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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Greenfingers

22. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

Es sind diese kleinen, netten Filme, die oftmals im Wulst der Blockbuster voellig untergehen. Sieben Jahre hat dieser Film schon wieder auf dem Buckel. Die deutsche Filmindustrie hat ihm den mal wieder typisch-duemmlichen Zusatztitel "Harte Jungs und zarte Triebe" verpasst. Vielleicht hat auch das im negativen Sinne dazu beigetragen, dass der Film in voellig falsche Klamauk-Kategorien einsortiert wurde, bevor er die Chance hatte, gesehen zu werden…

Es ist einer dieser typischen, leisen Charakterfilme, die jenseits von Pyrotechnik und harten Actionszenen ihre eigene Welt aufbauen und diese auch vermitteln koennen. So etwas koennen nur die Englaender, Schotten und Iren so richtig gut, auch wenn bei "Greenfingers" die USA als Co-Produzenten die Finger ebenfalls im Spiel hatten. Dem Film selbst merkt man das aber so gut wie gar nicht an.

Ein Strafgefangener kommt in den offenen Vollzug und durch einen Zufall entdeckt er sein Talent fuer Gartenarbeit. Seine Mitgefangenen lassen sich davon beeinflussen und zusammen stellen sie alsbald die verblueffensten Dinge an. Sie bringen es sogar zu einer Nominierung fuer die hoechstangesehenste, britische Gartenschau.

Was sich jetzt ziemlich unspektakulaer anhoert, birgt viel Wort- und Spielwitz in sich, parodiert gewisse, britische Eigenarten in genialer Art und Weise und macht letztendlich viel Spass. Ein Film fuer Hirn und Herz, ein wenig im Fahrwasser von "Der Englaender, der auf einen Huegel stieg und von einem Berg herunterkam" oder auch "Grasgefluester"…

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DVB-T : Guetersloh vs. Nuernberg

17. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

Ein mobiler Hybrid-USB-TV-Stick (das ist mal eine abgehobene Bezeichnung…) machte es unlaengst einmal moeglich: Ein Test des DVB-T-Empfangs hier in Guetersloh. Verleiht man der beigelegten, kleinen Magnetfussantenne ein passendes Gegengewicht (=>"Masse"), funktioniert es noch einmal eine ganze Spur besser. Diese "Masse" kann zum Beispiel eine leere Bierdose sein (siehe Bild, aufgenommen in Nuernberg) oder ein sonstiger, metallischer Gegenstand, oftmals auch ein Heizkoerper.

In Nuernberg wurde der erste Test gemacht. Analoger Empfang via Antenne gleich null, DVB-T hingegen glaenzte mit dem vollen Programmpaket (24 TV-Sender), inklusive der "wichtigsten" Privatsender.

In Guetersloh und Umgebung herrscht dagegen oeffentlich-rechtliche Tristesse, denn hier sind nur die GEZ-pflichtigen Sender zu empfangen, von Privatfernsehen keine Spur. Das koennte fuer viele potentielle Interessenten der Dolchstoss fuer diese eigentlich praktische Technologie sein.

Im Norden von Guetersloh geht es mit der kleinen Mobilantenne empfangsmaessig einwandfrei, waehrend man im Sueden doch schon etwas tricksen muss. Oftmals bleibt der Bildschirm dunkel und es bleibt dann ebenfalls nur die Moeglichkeit, zu einer Verstaerker-Zimmerantenne oder gleich zu einer Aussenantenne zu greifen.

Noch ist DVB-T hier in OWL nicht so interessant. Aber es bleibt ja die Satellitenschuessel, die ohnehin die beste Bildqualitaet und die groesste Programmvielfalt bietet. Digitaler SAT-Empfang ist auch in Anbetracht der juengst angedrohten Preiserhoehungen fuer das Kabelfernsehen sicherlich wieder eine lohnenswerte Alternative….
…ansonsten gibt es ja auch noch den "Aus"-Knopf :)

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Commander In Chief

6. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

…das ist die korrekte Amtsbezeichnung des amerikanischen Praesidenten. Gleichzeitig ist es der Titel einer 18-teiligen Fernsehserie mit Geena Davis in der Hauptrolle als erster weiblicher amerikanischer Praesident MacKenzie Allen. In einer weiteren Rolle ist uebrigens Donald Sutherland (der Vater von "24"-Star Kiefer Sutherland) zu sehen.

Wenn einen die obligatorische Fruehjahrsgrippe heimsucht, wie hier unlaengst geschehen, ergibt sich aufgrund von nicht vorhandener Produktivitaet die Situation, viel Zeit zum passiven DVD-Schauen zu haben. Die Serie mit dem sachlich falschen, "deutschen" Titel "Welcome, Mrs. President" (es muesste wenn schon "Madam President" heissen) war in dieser Situation willkommenes Mattscheibenfutter. Und erstaunlich gut.

Die Serie wirkt authentisch und beschraenkt sich eigentlich generell darauf, die vielseitigen Geschehnisse aus der Sicht der Agierenden im weissen Haus zu Washington zu zeigen. Es erinnert ein wenig an "Raumschiff Enterprise", wo Captain Kirk den Abschuss der Torpedos befahl, Mr. Sulu dann z.B. mit "Treffer an Backbord" antwortete, aber von dem eigentlichen Vorgang selbst nur recht selten etwas zu sehen war. Die Kamera blieb bei der Crew auf der Bruecke des Raumschiffs. Aehnlich ist es hier. Trotzdem ist es teilweise doch sehr spannend gemacht.

Glaubwuerdige Charaktere, nicht zu ueberspitzt gezeichnet und nachvollziehbare Situationen. Da werden alle moeglichen Problemstellungen, die das amerikanische Volk beschaeftigen, ausfuehrlich angegangen. Aids, die Todesstrafe, politische Manipulationen, Rassenfragen, Traditionen, Terrorismus, Aussenbeziehungen, Nordkorea, der Medienzirkus usw.

Dabei wird der Alltag eines Praesidenten oftmals augenzwinkernd parodiert, aber meistens sachlich-unterhaltend und niemals langweilig dargestellt. Bei vielen Sachverhalten wird kein Blatt vor den Mund genommen und diese Offenheit ueberrascht den normalsterblichen Zuseher gluecklicherweise ziemlich oft. Wahrscheinlich ist die Serie auch deswegen nicht auf allzu grosse Gegenliebe in der derzeitigen Bush-Administration gestossen. Streckenweise ist die Serie leider auch nicht frei von gewissen, fuer amerikanische Produktionen oftmals typischen Klischees und dem anscheinend unvermeidbaren Pathos, nur faellt beides hier nicht sofort unangenehm auf.

Geena Davis bekam fuer ihre Rolle den "Golden Globe".

Die Serie ist in sich abgeschlossen und wird auch nicht weiter fortgesetzt. Trotzdem: Gute Fernsehunterhaltung auf ueberraschend hohem Niveau. Nicht ganz so extrem spannend wie "24", dafuer aber recht vielschichtig.

Die Serie wurde in 2006 auf Sat 1 ausgestrahlt, wobei der Sender nach wenigen Folgen immer wieder darueber nachdachte, die Sendung zu kippen oder zu verschieben, da die Quoten mal wieder nicht stimmten. Aber, was will man an einem Dienstagabend um 23:15 Uhr erwarten? Trotzdem hat SAT1 den Termin diesmal durchgehalten. Der naechste Sendetermin ist interessant: Laut SAT1-Webseite im Jahr 1970 :)

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Die Podparade ist nominiert

5. Januar 2007 Kommentare ausgeschaltet

Unsere Podparade ist fuer den "Podcast Award 2007" in der Rubrik "Kultur:Klang" bei den privaten Podcasts nominiert.

Der Award wurde im letzten Jahr erstmalig in Muenchen verliehen (siehe NormCast Nr. 49. Preistraeger waren damals Markus Kaes, Annik Rubens, Alex Wunschel, Wolfgang Tischer und die Chicks On Tour.

In diesem Jahr sind wir also auch dabei und wenn man bedenkt, dass auch viele andere, grossartige Podcasts wie z.B. das "Podcastcafe", "Lindis Bluescast" oder "Rock auf dem Vulkan" in der gleichen Rubrik vorgeschlagen waren, kann man sich eigentlich auch schon ueber die blosse Nominierung freuen, aber… :) Wir sind gespannt…

Ausrichter der diesjaehrigen Verleihung in Koeln am 26. und 27.01. ist der deutsche Podcastclub e.V. Die Trophäe ist eine Art deutscher "Podcast-Oscar" :)

Umrahmt wird das Ganze wieder durch den mittlerweile zweiten Podcast-Kongress, den unter anderem der ECO-Verband ausrichtet.

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Printwerbung

14. Dezember 2006 Kommentare ausgeschaltet

Normalerweise werden Werbeseiten in Zeitschriften dezent ueberlesen und/oder weitergeblaettert, aber in diesem Fall fiel eine Annonce doch mal richtig positiv auf :)


Gesehen in der ADAC Motorwelt

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