mal wieder auf das "Abenteuer Warteschleife" der mobilen Telekomiker ein und nachdem der Roboter mit weiblicher Stimme seine Sprueche beendet hatte, war tatsaechlich ein richtiger Mensch am anderen Ende zu hoeren. Seinem Akzent nach zu urteilen muss der Anruf irgendwo nach Ostdeutschland gegangen sein. "Ja, das ist eine systemgenerierte Meldung, die nach 22 Monaten des Nichtaufladens automatisch greift", toente es auf der anderen Seite. Die Anmerkung, dass das doch laut Gesetz mittlerweile illegal sein duerfte, wurde mit dem Hinweis quittiert, dass in solchen Faellen das Restgeld an den Teilnehmer bzw. Eigentuemer ausgezahlt wird, der Vertrag an sich aber auslaeuft und die damit verbundenen Dienstleistungen verfallen. Der tatsaechlich doch recht freundliche Telefonmann stornierte diese Prozedur diesmal und sagte: "Sö, jetzt haben Sie wieder ein Jahr Ruhe."

Gut. Ziel erreicht. Und bis dahin wird das alte Nokia bzw. dessen Karte sowieso wieder aufgeladen werden muessen. Doch was bleibt, ist mal wieder ein fader Beigeschmack und die erneute Erkenntnis, dass so gut wie nichts ist, wie es zu sein scheint…


KategorienDiverses, Medien

Replikator 1.0

19. Juni 2010 Kommentare ausgeschaltet

"Tee, Earl Grey, heiss!" Mit diesen Worten tritt Captain Jean-Luc Picard vom "Raumschiff Enterprise" an eine quadratische Luecke in der Wand. Ein sphaerisches Geraeusch ertoent und ploetzlich steht darin eine Tasse mit dampfendem Tee. In Gene Roddenberry’s Star-Trek-Welt von ueber-uebermorgen ist das alltaeglich und voellig normal. Die Star-Trek-Fernsehserien haben viele Dinge, die uns heutzutage begleiten, schon vor etlichen Jahren quasi "vorhergesagt" (siehe hier und hier).

Die neuartigen 3D-Drucker haben das Zeug, zu Urahnen dieser noch fiktionalen Replikatoren zu werden. Auch wenn sie komplexe Strukturen nicht replizieren koennen, so ist es mit ihnen dennoch moeglich, aus vorhandenen Rohmaterialien (wie z.B. Plastikmasse oder Gips) Modelle zu formen, die auf entsprechenden Modellentwuerfen auf dem angeschlossenen Computer basieren, was beispielsweise fuer Architekten oder Zahnaerzte interessant sein duerfte. Zudem wird die Weiterentwicklung solcher Projekte unter anderem auf Open-Source-Basis vorangetrieben, was die ersten, groeberen Exemplare sogar heute schon einigermassen erschwinglich macht.

(…) Seit Kurzem jedoch gibt es in den USA Starterkits, die 3-D-Druck schon für einige Hundert Dollar ermöglichen. Die privaten Tüftler und Bastler in den USA, die „Early Adopters“, wähnen sich in einem futuristischen, Star-Trek-ähnlichen Paradies des Eigenbaus. (…) Die entstehenden Plastikteile sehen im Vergleich zu ihren nahezu perfekten Pendants aus professionellen Maschinen wie dem sehr genauen Acryl-3-D-Drucker etwas grob aus. Doch das Gleiche galt für die Druckergebnisse der ersten Nadeldrucker auch. (…) Quelle: Artikel bei Welt.de

In wenigen Jahren wird auch diese Technologie ihre naechste Evolutionsstufe erreicht haben und dann koennte es erstmalig richtig spannend werden, wenn z.B. fehlende Plastikteile irgendwelcher Geraete oder Bordamaturen von Autos passgenau mit der kleinen Fabrikkiste auf dem heimischen Schreibtisch hergestellt werden koennen. Und irgendwann werden komplexere Strukturen ebenfalls zuhause reproduzierbar sein, auch des Captain’s Lieblingstee…

KategorienComputerkram, Medien