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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Wir lieben Kino!

12. Dezember 2006 Kommentare ausgeschaltet

…mit diesem Slogan "wirbt" der Sender TELE 5.

Also, wenn DAS keine Liebe ist:

Wahre Filmfreunde schauen einen Film natuerlich liebend gerne lediglich in einem Fenster, umrahmt von irgendwelchem ueberteuerten Telefonwerbeschwachsinn…..

Quo Vadis, TV?

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Ein Sommermaerchen

7. Dezember 2006 Kommentare ausgeschaltet

Man war doch sehr gespannt auf den Film "Deutschland – Ein Sommermaerchen" und mit einem Tag Verspaetung sah ich dann heute die Aufzeichnung davon.

Der Film beginnt recht "merkwuerdig" oder besser gesagt: "unerwartet" und irgendwie erscheint er in den ersten paar Minuten wie eine Mischung aus Boulevardmagazin und "Manni der Libero". Wenn man sich aber erst einmal auf den Film eingelassen hat, dann entwickelt und vermittelt er schnell seine eigene Welt und haelt ein durchaus hohes Niveau bis zum Ende durch. Allerdings setzt der Regisseur beim zusehenden Publikum auch voraus, das wirklich jedes gezeigte Gesicht bekannt ist, denn man sucht die obligatorischen Namenseinblendungen der gerade Agierenden vergeblich. Ohnehin ist dieser Film ein echter "Fan-Film", denn er bietet ueberraschend-authentische Einblicke hinter die Kulissen des deutschen WM-Kaders. Oftmals sieht man symboltraechtige Gesten (z.B. das Fackelanzuenden), auf die auch die Musikgeraeuschkulisse passend abgestimmt ist. Ohnehin zieht sich speziell die Musik von Xavier Naidoo wie ein roter Faden durch den ganzen Film.

Der Regisseur scheut sich aber auch nicht, zumindest leise, kritische Meinungen zu Wort kommen zu lassen, z.B. als Jens Lehmann vom "rauhen Wind" erzaehlt, der ihm durch die Bayernfunktionaere und deren Kooperation mit der BILD-Zeitung entgegen wehte. Und auch in der Torwartfrage gab es ueberraschend-offene Toene: "Wir trainieren zusammen, aber ansonsten gehen wir uns aus dem Weg" sagte Lehmann ueber sein Verhaeltnis zum anderen Torhueter Olli Kahn.

Dazwischen immer ungezwungene Szenen, die der Zuseher auch so empfindet, da sie ehrlich sind. Die "SchweiniCam" und die "PoldiCam" tragen ihren jeweiligen Charme dazu bei (Regisseur Soenke Wortmann hatte sich fuer seinen Film auch privat-gedrehte Szenen aus den Digicams der Mitspieler geben lassen).

Juergen Klinsmann`s amerikanische Einfluesse sind ebenfalls deutlichst spuerbar. Vor jedem Spiel motivierte er die Spieler gebetsmuehlenartig in der Kabine (fast schon wie ein amerikanischer Fernsehprediger) und liess diesen Part manchmal auch durch die Spieler selbst geschehen. Das gipfelte dann auch mal in einem Satz wie "Wir geh`n jetzt raus und hau`n die Scheisser weg" (durch Frings).

Deutschland ist nicht Weltmeister geworden, aber wie Angela Merkel in der Spielerkabine schon richtig sagte: "Es gibt Schlimmeres als Dritter bei einer WM zu werden". Und das merkt man den anschliessend gezeigten Stimmungsbildern auch deutlichst an.

Der Film weckt schoene Erinnerungen an einen tollen WM-Sommer mit in jeder Hinsicht atemberaubender Stimmung, egal ob auf lokaler, nationaler oder internationaler Ebene.

Soenke Wortmann hat, seinen Insiderzugang effizient nutzend, ein stimmungsdichtes Filmdenkmal geschaffen. Von einem Fan fuer die Fans. "Er war ein Teil von uns", sagte Jens Nowottny ueber Wortmann`s nahezu allgegenwaertige Praesenz hinter den Kulissen. Bessere Arbeitsbedingungen kann sich ein Regisseur wohl nicht wuenschen. Das Ergebnis spricht fuer sich.

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Viele Fehler in "Casino Royale"

28. November 2006 Kommentare ausgeschaltet

Je teurer, je perfekter, sollte man meinen. Weit gefehlt, denn in dem 70-Millionen-Dollar-Film "Casino Royale", der uebrigens die Anfaenge des James Bond im Dienste ihrer Majestaet zeigt, haben findige Zuseher schon einige Fehler entdeckt und es ist wahrscheinlich, dass es noch mehr werden. So spiegelt sich zum Beispiel das Kamerateam in einer glaenzenden Autotuer wieder und Bond wechselt von einem Schnitt zum anderen die Uhr. Hochinteressant. Als "schlimmster" Film mit den meisten Fehlern gilt uebrigens "Der Herr der Ringe – Die Gefaehrten". Interessante Webseite zum Thema: http://www.dieseher.de

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Die Nacht der Antworten

26. November 2006 Kommentare ausgeschaltet

RTL bittet zu Tisch (oder besser gesagt: in den Ring) und alle kamen: Der Tiger, der Rocky, der Vitali und wie sie alle heissen. Es sollte das grosse Comeback des Axel Schulz werden und wie immer stand alles unter einem von RTL kreierten, etwas kuenstlich wirkenden Motto (siehe Ueberschrift).

Ueberhaupt hatte man den Eindruck, dass die ganze Veranstaltung am gestrigen Samstagabend von vorne bis hinten auf das Fernsehen abgestimmt war. Es wurde erst wieder geboxt, als die Werbespots durch waren (die subjektiv empfunden laenger als eine "normale" Ringpause dauerten) und am allerdeutlichsten wurde dies, als Michael Buffer den Einmarsch des Axel Schulz angekuendigt hatte. Schulz` Gegner Minto stand schon laengst im Ring (nachdem er zu Survivor`s "Eye of the tiger" stilecht einmarschiert war) als RTL erstmal einen ellenlangen, um nicht zu sagen "heldenhaften" Trailer ueber Axel Schulz einspielte. Normal war das nicht :)

Danach "Light my fire" in einer Schlafzimmerversion als symboltraechtige Einmarschmusik fuer Axel Schulz, bei der Jim Morrisson von den "Doors" sich sicherlich im Grab umgedreht haette. Was soll`s, die uebliche "Event-CD" will ja auch an den Mann/die Frau gebracht werden…

Letztendlich stand Schulz sprichwoertlich im Ring und wirkte wie ein stehender Sandsack, der nur auf Hiebe wartete. Nach der zweiten Runde festigten sich die Prognosen der illustren guetersloher Fernsehrunde, der ich beiwohnte, auf die "fuenfte oder sechste Runde" als moegliche letzte Runde fuer Axel Schulz. Er verlor voellig glanzlos. "Ich habe einfach nur beschissen geboxt", sagte er hinterher voellig berechtigt. Und selbst Zuschauer Graciano Rocchigiani traf ausnahmsweise mal ein fundiertes, richtiges Urteil und stellte oeffentlich die Frage, was die Trainer im mehrmonatigen US-Trainingslager wohl mit Axel angestellt haetten.

Der hatte wiederum zuvor gesagt, dass er "der Depp der Nation" sein wuerde, sollte er den Kampf verieren. Tja, dieser Aussage wird er sich jetzt wohl leider stellen muessen. Letztendlich aber nicht kostenlos, denn eine nicht unerhebliche Gage hat er trotz alledem eingeheimst.

Naechster Akt im "RTL-Revival": Henry Maske.
Demnaechst auf ihrer Mattscheibe…

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Nicht von schlechten Eltern

23. November 2006 Kommentare ausgeschaltet

Kuerzlich fand ich eine Fanseite zu der sympathischen Fernsehserie "Nicht von schlechten Eltern" aus den neunziger Jahren. Darauf erzaehlt der Macher der Seite unter anderem, was es fuer Schwierigkeiten mit einer geplanten Veroeffentlichung des Soundtracks der Serie auf dieser Webseite gegeben hat. Das Lied heisst uebrigens "We belong together" und kommt von der Band "Wooden Heart". Interessant ist in diesem Zusammenhang das Zitat, welches dort wiedergegeben wird und welches angeblich von einem Mitarbeiter der Firma "Warner Music" stammt…

Hier die Story: (Quelle: http://www.nvse.de/innowork.php)

Der Titelsong
… zum Download / als Kopie

Ein zweigeteiltes Problem … schon vor einigen Jahren gab es von mir die Idee, den Titelsong zum Download anzubieten. Das MP3-Format – Schrecken und auch Segen der Musikindustrie, hat es doch ganz neue Märkte erschlossen – war geboren, der Download wäre technisch gesehen machbar gewesen, doch Deutschlands Verwaltungsdschungel zeigt, wie man es besser nicht machen sollte: man kann sich auch zu Tode verwalten. Zunächst hätte die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) zustimmen müssen, was sie gegen Zahlung einer entsprechenden Gebühr auch getan hätte – sofern wir exakt hätten aufschlüsseln können, wie oft der Song heruntergeladen worden wäre. Das wäre zwar möglich, aber nicht 100%ig sicher gewesen.

Aufgrund der häufigen Anfragen "Könnt ihr den Soundtrack mal brennen?" habe ich mich schließlich auch danach erkundigt. Das wäre gegen Zahlung eines entsprechenden Obulus an die GEMA möglich gewesen (auch wenn das für die drei Tracks auf der Single schon fast den größten Teil des regulären Kaufpreis ausgemacht hätte). Aber: hier wäre die Genehmigung des Rechteinhabers noch zusätzlich erforderlich gewesen. Was sich nun abspielte, wäre zum Lachen, wenn es nicht so traurig gewesen wäre: von der GEMA verwies man mich zunächst an den Rechteinhaber, den ich erst mal ermitteln mußte. Ursprünglich war das die Plattenfirma WEA, die es aber in dieser Form nicht mehr gibt. Rechtsnachfolger ist Warner Music mit Sitz in Hamburg und Berlin.

Dort wußte man zunächst nicht, wo man mich hinschicken sollte, bis ich schließlich im fünften oder sechsten Anlauf doch in der richtigen Abteilung landete. Wieder trug ich mein Problem vor, und irgendwann erkundigte man sich nach der geplanten Stückzahl. Basierend auf den bisherigen Anfragen schätzte ich mal sehr großzügig, daß es sich langfristig um maximal 100 Exemplare handeln würde. Daraufhin bekam ich allen Ernstes die Aussage: "Deswegen wollen Sie hier die Pferde scheu machen? Brennen Sie die Dinger und die Sache ist gegessen." Natürlich war man nicht bereit, mir diese Aussage schriftlich zu geben, so daß ich selbstverständlich das Risiko nicht eingehen werde. Insbesondere in Zeiten, in denen jeder "Raubkopierer" als Verbrecher hingestellt werden, mutet diese Aussage doch sehr seltsam an.

Für die Fans bleibt somit nur der Weg über die Internet-Auktionshäuser … es tut mir leid, Leute, es scheiterte nicht an uns. Und bevor es zu Mißverständnissen kommt: die anfallenden GEMA-Gebühren, evtl. zu leistende Zahlungen an die Rechteinhaber und die Materialkosten (für einen CD-Rohling und ggf. einen Cover-Ausdruck) wären auf die Besteller umgelegt worden, ansonsten hätten wir natürlich nichts dafür verlangt.

Quelle: http://www.nvse.de/innowork.php

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