Anlaesslich eines Beitrages ueber die Frankfurter Buchmesse wurde die Erkenntnis verkuendet, dass der Markt fuer gebrauchte Buecher (z.B. via eBay oder Amazon) schon seit laengerer Zeit in stetigem Wachstum befindlich ist.
Verschiedene Buecherverlage haben demzufolge schon versucht, mit Amazon eine Einigung zu erzielen, die eine Abgabe auf Gebrauchtbuecher fuer Autoren und weitere Urheber beinhaltet, bisher ohne Erfolg.
Buecherflohmaerkte gibt es schon ewig und nicht jedes Buch ist nach dessen Lektuere auch aufhebenswert. Ausnahmen bilden hier sicherlich schoene Bildbaende, Erstausgaben oder sonstige, besondere Exemplare. Traditionelle (Buecher-)Flohmaerkte haben den grossen Vorteil, dass man sich gleich vor Ort vom Allgemeinzustand des Buches ueberzeugen kann. Im Internet ist das anders und gerade Buecher sind natuerlich ein Gebrauchsgegenstand, bei dem der Hygienefaktor nicht zu verachten ist. Desweiteren nehmen Buecher auch gerne den etwaigen Tabakgeruch ihres bisherigen Umfeldes an, was so manchen nichtrauchenden Kaeufer sicherlich stoeren kann.
Bei CDs oder DVDs ist das einfach. Wenn die Scheibe selbst in Ordnung ist und das Cover nicht abgegriffen, dann hilft eine neue Plastikhuelle und das Musikalbum oder der Film sind fast wieder wie neu. Aber Buecher? Dann doch lieber neu oder, wenn gebraucht, nur von einem Sammler, der sie richtig gepflegt hat…..
Waehrend der letzten Fussball-WM erschienen sie taeglich in der Tageszeitung: Die "Nachgetreten!"-Comics. Schon damals fielen die oftmals sehr gelungenen Pointen und die treffenden Zeichnungen auf und es machte immer Spass, sie zu lesen. Es wurde fast zu einem "Morgenritual". Mittlerweile ist die WM vorbei und die Comics erscheinen nur noch sporadisch in der Zeitung. Aber: Ein Buch ist erschienen und weitere Episoden gibt es auf der Webseite http://www.nachgetreten.com
Das deutsche Star Trek :)
Am heutigen 17.9.06 werden die "Phantastischen Abenteuer des Raumschiffs Orion" ebenfalls exakt 40 Jahre alt. Diese Serie war durch und durch sehr deutsch und nicht vom amerikanischen "Star Trek" abgeschaut. Die Crew des Raumschiffs war aber ebenfalls international angelegt und spiegelte natuerlich auch gewisse politische Begebenheiten der Entstehungszeit wieder. Trotzdem war die Serie durchsetzt mit "deutschen" Attributen, die heutzutage oftmals zum schmunzeln anregen. Legendaer die Duschkoepfe, Uhrpendel und das beruehmte Buegeleisen als wesentlicher Bestandteil der Raumschiffkulissen. Ein aus heutiger Sicht sehr merkwuerdiger Gruppentanz, Roboter mit dem Aussehen eines Staubsaugers und natuerlich die sich entwickelnde Beziehung zwischen einem amerikanischen Commander (gespielt durch Dietmar Schoenherr) und eines russischen Offiziers (verkoerpert von Eva Pflug), das waren einige Merkmale dieser ersten deutschen Science-Fiction-Serie ueberhaupt. Waehrend "Star Trek" erstmalig erst in den fruehen siebziger Jahren im ZDF Premiere feierte, war die "Raumpatrouille" zumindest fuer die deutschen Zuseher zuerst da. Ich habe sie erst nach Star Trek gegen Ende der siebziger Jahre erstmalig gesehen und somit prallte die knallbunte Heldenwelt von Kirk, Spock und Co. auf die schwarz-weisse Tristesse dieser deutschen Pioniersendung. Zudem stand sie in den Endsiebzigern in direkter Konkurrenz zu "Mondbasis Alpha 1" ("Space:1999"). Heutzutage bleibt die Erinnerung an eine siebenteilige TV-Serie, die so, wie sie ist, einen ganz bestimmten Charme hat und so belassen werden sollte, wie sie ist. Also bitte keine Neuverfilmung und/oder Fortsetzung. Es ist halt Kult…
Die Crew von "SF-Radio" hat unter der Schirmherrschaft von Ralf Pappers eine nette Audio-Jubilaeumssendung produziert, zu der ich auch einen kleinen Teil beigetragen habe. Direkt-Download / Webseite
Heute bei Heise:
CBS Paramount will die ursprüngliche "Star Trek"-Serie aus den 60er-Jahren mit digitalen Effekten aufmöbeln. Alle 79 Folgen mit William Shatner als Captain Kirk bekommen neue Spezialeffekte. Vor allem die Außenaufnahmen der Raumschiffe sollen überarbeitet werden, die ehemals mit schlecht ausgeleuchteten Miniaturmodellen realisiert worden waren. Die Modelle sollen nun durch Bilder aus dem Computer ersetzt werden. Dazu werden die Originale, die im Washingtoner Smithsonian-Technikmuseum zu sehen sind, komplett digital vermessen. Ansonsten soll die Serie aber bis hin zur genauen Position der Sterne unverändert bleiben.
Prima! Das Beruhigende ist, dass die originalen Stories nicht veraendert werden. Das die Macher von "Star Trek" sich sehr gut auf das Einarbeiten von alten Elementen in neue verstehen, haben sie spaetestens mit der Episode "Relics" (dt. Titel: "Besuch von der alten Enterprise") in der Reihe "The Next Generation" bewiesen. Ein weiteres Paradebeispiel ist die "Deep Space Nine"-Episode "Trials and Tribble-ations" (dt. Titel: "Immer die Last mit den Tribbles"), in der die DS9-Charaktere mit Captain Kirk und Co. richtig interagieren. Auch die letzte Serie "Enterprise" brachte mit dem Remake der Urfolge "Mirror Mirror" (dt. Titel: "Ein Parallel-Universum") eine beachtenserte, "alte" Kulisse wieder in Erinnerung zurueck. Daher kann dieses jetzige Vorhaben, die Originalfolgen aufzubessern, gewissermassen als nachtraegliche "Adelung" der Serie angesehen werden…
Mehr zum Thema "Digital Remastering Star Trek" und Vorschauvideos auf Startrek.com
Heute erschien im Podster-Forum folgender Beitrag:
Hallo zusammen,
am 9.9.05 habe ich die erste Folge meines Podcasts online gestellt. Seither sind 43 Folgen vergangen, über 16 Stunden Musik mit 220 podsafemusic-Stücken habe ich gespielt. Wer alle Folgen hintereinander hören will, muß sich etwas über 23 Stunden Zeit nehmen ;)
Ach ja: pro Folge benötige ich rd. 4 Stunden an Vorbereitung, Aufnahme und Nachbereitung. Macht rd. eine Woche für mein Hobby. Eigentlich nicht viel….
In der Folge 44 ziehe ich ein klein wenig Bilanz des ersten Jahres und es gibt wieder mal einen Hammertitel zum Schluß. Feedback ist erwünscht
Grüße aus dem Podcastcafe
Jürgen
Das Podcastcafe ist ein qualitativ hochwertiger Musikpodcast, der von mir sehr geschaetzt und regelmaessig gehoert wird. Ich kann diese Sendung jedem Musikinteressierten nur waermstens empfehlen. Die Musikfarbe ist meistenteils sehr "erdig", es gibt Pop, Blues, Rock, Modern Country aber auch Rap wurde schon gehoert. Der Juergen hat eine sehr angenehme, aeusserst radiotaugliche Stimme und ein grosses, musikalisches Allgemeinwissen, welches in seiner Sendung auch immer wieder durchschimmert. Ich habe ihn bisher einmal persoenlich getroffen, anlaesslich des Kongresses in Muenchen vor einigen Wochen. Eine durchweg angenehme Erfahrung. Akustische Eindruecke davon gab es bereits im NormCast Nr.50 in Form eines Gespraechs zwischen Juergen und mir zu hoeren.
Herzlichen Glueckwunsch zum Jubilaeum und: Weiter so!

Augen zu und durch :) 2 Musikfans im muenchener "Vapiano"