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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Flugzeuge im Bauch…

8. August 2007 Kommentare ausgeschaltet

…und im Blut Kerosin…

Alex Wunschel vom "Tellerrand"-Podcast spielte dieses (Werbe-)Lied zum ersten Mal in seiner Sendung den Podcastabonnenten vor.

Es ist ein Dancefloor-Europopsong, der von einer Studiosaengerin namens Lara eingesungen wurde. Der Flughafen Nuernberg hatte dieses Lied der Firma Air Berlin zum Jubilaeum geschenkt. Seitdem laeuft es bei Air Berlin in der Telefonwarteschleife. Im NormCast-Podcast Nr.87 wurde das Lied erneut aufgegriffen und mittlerweile wurmt es sich sommerhitmaessig durch die Gehoergaenge der Podcastgemeinde.

Dieses Video, welches meistenteils eigentlich eher eine Slideshow ist, entstand doch ziemlich spontan. Es enthaelt eine extra-angepasste Version des Songs sowie Audiosequenzen aus dem "Tellerrand"-Podcast Nr.121 und dem "NormCast"-Podcast Nr.87. Es soll lediglich eine kleine (natuerlich nicht ernstgemeinte) Parodie sein :)

Links:
http://www.airberlin.com
http://www.podpimp.de
Der originale Air Berlin-Song zum freien Download

Unter anderem wurden Sequenzen aus folgenden Produktionen verwendet:
Tellerrand Nr.121
NormCast Nr.87
Video von Borja Martin "Das Telefon sagt du"
Das Vertigo-Video auf KulturTV.ch
"Is scho` recht" – TV-Werbung der Firma "Paulaner"

KategorienMedien, Videos

Oliver Hardy

7. August 2007 Kommentare ausgeschaltet

Heute vor 50 Jahren starb ein wesentlicher Teil von "Dick und Doof", der Komoediant Oliver Hardy. An der Seite des unvergleichlichen Stan Laurel stolperte er, unermuedlich an seinem Schlips herumfuchtelnd, durch alle moeglichen Peinlichkeiten und Abenteuer. Legendaer geblieben ist das "Kniechen-Naeschen-Oehrchen" – Spiel oder das abenteuerliche Transportieren eines Klavieres ueber eine Haengebruecke. Am Freitagabend war in den spaeteren 70ern und fruehen 80ern im ZDF ab 18 Uhr alles in schwarz-weiss getaucht, wenn der "Western von Gestern", "Vaeter der Klamotte" oder "Dick und Doof" ueber die Mattscheibe sprichwoertlich flimmerten. Schon vor der eigentlichen Tonfilmzeit waren Laurel und Hardy erfolgreich, aus heutiger Sicht aber sind die wahren Klassiker die oben erwaehnten, kleinen Tonfilmsketche und natuerlich auch die zugehoerigen Spielfilme wie z.B. "Fra Diavolo" oder "Die lieben Verwandten". Seit Laurel und Hardy hat es kaum etwas Vergleichbares gegeben. Das wird wohl auch so bleiben…

Links:
Laurel und Hardy im Netz
WDR 2 "Stichtag" – Podcastepisode zum Thema
Bildstrecke bei der Netzeitung
Wikipedia ueber Laurel und Hardy
Dick und Doof sprechen Deutsch

KategorienDiverses, Medien

Star Trek musikalisch

31. Juli 2007 Kommentare ausgeschaltet

Auf Podparade.de ist durch einen kleinen Zufall (Namensgleichheit einer vorgestellten Band) eine nette Unterhaltung ueber "Star Trek" entstanden. Im Zuge dieser kamen die Kommentierenden auch auf die musikalischen Werke zu sprechen, die dem Star-Trek-Universum entsprungen sind. Auf die einzelnen Soundtrack-Alben von Jerry Goldsmith & Co. (die durchweg sehr hoerenswert sind, sich aber eher an die Freunde der klassischen Musik richten) will ich jetzt gar nicht naeher eingehen. Auch nicht auf die teilweise grauslichen Intonierungen der Herren Shatner und Nimoy aus den 60er und 70er Jahren :)

Robbie Williams` Swing-Album hat grosse Wellen geschlagen und einiges nach sich gezogen. Leute wie Paul Anka und Paul Young haben daraufhin Rock-Klassiker im Swing-Stil intoniert und Leute wie Michael Bublé wurden aus ihrem bisherigen Nischendasein herauskatalputiert. Zuvor gab es aber auch schon sehr erwaehnenswerte, neuartigere Swing-Werke.

Der amerikanische Schauspieler James Darren, der u.a. in den 80er Jahren zusammen mit William Shatner in der TV-Serie "T.J. Hooker" zu sehen war, spielte in den 90ern einen Holodeck-Charakter namens "Vic Fontaine" in der Star-Trek-Serie "Deep Space Nine". Vic war sozusagen der "gute Geist", ein virtueller Barsaenger, in dessen Welt die Hauptakteure fluechteten. Dabei fiel auf, dass James Darren eine hervorragende Stimme hat, die der von Frank Sinatra nicht unaehnlich ist. Somit erlangten seine CDs nach der TV-Serie schnell einen hoeheren und berechtigten Bekanntheitsgrad. "This One`s From The Heart" ist eine hochwertige Produktion mit einem spitzenmaessigen Orchester und glanzvollem Klangbild. James Darren intoniert Klassiker wie "The best is yet to come", "I`ve got you under my skin" oder "Come fly with me" in bester Sinatra-Tradition aber mit einer deutlichst hoerbaren, eigenen Note.
Sehr empfehlenswert!
Links:
CD bei Amazon.de / James Darren bei Wikipedia / James Darren`s Homepage

Ganz anders kommt William Shatner daher. Der brachte vor drei Jahren in Zusammenarbeit mit Ben Folds ein wirklich interessantes Album namens "Has Been" auf den Markt. Moment mal, James Tiberius Kirk singt? Nein, er spricht. Aber das macht er so sonor und passend zur Musik, dass die durchaus hoerenswerten Texte sehr gut und nachvollziehbar ueberkommen.
"I`ve saved the world in the movies – So, naturally, there`s folks who think I must know what to do – But just because you`ve seen me on TV – doesn`t mean I`m any more enlightened than you (…)"
Das Album hat persoenliche Zuege, ist in musikalischer Hinsicht verdammt gut produziert und modern. Shatner`s Coverversion von Pulp`s "Common people" hatte es sogar zu einiger Bekanntheit gebracht. Auch Leute, die eine gewisse Scheu oder Abneigung vor oder gegenueber Star Trek empfinden, koennten sich, wenn sie sich diesem Werk auf neutraler Ebene naehern, sehr wohl mit dieser Platte anfreunden…
Links:
CD bei Amazon.de / W. Shatner bei Wikipedia / William Shatner`s Homepage

Brent Spiner alias "Data" hatte schon vor einigen Jahren ein paar seiner "Next Generation"-Mitstreiter ins Studio gelockt, so dass sie bei seinem Musikprojekt zumindest in einem Song mitwirken konnten. Patrick Stewart (Capt. Picard) oder auch LeVar Burton (Geordi La Forge) unterstuetzten ihn unter anderem dabei. Das Resultat hiess "Ol' Yellow Eyes Is Back" (in Anlehung an Data`s gelbe Augen). Im Gegensatz zu den beiden erstgenannten Alben habe ich dieses noch nie gehoert und besitze es auch nicht. Leider. Es ist sehr selten, sehr schwer zu bekommen und erzielt mittlerweile unter Sammlern Hoechstpreise. Die Kritiken sind groesstenteils sehr gut, nur soll er es ab und zu mit dem Tremolo uebertrieben haben. Das Brent Spiner singen kann, hat er allerdings schon oft vor der Kamera bewiesen…
Links: CD bei Amazon.com / Brent Spiner bei Wikipedia

KategorienMedien, Musik

Ein drolliges Baby vs. Prince

25. Juli 2007 Kommentare ausgeschaltet

DAS ist ja echt ein starkes Stueck :) Zuerst habe ich den Artikel gelesen, dann das Video gesehen…

Da veroeffentlicht eine Frau aus den USA ein drolliges Video bei YouTube, in dem ein Kleinkind zu sehen ist, das mit einem Spielzeugkarren seine Runden durch die Kueche dreht und dabei sichtlich Spass hat. Im Hintergrund hoert man schraebbelige Musik, die auch ich nicht sofort als den ansonsten natuerlich bekannten Song "Let`s go crazy" von "Prince" identifizieren konnte, da der Krach des Gefaehrts viel zu laut ist und die Musik hoechstwahrscheinlich aus einem quaekigen Kuechenradio schallt. Trotzdem passt der Titel des Liedes vorzueglich zu den gezeigneten Geschehnissen :)

Die Frau hatte dieses Video online gestellt, damit ihre Freundinnen es auch betrachten konnten und ein paar Wochen spaeter ist die Firma "Universal Music" darauf aufmerksam geworden. Diese beantragte erfolgreich die Loeschung des Filmchens aufgrund einer "Urheberrechtsverletzung". Ohauerha. DAS ist wirklich kleinkariert. Es wuerde mich nicht wundern, wenn Prince hoechstselbst sich dort einschalten und die Frau unterstuetzen wuerde , da gerade er selbst sich in letzter Zeit sehr kritisch gegenueber der Musikindustrie gezeigt hat und auch entsprechend aktiv geworden ist (siehe hier).

Immerhin hat die Frau einen Teilerfolg erzielt, denn sie beantwortete die zeitweilige Loeschung ihres Videos erfolgreich mit einer Gegenklage. Derzeit ist das Video wieder verfuegbar. Man moege sich selbst ein Bild davon machen, hier der Link dorthin / Weiterlesen bei PC-Welt.de

KategorienMedien

Tour de France – Zapped!

20. Juli 2007 Kommentare ausgeschaltet

ARD und ZDF bemaengeln etwaige Missstaende bei der diesjaehrigen Tour de France und drohen mit ihrem Ausstieg aus den Live-Uebertragungen. Wenig spaeter wird diese Drohung aufgrund des eingetrenen Dopingverdachts gegen den T-Mobile-Fahrer Patrik Sinkewitz in die Tat umgesetzt.
So weit, so gut (oder?)…

Der Schreiber dieser Zeilen "bewundert" zunaechst (!) die Konsequenz, die ARD und ZDF zeigen. Bis zu einem gewissen Punkt. Je mehr man darueber nachdenkt und je mehr man auf anderen Webseiten, Blogs und Portalen darueber liest, desto staerker manifestieren sich doch Zweifel.

Ich erinnere mich an die Auftaktsequenz aus der guten, alten Fernsehserie "Ein Colt fuer alle Faelle". Da hiess es: "In den USA gilt jeder Beschuldigte solange als unschuldig, bis seine Schuld bewiesen ist." Hierzulande kann daher zurecht argumentiert werden, dass ARD und ZDF sich gewissermassen als "Richter" aufgespielt haben und daher zumindest die restlichen Fahrer, die unter Umstaenden "sauber" sind, damit gleichzeitig mit gebrandmarkt haben.

Wirtschaftliche Erwaegungen spielten dabei sicherlich nicht die Hauptrolle, denn mit einem ordentlichen Kontingent an GEZ-Gebuehren im Ruecken kann man so etwas leicht auf dem Ruecken der Zwangsabgabe-zahlenden Mehrheit austragen.

Somit hatte sich der urspruengliche Respekt fuer die Abbruchaktion schon einigermassen relativiert. Am Abend desselben Tages kam es dann faustdick. Beim zufaelligen "Stolpern" ueber das abendliche Fernsehprogramm sah man auf beiden oeffentlich-rechtlichen Hauptkanaelen selbstbeweihraeuchernde Diskussionen und vermeindliche "Rechtfertigungsversuche" in 60 Minuten + X Sendezeit gestopft. Daran beteiligt waren Leute, die von der eigentlichen Materie des Radsports wahrscheinlich genauso wenig verstehen wie unsereins. Zitate wie "oeffentlich-rechtlicher Rundfunk ist halt nunmal mehr als nur Geld verdienen" (=>Tagesthemen) waren einfach nur Propaganda, ueberfluessig und fehl am Platz. Diese ganzen Sendungen konnte man nach dem Motto "Wir sind die tollsten Moralapostel auf der Welt" getrost und schnell abhaken und an dieser Stelle war spaetestens nahezu jeglicher, urspruenglicher Respekt fuer die Aktion verschwunden. Ein ordentlich verfasstes Statement auf den Webseiten von ARD und ZDF sowie eine entsprechende Laufschrift im Programm und/oder eine sachliche (!) Bekanntgabe in der "Tagesschau" bzw. "Heute" nebst Presseerklaerung haette(n) voellig ausgereicht und weitaus mehr Niveau gehabt…

SAT1 hatte die Lage erkannt und sich schnell die freigewordenen Senderechte gesichert. Resultat: Noch am selben Tag begannen die Live-Uebertragungen von der Tour auf diesem Sender. Was zunaechst quasi als "widerliche Sensationsgier" anmutete und was jedem Klischee, welches man einem "privaten" Sender entgegenbringen kann, auch gerecht wurde, war eigentlich ein vorhersehbarer Vorgang, den die freie Marktwirtschaft diktiert hat.
(Hallo Alexx :))) Ansonsten haetten vermutlich RTL oder das DSF oder sonstwer zugeschlagen. Auf "Eurosport" liefen die Uebertragungen ja sowieso.

Waere das Szenario andersherum gewesen, also haette ein Sender à la SAT1 die Tour urspruenglich uebertragen und waere dieser Sender dann aufgrund der Argumentation, die die oeffentlich-rechtlichen in den Vordergrund geschoben haben, ausgestiegen, dann haette diese Aktion wahren Respekt verdient, da diese unvermeidbar mit betraechtlichen, finanziellen Verlusten fuer diesen werbefinanzierten Privatsender verbunden gewesen waere.

Alles ist relativ…

KategorienMedien