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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Doch von Pappe!

24. März 2010 Kommentare ausgeschaltet

Der folgende Link kam vom Roger Lévy aus der Schweiz. Mein alter Podparadenkollege ist naemlich auch sehr Vinyl-affin und immer interessiert, wenn es um die schwarzen Scheiben geht. Erinnert sich noch wer an diesen Spielzeugbus, der batteriebtrieben ueber einer Schallplatte kreiste und deren Inhalt zu Gehoer brachte? Oder an die Wandplattenspieler? Oder an die Autoplattenspieler aus den spaeten 50er Jahren? All das sind Kuriositaeten rund um die gute, alte Schallplatte.

Die amerikanische Firma GGRP Sound reiht sich ganz aktuell in diese Linie ein. Ein funktionsfaehiger Plattenspieler aus Pappe, den sie als Werbegeschenk verschicken, macht’s moeglich. Simpel und mit Sicherheit kein Klangvergnuegen, aber irgendwie nett ist das Teil schon. Beachtenswert ist auch das begleitende Video, welches -obwohl antik anmutend- extra neu produziert wurde.

Weitere Informationen gibt es im Klonblog!

KategorienMedien, Musik

One Year Ago…

27. Februar 2010 Kommentare ausgeschaltet

Der 27.02.2009 war ein schoener Tag. Heute vor einem Jahr trafen wir uns zu mehreren Leuten und Leutinnen mit Mal Sondock in seinen Bueroraeumlichkeiten in Koeln. Das damals anstehende CD-Release der ersten beiden CD-Boxen wurde besprochen und Teile des an diesem Tag entstandenen Gespraechs sollten posthum ein paar Monate spaeter auch auf die dritte und letzte CD-Box wandern. Es war ein harmonischer Tag mit vielen Anekdoten im Kreise netter Leute. Ein zwischenzeitlicher Ausflug zu Mal’s "Hausgriechen" rundete das Ganze bei Mousaka, Gyros und einem Kölsch ab. Waehrend zunaechst noch David Toelle, Macher der "Mal Sondock Fanpage", Michael Kretschmann ("Oberfan vom Dienst" :)) und einige Leute von "Radio Unna" dabei waren, wird mir besonders das herzliche Gespraech in Erinnerung bleiben, welches Christian (von der Firma "Sony"), Mal und meine Wenigkeit am Abend zum guten Schluss noch gefuehrt haben. Mal wusste zu diesem Zeitpunkt noch nichts von seiner eigentlichen, schweren Krankheit und litt "nur" an einem Bandscheibenvorfall, der ihn in seiner Bewegungsfreiheit einschraenkte, der ihm aber die Stimmung zumindest nach aussen hin nicht merklich vermieste. Er war voller Tatendrang und angespornt durch die anstehenden CD-Veroeffentlichungen wollte er mehr, wobei er nur so vor Ideen spruehte. Es hat nicht sollen sein. Mal starb am 9.6.2009 in Koeln. Der Sommertag im Juni 2007, an dem ich Mal zum ersten Mal alleine traf, wird mir immer in besonderer Erinnerung bleiben. Doch dieser 27.2.2009 hatte auch etwas ganz Besonderes an sich.

Gruesse an alle, die dabei waren!

(Weiterlesen: "Mal Sondock-Bereich" auf dieser Seite, alle Links und Podcasts dort unten)

KategorienDiverses, Medien

Buchstoeckchen

25. Februar 2010 Kommentare ausgeschaltet

Der ClickPod hat mich mit einem "Stoeckchen" bedacht. Aehnliche Phaenmonene waren bereits hier, hier und hier zu beobachten. Naja, solange es nicht Ueberhand nimmt… :-)

Diesmal geht’s um Buecher und das Lesen an sich und das ist seit Beendigung der Schullaufbahn eigentlich gar nicht mehr so mein Thema. In der Schule mussten wir viele Klassiker lesen, viele davon waren der reinste Horror fuer mich. Goethe’s "Wilhelm Meister’s Lehrjahre" oder Shakespeare’s "MacBeth" zum Beispiel. Ruehmliche Ausnahmen im positiven Sinne waren allerdings Arthur Miller’s "Death Of A Salesman" oder "Die Deutschstunde" von Siegfried Lenz. Doch die Faszination fuer elektronische Medien, Filme und Musik ueberwog schon immer und spaetestens seit der Entdeckung des Internet ist das heimische Buecherregal auf ganz wenige Buecher "gesundgeschrumpft" worden, die eigentlich nur noch zur Zierde darin stehen. Schallplatten, CDs, DVDs und Online-Zeitungen liessen unsereins wirklich zum Buecher-Lesemuffel werden. Paradoxerweise habe ich auch kein grosses Interesse an E-Books, trotzdem versuche ich jetzt, das virtuelle Buchstoeckchen zu aportieren :-)

Was liest Du gerade?
Diesen Text. :) Abseits des Internet ansonsten nur die "CQ DL" – Amateurfunkzeitschrift, die einmal monatlich erscheint. Oder mal einen neuen Asterix, wenn es einen gibt, aber zuletzt war ich davon auch nur noch enttaeuscht… (siehe hier).
Die Autobiographie "Margrave Of The Marshes" von und ueber John Peel lese ich in Englisch, doch das entsprechende Lesezeichen ist schon laenger nicht mehr weiter gewandert…

Welches Buch hat Dich zuletzt sehr beeindruckt?
"Zuletzt" ist in diesem Fall ein laaaanger Begriff. Es war die schon erwaehnte "Deutschstunde" von Lenz.

Sammelst Du irgendetwas?
Vinylschallplatten: Singles und LPs. Frueher auch CDs bzw. Maxi-CDs, das aber nicht mehr so intensiv.

Schreibst Du Widmungen in Bücher?
Wenn ich eines verschenke, dann ja…

Schreibst Du Namen in Deine Bücher?
Frueher ja. Da habe ich auch meine Platten "signiert". Mittlerweile nicht mehr.

Welches Buch hast Du doppelt?
Das Telefonbuch. Aber nur dann, wenn das alte durch das neue ersetzt wird.
Schwache Handlung – starke Besetzung :-)

Von wem würdest Du Dir gern was vorlesen lassen?
Ein neues, ungelesenes Buch habe ich tatsaechlich hier herumstehen: "Der Mann mit dem Fagott" von Udo Juergens. Obwohl ich interessiert daran bin, habe ich es noch immer nicht gelesen. Ein von ihm selbst eingesprochenes Hoerbuch wuerde ich sofort kaufen…

Sitzt Du im Kino lieber am Gang oder in der Mitte?
Mittig oben.

Welche ist Deine liebste Romanfigur?
Die Frage nach dem "Lieblings-Film-Charakter" waere einfacher gewesen…

Nach welchem System ordnest Du Deine Bücher daheim?
Mangels Masse nur nach Groesse. Orgelpfeifenmaessig. Haette ich soviele Buecher wie Platten, dann wuerde ich sie alphabetisch nach den Nachnamen der Autoren ordnen.

Lesen: Vor dem ins Bett gehen oder nach dem Aufstehen?
Auf dem Klo :)

Welches Buch würdest Du Deinem größten Feind schenken?
"Die Verwirrungen des Zoeglings Toerless" von Robert Musil

Hardcover oder Paperback?
Wenn’s gut im Regal aussehen soll, dann kommen nur Hardcover in Frage

Zeitung aus Papier oder im Netz?
Habe ich weiter oben schon beantwortet ;) Aber gegen die gute, alte Papierzeitung beim Morgenkaffee ist nach wie vor nichts einzuwenden.

Von welchem Buch bist Du zum ersten Mal so richtig gefesselt worden?
"Der Entropie-Effekt" von Vonda McIntyre. Ein Star-Trek-Roman. Natuerlich.

Deine liebste Literaturverfilmung?
"Die Feuerzangenbowle" – mit Heinz Ruehmann

Bevorzugte Urlaubslektüre?
Die Speisekarten der dortigen Restaurants.

Liebstes Kinderbuch?
Ich habe als Kind gerne "Die Froehlichen Falkenbergs" gelesen.

Welches Buch sollte jeder Mensch gelesen haben?
Das jeweilige Familienstammbuch.

Noch Fragen? Nein? Endlich :-)

"Verehrtes Publikum, los, such dir selbst den Schluss! Es muss ein Guter da sein, muss, muss, muss"
(Bertolt Brecht – "Der gute Mensch von Sezuan")

KategorienDiverses, Medien

Wird wer Millionaer?

17. Februar 2010 Kommentare ausgeschaltet

"Warum knackt niemand mehr die Millionenfrage?" fragt die "Welt" in einem Artikel vom 17.02.2010. Tatsaechlich scheint es schon ziemlich lange her zu sein, dass der Konfettiregen im Studio der RTL-Ratesendung "Wer wird Millionaer" losgelassen wurde. Ausgenommen davon sind die "Prominentensendungen", die aber aufgrund verhaeltnismaessig leichterer Fragen nicht unbedingt mitzaehlen.

Wer nicht nach dem Motto "Ich bin mit nichts gekommen und kann zur Not auch ohne Verlust wieder gehen" auf dem Stuhl gegenueber von Guenther Jauch Platz nimmt, ist weniger risikofreudig und hat oftmals genau kalkuliert, was letztendlich dabei herausspringen muss. "Sie wollen ein neues Auto, die Wohnung renovieren oder eine Australienreise mit der Familie unternehmen. Sie rechnen sich vorher aus, wie viel das kostet und konzentrieren sich auf diesen Betrag."
Leidet die Risikofreudigkeit der Kandidaten unter der allgemeinen Wirtschaftslage oder druecken die Macher selbst auf die Spesenbremse? "Die Fragen sind nicht schwerer geworden“, sagt Moderator Jauch. „Aber es gibt immer seltener die spielfreudigen Draufgänger, die entweder etwas riskieren oder einfach ihrer ersten Intuition trauen und nicht jede kleine Unsicherheit mit einem oder gar mehreren Jokern zu eliminieren versuchen.“

Der geneigte Zuseher mag vielleicht denken, dass der Zufallskandidat nichts zu verlieren hat und mutig drauflos raten koennte. Wenn der aber selbst im Studioscheinwerferlicht einen kuehlen Kopf bewahrt und seine eigene Situation nicht aus den Augen verliert, geht das zu Lasten der Attraktivitaet der Sendung. Stellt sich die Frage, was besser ist…

KategorienMedien

Ansichten eines Podcasters

7. Februar 2010 Kommentare ausgeschaltet

Seine humorigen Vorbilder liegen irgendwo zwischen "Stenkelfeld" und Loriot und (fast) alles begann mit einem 10-Euro-Mikrofon. Das erzaehlt Marcus Duebel jetzt in einem Interview bei Maclites.com

"Duebel’s Geistesblitz" betrat das Podcastdorf im Jahr 2006 und erfreute sich schnell grosser Beliebtheit. Die selten laenger als 15 Minuten langen Episoden zeugen ueberwiegend von grosser Beobachtungsgabe, denn oftmals werden ganz alltaegliche Situationen, die Marcus Duebel u.a. in seiner Heimatstadt Hamm widerfahren, in bester Tradition auf die Schippe genommen, wobei sein westfaelischer Einschlag meistens nicht zu kurz kommt. Seine ebenfalls stark ausgepraegte Vorliebe fuer Hoerspiele verarbeitet er mittlerweile ebenfalls in seinem Podcast, denn er verstellt seine Stimme, um mit verschiedenen, imaginaeren Charakteren zu interagieren, was natuerlich auch mit entprechenden Soundeffekten versehen wird.

Das Ergebnis ist ein hoerenswerter, im Normalfall woechentlich erscheinender Podcast, der auch in der hiesigen Hitliste weit oben steht. Natuerlich hat dieser sich ueber die Zeit gesehen auch etwas veraendert, aber sein letztendliches Konzept war schon frueh zu erahnen, denn aller Anfang ist schwer: "Klar mag es schwer sein, sein Thema zu finden. Die meisten Nischen sind schon besetzt, aber es kräuseln sich mir die Fußnägel, wenn ich in einem Forum den Aufruf eines Neupodcasters lese, der darum bittet, daß man in sein Werk doch mal reinlauscht, und dann hört man 10 Minuten lang, wie sich jemand mit gelangweilter Stimme tausendfach für die schlechte Audioqualität entschuldigt, vielleicht noch erzählt, daß er zu Mittag Fischstäbchen mit Kartoffelpüree hatte, dann seine Freunde grüßt und zum Schluß darum bittet, daß ihm die Zuhörer doch bitte Themenvorschläge schicken sollen." (Quelle: Maclites.com) Bingo! So sollte man es nicht machen. Hat er auch nicht. Gut so…

Querverweis: NormCast 109 mit "dem Duebel" ==> hier :-)

KategorienMedien