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Archiv für die Kategorie ‘Medien’

Norman wird Kanzler

4. September 2006 Kommentare ausgeschaltet

Roger vom Kultpavillon hat es bereits am Wochenende schon vorgemacht (Bild 1), dann erlaubte sich unser Mike einen Scherz (Bild 2) und jetzt hat es Heise auch gemerkt (Bild unter diesem Link):

Der Webauftritt der Bundesregierung ist derzeit leider manipulierbar.
Das Witzige / Traurige ist, dass das sogar versehentlich passieren kann…

Bei Heise steht:
Bislang bekamen die Wähler von der Bundesregierung mehr, als sie eigentlich wollten. Ein entgegengesetztes Phänomen findet sich auf der Webseite der Bundesregierung, wodurch diese andere Meldungen bekommt als gewünscht: Der Internetauftritt ist von einer Cross-Site-Scripting-Schwachstelle betroffen. Angreifer können dadurch beliebige Meldungen in der Seitenoptik unter der Domäne der Bundesregierung erstellen, Browser-Cookies klauen oder Skriptcode im Browser von Anwendern ausführen.

Wobei das kein "Angriff" ist, denn das kann (noch!) jeder x-beliebige Internetnutzer ganz einfach bewerkstelligen. Naja, es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis das der Spuk vorbei ist. Bis dahin werden sicherlich einige Leute und Leutinnen ihre Webseiten mit individuellen Bildern wie diesen verzieren :)

Update (Montagnachmittag):
Die Luecke soll mittlerweile geschlossen worden sein…

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NormCast @ Daily Source Code

30. August 2006 Kommentare ausgeschaltet

Donnerwetter, heute (Mittwoch) ist doch ein interessanter Tag. Erst die Ueberraschung mit MPV (siehe unten) und jetzt Adam Curry :)Vor ein paar Tagen habe ich mich sehr ausfuehrlich mit Juergen vom Podcastcafe unterhalten. Seine Sendung besteht ebenfalls fast ausschliesslich aus Podsafe Music und auch er ist ein Radio- und Musikfreak wie ich selbst auch. Wir haben uns bisher einmal in Muenchen waehrend des Podcast-Kongresses getroffen und lagen gleich nahezu auf einer Wellenlaenge. Das sind so Leute, mit denen man sich richtig gut unterhalten kann :)

Da gibt es das sogenannte "Podsafe Music Network" (PMN), ein Portal, in dem Bands und Kuenstler, die oftmals bzw. meistens nicht an irgendwelche Verwertungsgesellschaften (z.B. GEMA, GVL usw.) gebunden sind, ihre Musik der Oeffentlichkeit zur Verfuegung stellen. Dieses Internetportal ist ein wahres Fuellhorn mit guter Musik aus allen moeglichen Genres. Auch die "Podparade" profitiert davon. Normalerweise kann man dort nahezu ohne Bedenken Musik bekommen, die dann problemlos im eigenen Podcast gespielt werden darf, denn dieses Portal garantierte bis zuletzt, dass die dort gelistete Musik universell (soll heissen: auf der ganzen Welt) dafuer einsetzbar sei.

Dann kamen kuerzlich Leute wie James Brown, Alice Cooper, Joshua Kadison, Tupac with Snoop Doggy Dogg und Bands wie Deep Purple oder Rainbow ebenfalls mit eigenen Stuecken in diese Liste. Und, ganz einfach ausgedrueckt, in den USA ist das sogar legitim und diese Bands und Kuenstler koennen dort im Podcast gespielt werden, ohne dass beispielsweise die ASCAP (das amerikanische Pendant zur GEMA) bisher Einspruch dagegen erhoben hat.

Diese Songs sind aber in Deutschland nicht unbedingt nahezu "rechtefrei" und es gibt derzeit leidenschaftliche Diskussionen in den einschlaegigen Foren ueber das Pro und Contra.

Juergen und ich haben daraufhin vor kurzem eine Audiodatei aufgenommen und an den sogenannten "Podfather" Adam Curry geschickt. Sein "Daily Source Code" duerfte wohl mit der bekannteste Podcast auf der ganzen Welt sein (ohne Uebertreibung!).

Unser Audiofile enthaelt unsere Gedanken, Ueberlegungen und Vorschlaege zu dieser Thematik und Adam hat es in seinem heute erschienenen "DSC #452" komplett gespielt und ausgiebig kommentiert. Da koennt ihr uns mit einem "incredible german accent" Englisch reden hoeren :)

Ich werde spaeter noch etwas mehr dazu schreiben und dann unsere Absichten auch konkretisieren. In der Zwischenzeit koennen sich interessierte Leute die Show anhoeren.

Hier die Links:

Direkt-Download "DSC #452"
(ab Zeitindex ca. 24 Minuten sind wir zu hoeren)

Adam Curry`s Webseite

Podsafe Music Network

Juergen vom Podcastcafe

To be continued :)

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Das auserwaehlte Reich

17. August 2006 Kommentare ausgeschaltet

So lautet der Titel der 64. Star Trek "Enterprise" Folge (Staffel 3). Selten hat mich eine Folge aus einer Fernsehserie so beeindruckt. Zum einen ist sie absolut spannend gemacht aber zum anderen widerspricht sie voellig dem urspruenglichen Geist, den der bereits verstorbene Schoepfer der Serie, Gene Roddenberry, der Serie einhauchen wollte.

Diese Episode setzt nicht auf Voelkerverstaendnis und Harmonie. Nein, sie zeigt den (in der hiesigen Hemisphaere oftmals als solchen verstandenen) Irrsinn, den solche Dinge wie die Denkweise der "Selbstmordattentaeter" mit sich zu bringen scheint. Natuerlich nicht ohne den durchschimmernden, an das Amerika der Gegenwart erinnernden Pathos auszulassen. Letztendlich ist es eine amerikanische Fernsehserie und das muss man aus Gruenden der Relativierung als mitteleuropaeisch-denkender Mensch immer im Hinterkopf behalten.

Die Enterprise erhaelt einen (fingierten) Notruf von einem religioesen Pilgerschiff, welches die technische Ueberlegenheit der Enterprise fuer ihre Zwecke nutzen moechte. Die Besatzung kommt unter falschen Voraussetzungen an Bord, gewinnt das Vertrauen der Starfleet-Crew und uebernimmt unter Ausnutzung desselben das Schiff. Selbstmordattentaeter platzieren sich an den sensiblen Punkten der Enterprise und reissen in einem Fall, der zur "Demonstration" dient, ein Besatzungsmitglied in den Tod.

Ein (sinngemaess wiedergegebener) Dialog zwischen Captain Archer und dem Anfuehrer der Kaperer: "Warum fuehren sie diesen religioesen Krieg?" – Antwort: "Nun, diejenigen, die uns gerade angreifen, glauben, dass das auserwaehlte Reich in zehn Tagen erschaffen wurde. Aber es waren nur neun…"

Natuerlich ist das absolut ueberspitzt, aber es zeigt auch hier, dass religioeser Fanatismus der Ursprung vielen Uebels ist. Und das macht vor den einzelnen Konfessionen nicht halt, anscheinend selbst in der Zukunft nicht.

Zum Schluss der Folge stehen Archer und sein mittlerweile ueberwaeltigter Kontrahent auf dessen Heimatplaneten vor einer zerstoerten Kulisse. Archer: "Ihr Glaube sollte doch Frieden bringen…. hier ist er."

Okay…. die "Guten" sind auch hier wieder die "Guten". Aber, diese Folge ist mutig und gerade deshalb erwaehnenswert. Auch wenn der bittere Beigeschmack mitschwingt, dass es eine verhaeltnismaessig plumpe Antwort auf die Ereignisse von beispielsweise dem elften September 2001 ist. Wer sich diese Folge aber mit Interesse, Hintergrundwissen und mit offenem Geist ansieht, wird vielleicht ueberrascht sein…..

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Fernsehen = Ehrensenf

17. August 2006 Kommentare ausgeschaltet

"Das war Ehrensenf, ich bin Katrin, tschuess". So endet jede Folge der ca. 3-5 minuetigen Internet-TV-Sendung "Ehrensenf". Die 23-jaehrige Katrin Bauerfeind erzaehlt in plauderhafter Art und Weise ueber oftmals skurrile Dinge, vorwiegend aus dem Internet und fuer das Internet. Kleine Filmeinspielungen und/oder themenbezogene Bildeinblendungen taeuschen kaum darueber hinweg, dass der Loewenanteil der Spielzeit einer Folge mit Katrin`s Gesicht gefuellt wird, welches allerdings nett anzusehen ist :) Mittlerweile scheint diese Sendung in Deutschland zu einiger Beruehmtheit zu gelangen, denn selbst in einer kleinen, lokaleren TV-Zeitung wie der "Prisma" wird schon ueber "Ehrensenf" berichtet. Schon vor einigen Monaten gab es an gleicher Stelle einen Bericht ueber Annik Rubens. Ein Omen?

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Zuwanderer-Fernsehen

15. August 2006 Kommentare ausgeschaltet

ARD und ZDF ueberlegen, einen extra Fernsehkanal fuer Zuwanderer einzurichten. Naehere Informationen dazu gibt es derzeit u.a. auf Yahoo.de zu lesen.

Waehrend laut dem Bericht die Deutsch-Tuerken diese Idee begruessen, gibt es auch Leute und Gruppierungen, die dem eher skeptisch gegenueberstehen, weil sie nicht an einen etwaigen Erfolg des Konzeptes glauben wollen.

Das beruehmte "Knackpunkt" duerfte wohl darin begruendet liegen, dass hoechstwahrscheinlich die Mehrzahl der auslaendisch-staemmigen Familien nach Moeglichkeit Satellitenanlagen besitzen duerfte. Diese erkennt man oftmals am groesseren Durchmesser der Satellitenschuesseln (ab ca. 80cm aufwaerts). Diese Schuesseln schielen in den seltensten Faellen auf den Astra, sondern auf die Satelliten aus dem jeweiligen Heimatland. Und auf denen findet man wenig bis gar keine deutschen Programme. Es ist ja auch nachvollziehbar, dass diese Familien sich nicht mit einem im Kabel-TV vielleicht nur zeitweise ausgestrahlten Heimatsender zufrieden geben wollen, sondern nach Moeglichkeit doch eine groessere Programmvielfalt in der Heimatsprache vorziehen.

Daher sind Zweifel an einem Erfolg dieser neuen Idee von ARD und ZDF sicherlich berechtigt, auch wenn viele Menschen jetzt vielleicht argumentieren werden, dass es immerhin eine gute Sache ist, dass dort vornehmlich Deutsch gesprochen werden wuerde.

Auf diesem Zuwandererkanal soll dann z.B. die Serie "Tuerkisch fuer Anfaenger" laufen oder eine tuerkische Variante von "Wer wird Millionaer".

Achtung, Satire:

…ein tuerkisches Gluecksrad vielleicht auch??? :-)

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